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„Wir brauchen das nicht“: Alternativen im Erstgespräch am Telefon

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
2 Min. Lesezeit
Inhalt7 Abschnitte
  1. 01Was steckt hinter dem Satz?
  2. 02Welche Alternativen passen im Erstgespräch?
  3. 03Praxisbeispiel: 5 Pilottermine aus 58 Absagen
  4. 04Rechnung: Was bringt die Nachfrage?
  5. 05Wann die Alternative nicht trägt
  6. 06Checkliste nach der Absage
  7. 07Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Wenn ein Entscheider sagt, er mache keinen Gebrauch von Ihrem Angebot, ist das oft eine Abwehr und manchmal eine ehrliche Aussage. Bieten Sie eine kleine Alternative an, fragen Sie nach der heutigen Lösung und trennen Sie sich sauber, wenn kein Bedarf entsteht.

Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Stand: Oktober 2026. Das Praxisbeispiel stammt aus einem Projekt, die Zahlen sind keine Branchenwerte.

Was steckt hinter dem Satz?

Drei Fälle sind üblich. Der Gesprächspartner hat bereits eine eigene Lösung, er sieht das Problem nicht oder er möchte das Gespräch beenden. Die Antwort unterscheidet sich je nach Fall, deshalb fragen Sie zuerst nach.

Eine erste Frage reicht: „Wie lösen Sie das heute?“ Die Antwort zeigt, ob eine Lücke besteht.

Welche Alternativen passen im Erstgespräch?

  1. Kurzer Check: Ein Termin von 20 Minuten, der die aktuelle Lösung prüft.
  2. Infoblatt: Eine Zusammenfassung per E-Mail, wenn der Gesprächspartner keine Zeit hat.
  3. Termin in einigen Monaten: Wenn der Bedarf zeitlich verschoben ist.
  4. Pilot: Ein begrenzter Test mit wenigen Terminen, wenn Zweifel bestehen.

Eine Alternative ist nur gut, wenn sie klein ist und zu der Antwort passt. Die Liste der Einwände im Gespräch finden Sie in der Einwandkarte.

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Praxisbeispiel: 5 Pilottermine aus 58 Absagen

In einem Projekt für einen Hersteller von Lebensmittelverpackungen sagten 58 Gesprächspartner, sie machten die Arbeit selbst. Das Team fragte in 14 Fällen nach der heutigen Lösung, also in knapp einem Viertel. Daraus entstanden 5 Pilottermine, rund 36 Prozent der Nachfragen.

Die übrigen Gesprächspartner nannten keinen Bedarf und wurden mit einer Notiz in der Liste geführt. Die Zahlen stammen aus diesem Projekt, die Namen bleiben offen.

Rechnung: Was bringt die Nachfrage?

Rechnung: Was bringt die Nachfrage?
SchrittWert
Absagen mit „Wir machen das selbst“58
Nach der heutigen Lösung gefragt14 (24 %)
Pilottermine daraus5 (36 % der Nachfragen)
Pilottermine je 100 Absagen9

Die Quoten sind Beispiele aus einem Projekt. Messen Sie Ihre eigene Zahl über einige Wochen.

Wann die Alternative nicht trägt

  • Läuft bei dem Gesprächspartner ein Vertrag mit einem anderen Anbieter, hilft eine Alternative wenig, bis der Vertrag endet.
  • Mehrere Vorschläge gleichzeitig wirken wie Druck und lassen das Gespräch scheitern.
  • Ist der Gesprächspartner nicht zuständig, bringt die Alternative nichts. Fragen Sie nach dem Ansprechpartner.
  • Ein Pilot ohne klares Ziel endet selten in einem Auftrag.

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Checkliste nach der Absage

  • Heutige Lösung erfragt
  • Eine Alternative angeboten, nicht mehrere
  • Grund der Absage im System notiert
  • Wiedervorlage gesetzt, wenn ein Termin vereinbart ist
  • Muster nach Branche in der Liste ausgewertet

Den Umgang mit Einwänden im Ganzen zeigt der Leitfaden zur Einwandbehandlung am Telefon. Ob Ihr Angebot zur Zielgruppe passt, prüft der Zielgruppen-Check. Die Frage, ob Sie Vertrieb auslagern sollten, beantwortet die Säule zum Vertrieb auslagern. Die Telefonebene mit Terminierung übernimmt KRAUSS, die Leistung steht unter Telefonakquise.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet „Wir machen keinen Gebrauch von Ihrem Angebot“?

Meist hat der Gesprächspartner bereits eine eigene Lösung oder sieht keinen Bedarf. Der Satz ist oft ein Abwehrsatz, kann aber auch eine ehrliche Aussage sein. Fragen Sie nach, was er heute nutzt, bevor Sie etwas vorschlagen.

Welche Alternative kann ich anbieten?

Ein kurzer Check der aktuellen Lösung, ein Infoblatt oder ein Termin in einigen Monaten. Auch ein Pilot mit wenigen Terminen kann passen. Die Alternative muss klein sein und zum Gespräch passen.

Wann sollte ich das Gespräch beenden?

Wenn der Gesprächspartner klar ablehnt und keinen Bedarf nennt. Beenden Sie freundlich und notieren Sie den Grund im System. Ein zweiter Anruf ohne Anlass ist nicht zu empfehlen.

Wie erkenne ich einen echten Bedarf hinter dem Nein?

An konkreten Antworten: ein Problem mit dem heutigen Anbieter, ein Termin im Kalender, eine Frage zu Kosten oder Ablauf. Bleibt die Antwort allgemein, fehlt der Bedarf meist.

Ist eine Alternative bei jedem Einwand sinnvoll?

Nein. Bei fehlender Zuständigkeit ist die Frage nach dem richtigen Ansprechpartner die bessere Alternative. Bei fehlendem Budget hilft ein Termin im nächsten Jahr.

Wie viele Alternativen sollte ich anbieten?

Eine, höchstens zwei. Mehrere Vorschläge wirken wie ein Verkaufsdruck. Der Gesprächspartner soll eine Wahl haben, keine Auswahl aus einem Katalog.

Sollte ich die Absage in einer Liste festhalten?

Ja, mit Datum, Grund und Wiedervorlage, wenn eine vereinbart ist. So erkennen Sie später Muster, etwa eine Branche, die häufig eigene Lösungen nutzt.

Gibt es Fälle, in denen die Alternative nicht trägt?

Wenn der Gesprächspartner schon einen Vertrag mit einem Wettbewerber hat, der noch läuft, bringt eine Alternative wenig. Notieren Sie die Laufzeit und setzen Sie eine Wiedervorlage vor dem Ende.

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