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Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Eine Listung bei REWE bekommen Sie, wenn ein Einkäufer Ihr Produkt in sein Sortiment aufnimmt. Dafür brauchen Sie einen Termin mit dem zuständigen Einkäufer und eine Kalkulation, die für ihn und für Sie aufgeht. Dieser Leitfaden zeigt die Vorbereitung, den Weg zum Termin, eine Rechnung zu Konditionen und Marge und die Fälle, in denen sich eine Listung nicht lohnt. Er beschreibt keinen offiziellen Ablauf der REWE Group. Prüfen Sie Vorgaben und Ansprechpartner auf den Lieferantenseiten der REWE Group, bevor Sie handeln. Stand: Oktober 2026.
Wie werde ich Lieferant bei REWE?
Sie werden Lieferant, indem Sie ein Produkt mit klarem Nutzen für das Sortiment vorstellen und die Anforderungen des Handels an Qualität, Lieferfähigkeit und Preis erfüllen. Die REWE Group gibt es seit 1927, gegründet in Köln, und sie führt Märkte sowohl in eigener Regie als auch mit selbstständigen Kaufleuten. Wer listet, kann deshalb je nach Produkt und Reichweite an verschiedenen Stellen entscheiden, zentral oder regional (Annahme der Redaktion). Welche Stelle für Ihr Produkt zuständig ist, erfahren Sie nur von der REWE Group selbst.
Die Schritte aus Anbietersicht:
- Produkt einordnen: Warengruppe, Preislage, Vergleichsprodukte im Regal.
- Zahlen sammeln: Herstellkosten, Mindestmengen, Lieferzeiten, Haltbarkeit, Zertifikate.
- Zuständigen Einkäufer finden: über die Lieferantenseiten, Messen und Ihr Netzwerk.
- Termin vereinbaren: mit einem Anlass, der für den Einkäufer zählt.
- Vorstellung vorbereiten: zehn Minuten, ein Muster, eine Kalkulation.
- Nachfassen: nach einer Woche, mit einem neuen Argument.
Wie komme ich an den Einkäufer?
Sie kommen an den Einkäufer über einen Termin, den Sie mit einem konkreten Anlass erbitten: eine Neuheit in seiner Warengruppe, ein Trend mit Zahl oder ein Regionalprodukt, das im Regal fehlt. Allgemeine Anfragen wie "Wir hätten gern eine Listung" landen im Sammelpostfach. Einkäufer erhalten viele Angebote, deshalb entscheidet der erste Satz.
Wie Sie eine Terminbitte aufbauen, zeigt der Beitrag Termin beim Chef vereinbaren, und das Gespräch mit dem Vorzimmer erklärt der Gesprächsleitfaden für die Kaltakquise im B2B. Wie Sie schriftlich anfragen, steht im Beitrag Das perfekte Akquise-Anschreiben. Für Lebensmittelhersteller beschreibt der Beitrag Lebensmittel-Vertrieb und Marktzugang weitere Wege.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was kostet die Listung, und lohnt sie sich?
Die Listung lohnt sich, wenn Ihre Marge nach allen Konditionen positiv bleibt. Der Handel verlangt je nach Vereinbarung Konditionen, etwa Zuschüsse zu Werbung, Rabatte oder Logistikaufschläge. Welche Konditionen für Sie gelten, klären Sie vor der Zusage, denn die Rechnung hängt davon ab.
Tabelle: Beispielrechnung zur Marge je Artikel, alle Werte Annahmen
| Posten | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Abgabepreis an den Handel | Annahme | 2,00 € |
| Herstellkosten | Annahme | 1,10 € |
| Konditionen und Logistik | 18 % von 2,00 € (Annahme) | 0,36 € |
| Marge je Artikel | 2,00 € minus 1,10 € minus 0,36 € | 0,54 € |
| Menge für 50.000 € Marge | 50.000 € ÷ 0,54 € | rund 92.600 Stück |
Quelle: Annahmen der Redaktion, kein Marktwert. Ersetzen Sie sie durch Ihre eigenen Zahlen und die Konditionen, die Ihnen genannt werden.
Wer 92.600 Stück im Jahr nicht liefern kann, sollte die Listung nicht anstreben, oder er sollte mit einer kleineren Zahl von Märkten beginnen.
