Inhalt8 Abschnitte
- 01Woher kommen belegbare Kundenprobleme?
- 02Wie sortieren Sie die Probleme?
- 03Rechnung: Wie oft muss ein Problem fallen?
- 04Praxisbeispiel: Zwölf von vierzig Gesprächen nennen dasselbe Problem
- 05Wann der Ansatz nicht trägt
- 06Checkliste für die Problemsammlung
- 07Was KRAUSS daraus macht
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Gute B2B-Botschaften beginnen mit einem Problem, das der Einkäufer selbst formuliert. Die Formulierung finden Sie nicht in einer Marktstudie, sondern in Gesprächen, Einwänden und Anfragen.
Dieser Beitrag stammt von April 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Wer diese Sprache übernimmt, erreicht den Leser früher, ob in einer Anzeige, im Telefonat oder auf der Leistungsseite.
Woher kommen belegbare Kundenprobleme?
Es gibt vier Quellen, die im Vertrieb ohnehin anfallen. Die Tabelle zeigt, was jede Quelle zeigt und wo ihre Grenze liegt.
| Quelle | Was sie zeigt | Grenze |
|---|---|---|
| Gesprächsnotizen | Probleme in den Worten des Kunden | Abhängig davon, wie genau notiert wurde |
| Einwände | Sorgen, die vor dem Kauf stehen | Einwände verbergen oft die eigentliche Sorge |
| Anfragen | Fragen, die der Kunde selbst stellt | Wer anfragt, ist meist schon im Entscheidungsprozess |
| Kündigungsgründe | Probleme, die zum Verlust geführt haben | Selten offen ausgesprochen |
Quelle: Einordnung von KRAUSS, Stand 09.10.2026. Die Tabelle beschreibt Quellen, keine Messwerte.
Notieren Sie die Formulierung wörtlich. Schreibt ein Kunde "Wir finden keine Leute für die Spülküche", dann lautet das Problem genau so und nicht "Personalmangel im Gastgewerbe". Die Übersetzung in Fachsprache klingt richtig, aber der Leser erkennt sich nicht darin.
Wie sortieren Sie die Probleme?
Nicht jedes Problem verdient eine Botschaft. Sortieren Sie die gesammelten Probleme nach zwei Fragen: Wie oft wird das Problem genannt, und welche Folge hat es? Daraus entsteht eine einfache Matrix mit vier Feldern.
- Häufig und teuer: Diese Probleme bestimmen die Hauptbotschaft der Anzeige und der Leistungsseite.
- Häufig und billig: Diese Probleme eignen sich für den Gesprächseinstieg, aber nicht für eine eigene Seite.
- Selten und teuer: Diese Probleme brauchen eine ehrliche Antwort im Erstgespräch, oft mit Verweis auf einen Fall.
- Selten und billig: Diese Probleme streichen Sie aus der Ansprache.
Die Matrix verhindert, dass ein auffälliges, aber seltenes Problem die ganze Kommunikation bestimmt.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Rechnung: Wie oft muss ein Problem fallen?
Die Rechnung nutzt einen Richtwert, den Sie an Ihre Gesprächszahl anpassen. Alle Werte sind Annahmen.
- Gespräche mit Entscheidern im Quartal: 60 (Annahme)
- Nennung eines Problems als Richtwert für "häufig": in einem Drittel der Gespräche (Annahme), also 20 Gespräche
- Ein Problem, das in 5 von 60 Gesprächen fällt, ist "selten" (Rechnung: rund 8 Prozent)
- Entscheidend bleibt die Folge: Ein Problem mit hohen Ausfallkosten kann auch bei 5 Nennungen in die Hauptbotschaft gehören
Dokumentieren Sie den Richtwert und die Zahl der Gespräche, damit die Entscheidung später nachvollziehbar bleibt.
Praxisbeispiel: Zwölf von vierzig Gesprächen nennen dasselbe Problem
In einem Projekt für einen Anbieter von Hygienetechnik führte das Team vierzig Gespräche mit Betriebsleitungen. In zwölf Gesprächen fiel die Sorge um wechselndes Reinigungspersonal, in acht die Frage nach der Einweisung neuer Kräfte, in sechs das Thema Dokumentation für Prüfungen. Die Botschaft der Anzeige stellte danach die Einweisung in den Vordergrund, weil sie zu den häufigsten Nennungen gehörte und eine klare Folge hatte: Ausfälle am Wochenende.
Die Zahlen beschreiben vierzig Gespräche in einem Projekt. Sie sagen nichts über den gesamten Markt.
