Inhalt8 Abschnitte
- 01Woran erkennen Sie, dass der Preis nicht das Problem ist?
- 02Wie beginnen Sie die Antwort auf den Preiseinwand?
- 03Eine Rechnung, die der Kunde selbst prüfen kann
- 04Praxisbeispiel: Vom Rabatt zum Maßstab
- 05Verhandeln ja, aber in dieser Reihenfolge
- 06Wann die Strategie nicht trägt
- 07Checkliste für das Preisgespräch
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Ein Preiseinwand im B2B ist selten ein Nein zum Preis. Meist fehlt dem Einkäufer ein Maßstab, an dem er den Preis misst.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Reagieren Sie mit einer Frage nach diesem Maßstab, rechnen Sie den Nutzen mit einer Kennzahl des Kunden vor und verhandeln Sie erst danach über Umfang oder Laufzeit.
Stand: Oktober 2026. Rechtliche Fragen bei Ausschreibungen klärt ein Fachanwalt, dieser Beitrag ersetzt keine Beratung.
Woran erkennen Sie, dass der Preis nicht das Problem ist?
Ein Einwand wie „Das ist zu teuer“ folgt oft auf eine Präsentation, in der der Nutzen nur allgemein beschrieben wurde. Der Einkäufer hat keine Zahl, mit der er die Leistung vergleichen kann, also vergleicht er Preise. Prüfen Sie drei Anzeichen: Der Einwand kommt früh im Gespräch, es fehlt eine Zahl aus dem Betrieb des Kunden, und der Gesprächspartner nennt keinen Mitbewerber mit Leistungsbeschreibung.
Stellen Sie dann eine Frage: „Woran messen Sie im Moment, ob sich eine Leistung lohnt?“ Die Antwort zeigt, welche Kennzahl Sie für die Rechnung brauchen.
Wie beginnen Sie die Antwort auf den Preiseinwand?
Bestätigen Sie den Einwand kurz, ohne ihn zu übernehmen, und stellen Sie die Frage nach dem Maßstab. Ein Beispiel für eine Küche mit Frühstücksbetrieb: „Verstehe ich richtig, dass Sie den Preis gegen die Stunden messen, die Ihr Team heute mit der Abstimmung verbringt?“ Diese Formulierung fragt nach einem Fakt und lädt zur Korrektur ein.
Vermeiden Sie Sätze wie „Das ist doch sehr günstig“. Sie bewerten den Preis, statt den Maßstab zu klären, und der Einkäufer hört eine Verteidigung.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Eine Rechnung, die der Kunde selbst prüfen kann
Angenommen, eine Großküche verliert pro Woche drei Stunden durch manuelle Bestellabstimmung, und die Stunde kostet das Unternehmen 85 Euro (Annahme). Das sind 255 Euro je Woche, bei 52 Wochen rund 13.260 Euro im Jahr. Setzen Sie dagegen einen Preis, den der Kunde kennt, und lassen Sie ihn die Zahlen ändern.
Die Annahmen stehen in der Rechnung, nicht im Kopf des Verkäufers. Der Kunde ersetzt die Stunden und den Stundensatz durch seine eigenen Werte. Nur so hält die Rechnung einer Prüfung stand. Konkrete Preise für KRAUSS nennen wir nicht öffentlich, sie richten sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit und Menge (siehe Angebotskonfigurator).
Praxisbeispiel: Vom Rabatt zum Maßstab
In einem Projekt für einen Hersteller von Reinigungschemie für Großküchen endeten von 40 Gesprächen mit Preiseinwand 9 mit einem Rabatt. Das Team stellte danach die Frage nach dem Maßstab: Was kostet heute eine Reinigungsstörung in Stunden und Ausfall? Von 40 Gesprächen endeten danach 14 mit einem Angebot ohne Rabatt, 6 davon mit einem Auftrag.
Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet. Sie zeigen einen Trend aus einem Projekt und ersetzen keine eigene Messung.
Verhandeln ja, aber in dieser Reihenfolge
Wenn der Kunde den Nutzen anerkennt, bleibt die Frage nach dem Preis. Verhandeln Sie in dieser Reihenfolge: zuerst den Umfang, dann die Laufzeit, zuletzt den Preis. Ein kleinerer Einstieg, etwa ein Pilot auf einer Filiale, reduziert das Risiko für den Kunden und lässt Ihnen Spielraum. Ein Rabatt sollte an eine Gegenleistung gebunden sein, zum Beispiel an eine längere Laufzeit oder eine Referenzzusage, die Sie vorab klären.
