Inhalt11 Abschnitte
- 01Welche 8 Tipps machen Follow-up Calls erfolgreich?
- 02Wie bereiten Sie einen Follow-up Call in fünf Minuten vor?
- 03Wie steigen Sie in den Anruf ein, ohne zu stören?
- 04Wie gehen Sie mit Einwänden im Follow-up Call um?
- 05Wie beenden Sie den Anruf mit einem Termin?
- 06In welchem Rhythmus rufen Sie an?
- 07Was bringt ein besseres Nachfassen? Eine Rechnung
- 08Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
- 09Wann trägt das nicht?
- 10Welche Checkliste hilft vor dem Follow-up Call?
- 11Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Ein guter Follow-up Call hat ein Ziel, einen Anlass und endet mit einem Termin samt Datum. Rufen Sie zwei bis drei Werktage nach dem letzten Kontakt an, nennen Sie im ersten Satz den Anlass und fragen Sie nach der Entscheidungsfrist, nicht nach dem Stand.
Dieser Beitrag stammt von August 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Welche 8 Tipps machen Follow-up Calls erfolgreich?
Acht Regeln tragen den Anruf: Ziel festlegen, Anlass nennen, Vorgeschichte kennen, offen fragen, Nutzen zum Problem des Kunden zeigen, Einwände ernst nehmen, Termin vereinbaren, Ergebnis im CRM eintragen. Die Abschnitte unten beschreiben jede Regel.
Tabelle: Tipp, Handlung und Zeitpunkt, Richtwerte der Redaktion
| Nr. | Tipp | Konkrete Handlung | Zeitpunkt |
|---|---|---|---|
| 1 | Ziel festlegen | Ein Satz: "Nach dem Call ist X vereinbart." | vor dem Anruf |
| 2 | Anlass nennen | Datum und Thema des letzten Kontakts im ersten Satz | Gesprächsbeginn |
| 3 | Vorgeschichte kennen | Notizen, Einwände und Ansprechpartner lesen | vor dem Anruf |
| 4 | Offen fragen | Eine Frage zur Lage seit dem letzten Kontakt | Gesprächsmitte |
| 5 | Nutzen zum Problem zeigen | Nur den Teil des Angebots, der sein Problem löst | Gesprächsmitte |
| 6 | Einwände ernst nehmen | Wiederholen, nachfragen, dann antworten | bei Bedarf |
| 7 | Termin mit Datum vereinbaren | "Passt Donnerstag, 10 Uhr?" | Gesprächsende |
| 8 | Ergebnis im CRM eintragen | Ergebnis, nächste Handlung, Datum | innerhalb von 15 Minuten |
Quelle: Redaktion, Praxiserfahrung aus Vertriebsprojekten, Stand 10/2026.
Die Grundlagen des Nachfassens erklärt der Beitrag zu Follow-up-Calls im Kundenkontakt, den Begriff die Seite Follow-up.
Wie bereiten Sie einen Follow-up Call in fünf Minuten vor?
Lesen Sie die letzte Notiz, notieren Sie das Ziel in einem Satz und formulieren Sie die erste Frage vor. Mehr braucht es nicht, solange das CRM die Vorgeschichte enthält. Fehlt sie, lohnt der Anruf kaum, bevor Sie sie ergänzt haben.
- Vorgeschichte: Was fragte der Kunde zuletzt, welchen Einwand nannte er?
- Ziel: Ein Termin, eine Entscheidung oder eine Information. Nie "mal nachfragen".
- Erste Frage: Eine Frage, die auf seine Lage seit dem letzten Kontakt zielt.
Einen Gesprächsleitfaden mit Einstieg, Fragen und Abschluss finden Sie im Beitrag zu Telefonleitfäden.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie steigen Sie in den Anruf ein, ohne zu stören?
Nennen Sie Ihren Namen, den Anlass mit Datum und fragen Sie, ob der Zeitpunkt passt. Beispiel: "Guten Tag Frau Meier, hier Klotz. Wir haben am Dienstag über die Terminierung gesprochen. Haben Sie drei Minuten?" Der Anlass zeigt, dass der Anruf erwartet sein darf.
Fragen Sie danach offen: "Was hat sich seit Dienstag getan?" Hören Sie zu und unterbrechen Sie nicht. Weitere Einstiege sammelt der Beitrag zum Gesprächseinstieg in der Telefonakquise.
Wie gehen Sie mit Einwänden im Follow-up Call um?
Wiederholen Sie den Einwand in eigenen Worten, fragen Sie nach dem Grund und antworten Sie erst dann. Hinter "Wir haben kein Budget" steckt oft eine andere Frage, etwa die nach dem Nutzen oder nach der Priorität gegenüber anderen Projekten.
- Einwand wiederholen: "Sie sagen, das Budget ist für dieses Jahr verplant."
- Nachfragen: "Bis wann wird das Budget für das nächste Jahr festgelegt?"
- Weiterführen: Einen Termin im passenden Zeitraum vereinbaren.
Ein vorgebrachter Einwand zeigt Interesse. Wer schweigt, hat meist entschieden. Muster zur Antwort auf typische Einwände bietet der Begriff Einwandbehandlung.
Wie beenden Sie den Anruf mit einem Termin?
Schlagen Sie ein konkretes Datum mit Uhrzeit vor und bestätigen Sie es am Ende. "Wir sprechen also am Donnerstag um 10 Uhr über die Auswahl, ich sende Ihnen eine Einladung." Ein "Ich melde mich" lässt den Kontakt abkühlen.
Fragen Sie nur dann nach den nächsten Schritten, wenn der Kunde den Termin ablehnt. Dann tragen Sie seine Antwort als Wiedervorlage ein, mit Datum. Die Seite Wiedervorlage beschreibt, wie Sie den Rhythmus pflegen.
