Inhalt10 Abschnitte
- 01Welche Phasen hat ein Verkaufsgespräch?
- 02Wie bereiten Sie ein Verkaufsgespräch in 15 Minuten vor?
- 03Wie steigen Sie ein und klären den Bedarf?
- 04Wie gehen Sie mit Einwänden im Verkaufsgespräch um?
- 05Wie schließen Sie ab, ohne zu drängen?
- 06Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
- 07Was bringt eine bessere Folgetermin-Quote? Eine Rechnung
- 08Wann trägt der Ablauf nicht?
- 09Welche Checkliste hilft vor dem Gespräch?
- 10Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Ein Verkaufsgespräch führen Sie in sieben Phasen: Vorbereitung, Einstieg, Bedarfsanalyse, Präsentation, Einwandbehandlung, Abschluss und Nachbereitung. Es gelingt, wenn am Ende ein nächster Schritt mit Datum steht, nicht erst, wenn der Kunde unterschreibt.
Dieser Beitrag stammt von Juli 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Welche Phasen hat ein Verkaufsgespräch?
Die sieben Phasen bauen aufeinander auf. Wer eine überspringt, holt sie im Gespräch als Einwand zurück: Ohne Bedarfsanalyse kommt der Einwand "Das brauchen wir nicht".
Tabelle: Phasen eines 30-Minuten-Gesprächs mit Ziel und Zeitanteil, Richtwerte der Redaktion
| Phase | Ziel | Zeit | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1. Vorbereitung | Anlass, Ziel und Fragen klar | 15 Min. davor | Notizzettel mit drei Fragen |
| 2. Einstieg | Anlass nennen, Erlaubnis holen | 2 Min. | Kunde bestätigt die Zeit |
| 3. Bedarfsanalyse | Lage, Problem, Folgen erfragen | 12 Min. | Problem in Kundenworten |
| 4. Präsentation | Nutzen zum Problem zeigen | 6 Min. | Kunde erkennt den Bezug |
| 5. Einwandbehandlung | Bedenken klären | 5 Min. | Einwand geklärt oder benannt |
| 6. Abschluss | nächsten Schritt mit Datum fixieren | 5 Min. | Termin oder Auftrag |
| 7. Nachbereitung | Zusage und Notizen sichern | 10 Min. danach | Mail und CRM-Eintrag |
Quelle: Praxiserfahrung der Redaktion, Stand 10/2026. Die Zeiten sind Richtwerte, kein Muss.
Wie bereiten Sie ein Verkaufsgespräch in 15 Minuten vor?
Klären Sie in 15 Minuten Kunde, Ziel und Fragen. Mehr Vorbereitung bringt selten mehr, weniger führt zu Gesprächen ohne Richtung.
- Kunde. Lesen Sie Webseite und letzte Meldungen des Unternehmens. Notieren Sie einen konkreten Anlass für den Kontakt.
- Ziel. Legen Sie einen nächsten Schritt fest: Folgetermin, Angebot oder Einbindung des Entscheiders. "Der Kunde soll überzeugt sein" ist kein Ziel.
- Fragen und Einwände. Schreiben Sie drei Fragen auf und die drei wahrscheinlichsten Einwände mit Ihrer Antwort. Die Methode erklärt der Beitrag zum Gesprächsleitfaden, das Format das Glossar zum Gesprächsleitfaden.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie steigen Sie ein und klären den Bedarf?
Nennen Sie im Einstieg in zwei Sätzen den Anlass und fragen Sie, ob der Zeitpunkt passt. Danach gehört die Hälfte der Redezeit dem Kunden. Der Rest folgt dem Gespräch, nicht Ihrem Skript.
Ein Einstieg, der trägt: "Sie haben Ihr zweites Lager eröffnet. Ich rufe an, weil dort meist die Kommissionierung neu geplant wird. Passt es in zwei Minuten?" Mehr zu Sätzen für den Anfang steht im Glossar zum Gesprächseinstieg.
In der Bedarfsanalyse fragen Sie in vier Stufen: Lage ("Wie läuft das heute ab?"), Problem ("Wo hakt es?"), Folgen ("Was kostet Sie das im Monat?") und Wunsch ("Wie sähe eine gute Lösung aus?"). Notieren Sie Zahlen und Wörter des Kunden und benutzen Sie diese später in der Präsentation. Das vertieft der Leitfaden Bedarfsanalyse im Erstgespräch.
Wie gehen Sie mit Einwänden im Verkaufsgespräch um?
Behandeln Sie einen Einwand in vier Schritten: zuhören, nachfragen, antworten, Zustimmung prüfen. Streiten Sie nie gegen den Einwand. Er zeigt, worauf der Kunde achtet.
- Zuhören. Unterbrechen Sie nicht, auch wenn Sie die Antwort kennen.
- Nachfragen. "Woran machen Sie das fest?" klärt, ob der Einwand echt oder ein Vorwand ist.
- Antworten. Eine Antwort, ein Beleg, kein Vortrag.
- Zustimmung prüfen. "Ist damit Ihre Frage beantwortet?"
Wer häufige Einwände vor der Präsentation anspricht, nimmt ihnen Gewicht. Dazu gibt es den Beitrag zur Einwandvorwegnahme, das Glossar zur Einwandbehandlung und den Spickzettel zur Einwandbehandlung.
Wie schließen Sie ab, ohne zu drängen?
