Inhalt8 Abschnitte
- 01Was ist Channel-Vertrieb im B2B?
- 02Wie wählen Sie den richtigen Partner aus?
- 03Wie übergeben Sie Leads fair und nachvollziehbar?
- 04Praxisbeispiel: Leads per Mail verteilt
- 05Rechnung: Was eine ungenutzte Übergabe kostet
- 06Wann Channel-Vertrieb nicht trägt
- 07Was KRAUSS dazu liefert
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Channel-Vertrieb heißt, Umsatz über Partner zu erzielen, die Ihre Leistung weiterverkaufen oder vermitteln. Er trägt, wenn Partner eine klare Zielgruppe, feste Leadübergaben und eine gemeinsame Kennzahl haben.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Was ist Channel-Vertrieb im B2B?
Im Channel-Vertrieb verkauft ein Partner Ihre Leistung an seine Kunden. Der Partner kann ein Händler sein, ein Systemhaus, ein Berater oder ein Hersteller, der Ihr Produkt in seine Lösung einbaut. Sie bleiben für Angebot, Leistung und Haftung verantwortlich, der Partner bringt den Zugang.
Der Vorteil liegt im Zugang. Ein Partner kennt Betriebe, Ansprechpartner und Anlässe, die Sie erst mühsam erschließen müssten. Der Nachteil liegt in der Marge und in der Abhängigkeit vom Partner.
Wie wählen Sie den richtigen Partner aus?
Drei Fragen entscheiden über die Auswahl. Wer eine davon nicht beantworten kann, ist kein Partner, sondern ein Kontakt.
- Kennt der Partner Ihre Zielgruppe? Er sollte die Rolle kennen, die den Kauf entscheidet, und den Anlass, der ihn auslöst.
- Hat er Zugang zu Entscheidern? Eine Kundenliste allein reicht nicht, wenn die Entscheider dort nicht erreichbar sind.
- Kann er Ihre Leistung erklären? Ein Partner, der das Angebot nur weiterleitet, verliert den Abschluss am ersten Einwand.
Starten Sie mit zwei oder drei Partnern. Erweitern Sie, wenn die ersten Übergaben funktionieren.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie übergeben Sie Leads fair und nachvollziehbar?
Eine Leadübergabe braucht drei feste Regeln. Ohne sie versanden Leads, und niemand weiß hinterher, was passiert ist.
- Zuordnung: Wer bekommt welchen Lead? Eine Regel nach Region, Branche oder Größe reicht.
- Reaktionszeit: Bis wann reagiert der Partner? Ein Werktag ist für viele Anlässe ein sinnvoller Maßstab.
- Rückmeldung: Was bekommt der Absender zurück? Mindestens Status und Grund bei Ablehnung.
Die Übergabe steht schriftlich, und jemand auf Ihrer Seite prüft die Rückmeldungen jede Woche.
Praxisbeispiel: Leads per Mail verteilt
In einem Projekt für einen Hersteller von Kassensystemen arbeitete das Unternehmen mit zwölf Vertriebspartnern. Die Leads gingen per Mail an alle gleichzeitig, eine feste Zuordnung gab es nicht. Nach drei Monaten zeigte die Auswertung, dass 38 Prozent der Leads ohne Reaktion blieben. Nach einer Zuordnung je Region und einer Reaktionsfrist von einem Werktag sank dieser Anteil auf 12 Prozent. Das Beispiel ist anonym und realistisch gerechnet, es ist kein Kundenergebnis.