Termine mit Kaufinteresse
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- Beim Kunden bestätigt[2]
In welchem Rhythmus rufen Sie an?
Rufen Sie nach zwei bis drei Werktagen an, dann nach einer Woche und nach drei Wochen. Jeder Kontakt bringt eine neue Information oder einen neuen Termin, sonst unterbleibt er.
- Tag 2 bis 3: Anruf mit Bezug auf den letzten Kontakt.
- Tag 7: Anruf oder E-Mail mit einem neuen Argument, etwa einer Branchenreferenz.
- Tag 21: letzter Anruf mit offener Frage. Antwortet der Kunde nicht, tragen Sie eine Wiedervorlage in drei Monaten ein.
Wie Sie ein Angebot nachfassen, erklärt der Leitfaden Angebot nachfassen. Vorlagen für die E-Mail zwischen den Anrufen liefert der Beitrag zu Follow-up-E-Mails.
Was bringt ein besseres Nachfassen? Eine Rechnung
Fassen Sie bei 50 Angeboten im Quartal konsequent nach und steigt die Abschlussquote von 12 auf 18 Prozent, gewinnen Sie 3 Aufträge mehr, bei 9.000 Euro Auftragswert rund 27.000 Euro Umsatz im Quartal. Alle Werte sind Annahmen.
Tabelle: Rechnung zum Nachfassen, Annahmen, Rechenweg in Klammern
| Größe | Wert |
|---|---|
| Angebote pro Quartal (Annahme) | 50 |
| Abschlussquote ohne festen Rhythmus (Annahme) | 12 % |
| Abschlussquote mit Rhythmus (Annahme) | 18 % |
| Aufträge vorher (50 x 0,12) | 6 |
| Aufträge nachher (50 x 0,18) | 9 |
| Zusätzliche Aufträge | 3 |
| Auftragswert (Annahme) | 9.000 Euro |
| Zusatzumsatz im Quartal (3 x 9.000) | 27.000 Euro |
Quelle: eigene Rechnung mit Annahmen, Stand 10/2026. Zusatzumsatz ist nicht Gewinn: Ziehen Sie Ihre Kosten ab, auch die Zeit für die Anrufe.
Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Anbieter von Gebäudetechnik lagen nach einem Messemonat 45 Angebote offen. Nur zu 12 gab es einen zweiten Kontakt, meist eine einzelne E-Mail.
Wir führten den Rhythmus mit Anruf an Tag 3, Tag 7 und Tag 21 ein und trugen jedes Ergebnis mit Datum im CRM ein. Nach acht Wochen waren zu 38 der 45 Angebote mindestens zwei Kontakte erfolgt, 11 Kunden entschieden sich, 5 davon für das Angebot. Das ist ein Einzelfall mit kleiner Stichprobe und kein Richtwert. Die Wirkung hängt von Produkt, Entscheidungsdauer und Angebotsqualität ab.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann trägt das nicht?
Der Rhythmus trägt nicht, wenn der Kunde klar abgesagt hat. Weitere Anrufe schaden dann dem Ruf und können als Belästigung gelten. Er trägt auch nicht bei Ausschreibungen mit festen Fristen und bei Entscheidungen, die über ein Jahr dauern: Dort sind drei Anrufe in drei Wochen zu früh. Und wer anruft, nur um sich zu melden, bringt keine neue Information, sondern kostet die Aufmerksamkeit des Kunden. Rechtlich gilt: Für Anrufe im B2B müssen Sie wenigstens eine mutmaßliche Einwilligung begründen können, die Seite Kaltakquise Recht ordnet das ein.
Welche Checkliste hilft vor dem Follow-up Call?
- Letzte Notiz, Einwand und Ansprechpartner im CRM gelesen
- Ziel des Anrufs in einem Satz notiert
- Anlass mit Datum für den ersten Satz bereit
- Offene Frage zur Lage seit dem letzten Kontakt formuliert
- Zwei mögliche Termine im Kalender vorgemerkt
- Nach dem Anruf: Ergebnis, nächste Handlung und Datum eingetragen
Wer das Nachfassen und die Terminierung am Telefon abgeben möchte, findet das Angebot unter Telefonakquise und Terminvereinbarung.
Häufig gestellte Fragen
In welchen Abständen rufen Sie nach einem Erstkontakt wieder an?
Rufen Sie nach zwei bis drei Werktagen an, dann nach einer Woche und nach drei Wochen. Passen Sie den Abstand an die Reaktion an: Nennt der Kunde einen Termin, gilt sein Termin, nicht Ihr Plan.
Wie viele Follow-up Calls sind genug?
Planen Sie bis zu fünf Kontaktversuche über sechs Wochen, verteilt auf Telefon und E-Mail. Nach dem letzten Versuch stellen Sie eine Wiedervorlage in drei Monaten ein und beenden die Anrufe.
Was sagen Sie, wenn der Kunde sich nicht erinnert?
Nennen Sie Datum, Anlass und das Thema des letzten Kontakts in einem Satz. Fragen Sie dann, ob das Thema noch aktuell ist. So geben Sie ihm einen Ausweg und vermeiden Rechtfertigungen.
Wann ist ein Follow-up Call besser als eine E-Mail?
Der Anruf lohnt sich, wenn eine Entscheidung ansteht, der Kunde Fragen haben könnte oder die E-Mail unbeantwortet blieb. Die E-Mail eignet sich für Unterlagen und zur Bestätigung des Gesprächs.
Was gehört ins CRM nach dem Anruf?
Tragen Sie das Ergebnis, die nächste Handlung mit Datum, den genannten Grund für Zögern und den Ansprechpartner ein. Ohne Datum der nächsten Handlung geht der Kontakt verloren.
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