Inhalt9 Abschnitte
- 01Welche Fragen stellen Sie zur Situation?
- 02Welche Fragen klären den Aufwand?
- 03Welche Fragen klären Ziel und bisherigen Weg?
- 04Welche Fragen klären Entscheider und Zeitrahmen?
- 05Praxisbeispiel: Frage 6 öffnet das Gespräch
- 06Rechnung: Wie viele Gespräche bringen einen Termin?
- 07Wann die Fragenliste nicht passt
- 08Checkliste für das Erstgespräch
- 09Häufig gestellte Fragen
Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Die wichtigsten Bedarfsanalyse-Fragen führen im Erstgespräch vom Problem zum Entscheider. Zwölf Fragen decken Situation, Aufwand, Ziel und Zeitrahmen ab. Sie wählen je Gespräch vier bis sechs aus und halten die Antworten wörtlich fest.
Stand: Oktober 2026
Welche Fragen stellen Sie zur Situation?
Die Situation zeigt, was heute geschieht und wer davon betroffen ist. Fragen Sie nach dem Ablauf, nicht nach der Meinung.
- Wie läuft die Angebotserstellung oder die Kundenansprache bei Ihnen heute ab?
- Wer im Haus ist davon am stärksten betroffen?
- Welche Schritte übernimmt Ihr Team selbst, und welche geben Sie ab?
Welche Fragen klären den Aufwand?
Der Aufwand macht aus einem Wunsch einen Bedarf. Bitten Sie um Zahlen, auch grobe.
- Wie viele Stunden kostet das in einer normalen Woche?
- Was passiert, wenn es nicht erledigt wird?
- Wann war das zuletzt ein Problem, und was hat es gekostet?
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Fragen klären Ziel und bisherigen Weg?
Das Ziel zeigt, woran der Kunde den Erfolg misst. Der bisherige Weg zeigt, warum das Problem noch besteht.
- Was haben Sie bisher versucht, und warum hat es nicht gereicht?
- Woran würden Sie in drei Monaten erkennen, dass es besser läuft?
Welche Fragen klären Entscheider und Zeitrahmen?
Der Entscheidungsweg bestimmt, wer Sie weiterbringt. Der Zeitrahmen bestimmt, wann Sie nachfassen.
- Wer prüft solche Themen bei Ihnen, und wer gibt sie frei?
- Gibt es einen Termin, bis zu dem eine Entscheidung fallen muss?
- Welche Größenordnung ist für dieses Projekt im Plan vorgesehen?
- Was müsste passieren, damit Sie im nächsten Schritt ein Angebot prüfen?
Praxisbeispiel: Frage 6 öffnet das Gespräch
In einem Projekt für einen Anbieter von Brandschutztechnik stellte der Vertrieb im Erstgespräch zunächst die Fragen 1 und 2. Auf Frage 6 nannte der Betriebsleiter einen Vorfall im Frühjahr, bei dem ein Wartungsauftrag drei Wochen liegen blieb. Das Team vereinbarte daraufhin einen Termin mit der Geschäftsführung. Von 9 Erstgesprächen mit diesem Ablauf führten 6 zu einem zweiten Termin.
Das Beispiel ist anonymisiert, die Zahlen sind realistisch gewählt.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Rechnung: Wie viele Gespräche bringen einen Termin?
| Größe | Annahme |
|---|---|
| Erstgespräche je Woche | 15 |
| Anteil mit mindestens vier beantworteten Fragen | 40 Prozent |
| Anteil dieser Gespräche mit zweitem Termin | 60 Prozent |
| Zweite Termine je Woche | 15 mal 0,4 mal 0,6 = 3,6 |
Die Rechnung zeigt den Hebel: Wer die Fragen konsequent stellt, erhält mehr belastbare Termine. Der Anteil ist eine Annahme und muss im eigenen Vertrieb gemessen werden.
Wann die Fragenliste nicht passt
- Bei Gesprächen mit Einkäufern, die nur Preise und Lieferzeiten wollen, stoßen die Fragen zum Aufwand auf Ablehnung. Nutzen Sie dann Fragen zu Liefermenge und Frist.
- Bei sehr kurzen Telefonaten ist eine Liste mit zwölf Fragen zu lang. Wählen Sie zwei bis drei aus.
- Wer die Liste wörtlich abfragt, wirkt wie ein Formular. Stellen Sie die Fragen in eigenen Worten.
Checkliste für das Erstgespräch
- Situation und Aufwand geklärt
- Bisherigen Weg und Ziel notiert
- Entscheider oder Freigeber benannt
- Zeitrahmen mit Datum oder Anlass festgehalten
- Antworten wörtlich im CRM gespeichert
Die Methode im Ganzen beschreibt der Beitrag Bedarfsanalyse im Vertrieb. Für den Gesprächsaufbau gibt die Checkliste zum Gesprächsleitfaden am Telefon eine Struktur vor. Der Leitfaden zum Gesprächseinstieg im B2B zeigt die ersten 30 Sekunden. Die Rolle des Entscheiders erklärt das Glossar. Wenn die Erstqualifizierung ausgelagert werden soll, zeigt die Seite Lead-Qualifizierung den Ablauf.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Häufig gestellte Fragen
Welche Fragen gehören zur Bedarfsanalyse?
Zur Bedarfsanalyse gehören Fragen nach dem Problem, dem Aufwand, dem bisherigen Lösungsweg, dem Ziel, dem Entscheider und dem Zeitrahmen. Zwölf Fragen decken diese Themen im Erstgespräch ab.
In welcher Reihenfolge stelle ich die Fragen?
Beginnen Sie mit der Situation, dann folgen Aufwand und Ziel. Die Frage nach dem Entscheider kommt erst, wenn der Gesprächspartner Interesse zeigt.
Wie viele Fragen sind im Erstgespräch sinnvoll?
Vier bis sechs Fragen führen meist zu einem brauchbaren Ergebnis. Die zwölf Fragen in diesem Beitrag sind ein Vorrat, aus dem Sie je Gespräch die passenden auswählen.
Wie reagiere ich auf eine ausweichende Antwort?
Fragen Sie nach einem Beispiel statt nach einer Meinung. Ein Beispiel wie Wann war das zuletzt der Fall? bringt meist eine konkrete Antwort.
Darf ich im Erstgespräch nach dem Budget fragen?
Ja, aber als Rahmen und nicht als Zahl. Fragen Sie, welche Größenordnung vorgesehen ist, und ob es dafür eine Freigabe braucht.
Wie schreibe ich die Antworten auf?
Notieren Sie die Antwort wörtlich, mit Datum und Rolle des Gesprächspartners. Ein Satz Zusammenfassung unter der Antwort reicht für das CRM.
Was tun, wenn der Kunde keinen Bedarf nennt?
Beenden Sie das Gespräch freundlich und setzen Sie eine Wiedervorlage mit einem konkreten Anlass, etwa dem Jahresende oder einer Messe.
Gelten die Fragen auch am Telefon?
Ja, am Telefon sind die Fragen kürzer. Stellen Sie pro Antwort nur eine Frage und nehmen Sie sich Zeit für die Nachfrage.
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