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Competitive Intelligence im B2B: Wettbewerber nutzen

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt8 Abschnitte
  1. 01Welche Informationen über Wettbewerber zählen im B2B-Vertrieb?
  2. 02Woher kommen die Informationen?
  3. 03Wie erfährt man im Gespräch, wer der Wettbewerber ist?
  4. 04Wie nutzt man den Einwand "Wir haben schon einen Anbieter"?
  5. 05Wie rechnet sich eine Wettbewerber-Information?
  6. 06Wann bringt die Analyse nichts?
  7. 07Checkliste: Wettbewerber-Informationen im Telefonat sammeln
  8. 08Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Competitive Intelligence im B2B heißt: Sie wissen, welcher Anbieter beim Kunden schon im Einsatz ist, wann der Vertrag endet und welcher Einwand immer wiederkommt. Diese drei Informationen steuern den Vertrieb mehr als jede Marktstudie.

Dieser Beitrag stammt von November 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Stand: Oktober 2026.

Welche Informationen über Wettbewerber zählen im B2B-Vertrieb?

Drei Informationen zählen. Der aktuelle Anbieter zeigt, wer Ihr Gegner im Gespräch ist. Das Vertragsende zeigt den Zeitpunkt, zu dem der Kunde wechselt oder neu prüft. Der wiederkehrende Einwand zeigt, wo Ihr Angebot nicht ankommt. Preise der Konkurrenz kennen Sie selten zuverlässig, und sie entscheiden in den meisten Gesprächen nicht über den ersten Termin.

Woher kommen die Informationen?

Die Quellen unterscheiden sich in Aufwand und Verlässlichkeit. Die Tabelle nennt die gängigen Wege.

Woher kommen die Informationen?
QuelleWas sie zeigtAufwandVerlässlichkeit
Website und Stellenanzeigen des WettbewerbersLeistungen, Schwerpunkte, Wachstumgeringmittel
Bewertungsportale und FachartikelStärken und Kritik aus Kundensichtgeringmittel bis gering
Antworten im Telefonataktueller Anbieter, Vertragsstandmittelhoch, wenn die Frage neutral war
Messeliste und Teilnehmerkontakteaktive Anbieter im Marktmittelmittel
MarktstudieMarktgröße und Trendshochmittel, meist veraltet

Quelle: eigene Einschätzung, keine Marktstudie, Stand Oktober 2026. Für den Vertrieb liefert das Telefonat die verlässlichsten Angaben, weil der Kunde sie direkt nennt.

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Wie erfährt man im Gespräch, wer der Wettbewerber ist?

Fragen Sie nach Erfahrung, nicht nach Schwäche. Ein Satz wie "Womit arbeiten Sie heute bei der Akquise?" klingt neutral. Der Satz "Warum sind Sie mit Ihrem Anbieter unzufrieden?" stellt den Gesprächspartner in die Verteidigung. Viele Entscheider nennen den Namen, wenn die Frage zur Lage passt.

Notieren Sie die Antwort sofort und mit Datum. Eine Nennung, die drei Monate alt ist, zählt nur noch als Hinweis. Wer die Angaben in einer Liste sammelt, sieht nach zwei Monaten Muster, die einzelne Gespräche verbergen.

Wie nutzt man den Einwand "Wir haben schon einen Anbieter"?

Der Einwand ist eine Information, keine Ablehnung. Er sagt, dass der Kunde das Thema schon bearbeitet hat. Die Antwort fragt nach dem Vertragsstand: Wann läuft der Vertrag aus, was fehlt, und ist das Thema im Budget schon vergeben? Wer diese drei Fragen stellt, erhält einen Termin, der zum Vertragsende passt.

In einem Projekt für einen Hersteller von Kunststoffschalen nannten 14 von 40 Angerufenen einen bestehenden Dienstleister. Nach der Frage nach dem Vertragsende führten 5 dieser 14 Gespräche zu einem Termin im nächsten Quartal. Das Beispiel ist anonym, die Zahlen sind realistisch gewählt und kein geprüftes Kundenergebnis.

Wie rechnet sich eine Wettbewerber-Information?

Die folgende Rechnung zeigt den Wert einer Information. Alle Zahlen sind Annahmen.

Wie rechnet sich eine Wettbewerber-Information?
GrößeWertAnnahme
Gespräche je Monat40Telefonakquise im Zielsegment
Nennung eines Wettbewerbers1435 % der Gespräche
Vertragsende innerhalb von zwölf Monaten55 von 14 Nennungen
Termin im Quartal240 % der Fälle mit Vertragsende
Auftragsquote aus Termin40 %0,8 Aufträge je Monat
Auftragswert15.000 EuroDurchschnitt
Wert der Information je Monatrund 12.000 Euro0,8 mal 15.000 Euro

Quelle: eigene Rechnung mit Annahmen, Stand Oktober 2026. Die Rechnung zeigt den Hebel. Ob der Hebel trägt, zeigen erst Ihre eigenen Zahlen aus zwei Monaten Gespräche.

