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Customer Success Management: Prozesse für den Bestand im B2B

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
2 Min. Lesezeit
Inhalt7 Abschnitte
  1. 01Was gehört zum Customer Success Management?
  2. 02Wie richten Sie die Gesundheitsbewertung ein?
  3. 03Praxisbeispiel: 11 rote Kunden in der ersten Auswertung
  4. 04Rechnung: Was kostet der Check-in-Rhythmus?
  5. 05Wann Customer Success nicht trägt
  6. 06Checkliste für den Start
  7. 07Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Customer Success Management hält Bestandskunden mit festen Check-ins, einer Gesundheitsbewertung und klaren Übergaben an den Vertrieb. Wer diese drei Teile einrichtet, sieht Kündigungen früher und findet Zusatzbedarf, bevor der Kunde selbst fragt.

Dieser Beitrag stammt von Mai 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Stand: Oktober 2026. Die Zeit- und Umsatzzahlen unten sind Annahmen.

Was gehört zum Customer Success Management?

Der Prozess hat vier Bausteine: Onboarding in den ersten Wochen, feste Check-ins, eine Gesundheitsbewertung je Kunde und die Übergabe an den Vertrieb, wenn ein Zusatzbedarf entsteht. Jeder Baustein hat einen Verantwortlichen, einen Rhythmus und eine Notiz im System.

Customer Success unterscheidet sich vom Kundenservice. Der Service reagiert auf Störungen, das Customer Success handelt vor einer Störung.

Wie richten Sie die Gesundheitsbewertung ein?

Die Ampel braucht drei bis vier Kriterien, die Sie ohne Umfrage erheben können. Typisch sind die Nutzung des Angebots, ein benannter Ansprechpartner und offene Reklamationen.

Wie richten Sie die Gesundheitsbewertung ein?
KriteriumGrünGelbRot
Nutzung des Angebotsregelmäßigsinkendseit 60 Tagen keine
Ansprechpartnerbenannt und erreichbarWechsel angekündigtunbekannt
Reklamationenkeine offeneeine offenemehrere oder eine eskaliert

Rot bedeutet einen Kontakt innerhalb von zwei Wochen, nicht erst beim nächsten Quartals-Check-in.

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Praxisbeispiel: 11 rote Kunden in der ersten Auswertung

In einem Projekt für einen Anbieter von Berufsbekleidung betreute ein Team 96 Bestandskunden ohne Ampel. Die erste Auswertung stufte 11 Kunden als rot ein. Sechs davon hatten seit über drei Monaten keinen festen Ansprechpartner mehr.

Das Team setzte für jeden roten Kunden einen Anruf innerhalb von zwei Wochen. Nach sechs Wochen waren noch 4 Kunden rot, die übrigen 7 lagen bei gelb oder grün. Die Zahlen stammen aus diesem Projekt, die Namen bleiben offen.

Rechnung: Was kostet der Check-in-Rhythmus?

Die Rechnung nutzt Annahmen, die Sie mit Ihren Zeiten ersetzen.

Rechnung: Was kostet der Check-in-Rhythmus?
SchrittAnnahmeErgebnis
Bestandskunden9696
Check-ins je Kunde und Quartal196
Minuten je Check-in inklusive Notiz201.920 Minuten
Stunden je Quartal1.920 / 6032 Stunden

32 Stunden je Quartal sind bei einer Person etwa ein halber Arbeitstag je Woche. Ob sich der Aufwand lohnt, zeigt die Retention-Rate nach zwei Quartalen.

Wann Customer Success nicht trägt

  • Ohne Verantwortlichen je Kunde verteilt sich die Arbeit und niemand meldet sich.
  • Eine Ampel, die nie geprüft wird, ist nur eine Tabelle.
  • Kunden mit sehr kurzer Laufzeit brauchen eher Onboarding als Check-ins.
  • Ein Check-in darf kein verkappter Verkauf sein. Dann verliert der Kunde das Vertrauen.

Termine mit Kaufinteresse

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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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Checkliste für den Start

  • Verantwortlichen je Bestandskunde benannt
  • Ampel mit drei Kriterien festgelegt
  • Check-in-Rhythmus nach Umsatz gestaffelt
  • Übergabe an den Vertrieb mit Notiz geregelt
  • Erste Auswertung nach zwei Quartalen geplant

Die Übergabe an Vertrieb und CRM beschreibt die Checkliste zur Termin-Übergabe. Für Kunden, die bereits gegangen sind, hilft der Leitfaden zur Reaktivierung per Telefon. Nachfassen nach einem Gespräch regelt der Leitfaden zum Follow-up im Vertrieb. Die Grundlagen zur Bindung stehen in der Säule zur Kundenbindung.

Wenn die Bestandspflege Zeit braucht, die Sie nicht haben, übernimmt KRAUSS die Telefonebene und die Terminierung. Die Leistung finden Sie unter Telefonakquise.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Customer Success Management?

Customer Success Management ist ein fester Prozess, der Bestandskunden betreut, damit sie den Nutzen des Angebots erleben. Er umfasst Check-ins, eine Gesundheitsbewertung und klare Übergaben. Ziel ist, dass Kunden bleiben und mehr kaufen.

Wer übernimmt das Customer Success Management?

In kleinen Teams meist die Person, die den Vertrag betreut. Ab etwa 50 Bestandskunden lohnt sich eine feste Rolle. Wichtig ist, dass jeder Kunde genau einen Verantwortlichen hat.

Wie oft sollte ein Check-in stattfinden?

Bei Kunden mit hohem Umsatz ein Gespräch je Quartal, bei kleineren Kunden seltener. Der Rhythmus richtet sich nach Vertragslaufzeit und Risiko. Dokumentieren Sie jedes Gespräch in der Kundenakte.

Was ist eine Gesundheitsbewertung im Bestand?

Eine Ampel mit wenigen Kriterien, etwa Nutzung, Ansprechpartner und offene Reklamationen. Grün heißt keine Auffälligkeit, gelb einen Hinweis, rot einen sofortigen Kontakt. Die Kriterien legen Sie selbst fest und prüfen sie vierteljährlich.

Wann übergibt das Customer Success an den Vertrieb?

Wenn ein Kunde einen Zusatzbedarf nennt oder eine Erweiterung möglich scheint. Die Übergabe braucht eine Notiz mit Bedarf und nächstem Schritt. Ohne diese Notiz verliert der Vertrieb die Information.

Wie viel Zeit kostet das Customer Success Management?

Rechnen Sie mit Kunden mal Check-ins mal Minuten je Gespräch. Der Beitrag rechnet ein Beispiel mit 96 Kunden vor. Die Zeit ist eine Annahme, messen Sie sie nach zwei Quartalen.

Lohnt sich der Prozess bei wenigen Bestandskunden?

Bei weniger als 20 Kunden reicht meist eine Liste und ein fester Termin im Monat. Der volle Prozess mit Ampel und Übergaben lohnt sich, wenn der Bestand größer wird. Starten Sie schlank.

Kann ich Customer Success ohne Software starten?

Ja, eine Tabelle mit Kunde, Verantwortlichem, Ampel und letztem Check-in reicht für den Start. Ein Werkzeug lohnt, wenn die Liste über 100 Kunden wächst. Wichtig ist die feste Pflege, nicht das Programm.

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