Fassen Sie das Problem in den Worten des Kunden zusammen und schlagen Sie dann zwei Wege vor: "Passt Dienstag um 10 Uhr oder Donnerstag um 14 Uhr?" Eine Alternativfrage setzt den Schritt voraus und lässt die Wahl beim Kunden. Ein offenes "Melden Sie sich bei uns" lässt den Kontakt abkühlen.
Schicken Sie am selben Tag eine kurze Mail mit der Zusammenfassung und dem vereinbarten Datum, und tragen Sie die Wiedervorlage im CRM ein. Welche Techniken es gibt, zeigt der Leitfaden Abschlusstechniken. Zur Nachbereitung passt der Beitrag zum Meeting-Follow-up.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Anbieter von Arbeitsschutzausrüstung führten drei Vertriebsmitarbeiter ihre Erstgespräche ohne feste Struktur. Von 40 Erstgesprächen im Quartal endeten 11 mit einem Folgetermin mit Datum.
Das Team stellte auf drei Pflichtfragen in der Bedarfsphase und einen Abschluss mit Alternativfrage um. Im folgenden Quartal endeten von 42 Erstgesprächen 19 mit einem Folgetermin mit Datum. Das ist ein Einzelfall mit kleiner Stichprobe und kein Richtwert. Die Wirkung hängt von Produkt, Zielgruppe und Gesprächsübung ab.
Was bringt eine bessere Folgetermin-Quote? Eine Rechnung
Steigt die Quote der Erstgespräche mit Folgetermin von 28 auf 45 Prozent, entstehen bei 24 Erstgesprächen im Monat rund 1,2 Aufträge mehr, bei 6.000 Euro Auftragswert rund 7.200 Euro Umsatz. Alle Werte sind Annahmen. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein.
Tabelle: Rechnung zur Folgetermin-Quote, Annahmen, Rechenweg in Klammern
| Größe | Wert |
|---|---|
| Erstgespräche pro Monat (Annahme) | 24 |
| Folgetermin-Quote vorher (Annahme) | 28 % |
| Folgetermin-Quote nachher (Annahme) | 45 % |
| Abschlussquote der Folgetermine (Annahme) | 30 % |
| Aufträge vorher (24 x 0,28 x 0,30) | 2,0 |
| Aufträge nachher (24 x 0,45 x 0,30) | 3,2 |
| Zusätzliche Aufträge | 1,2 |
| Auftragswert (Annahme) | 6.000 Euro |
| Zusatzumsatz im Monat (1,2 x 6.000) | 7.200 Euro |
Quelle: eigene Rechnung mit Annahmen, Stand 10/2026. Zusatzumsatz ist nicht Gewinn: Ziehen Sie Ihre Kosten ab.
Wann trägt der Ablauf nicht?
Das Phasenmodell trägt nicht, wenn der Kunde per Ausschreibung kauft: Dort ersetzen Formulare das Gespräch. Es trägt auch nicht bei langjährigen Kunden, die einen kurzen Anruf zur Nachbestellung erwarten statt sieben Phasen. Wer nur Informationen sammelt und nicht entscheiden darf, braucht zuerst den Weg zum Entscheider, siehe Entscheider erreichen. Ein vorgelesenes Skript kostet Vertrauen, weil der Kunde es hört. Und wer bei jedem Gespräch auf den Abschluss drängt, verliert Kunden, die später kaufen würden.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Checkliste hilft vor dem Gespräch?
- Anlass für das Gespräch in einem Satz notiert
- Ziel als nächster Schritt mit Wunschdatum festgelegt
- Drei Fragen zu Lage, Problem und Folgen vorbereitet
- Drei wahrscheinliche Einwände mit je einer Antwort notiert
- Kalender für den Folgetermin geöffnet
- Zeit für Mail und CRM-Eintrag nach dem Gespräch geblockt
Wer Erstgespräche und Terminierung am Telefon abgeben will, findet das Angebot unter Telefonakquise und Terminvereinbarung.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Fragen stelle ich in der Bedarfsanalyse?
Planen Sie fünf bis acht offene Fragen ein und folgen Sie den Antworten des Kunden. Eine feste Zahl zählt weniger als die Reihenfolge: erst die Lage, dann das Problem, dann die Folgen, dann der Wunsch.
Soll ich im B2B-Verkaufsgespräch Smalltalk führen?
Halten Sie ihn kurz und beziehen Sie ihn auf den Anlass des Gesprächs. Ein bis zwei Sätze genügen. Entscheider haben wenig Zeit und wollen schnell wissen, worum es geht.
Was tue ich, wenn der Kunde zu Beginn nach dem Preis fragt?
Nennen Sie, wovon der Preis abhängt, und stellen Sie eine Rückfrage zu Menge und Ziel. So bleibt das Gespräch beim Bedarf. Nennen Sie die Zahl, sobald Sie wissen, was sie umfasst.
Wie gehe ich mit Schweigen des Kunden um?
Warten Sie drei bis fünf Sekunden, bevor Sie weiterreden. Schweigen bedeutet meist Nachdenken. Fragen Sie danach offen, was dem Kunden durch den Kopf geht, statt das Angebot erneut zu erklären.
Woran erkenne ich, dass meine Gespräche besser werden?
Messen Sie den Anteil der Erstgespräche mit Folgetermin samt Datum und die Abschlussquote der Folgetermine. Lassen Sie ein Gespräch von einem Kollegen mithören, wenn der Gesprächspartner vorher zustimmt, und besprechen Sie es danach.
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