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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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Wann bringt die Analyse nichts?

Competitive Intelligence ohne Entscheidung ist Aufwand. Wenn niemand die Information in eine Ansprache, ein Angebot oder eine Preisfrage übersetzt, bleibt sie Papier. Legen Sie vorher fest, welche Entscheidung eine Information auslöst.

Auch die rechtlichen Grenzen der Telefonwerbung sind zu beachten. Die Anforderungen an Kaltakquise gegenüber Unternehmen beschreibt die Seite zum Kaltakquise-Recht.

In kleinen Märkten mit wenigen Anbietern reicht ein Blick in die Liste der Konkurrenz. Dort lohnt sich keine aufwendige Analyse.

Checkliste: Wettbewerber-Informationen im Telefonat sammeln

  • Der aktuelle Anbieter wird in jedem Gespräch neutral erfragt.
  • Das Vertragsende wird notiert, sobald es genannt wird.
  • Jeder wiederkehrende Einwand steht in einer Liste mit Datum.
  • Die drei wichtigsten Wettbewerber haben einen Eintrag mit Stand Quartal.
  • Jede Information führt zu einer festgelegten Handlung.
  • Keine Angaben stammen aus Täuschung oder aus nicht öffentlichen Unterlagen.

Die Antworten auf die häufigsten Einwände sammelt die Einwandkarte, den Einstieg für das Gespräch mit dem Einwand zeigt der Einwand-Spickzettel. Wie das Gespräch bis zum Termin aufgebaut ist, zeigt der Leitfaden zur Einwandbehandlung am Telefon. Den Rahmen für Telefonakquise im B2B beschreibt die Seite zur Telefonakquise. Wer die Ansprache extern führen lässt, findet die Einzelheiten auf der Seite zur Kaltakquise-Agentur und der Seite zu Telemarketing im B2B.

Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter Competitive Intelligence?

Competitive Intelligence ist das systematische Sammeln und Auswerten von Informationen über Wettbewerber, Kunden und Markt, damit Entscheidungen auf Fakten stehen. Im Vertrieb geht es vor allem um den Anbieter, der beim Kunden bereits im Einsatz ist.

Welche Wettbewerber-Informationen sind im Vertrieb am wertvollsten?

Am wertvollsten sind der aktuelle Anbieter beim Kunden, der Zeitpunkt des Vertragsendes und der Einwand, der immer wiederkommt. Preise der Konkurrenz sind meist schwer zu belegen und selten nötig.

Wie erfährt man im Telefonat, wer der Wettbewerber ist?

Am direktesten fragen Sie nach dem bisherigen Dienstleister oder Lieferanten im Themenfeld, und zwar neutral und ohne Vorwurf. Viele Entscheider nennen den Namen, wenn die Frage nach Erfahrung und nicht nach Schwächen klingt.

Ist es erlaubt, Wettbewerber auszuhorchen?

Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen und aus dem offenen Gespräch sind zulässig. Falsche Angaben, Täuschung über die eigene Identität und das Ausspähen von Unterlagen sind es nicht. Die rechtlichen Grenzen beschreibt die Seite zum Kaltakquise-Recht.

Welche Quellen eignen sich für eine kleine Analyse?

Gut eignen sich Websites und Stellenanzeigen der Wettbewerber, Bewertungsportale, Messelisten und die Antworten aus den eigenen Gesprächen. Eine Marktstudie ist für den Vertrieb meist zu teuer und zu langsam.

Wie oft sollte die Analyse aktualisiert werden?

Eine Liste der drei wichtigsten Wettbewerber mit Stand Quartal reicht für die meisten B2B-Teams. Wöchentlich aktualisiert wird nur die Liste der Einwände aus den Gesprächen.

Welche Entscheidung trifft der Vertrieb mit dieser Information?

Er wählt den Zeitpunkt der Ansprache, passt das Angebot an den Vertragsrhythmus an und bereitet die Antwort auf den Einwand vor. Ohne diese Entscheidung bleibt die Analyse ein Dokument ohne Wirkung.

Kann KRAUSS Wettbewerber-Hinweise aus Gesprächen liefern?

KRAUSS führt die Telefonebene durch und dokumentiert die Nennungen des Gesprächspartners im Rahmen des vereinbarten Briefings. Die Auswertung des Marktes und die Entscheidung über das Angebot bleiben bei Ihnen.

Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

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