Die Tabelle zeigt, welche Reaktion zu welchem Einwand passt.
| Einwand | Erste Reaktion | Was Sie vermeiden |
|---|---|---|
| „Das ist zu teuer“ | Frage nach dem Maßstab | sofortiger Rabatt |
| „Ein Mitbewerber ist günstiger“ | Vergleich der Leistungen | Preisvergleich ohne Leistung |
| „Das Budget reicht nicht“ | kleinerer Einstieg oder Pilot | Preisnachlass ohne Umfang |
| „Schicken Sie Unterlagen“ | Termin für fünf Minuten | Mailflut ohne Gespräch |
Quelle: Einordnung der Redaktion aus Gesprächsleitfäden, keine Erhebung.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann die Strategie nicht trägt
Bei Ausschreibungen mit fester Bewertungsmatrix ist der Preis oft nur ein Kriterium unter vielen, und Verhandlungen sind eingeschränkt. Bei Kunden, die schon beim Umfang keinen Bedarf sehen, hilft auch die beste Rechnung nicht. Dann ist ein klares Nein besser als ein Zugeständnis, das die Marge aufzehrt.
Auch wer den Nutzen nicht belegen kann, sollte nicht rechnen. Eine Rechnung mit erfundenen Zahlen fällt beim ersten Nachfragen auf und kostet mehr Vertrauen, als ein Rabatt je gekostet hätte.
Checkliste für das Preisgespräch
- Der Maßstab des Kunden ist benannt (Stunden, Ausfall, Ausschuss, Kosten je Anruf).
- Die Rechnung nutzt eine Zahl des Kunden und markiert jede Annahme.
- Rabatt gibt es nur gegen eine Gegenleistung.
- Der nächste Schritt ist ein konkreter Termin.
- Bei Ausschreibungen sind die Vergabeunterlagen geprüft.
Mehr zur Einwandbehandlung finden Sie im Leitfaden zum Einwand „zu teuer“, im Leitfaden zur Preisverhandlung und im Glossar zur Einwandbehandlung. Die Checkliste zur Einwandbehandlung fasst die Reaktionen zusammen. Wie KRAUSS Einwände im Telefonat behandelt, zeigt die Seite Telefonakquise.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet ein Preiseinwand im B2B?
Der Satz „Das ist zu teuer“ meint oft, dass der Nutzen noch nicht greifbar ist oder dass der Vergleichsmaßstab fehlt. Selten ist der Preis allein der Grund. Fragen Sie nach, woran der Gesprächspartner den Preis misst.
Soll ich sofort einen Rabatt anbieten?
Nein. Ein sofortiger Rabatt signalisiert, dass der Preis verhandelbar ist, und er senkt die Marge, bevor der Nutzen geklärt ist. Erst den Vergleichsmaßstab klären, dann über Umfang oder Laufzeit sprechen.
Wie rechne ich den Nutzen vor?
Nehmen Sie eine Kennzahl des Kunden, etwa Stillstandszeit, Personalstunden oder Ausschussquote. Multiplizieren Sie sie mit einem Kostensatz und setzen Sie den Preis dagegen. Kennzeichnen Sie jede Annahme.
Was sage ich, wenn der Kunde bei einem Mitbewerber ein günstigeres Angebot hat?
Fragen Sie, was dort im Leistungsumfang fehlt oder anders geregelt ist. Vergleichen Sie Leistungen, nicht Preise. Wenn der Mitbewerber mehr leistet, sagen Sie das offen.
Wann sollte ich über Zahlungsziele oder Laufzeiten sprechen?
Wenn der Kunde den Nutzen anerkennt, aber das Budget im laufenden Jahr nicht reicht. Ein kleinerer Einstieg oder ein Pilot mit klarem Ziel ist dann oft der bessere Weg als ein Rabatt.
Wie gehe ich mit dem Satz „Schicken Sie einfach Unterlagen“ um?
Bitten Sie um einen konkreten Termin für fünf Minuten und nennen Sie den Punkt, den Sie in den Unterlagen klären wollen. Ohne Termin landen Unterlagen meist ungelesen im Postfach.
Gilt das auch für Verträge mit Preisbindung oder Vergaberecht?
Bei öffentlichen Ausschreibungen sind Verhandlungen oft eingeschränkt. Prüfen Sie die Vergabeunterlagen, bevor Sie Zusagen machen. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Vergabeberatung.
Wann lohnt es sich, nicht zu verhandeln?
Wenn der Kunde keinen Nutzen in Ihrer Leistung sieht oder wenn der Preis seine Erwartungen komplett verfehlt. Ein klares Nein spart beiden Seiten Zeit. Halten Sie den Kontakt für einen späteren Anlass offen.
Frag deine KI zu KRAUSS
Lieber selbst prüfen? Stellen Sie die Frage Ihrer KI.
Prompt ansehen und anpassen
Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.