Rechnung: Was eine ungenutzte Übergabe kostet
Die Rechnung zeigt den Verlust bei liegengebliebenen Leads. Alle Zahlen sind Annahmen.
| Größe | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Leads im Quartal | 200 | Basis |
| Ohne Reaktion (38 Prozent) | 76 | Verlust |
| Ohne Reaktion nach Regel (12 Prozent) | 24 | Verlust |
| Zusätzliche bearbeitete Leads | 52 | 52 Gespräche |
| Termine je Gespräch | 1 von 4 | 13 Termine |
| Deckungsbeitrag je Abschluss, Abschlussquote 1 von 5 | 6.000 Euro | 15.600 Euro |
Quelle: eigene Annahmen und Praxiszahlen aus dem Beispiel oben. Setzen Sie Ihre Zahlen ein, bevor Sie eine Rechnung für Partner aufstellen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann Channel-Vertrieb nicht trägt
Ein Partner trägt nicht, wenn das Gespräch nur Sie führen können. Komplexe Angebote mit langer Verhandlung brauchen oft den Hersteller selbst. Auch eine Marge, die den Partner nicht hält, führt dazu, dass er Ihre Leistung nach dem ersten Erfolg zurückstellt.
Die Gegenposition ist ehrlich: Ein Direktvertrieb mit eigenem Team kontrolliert den Prozess besser. Wer den Kunden nah halten will, zahlt dafür mit Kapazität. Der Vergleich von Direktvertrieb und indirektem Vertrieb zeigt die Abwägung.
Was KRAUSS dazu liefert
KRAUSS verkauft keine Partnerverträge und übernimmt keine Margenverhandlung. Wir liefern Telefonebene und Terminierung. Wenn Ihr Partner oder Ihr Team Termine mit Entscheidern braucht, übernehmen wir die Ansprache und die Terminierung. Die Seite zu Vertriebsoutsourcing beschreibt, was wir in diesem Rahmen tun. Wie Sie externe Dienstleister steuern, zeigt der Leitfaden zu externen Vertriebsdienstleistern.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Channel-Vertrieb?
Channel-Vertrieb ist Verkauf über Partner, die Ihre Leistung weiterverkaufen, vermitteln oder in ihr eigenes Angebot einbauen. Sie führen den Kunden nicht selbst, sondern über einen Partner, der ihn kennt.
Worin unterscheidet sich Channel-Vertrieb vom Direktvertrieb?
Im Direktvertrieb sprechen Sie den Kunden selbst an und schließen selbst ab. Im Channel-Vertrieb wirkt ein Partner zwischen Ihnen und dem Kunden. Sie verlieren dabei Marge und Nähe, gewinnen aber Reichweite in Märkte, die Sie allein nicht erreichen.
Wie wähle ich Vertriebspartner aus?
Prüfen Sie, ob der Partner Ihre Zielgruppe bereits kennt, einen Zugang zu Entscheidern hat und die Leistung ohne Mehraufwand erklären kann. Ein Partner ohne diese drei Punkte bringt meist Kontakte, aber keine Termine.
Wie übergebe ich Leads an Partner?
Legen Sie fest, wer welchen Lead bekommt, bis wann der Partner reagiert und was er zurückmeldet. Ohne diese drei Regeln versanden Leads, und niemand weiß, was passiert ist.
Welche Kennzahl zeigt, ob Channel-Vertrieb funktioniert?
Messen Sie Leadübergaben, Reaktionszeit des Partners und Abschlüsse je Partner. Die Marge allein sagt wenig, wenn der Partner nicht reagiert.
Wie viele Partner sind sinnvoll?
Lieber wenige Partner, die aktiv arbeiten, als viele, die nur auf dem Papier stehen. Starten Sie mit zwei bis drei Partnern und erweitern Sie, wenn die ersten Übergaben funktionieren.
Übernimmt KRAUSS Channel-Vertrieb für mich?
Nein. KRAUSS liefert Telefonebene und Terminierung. Partnerverträge und Margen verhandeln Sie selbst. Wenn Ihr Partner Termine braucht, können wir die Telefonebene dafür übernehmen.
Wann lohnt sich Channel-Vertrieb nicht?
Wenn Ihr Angebot erklärungsbedürftig ist und nur Sie das Gespräch führen können, bringt ein Partner wenig. Auch wenn die Marge zu klein ist, um einen Partner zu halten, bleibt der Aufbau eine Investition ohne Ertrag.
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