Inhalt9 Abschnitte
- 01Welche Reihenfolge hat sich in Erstgesprächen bewährt?
- 02Wie setzen Sie offene und geschlossene Fragen ein?
- 03Was leisten SPIN-Fragen im Vertrieb?
- 04Praxisbeispiel: Vier Fragen statt eines Angebots
- 05Rechnung: Wie viele Fragen braucht ein Erstgespräch?
- 06Wann sind Fragen die falsche Methode?
- 07Checkliste für das Erstgespräch
- 08Nächster Schritt
- 09Häufig gestellte Fragen
Dieser Beitrag stammt von Dezember 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Fragetechnik entscheidet im Erstgespräch, ob der Kunde über sein Problem spricht oder nur über den Preis. Sechs Methoden helfen dabei: offene Fragen, geschlossene Fragen zum Abschluss eines Punkts, Bedingungsfragen, SPIN-Fragen, nutzenorientierte Fragen und die Frage nach dem Entscheidungsweg. Dieser Beitrag zeigt die Reihenfolge, Beispiele und die Grenzen jeder Methode.
Welche Reihenfolge hat sich in Erstgesprächen bewährt?
Beginnen Sie mit einer offenen Frage zur Situation, danach folgt eine Frage zum Problem, dann zu den Folgen. Erst am Ende fragen Sie nach dem Nutzen einer Lösung und nach dem nächsten Schritt. Diese Reihenfolge verhindert, dass Sie ein Angebot erklären, bevor der Kunde sein Problem beschrieben hat.
Wie setzen Sie offene und geschlossene Fragen ein?
Offene Fragen wie "Wie läuft die Beschaffung bei Ihnen gerade?" öffnen das Gespräch. Geschlossene Fragen wie "Gibt es dafür schon ein Budget?" klären einen Punkt schnell. Mischen Sie beides, aber stellen Sie im Erstgespräch mindestens doppelt so viele offene Fragen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was leisten SPIN-Fragen im Vertrieb?
SPIN-Fragen führen in vier Stufen: Situation, Problem, Implikation und Nutzen. Die Situationsfrage klärt den Ist-Zustand. Die Problemfrage fragt nach Schwierigkeiten. Die Implikationsfrage fragt nach den Folgen. Die Nutzenfrage lässt den Kunden selbst sagen, was eine Lösung bringen würde.
Praxisbeispiel: Vier Fragen statt eines Angebots
In einem Projekt für einen Anbieter von Gebäudereinigung begannen Erstgespräche mit dem Angebot. Das Team stellte stattdessen erst drei Situationsfragen und eine Problemfrage. Danach nannten Kunden häufiger einen konkreten Anlass, etwa einen auslaufenden Vertrag mit dem bisherigen Dienstleister. Das Angebot passte besser, und die Gespräche endeten öfter mit einem Termin. Die Zahlen sind realistisch gewählt und keine Messung eines Kunden.
Rechnung: Wie viele Fragen braucht ein Erstgespräch?
Die Rechnung zeigt, wie sich die Zeit auf die Fragen verteilt. Alle Werte sind Annahmen.
| Gesprächsteil | Dauer (Annahme) | Anteil am Gespräch |
|---|---|---|
| Einstieg und Anlass | 2 Minuten | 10 % |
| Fragen zur Situation und zum Problem | 10 Minuten | 50 % |
| Nutzen und Vorschlag | 5 Minuten | 25 % |
| Nächster Schritt | 3 Minuten | 15 % |
Quelle: Annahmen des Autors, Stand Oktober 2026. Ein Erstgespräch von 20 Minuten lebt von der Frageteil-Zeit.
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Wann sind Fragen die falsche Methode?
Wenn der Kunde schon weiß, was er braucht, bringt eine lange Fragereihe nur Zeit. Dann fragen Sie kurz nach Umfang und Termin und kommen zum Angebot. Auch bei Kunden mit wenig Zeit gilt: Eine Frage zu viel kostet mehr als eine Antwort zu wenig. Fragen Sie dann nur die Situationsfrage und die Frage nach dem Entscheidungsweg.
Checkliste für das Erstgespräch
- Eine offene Eröffnungsfrage zur Situation vorbereitet
- Problemfrage und Folgefrage notiert
- Nutzenfrage mit dem Anlass verknüpft
- Frage nach dem Entscheidungsweg gestellt
- Nach jeder Antwort eine Pause eingehalten
Die Gesprächsführung im B2B-Telefon beschreibt der Leitfaden zum Gesprächseinstieg. Eine Vorlage für die Erstgesprächsfragen liefert die Checkliste Lead-Qualifizierung mit Fragen. Die Methode SPIN ordnet die Seite SPIN Selling ein.
Nächster Schritt
Üben Sie die Reihenfolge mit einem Kollegen im Rollenspiel. Wer das im Team trainieren möchte, findet den Ablauf auf Vertriebstraining. Für die Qualifizierung von Leads zeigt die Seite Lead-Qualifizierung den nächsten Schritt.
Stand: Oktober 2026
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Häufig gestellte Fragen
Welche Fragetechniken gibt es im Vertrieb?
Offene Fragen, geschlossene Fragen, Bedingungsfragen, die SPIN-Fragen, nutzenorientierte Fragen und die Frage nach dem Entscheidungsweg. Jede Technik hat eine Aufgabe im Gesprächsverlauf.
Was ist der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fragen?
Offene Fragen beginnen mit Wie, Was oder Warum und öffnen das Gespräch. Geschlossene Fragen verlangen ein Ja oder Nein und klären einen Punkt. Im Erstgespräch überwiegen offene Fragen.
Was sind SPIN-Fragen?
SPIN steht für Situation, Problem, Implikation und Nutzen. Die Reihe führt vom Ist-Zustand über das Problem zu den Folgen und zum Nutzen einer Lösung.
Wie viele Fragen stellt man im Erstgespräch?
Sechs bis acht Fragen sind ein guter Rahmen für ein Erstgespräch von zwanzig Minuten. Der Kunde soll mehr sprechen als Sie.
Wann wirkt Fragetechnik nicht?
Wenn der Kunde schon entschieden ist oder nur eine Auskunft braucht. Dann helfen klare Antworten mehr als Fragen.
Wie vermeidet man, wie ein Verhör zu wirken?
Erklären Sie den Grund der Frage in einem Satz, etwa: Ich frage, damit ich Ihnen nichts Unpassendes zeige. Und hören Sie zu, bevor Sie die nächste Frage stellen.
Welche Frage eröffnet den Termin am besten?
Eine Frage zur aktuellen Situation mit einem Bezug zum Anlass, etwa: Wie läuft die Beschaffung von Ersatzteilen bei Ihnen gerade?
Wie übt man Fragetechnik?
Mit Rollenspielen, bei denen der Partner nur Fragen stellen darf, und einer Auswertung, wie viele Antworten offen blieben.
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