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Durchschnittlicher Umsatz Restaurant Deutschland: Einblick in Aktuelle Trends und Zahlen

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt9 Abschnitte
  1. 01Wie hoch ist der durchschnittliche Umsatz eines Restaurants in Deutschland?
  2. 02Wie rechne ich den Umsatz eines Restaurants aus?
  3. 03Welche Umsatzzahl brauchen Lieferanten wirklich?
  4. 04Was heißt real und nominal bei Umsatzmeldungen?
  5. 05Wie sieht das in einem Projekt aus?
  6. 06Wann trägt die Umsatzrechnung für den Vertrieb nicht?
  7. 07Welche Prüfliste hilft vor dem ersten Anruf?
  8. 08Nächster Schritt
  9. 09Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Es gibt keinen einzelnen Durchschnittsumsatz, der für Ihre Zielkunden gilt, denn Plätze, Umschlag und Bon unterscheiden sich von Betrieb zu Betrieb. Rechnen können Sie ihn trotzdem: Umsatz gleich Plätze mal Umschlag mal Durchschnittsbon mal Öffnungstage.

Dieser Beitrag stammt von Juli 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Aus diesem Umsatz leiten Sie ab, wie viel Ware ein Betrieb einkauft, und damit, wie viel ein Lieferant dort gewinnen kann.

Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag nennt bewusst keine Branchenwerte. Alle Zahlen im Text sind Annahmen oder ein anonymer Praxisfall.

Wie hoch ist der durchschnittliche Umsatz eines Restaurants in Deutschland?

Eine belastbare Einzelzahl gibt es nicht, sie hängt von Betriebsart, Lage, Größe und Jahr ab. Das Statistische Bundesamt und der DEHOGA Bundesverband veröffentlichen Umsatzwerte nach Betriebsart und Zeitraum. Lesen Sie dort den Wert für die Betriebsart Ihrer Zielgruppe nach, bevor Sie ihn in ein Angebot übernehmen. Für das Gespräch mit dem einzelnen Betrieb zählt ohnehin die eigene Rechnung.

Wie rechne ich den Umsatz eines Restaurants aus?

Sie multiplizieren vier Größen, die jeder Inhaber kennt. Die Rechnung hier nutzt Annahmen für ein Restaurant mit 60 Plätzen.

Tabelle: Umsatzrechnung eines Restaurants und Einkaufsvolumen, alle Eingaben Annahmen

Wie rechne ich den Umsatz eines Restaurants aus?
SchrittAnnahmeErgebnis
Sitzplätze60
Gäste je Platz und Tag (Umschlag)1,590 Gäste am Tag
Durchschnittsbon je Gast, netto24 Euro2.160 Euro am Tag
Öffnungstage im Jahr300648.000 Euro netto
Wareneinsatzquote30 %194.400 Euro Wareneinsatz
Anteil Ihrer Warengruppe am Wareneinsatz12 %23.328 Euro Jahresvolumen

Quelle: eigene Rechnung der Redaktion, keine Branchenwerte. Der Umschlag zählt Gäste je Platz, nicht Tische.

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Welche Umsatzzahl brauchen Lieferanten wirklich?

Lieferanten brauchen das Einkaufsvolumen ihrer Warengruppe, nicht den Gesamtumsatz. In der Rechnung oben sind das 23.328 Euro im Jahr bei einem Betrieb. Bei 40 solchen Betrieben im Liefergebiet entstehen daraus 933.120 Euro Potenzial. Ob sich der Aufwand lohnt, entscheidet dann Ihr Deckungsbeitrag, den Sie mit der eigenen Marge rechnen.

Die Zahl sagt auch, wen Sie ansprechen. Entscheidet der Inhaber über 23.000 Euro Jahresvolumen allein, brauchen Sie einen Termin mit ihm. Entscheidet eine Gruppe über das Zehnfache, brauchen Sie die Einkaufsleitung. Wer wann entscheidet, zeigt der Leitfaden Foodservice und Großhandel ansprechen, und die Seite Foodservice beschreibt, wie KRAUSS diese Gespräche für Hersteller, Händler und Dienstleister führt.

Was heißt real und nominal bei Umsatzmeldungen?

Nominal bedeutet in laufenden Preisen, real bedeutet bereinigt um die Preisentwicklung. Ein Umsatzplus kann also allein aus höheren Preisen stammen. Die Rechnung dazu mit angenommenen Werten: Steigt der nominale Umsatz um 8 Prozent und steigen die Preise um 6 Prozent, wächst er real um rund 1,9 Prozent: 1,08 geteilt durch 1,06 ergibt 1,019.

