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Exit-Intent-Pop-up für B2B: Wann er Anfragen bringt und wann er stört

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
3 Min. Lesezeit
Inhalt8 Abschnitte
  1. 01Was ist ein Exit-Intent-Pop-up?
  2. 02Welche Angebote wirken im B2B?
  3. 03Wie holen Sie die Einwilligung für einen Anruf ein?
  4. 04Praxisbeispiel: Eine Checkliste statt eines Newsletters
  5. 05Wann wirkt ein Pop-up nicht?
  6. 06Welche Checkliste prüft den Pop-up?
  7. 07Wie wird aus der Eintragung ein Gespräch?
  8. 08Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Ein Exit-Intent-Pop-up erscheint, wenn der Mauszeiger die Seite nach oben verlässt. Er bietet dann eine Alternative an, etwa einen Spickzettel oder einen Rückruf.

Dieser Beitrag stammt von November 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Im B2B lohnt er sich nur, wenn das Angebot echten Nutzen bringt und die Einwilligung sauber eingeholt wird. Sonst verliert die Seite Vertrauen, bevor sie einen Entscheider erreicht.

Stand: Oktober 2026. Die Rechtslage zu Einwilligung und Anruf ist in § 7 UWG geregelt, Wortlaut auf gesetze-im-internet.de. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

Was ist ein Exit-Intent-Pop-up?

Die Technik erkennt, dass sich der Mauszeiger auf das Fenster zubewegt, um den Tab zu schließen oder die Adresse zu wechseln. In diesem Moment erscheint ein Hinweis mit einem Angebot. Die Technik erkennt die Bewegung, nicht die Absicht des Besuchers. Deshalb zählt der Inhalt des Angebots mehr als der Zeitpunkt.

Was ist ein Exit-Intent-Pop-up?
Angebot im Pop-upPasst zu B2BGrund
Checkliste oder Spickzetteljasofort nutzbar, keine Verpflichtung
Rückruf auf Wunschja, mit Einwilligungklarer nächster Schritt
Newsletter ohne Inhaltneinkein Nutzen erkennbar
Rabattneinim B2B meist unglaubwürdig

Quelle: Einordnung der Redaktion.

Welche Angebote wirken im B2B?

Ein Entscheider will ein Ergebnis, das er im Alltag brauchen kann. Eine Vorlage, eine Checkliste oder ein Spickzettel mit konkreten Formulierungen erfüllt das. Der Pop-up sollte in einem Satz sagen, was der Besucher bekommt, und in einem zweiten, was er dafür angibt.

  1. Formulieren Sie den Nutzen in einem Satz, zum Beispiel für einen Einwand am Telefon.
  2. Fragen Sie nur die Angaben ab, die für die Zustellung nötig sind.
  3. Nennen Sie bei einem Rückruf den Zweck und die Person, die anruft.
  4. Bestätigen Sie die Anmeldung mit einer Mail, die den Download enthält.

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Wie holen Sie die Einwilligung für einen Anruf ein?

Für einen Anruf zu Werbezwecken brauchen Sie in der Regel eine ausdrückliche Einwilligung. Das Feld im Pop-up muss den Anruf, den Zweck und die Stelle nennen, die anruft. Halten Sie Datum, Quelle und Wortlaut fest. Wer nur einen Download wünscht, bekommt eine Mail und keinen Anruf.

Praxisbeispiel: Eine Checkliste statt eines Newsletters

In einem Projekt für einen Anbieter von Förderbändern für die Logistik stand auf der Startseite ein Pop-up mit dem Newsletter. Die Eintragungen lagen bei 14 im Monat, kaum ein Eintrag führte zu einem Gespräch. Das Team ersetzte den Newsletter durch eine Checkliste zur Anlagenplanung, mit Einwilligung für einen Rückruf. Die Eintragungen sanken auf 9 im Monat, zwei davon führten zu einem Termin. Vorher führte keine Eintragung zu einem Termin. Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet.

Wann wirkt ein Pop-up nicht?

Besucher, die die Seite aus Mangel an Bedarf verlassen, sehen den Pop-up nicht als Chance. Dann bleibt der Effekt gering, egal wie gut er gestaltet ist. Auch bei sehr kleinen Zielgruppen erreicht er zu wenige Menschen, um belastbare Zahlen zu liefern.