Wann der Ansatz nicht trägt
Ein Kundenproblem ist nur so gut wie das Angebot dahinter. Wenn Ihr Angebot das Problem nicht löst, führt eine gute Formulierung zu Gesprächen, die niemand will. Gegenargument: Die Suche nach Problemen verführt dazu, jede Kleinigkeit zur Botschaft zu machen. Eine Botschaft, die zu viele Probleme gleichzeitig nennt, erreicht keinen.
Auch Umfragen unter Bestandskunden zeigen häufig nur die Probleme, die Kunden leicht aussprechen. Ergänzen Sie sie durch Gespräche mit Kunden, die nicht mehr bestellen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste für die Problemsammlung
- Jedes Problem ist mit den Worten des Kunden notiert
- Jedes Problem stammt aus mindestens drei Gesprächen oder Anfragen
- Die Matrix aus Häufigkeit und Folge ist ausgefüllt
- Die Hauptbotschaft nennt höchstens ein Problem
- Die Anzeige und die Leistungsseite verwenden denselben Wortlaut
- Der Richtwert und die Zahl der Gespräche sind dokumentiert
- Die Liste wird nach drei Monaten neu geprüft
Den Gesprächseinstieg, der ein Problem aufgreift, zeigt der Leitfaden Gesprächseinstieg im B2B-Telefonat. Die Bedarfsfragen im Erstgespräch behandelt der Leitfaden Bedarfsanalyse im Erstgespräch. Zum Begriff der Ansprache nach Anlass hilft das Glossar mit signalbasierter Ansprache.
Was KRAUSS daraus macht
KRAUSS erstellt keine Inhalte und betreibt kein Content-Marketing als Leistung. Die Telefonebene nutzt die Probleme im Gespräch, um Termine mit Entscheidern zu vereinbaren. Anzeigen im Rahmen des Performance Marketing transportieren die Botschaft, sobald Sie die Texte freigeben. Den Umfang klären Sie im Konfigurator auf der Seite Preise.
Häufig gestellte Fragen
Wie finde ich die Probleme meiner Zielgruppe?
Hören Sie in Gespräche, Einwände und Anfragen hinein. Notieren Sie die Formulierungen der Kunden wörtlich, nicht Ihre eigene Übersetzung. Ein Problem gilt als belegt, wenn es in mehreren Gesprächen mit ähnlichen Worten auftaucht.
Warum sollten Inhalte bei Kundenproblemen beginnen?
Ein Einkäufer liest nur weiter, wenn er sein eigenes Problem wiedererkennt. Eine Botschaft, die bei einem Problem beginnt, das der Leser schon kennt, erreicht ihn schneller als eine Produktbeschreibung. Das gilt für Anzeigen, Telefonate und Leistungsseiten.
Wie unterscheide ich wichtige von nebensächlichen Problemen?
Fragen Sie zwei Dinge: Wie oft wird das Problem genannt, und welche Folge hat es? Ein seltenes Problem mit hohen Kosten kann wichtiger sein als ein häufiges mit geringer Folge. Sortieren Sie beides in einer kleinen Matrix.
Brauche ich für jedes Kundenproblem einen eigenen Beitrag?
Nein. Mehrere Probleme lassen sich unter einer Leistung bündeln, wenn die Lösung ähnlich ist. Ein eigener Beitrag lohnt, wenn ein Problem eine eigene Frage aufwirft, die Ihr Angebot beantwortet.
Wie viele Gespräche braucht man, um ein Problem zu belegen?
Ein Problem zählt, wenn es in einem Teil der Gespräche auftaucht, den Sie selbst festlegen. Der Richtwert dieses Beitrags liegt bei rund einem Drittel. Dokumentieren Sie den Anteil, damit Sie ihn später prüfen können.
Kann man Kundenprobleme in Anzeigen einsetzen?
Ja. Eine Anzeige nennt das Problem mit den Worten des Kunden und führt zu einer Seite, die den nächsten Schritt klar benennt. Testen Sie zwei Formulierungen, bevor Sie das Budget erhöhen.
Übernimmt KRAUSS die Erstellung von Inhalten?
Nein. KRAUSS erstellt keine Inhalte und betreibt kein Content-Marketing als Leistung. Die Telefonebene nutzt die Probleme im Gespräch, und die Anzeigen im Rahmen des Performance Marketing transportieren sie, sobald Sie die Texte freigeben.
Wann lohnt sich dieser Ansatz nicht?
Wenn Ihr Angebot kein Problem löst, das Kunden benennen, bringt auch eine gute Botschaft keinen Termin. Dann klären Sie zuerst das Angebot, bevor Sie Inhalte planen.
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