Inhalt11 Abschnitte
- 01Was bedeutet Power Base Selling im Vertrieb?
- 02Wie erkennen Sie den tatsächlichen Einfluss einer Person?
- 03Wie hängt das Buying Center mit dem Einfluss zusammen?
- 04Wie erstellen Sie eine Einflusskarte?
- 05Welche Argumente passen zu welcher Rolle?
- 06Praxisbeispiel: Gespräche nach Einfluss statt nach Titel
- 07Wann lohnt sich der Aufwand nicht?
- 08Wie passt die Methode zum Account-Plan?
- 09Wie gehen Sie mit einem Mitbewerber im Gremium um?
- 10Nächster Schritt
- 11Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Power Base Selling beschreibt den Ansatz, die Quellen des Einflusses im Kaufgremium zu erkennen und jeder Person das passende Argument zu geben. Der Titel auf der Visitenkarte sagt dabei oft weniger als die Frage, wer das Budget freigibt und wer vor der Entscheidung gehört wird.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Der Begriff ist in der Vertriebsliteratur nicht einheitlich definiert. Wir nutzen ihn hier für ein praktisches Vorgehen.
Stand: Oktober 2026.
Was bedeutet Power Base Selling im Vertrieb?
Power Base Selling meint, die Machtbasen der Beteiligten zu erkennen: formale Rolle, Fachwissen, Beziehungen zu anderen Entscheidern und Kontrolle über Budget oder Zeitplan. Ein Vertriebsmitarbeiter, der diese Basen kennt, verliert weniger Zeit bei den falschen Personen. Die Methode ersetzt kein gutes Gespräch, sie ordnet die Gespräche.
Wie erkennen Sie den tatsächlichen Einfluss einer Person?
Der Titel allein reicht nicht. Fragen Sie nach der Rolle im Entscheidungsprozess, nach dem Budget und danach, wer vor der Entscheidung gehört wird. Die Antworten zeigen oft mehr als jede Organisationsgrafik. Notieren Sie jede Aussage mit Quelle und Datum, damit das Team später auf denselben Stand zugreift.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie hängt das Buying Center mit dem Einfluss zusammen?
Im Buying Center wirken mehrere Personen mit, die jeweils einen anderen Einfluss haben. Der Nutzer prüft die Funktion, der Einkauf den Preis, die Geschäftsführung das Risiko. Power Base Selling trennt diese Rollen. Den Begriff erklärt das Glossar zum Kaufgremium, und die Hintergründe zum Buying Center zeigen, welche Rollen typisch sind.
Wie erstellen Sie eine Einflusskarte?
Eine Einflusskarte ist eine Tabelle mit vier Spalten: Person, Rolle, Einfluss und Haltung zu Ihrem Vorschlag. Ergänzen Sie, wer wen überzeugen kann, etwa eine Fachabteilung den Einkauf. Aktualisieren Sie die Karte nach jedem Gespräch, weil sich Haltungen verschieben.
| Person | Rolle | Einfluss | Haltung |
|---|---|---|---|
| Leitung Fertigung | Nutzer und Fürsprecher | mittel | positiv, will weniger Aufwand |
| Einkauf | Prüfer der Konditionen | hoch | neutral, prüft Vertragsbedingungen |
| Geschäftsführung | Entscheider | hoch | offen, will Planbarkeit |
Quelle: Beispiel der Redaktion, die Rollen sind typisch, aber nicht verbindlich.
Welche Argumente passen zu welcher Rolle?
Jede Rolle braucht einen Satz mit Nutzen und einen Beleg. Der Nutzer will weniger Aufwand im Alltag. Der Einkäufer will einen klaren Preis und klare Bedingungen. Die Geschäftsführung will Planbarkeit und ein kalkulierbares Risiko. Die Reihenfolge der Gespräche folgt dem Einfluss, nicht der Hierarchie allein.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: Gespräche nach Einfluss statt nach Titel
In einem Projekt für einen Hersteller von Kunststoffteilen sprach der Vertrieb zunächst den Einkaufsleiter an, weil er den Titel für den Entscheider hielt. Die Einflusskarte zeigte, dass die Leitung Fertigung den Auftrag vorschlägt und der Einkauf nur die Konditionen prüft. Nach dem Umbau der Reihenfolge führte das Team 7 Gespräche mit der Fertigung und 3 mit dem Einkauf, bis ein Angebot akzeptiert wurde. Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet.