Wie läuft eine Listungsanfrage in der Praxis ab? Ein Beispiel
In einem Projekt für einen Hersteller von Feinkostsalaten wurden 85 Einkäufer und Marktleiter in Handelsketten und bei selbstständigen Kaufleuten angerufen. Bei 31 kam ein Gespräch zustande, bei 12 wurde ein Termin zur Vorstellung vereinbart, 4 davon führten zu einem Probelauf in einzelnen Märkten. Die Terminierung dauerte neun Wochen. Das ist ein Beispiel aus der Praxis, keine Marktzahl, und ein Probelauf ist noch keine Listung.
Die Quote von 12 Terminen aus 31 Gesprächen (39 %) entstand, weil die Anrufer ein Regalproblem nannten, nicht das Produkt: "In Ihrer Salatabteilung fehlt eine Variante ohne Konservierungsstoffe." Wie solche Termine entstehen, zeigt die Seite Telefonakquise. Für Lebensmittelhersteller gibt es eine eigene Seite zum Foodservice.
Wann lohnt sich eine Listung nicht?
Eine Listung lohnt sich nicht, wenn Sie nicht in der verlangten Menge liefern können, wenn Ihre Marge nach Konditionen zu klein ist oder wenn Ihr Produkt erklärungsbedürftig ist und im Regal ohne Beratung nicht verkauft wird. Dann sind Direktvertrieb, Großhandel oder Gastronomie der bessere Weg. Auch ein Produkt mit kurzer Haltbarkeit und unsicherer Lieferkette ist für den zentralen Handel ein Risiko.
Ein weiteres Gegenargument: Eine Listung bindet Sie an einen Abnehmer, der in Preisverhandlungen stark ist. Wer 70 % seines Umsatzes über einen Kunden macht, verhandelt schwach. Streuen Sie deshalb Ihren Umsatz auf mehrere Abnehmer.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was prüfen Sie vor der ersten Anfrage?
- Die Warengruppe und die Konkurrenzprodukte im Regal sind bekannt.
- Herstellkosten und Marge nach Konditionen sind gerechnet.
- Liefermenge und Lieferzeit sind belegt.
- Zertifikate und Analysen liegen vor.
- Der zuständige Einkäufer ist namentlich bekannt.
- Der Anlass für die Terminbitte ist ein Regalproblem, kein Eigenlob.
- Ein Muster und eine Preisliste liegen bereit.
- Der Nachfasstermin steht im Kalender.
Wie gut Ihre heutige Neukundengewinnung dafür aufgestellt ist, zeigt der Neukunden-Check mit sechs Fragen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Voraussetzungen, um Lieferant bei REWE zu werden?
Das Produkt muss in ein Sortiment passen, die Qualität, Lieferfähigkeit und Kalkulation müssen stimmen. Die genauen Vorgaben nennt die REWE Group, prüfen Sie sie vor der Anfrage.
Wie kann man regionale Produkte in REWE-Märkten listen lassen?
Ob regionale Produkte zentral oder regional gelistet werden, klärt nur die REWE Group. Fragen Sie bei der REWE Group nach dem Weg für Regionalprodukte und nach den Ansprechpartnern, bevor Sie Märkte einzeln anschreiben.
Wie unterscheidet sich ein Regiemarkt von anderen REWE-Märkten?
Ein Regiemarkt wird vom Unternehmen selbst geführt, andere Märkte führen selbstständige Kaufleute. Für die Listung kann das unterschiedliche Entscheider bedeuten.
Welche Schritte sind nötig, um Kooperationspartner der REWE Group zu werden?
Sie nehmen Kontakt auf, stellen Produkt und Kalkulation vor und klären Anforderungen und Verträge. Die Vorbereitung finden Sie in den sechs Schritten oben.
Welche Unternehmen gehören zur REWE Group?
Dazu zählen unter anderem Penny und toom Baumarkt. Die aktuelle Übersicht steht auf der Seite der REWE Group.
Was muss man über Listungsgebühren wissen?
Konditionen sind verhandelbar und hängen von Produkt und Vereinbarung ab. Fragen Sie vor der Zusage nach allen Posten und rechnen Sie Ihre Marge durch, wie in der Tabelle oben.
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