Für Ihren Vertrieb heißt das: Ein Betrieb mit mehr Umsatz hat nicht automatisch mehr Gäste. Bei gleicher Menge steigen oft nur die Preise, die der Küchenchef an den Einkauf weitergibt. Fragen Sie deshalb nach Gästezahl und Bon, nicht nur nach dem Umsatz.

Wie sieht das in einem Projekt aus?

In einem Projekt für einen Händler von Frischware für die Gastronomie rechneten wir vor dem Anruf für jeden Betrieb ein grobes Einkaufsvolumen aus Plätzen und angenommenem Bon. Das Team teilte die 150 Betriebe in zwei Listen: 50 größere Betriebe mit mehr als 80 Plätzen und 100 kleinere. Bei den größeren riefen wir mit der Frage nach dem Einkauf an und buchten 9 Termine. Bei den kleineren sprachen wir den Inhaber an und buchten 11 Termine.

Beide Listen bekamen eigene Gesprächsleitfäden. Das ist ein Einzelfall, kein Richtwert.

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Wann trägt die Umsatzrechnung für den Vertrieb nicht?

Sie trägt nicht, wenn die Annahmen weit vom Betrieb entfernt liegen, wenn mehrere Betriebe zu einer Gruppe gehören oder wenn Ihr Produkt keinen Wareneinsatz ersetzt. Drei Grenzen:

  • Saisonbetriebe haben keine 300 Öffnungstage. Rechnen Sie mit der Saison, sonst überschätzen Sie das Volumen.
  • Ein Betrieb mit Abholung und Lieferdienst hat einen anderen Bon und eine andere Auslastung als ein reines Restaurant.
  • Kantinen und Gemeinschaftsverpflegung rechnen nicht über Bon, sondern über Essen je Tag. Dort fragen Sie nach Portionen und dem Preis je Essen, den der Träger festlegt.

Welche Prüfliste hilft vor dem ersten Anruf?

  • Plätze, Öffnungstage und Betriebsart des Ziels sind recherchiert
  • Der Durchschnittsbon ist als Annahme markiert, nicht als Tatsache
  • Das Einkaufsvolumen Ihrer Warengruppe ist gerechnet
  • Betriebe sind nach Größe in getrennten Listen sortiert
  • Die Zielrolle steht fest: Inhaber, Küchenchef oder Einkaufsleitung
  • Im Gespräch fragen Sie nach Gästen und Bon, bevor Sie Zahlen nennen

Wie Sie die Gastronomen danach zum Termin führen, beschreibt der Beitrag Gastronomie-Leads. Welche Kosten-Kennzahlen der Betrieb im Termin selbst liest, erklärt der Beitrag Gastronomie-Kennzahlen. Den Weg über Großhandel oder Direktansprache zeigt der Leitfaden Neukunden im Außer-Haus-Markt.

Nächster Schritt

Wenn Ihr Team die Anrufe bei Betrieben nicht schafft, übernimmt die Telefonebene von KRAUSS die Gespräche und die Terminierung nach Ihren Kriterien. Den Ablauf zeigt die Seite Telefonakquise.

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Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der Tagesumsatz eines Restaurants?

Er ergibt sich aus Sitzplätzen mal Umschlag mal Durchschnittsbon. Bei 60 Plätzen, 1,5 Gästen je Platz und 24 Euro Bon sind das 2.160 Euro am Tag. Die Eingaben sind Annahmen, ersetzen Sie sie durch die Werte des Betriebs.

Wie berechne ich den Jahresumsatz eines Restaurants?

Sie multiplizieren den Tagesumsatz mit den Öffnungstagen. Bei 2.160 Euro und 300 Öffnungstagen sind das 648.000 Euro netto. Ruhetage, Betriebsferien und Saison verschieben die Öffnungstage und damit das Ergebnis deutlich.

Wie viel Gewinn bleibt einem Restaurant vom Umsatz?

Der Gewinn ist der Umsatz abzüglich aller Kosten, nicht nur von Ware und Personal. Auch Miete, Energie, Abschreibung und Steuern gehören dazu. Dieser Beitrag nennt keine Marge, weil sie je nach Betriebsart weit auseinanderliegt.

Was ist der Unterschied zwischen realem und nominalem Umsatz?

Nominal heißt in laufenden Preisen, real heißt um die Preisentwicklung bereinigt. Steigt der Umsatz nominal um 8 Prozent bei 6 Prozent höheren Preisen, wächst er real um rund 1,9 Prozent. Prüfen Sie bei jeder Meldung, welche Größe gemeint ist.

Woher bekomme ich belastbare Umsatzzahlen der Gastronomie?

Das Statistische Bundesamt und der DEHOGA Bundesverband veröffentlichen sie nach Betriebsart und Zeitraum. Rechnen Sie für Ihren Vertrieb dennoch mit den Zahlen des einzelnen Betriebs, die Sie im Gespräch erfragen.

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