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BlogVerkaufsgespräch

Dramaturgie im Verkaufsgespräch: Strategien für Kundenkommunikation

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt7 Abschnitte
  1. 01Welche fünf Phasen hat ein Verkaufsgespräch im B2B?
  2. 02Wie bauen Sie Spannung auf, ohne zu manipulieren?
  3. 03Was kostet ein Gespräch ohne klare Dramaturgie? Eine Rechnung
  4. 04Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
  5. 05Wann nicht? Grenzen eines festen Schemas
  6. 06Wie bereiten Sie Gespräche und Nachbereitung vor?
  7. 07Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Die Dramaturgie eines B2B-Verkaufsgesprächs ist ein Ablauf in fünf Phasen mit einem Zeitbudget: Einstieg, Situation, Problem und Folgen, Lösung, nächster Schritt. Der Kunde spricht mindestens die Hälfte der Zeit.

Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Spannung entsteht nicht durch Rhetorik, sondern dadurch, dass jede Phase eine Frage beantwortet, die der Kunde sich gerade stellt. Stand: Oktober 2026.

Welche fünf Phasen hat ein Verkaufsgespräch im B2B?

Die Tabelle zeigt ein Erstgespräch von 40 Minuten mit Entscheider. Zeiten sind Richtwerte der Redaktion.

Welche fünf Phasen hat ein Verkaufsgespräch im B2B?
PhaseZeitFrage des KundenIhr Ziel
1. Einstieg3 MinWarum nehme ich mir Zeit?Anlass, Rahmen, Dauer nennen
2. Situation10 MinVersteht er mein Geschäft?Mit offenen Fragen Ist-Zustand erfassen
3. Problem und Folgen12 MinWas kostet mich das Problem?Auswirkung in Zeit, Geld, Risiko festhalten
4. Lösung10 MinPasst das zu uns?Nur zeigen, was zum Problem gehört
5. Nächster Schritt5 MinWas passiert jetzt?Termin, Aufgabe, Datum

Tabelle: Phasen und Zeitbudget eines Erstgesprächs, Stand 10/2026

Der häufigste Bruch ist ein zu früher Sprung in Phase 4. Wer in der siebten Minute das Produkt zeigt, verliert die Folgen des Problems, und damit das Argument für den Preis. Die Fragen für Phase 2 und 3 liefert die Bedarfsanalyse, die Frage für Phase 5 die Seite Abschlussfragen.

Wie bauen Sie Spannung auf, ohne zu manipulieren?

Mit drei Mitteln, die den Kunden ernst nehmen:

  • Eine Frage pro Phase offen halten: "Wir kommen gleich zu den Kosten, vorher möchte ich verstehen, wie oft das passiert." Der Kunde bleibt dabei.
  • Zusammenfassen vor dem Wechsel: "Sie haben drei Dinge genannt: Ausfälle, Nachbestellungen, wenig Personal. Stimmt das so?" Dann erst Phase 4.
  • Die Pause nutzen: Nach einer Frage zum Problem zählen Sie innerlich bis fünf. Die Antworten werden konkreter.

Rhetorische Tricks wie künstliche Knappheit oder Druck wirken bei Einkäufern gegen Sie. Gesprächsübungen sind im Gesprächs-Simulator möglich, die Telefonvariante beschreibt der Leitfaden Gesprächsleitfaden erstellen.

Termine mit Kaufinteresse

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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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  • Beim Kunden bestätigt[2]
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Was kostet ein Gespräch ohne klare Dramaturgie? Eine Rechnung

Annahmen der Redaktion, keine Marktwerte: Ein Erstgespräch kostet 40 Minuten Gespräch, 30 Minuten Vorbereitung und 20 Minuten Nachbereitung bei 75 € Vollkosten pro Stunde. 20 Gespräche im Monat, 6 davon enden ohne nächsten Schritt.

Was kostet ein Gespräch ohne klare Dramaturgie? Eine Rechnung
PostenWert
Aufwand je Gespräch: 90 Min ÷ 60 × 75 €112,50 €
Gespräche ohne nächsten Schritt6
Verlorener Aufwand im Monat: 6 × 112,50 €675 €
Halbierung auf 3 Gespräche337,50 € gespart im Monat

Rechnung: Aufwand verlorener Erstgespräche, alle Werte sind Annahmen, Stand 10/2026

Der Aufwand von 675 € im Monat ist klein im Vergleich zum entgangenen Umsatz. Wichtiger ist, dass jedes dieser Gespräche einen Termin ersetzt hat, den Sie mit Mühe vereinbart haben. Die Kosten eines Termins rechnet der Leitfaden Kosten je Termin berechnen.

Was zeigte ein Fall aus der Praxis?

In einem Projekt für einen Anbieter von Förderbandsystemen hörten wir 12 Erstgespräche des Vertriebs an. In 9 davon stellte der Verkäufer innerhalb der ersten acht Minuten die Lösung vor, und in 7 davon endete das Gespräch mit "Wir melden uns". Wir führten ein festes Zeitbudget ein: Phase 2 und 3 zusammen mindestens 20 Minuten, Lösung erst danach. In den nächsten 12 Gesprächen endeten 8 mit einem Termin für die Besichtigung. Die Verkäufer klagten anfangs, es fühle sich langsam an. Die Kunden sagten das nicht.

Wann nicht? Grenzen eines festen Schemas

Bei Anrufen von fünf Minuten, bei Kunden, die bereits wissen, was sie wollen, und bei Wiederkäufern: Dort ist ein langes Problemgespräch eine Zumutung. Auch starre Skripte machen Gespräche steif: Nutzen Sie die Phasen als Landkarte, nicht als Text. Bei Kunden mit knappem Zeitbudget kürzen Sie Phase 2 auf einen Satz und fragen direkt nach dem Problem. Und die Dramaturgie ersetzt nicht die Vorbereitung: Wer die Firma nicht kennt, stellt Fragen, die der Kunde auf der Website beantwortet sieht.

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Wie bereiten Sie Gespräche und Nachbereitung vor?

  • Ziel des Gesprächs: Welcher nächste Schritt soll am Ende stehen?
  • Drei Fragen zur Situation, drei zum Problem
  • Die Folgen in Zahlen, die der Kunde bestätigt
  • Zwei Terminvorschläge für Phase 5
  • Notiz nach dem Gespräch mit Bedarf, Zeitrahmen, Entscheider
  • Wöchentlich ein Mitschnitt mit einem Verbesserungspunkt

Für die Notiz hilft die Checkliste Termin-Übergabe an Vertrieb und CRM. Wer Termine für den Vertrieb vereinbaren lassen will, findet das Modell auf der Seite Terminvereinbarung.

Häufig gestellte Fragen

Welche dramaturgischen Elemente sind wichtig?

Einstieg mit Anlass, Fragen zur Situation, Problem mit Folgen, passende Lösung und ein nächster Schritt mit Datum.

Wie steigert Dramaturgie die Überzeugungskraft?

Sie sorgt dafür, dass der Kunde sein Problem selbst benennt und beziffert. Das überzeugt stärker als jedes Argument des Verkäufers.

Wie unterstützt sie die Kundenbeziehung?

Wer zuhört und zusammenfasst, wird als kompetent erlebt. Das schafft die Basis für Folgetermine.

Welche Rolle spielen Emotionen?

Sie entscheiden mit: Sicherheit, Ärger über Ausfälle, Sorge um den Ruf. Nutzen Sie sie, indem Sie danach fragen, nicht indem Sie sie auslösen.

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