Inhalt8 Abschnitte
- 01Was ist ein Pitch Deck im Vertrieb?
- 02Welche sieben Folien braucht ein Vertriebs-Deck?
- 03Warum ist der Beleg die wichtigste Folie?
- 04Praxisbeispiel: Von vierzehn Folien auf sieben
- 05Wann ist ein Pitch Deck nicht sinnvoll?
- 06Checkliste: Ist Ihr Deck startklar?
- 07Wie geht es weiter?
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Ein Pitch Deck im Vertrieb braucht sieben Folien: Anlass, Problem, Nutzen, Beleg, Ablauf, Kosten je Termin und nächster Schritt. Es dient dem Gespräch mit dem Entscheider und ersetzt es nicht.
Dieser Beitrag stammt von Oktober 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Wer das Deck auf den Kunden ausrichtet, nicht auf das eigene Unternehmen, gewinnt die Zeit, die im Termin zählt. Stand: Oktober 2026.
Was ist ein Pitch Deck im Vertrieb?
Ein Pitch Deck ist eine kurze Foliensammlung für ein Verkaufsgespräch. Im Vertrieb zeigt es, warum ein Termin lohnt, was er dem Kunden bringt und welcher Schritt danach folgt.
Das Deck unterscheidet sich vom Investorendeck. Ein Einkäufer will wissen, welches Problem er hat, wie viel Aufwand auf ihn zukommt und welches Risiko er trägt. Das Deck beginnt deshalb mit seinem Anlass.
Welche sieben Folien braucht ein Vertriebs-Deck?
- Anlass: Warum sprechen wir jetzt? Ein konkreter Grund aus dem Markt des Kunden, etwa eine neue Anlage oder ein Lieferantenwechsel.
- Problem: Was kostet dem Kunden das bisherige Vorgehen, in Zeit, Umsatz oder Ausfall?
- Nutzen: Welches Ergebnis erreicht der Kunde, in einer Zahl und einem Zeitraum.
- Beleg: Ein Projekt, eine Messung oder eine Quelle, die die Zahl trägt.
- Ablauf: Was passiert nach dem Termin, in drei bis vier Schritten mit Dauer.
- Kosten je Ergebnis: Der Preis wird über das Ergebnis erklärt, nicht über den Stundensatz. Die Rechnung zeigt Ihre Annahmen.
- Nächster Schritt: Ein konkretes Datum, ein Test oder eine Entscheidungsfrage.
Die Reihenfolge ist wichtig. Wer mit dem Nutzen beginnt, bevor der Anlass klar ist, wirkt wie ein Werbespot.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Warum ist der Beleg die wichtigste Folie?
Ein Einkäufer glaubt eine Aussage erst, wenn sie mit einer Zahl oder einem nachprüfbaren Projekt hinterlegt ist. Ohne Beleg bleibt jede andere Folie eine Behauptung.
Der Beleg muss zum Kunden passen. Ein Projekt aus einer anderen Branche überzeugt wenig. Ein Projekt aus dem Maschinenbau überzeugt einen Maschinenbauer, weil er die Abläufe wiedererkennt.
Praxisbeispiel: Von vierzehn Folien auf sieben
In einem Projekt für einen Anbieter von Kälte- und Klimatechnik hatte das Vertriebs-Deck vierzehn Folien. Die Unternehmensgeschichte stand vorne, die Referenzen hinten, der Ablauf fehlte ganz. In 40 Gesprächen mit Entscheidern kamen vier Termine zustande.
Nach der Überarbeitung waren es sieben Folien in der Reihenfolge Anlass, Problem, Nutzen, Beleg, Ablauf, Kosten je Ergebnis und nächster Schritt. Mit derselben Zielgruppe kamen in der nächsten Serie neun Termine aus 40 Gesprächen zusammen. Die Zahl steigt nicht durch das Deck allein, aber der Anlass war jetzt in der ersten Minute klar.
Wann ist ein Pitch Deck nicht sinnvoll?
