Inhalt9 Abschnitte
- 01Was ist Verlustaversion und wie groß ist sie?
- 02Wie bringe ich den Nachteil sachlich zur Sprache?
- 03Ein Praxisfall aus dem Angebotsprozess
- 04Wann schadet Verlustaversion dem Abschluss?
- 05Wie rechne ich den Wert einer besseren Abschlussquote?
- 06Welche Schritte helfen im Closing?
- 07Welche Kennzahlen zeigen, ob das Closing wirkt?
- 08Wie passt KRAUSS zu diesem Schritt?
- 09Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Verlustaversion heißt: Ein drohender Verlust wiegt schwerer als ein gleich großer Gewinn. Im Closing hilft das, wenn der Kunde den Verlust selbst benennt und die Zahl prüfen kann.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Schadet es, wenn der Verkäufer Ängste erzeugt, die der Kunde nicht teilt.
Was ist Verlustaversion und wie groß ist sie?
Die Verlustaversion stammt aus der Entscheidungsforschung von Daniel Kahneman und Amos Tversky. In ihrer Arbeit von 1992 schätzten die Autoren den Faktor, mit dem Verluste stärker wiegen als Gewinne, auf etwa 2,25. Der Wert ist eine Schätzung aus Experimenten, keine Konstante für jeden Einkäufer.
Für das Closing heißt das: Der Nachteil des Status quo wirkt oft stärker als der Vorteil einer neuen Lösung. Wer nur mit dem Nutzen argumentiert, unterschätzt diese Gewichtung.
Wie bringe ich den Nachteil sachlich zur Sprache?
Die sachliche Form besteht aus drei Schritten:
- Ist-Zustand erfragen: Was kostet der aktuelle Ablauf im Monat, in Stunden oder in Ausfällen?
- Zahl vom Kunden nennen lassen: Der Kunde spricht die Zahl aus, Sie notieren sie.
- Kosten des Wartens rechnen: Mit seiner Zahl zeigen Sie, was ein Quartal Warten bedeutet.
Ein Satz wie "Was kostet Sie der aktuelle Ausfall im Monat?" wirkt sachlich. Ein Satz wie "Sie verlieren jeden Monat Geld" wirkt wie ein Vorwurf.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Ein Praxisfall aus dem Angebotsprozess
In einem Projekt für einen Anbieter von Lagertechnik gab es zwei Fassungen des Angebots. Die erste nannte den Nutzen, die zweite stellte die Kosten des Wartens mit der Zahl des Kunden gegenüber. Je Fassung wurden 64 Angebote versendet. Die erste Fassung führte zu 9 Abschlüssen, die zweite zu 14. Der Unterschied kam aus der Frage nach dem Ist-Zustand, nicht aus einer Frist.
Die Zahlen stammen aus einem anonymisierten Beispiel und sind keine Messung für Ihr Angebot.
Wann schadet Verlustaversion dem Abschluss?
Drei Fälle sprechen gegen den Einsatz:
- Der Verlust ist nicht real. Der Kunde merkt, wenn Sie eine Gefahr erfinden, und verliert Vertrauen.
- Die Frist wirkt künstlich. Ein Ablaufdatum ohne Grund erzeugt Widerstand, nicht Eile.
- Der Verlust klingt nach Schuld. Wer sein Team beschuldigt fühlt, blockiert das Gespräch.
Die Grenze ist klar: Verlustaversion ist ein Hinweis für das Gespräch, kein Druckmittel. Ein Nein ist eine gültige Antwort und sollte im CRM mit Grund notiert werden.
Wie rechne ich den Wert einer besseren Abschlussquote?
Die Rechnung zeigt, ob sich der Aufwand für ein besseres Closing lohnt. Alle Werte sind Annahmen:
- 200 Angebote im Jahr (Annahme)
- 6.000 Euro Auftragswert je Abschluss (Annahme)
- 1 Prozentpunkt mehr Abschlussquote (Annahme)
Ergebnis: 200 mal 1 Prozent mal 6.000 Euro ergibt 12.000 Euro je Prozentpunkt. Setzen Sie Ihre Zahlen ein, bevor Sie eine Schulung planen.
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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
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- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Schritte helfen im Closing?