Wann lohnt sich der Aufwand nicht?
Bei kleinen Aufträgen mit einer einzigen Entscheiderin lohnt die Analyse kaum. Der Aufwand passt zu komplexen Käufen mit mehreren Beteiligten und langer Laufzeit. Wer jede Anfrage so behandelt, verliert Tempo und wirkt im Erstgespräch schwerfällig. Bei einfachen Entscheidungen genügt ein gutes Erstgespräch mit klaren Fragen.
Wie passt die Methode zum Account-Plan?
Der Account-Plan hält fest, welche Personen in einem Unternehmen relevant sind und welcher Schritt als Nächstes folgt. Die Einflusskarte ist ein Teil davon. Im Leitfaden zum Account-Planning finden Sie eine Vorlage, die beides zusammenführt. Für die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner hilft der Leitfaden zum Entscheider finden.
Termine mit Kaufinteresse
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- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie gehen Sie mit einem Mitbewerber im Gremium um?
Fragen Sie offen, welche Angebote noch geprüft werden und was den Ausschlag geben soll. Vermeiden Sie abwertende Aussagen über andere Anbieter. Ihr Vorteil zeigt sich im Nutzen, den Sie für das Gremium belegen können, etwa mit einer Referenz, die der Kunde nennen darf.
Nächster Schritt
Wenn Sie bei einem Konto mehr als drei Personen im Entscheidungsprozess erwarten, erstellen Sie zuerst eine Einflusskarte. Im Gespräch über Ihre Situation hilft die Seite Outbound-Vertrieb, die Ansprache auf die richtigen Rollen zu verteilen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Power Base Selling?
Power Base Selling beschreibt den Ansatz, die Quellen des Einflusses im Kaufgremium zu erkennen. Dazu gehören formale Rolle, Fachwissen, Beziehungen und die Kontrolle über Budget oder Zeitplan. Der Begriff ist in der Vertriebsliteratur nicht einheitlich definiert.
Wie erkenne ich den tatsächlichen Einfluss einer Person?
Fragen Sie nach der Rolle im Entscheidungsprozess, nach dem Budget und nach den Personen, die vor der Entscheidung gehört werden. Die Antworten zeigen oft mehr als der Titel auf der Visitenkarte. Notieren Sie jede Aussage mit Quelle und Datum.
Welche Rolle spielt das Buying Center?
Im Buying Center wirken mehrere Personen mit, die jeweils einen anderen Einfluss haben. Der Nutzer prüft die Funktion, der Einkauf den Preis, die Geschäftsführung das Risiko. Power Base Selling hilft, diese Rollen zu trennen und jeder Rolle das passende Argument zu geben.
Wie gehe ich mit einem Konkurrenten im Kaufgremium um?
Fragen Sie offen, welche Angebote noch geprüft werden und was den Ausschlag geben soll. Vermeiden Sie abwertende Aussagen über andere Anbieter. Ihr Vorteil zeigt sich im Nutzen, den Sie für das Gremium belegen können.
Wie erstelle ich eine Einflusskarte?
Zeichnen Sie je Person Rolle, Einfluss und Haltung zu Ihrem Vorschlag auf. Ergänzen Sie, wer wen überzeugen kann. Aktualisieren Sie die Karte nach jedem Gespräch, weil sich Haltungen verschieben.
Welche Argumente passen zu welcher Rolle?
Der Nutzer will weniger Aufwand im Alltag, der Einkäufer einen klaren Preis und Vertragsbedingungen, die Geschäftsführung Planbarkeit und Risiko. Je Rolle formulieren Sie einen Satz mit Nutzen und einen Beleg. Die Reihenfolge der Gespräche folgt dem Einfluss.
Wann lohnt sich Power Base Selling nicht?
Bei kleinen Aufträgen mit einer Entscheiderin lohnt die Analyse kaum. Der Aufwand passt zu komplexen Käufen mit mehreren Beteiligten und langer Laufzeit. Bei einfachen Kaufentscheidungen genügt ein gutes Erstgespräch.
Wie hängt das mit dem Account-Plan zusammen?
Der Account-Plan hält fest, welche Personen in einem Unternehmen relevant sind und welche Schritte als Nächstes folgen. Die Einflusskarte ist ein Teil davon. Beide sollten gemeinsam im CRM liegen, damit das Team dieselbe Sicht hat.
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