Ein Pop-up darf außerdem nicht den Inhalt der Seite verdecken oder den Zugang zur Kontaktseite blockieren. Wer Besucher ärgert, verliert den Termin, bevor er entsteht.

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Welche Checkliste prüft den Pop-up?

  • Das Angebot hat einen Nutzen, der in einem Satz zu sagen ist.
  • Die Einwilligung für einen Anruf nennt Zweck und anrufende Stelle.
  • Der Pop-up erscheint höchstens einmal je Besucher und Tag.
  • Er ist ohne Mauszeiger bedienbar und lässt sich schließen.
  • Die Eintragungen werden mit Datum und Quelle gespeichert.
  • Jede Anfrage wird an einem Werktag angerufen oder bestätigt.

Die Begriffe der Lead-Auswertung erklärt das Glossar zum Lead. Die Anforderungen an den Anruf beschreibt das Glossar zur mutmaßlichen Einwilligung.

Wie wird aus der Eintragung ein Gespräch?

Ein Pop-up sammelt Kontakte, das Gespräch bringt Termine. Die Telefonakquise übernimmt die Nachverfolgung mit Einwilligung und vereinbart den Termin. Der Einwand-Spickzettel ist ein Beispiel für ein Angebot, das im Pop-up Nutzen stiftet.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Exit-Intent-Pop-up?

Ein Exit-Intent-Pop-up erscheint, wenn der Mauszeiger die Seite nach oben verlässt, also kurz bevor der Besucher geht. Er bietet dann eine Alternative an, etwa einen Download oder einen Rückruf. Die Technik erkennt die Bewegung, nicht die Absicht.

Passt ein Exit-Intent-Pop-up zu einer B2B-Seite?

Ja, wenn er einen echten Nutzen bietet, etwa eine Checkliste oder einen Leitfaden. Er passt schlecht, wenn er nur zu einem Newsletter ohne Inhalt auffordert. Entscheidend ist, ob der Besucher danach etwas Konkretes bekommt.

Welche Einwilligung brauche ich für einen Rückruf?

Für einen Anruf zu Werbezwecken brauchen Sie in der Regel eine ausdrückliche Einwilligung. Das Feld im Pop-up muss den Anruf und den Zweck nennen. Halten Sie die Einwilligung mit Datum und Quelle fest. Eine Rechtsberatung klärt den Einzelfall.

Wie oft sollte ein Pop-up erscheinen?

Zeigen Sie ihn je Besucher höchstens einmal pro Tag und nur auf Seiten, die einen Anlass dafür bieten. Wiederholte Pop-ups verärgern Entscheider und schaden dem Eindruck der Marke. Testen Sie die Häufigkeit, bevor Sie sie fest einstellen.

Muss der Pop-up einen Rabatt anbieten?

Nein. Im B2B wirkt ein Rabatt oft unglaubwürdig, und öffentliche Preise zeigt die Seite ohnehin nicht. Ein Angebot mit Nutzen wie einer Vorlage oder einem Spickzettel passt besser zu einem Entscheider.

Wie messe ich den Erfolg eines Pop-ups?

Messen Sie die Zahl der Anzeigen, die Eintragungen, die Downloads und die Anfragen, die daraus entstehen. Vergleichen Sie die Werte mit einer Phase ohne Pop-up. Die Eintragungsquote allein sagt wenig, wenn daraus keine Gespräche werden.

Wann wirkt ein Exit-Intent-Pop-up nicht?

Er wirkt wenig, wenn Besucher die Seite gezielt verlassen, weil sie keinen Bedarf haben. Auch bei kleinen Zielgruppen erreicht er zu wenige Menschen. Setzen Sie ihn dann nicht ein, sondern verbessern die Seite selbst.

Wie gehe ich mit Eintragungen um, die danach anrufen sollen?

Rufen Sie nur Personen an, die einer Kontaktaufnahme zugestimmt haben, und nennen Sie zu Beginn den Anlass. Dokumentieren Sie jeden Anruf. Wer keine Einwilligung hat, erhält höchstens eine Mail mit dem angebotenen Download.

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