- Ist-Zustand im Erstgespräch mit einer Frage klären
- Die Kosten des Status quo mit der Zahl des Kunden notieren
- Im Angebot nur die Zahl des Kunden nennen, nicht eine eigene Schätzung
- Ein Nein mit Grund im CRM festhalten
- Nach vier Wochen den Ausgang der Angebote auswerten
Die Einwände im Gespräch behandelt der Leitfaden zur Einwandbehandlung am Telefon. Die Karte mit den häufigsten Einwänden liefert die Checkliste Einwandkarte. Die Grundlagen zur Entscheidungspsychologie erklärt das Wissen zur Vertriebspsychologie.
Welche Kennzahlen zeigen, ob das Closing wirkt?
- Abschlussquote je Angebotsfassung: Abschlüsse geteilt durch versendete Angebote.
- Dauer bis zur Entscheidung: Tage zwischen Angebot und Ja oder Nein.
- Nein-Gründe: Eine Liste mit fünf Kategorien, damit Sie sehen, ob der Preis oder der Nutzen fehlt.
Die Begriffe rund um Verkaufschancen erklärt der Glossareintrag zur Verkaufschance.
Wie passt KRAUSS zu diesem Schritt?
KRAUSS übernimmt die Telefonebene und die Terminierung. Das Closing führt Ihr Vertrieb im Termin mit dem Entscheider. Mehr zur Telefonebene auf der Seite Telefonakquise. Die Konditionen stehen im Konfigurator unter /preise#konfigurator.
Stand: Oktober 2026. Die Zahlen des Praxisfalls sind anonymisiert und keine Messung für Ihr Unternehmen. Der Faktor von 1992 stammt aus Tversky und Kahneman, Journal of Risk and Uncertainty, 1992, und gilt als Schätzung.
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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
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Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Verlustaversion?
Verlustaversion beschreibt, dass Menschen einen Verlust stärker gewichten als einen gleich großen Gewinn. Tversky und Kahneman schätzten den Faktor 1992 auf etwa 2,25. Für das Closing heißt das: Der Nachteil des Nichtstuns wirkt oft stärker als der Vorteil einer neuen Lösung.
Wie zeige ich einen Verlust im Gespräch, ohne Druck zu machen?
Fragen Sie nach der aktuellen Kostenlage und lassen Sie den Kunden die Zahl selbst nennen. Ein Satz wie: Was kostet Sie der aktuelle Ausfall im Monat? wirkt sachlich. Drohen Sie nicht mit Verlusten, die der Kunde nicht selbst benannt hat.
Wann schadet die Verlustaversion dem Abschluss?
Wenn der Kunde den Verlust als Vorwurf an sein Team hört, blockiert er. Auch Fristen, die künstlich wirken, erzeugen Widerstand. Verwenden Sie den Verlust nur, wenn der Kunde ihn selbst als Problem bestätigt hat.
Wie rechnet man den Wert einer besseren Abschlussquote?
Multiplizieren Sie die Zahl der Angebote mit einem Prozentpunkt Abschlussquote und dem Auftragswert. Bei 200 Angeboten und 6.000 Euro Auftragswert sind es 12.000 Euro je Prozentpunkt. Alle Eingangswerte sind Annahmen, die Sie mit Ihren eigenen Zahlen ersetzen.
Gilt das auch für Einkäufer mit langen Entscheidungen?
Ja, aber die Entscheidung wird im Gremium getroffen. Liefern Sie dem Einkäufer eine Zahl, die er dem Gremium zeigen kann, zum Beispiel den Kosten des Status quo je Quartal.
Ist Verlustaversion im Vertrieb manipulativ?
Sie wird manipulativ, wenn Sie Ängste erzeugen, die nicht zur Lage passen. Sachlich bleibt sie, wenn der Verlust real ist und der Kunde ihn prüfen kann. Ein Nein muss als gültige Antwort akzeptiert werden.
Welche Formulierung vermeide ich im Closing?
Vermeiden Sie Sätze, die Schuld zuweisen, etwa: Sie verlieren jeden Monat Geld, weil Sie nichts tun. Besser ist eine Frage nach dem Ist-Zustand, danach eine Zahl.
Kann KRAUSS das Closing übernehmen?
Nein. KRAUSS übernimmt die Telefonebene und die Terminierung. Das Closing führt Ihr Vertrieb im Termin. Die Konditionen stehen unter /preise#konfigurator.
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