Im Erstkontakt per Telefon bringt ein Deck wenig. Der Kunde weiß noch nicht, ob er ein Problem hat, und ein Foliensatz wirkt dann wie Druck. Erst ein Gespräch mit einer klärenden Frage zeigt, ob ein Deck gebraucht wird.
Auch wenn der Entscheider nur zehn Minuten hat, ist ein langes Deck verschwendet. Dann reicht eine Folie mit Anlass, Nutzen und nächstem Schritt.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste: Ist Ihr Deck startklar?
- Die erste Folie nennt den Anlass aus dem Markt des Kunden.
- Jede Zahl hat einen Beleg, der nachprüfbar ist.
- Das Deck hat höchstens zehn Folien.
- Der Ablauf nach dem Termin steht mit Dauer.
- Zwei Rückfallfolien liegen bereit: Preisrahmen als Annahme und Referenz.
- Das Datum der letzten Aktualisierung steht auf der Titelfolie.
Den Ablauf des ersten Gesprächs beschreibt der Leitfaden zur Bedarfsanalyse im Erstgespräch. Wie ein Angebot nach dem Termin nachgefasst wird, zeigt die Checkliste zum Angebot nachfassen.
Wie geht es weiter?
Den Termin mit dem Entscheider übernehmen wir über die Telefonebene, das Deck nutzen Sie danach selbst. Mehr zur Terminierung finden Sie auf der Seite Terminvereinbarung für Agenturen. Wer den Vertrieb insgesamt aufbauen möchte, findet Hinweise auf der Seite B2B-Vertrieb.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Pitch Deck im Vertrieb?
Eine kurze Foliensammlung für ein Verkaufsgespräch mit einem Entscheider. Sie zeigt den Anlass, das Problem des Kunden, den Nutzen, einen Beleg und den nächsten Schritt. Im Vertrieb dient sie dem Gespräch, sie ersetzt es nicht.
Wie viele Folien hat ein gutes Pitch Deck für den Vertrieb?
Sieben bis zehn Folien reichen für einen Termin von 30 bis 45 Minuten. Mehr Folien lenken ab, weil die Zeit dann für die Vorstellung draufgeht und nicht für die Fragen des Kunden.
Unterscheidet sich ein Vertriebs-Deck vom Investoren-Deck?
Ja. Ein Investor fragt nach Markt und Finanzierung. Ein Einkäufer fragt nach seinem Problem, seinem Aufwand und seinem Risiko. Das Vertriebs-Deck beginnt deshalb mit dem Kunden und nicht mit dem Unternehmen.
Welche Folie ist die wichtigste?
Die Folie mit dem Beleg. Ein Einkäufer glaubt eine Aussage erst, wenn sie mit einer Zahl, einem Projekt oder einer nachprüfbaren Quelle hinterlegt ist. Ohne Beleg bleibt jede Folie eine Behauptung.
Soll ich das Deck vor dem Termin schicken?
Nur, wenn der Kunde danach fragt. Ein Deck ohne Gespräch wird oft allein gelesen und ohne Rückfrage abgelegt. Schicken Sie lieber eine Agenda mit dem Termin.
Wie gehe ich mit Einwänden zum Deck um?
Planen Sie zwei Folien als Rückfallebene ein: eine mit dem Preisrahmen als Annahme und eine mit einer Referenz aus dem Markt des Kunden. So bleibt das Gespräch dort, wo der Einwand entstand.
Wann ist ein Pitch Deck im Vertrieb nicht sinnvoll?
Im Erstkontakt per Telefon, wenn der Kunde noch nicht weiß, ob er ein Problem hat. Dann bringt ein Deck nur Druck. Erst ein Gespräch mit einer Frage klärt, ob ein Deck überhaupt gebraucht wird.
Wie oft sollte ein Deck aktualisiert werden?
Mindestens einmal im Quartal, und immer dann, wenn sich ein Beleg ändert. Ein veralteter Beleg schadet mehr als ein fehlender, weil der Kunde ihn nachprüfen kann.
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