Inhalt9 Abschnitte
- 01Was ist Social Selling?
- 02Wie funktioniert Social Selling im B2B?
- 03Welche Vorteile bringt Social Selling?
- 04Praxisbeispiel: Ein Vertriebsleiter mit 3 Beiträgen im Monat
- 05Rechnung: Was kostet ein Termin aus Social Selling?
- 06Wann Social Selling nicht reicht
- 07Checkliste: Ist Ihr Profil bereit für Social Selling?
- 08Der nächste Schritt
- 09Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Social Selling baut Vertrauen über Netzwerke wie LinkedIn auf, bevor ein Verkaufsgespräch beginnt. Der Verkäufer zeigt Fachwissen, kommentiert und pflegt Kontakte.
Dieser Beitrag stammt von April 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Ein Termin entsteht daraus selten sofort, aber die Antwortquote auf spätere Ansprachen steigt.
Stand: Oktober 2026. Die Einschätzung beruht auf Vertriebspraxis der KRAUSS GmbH. Eine Marktstudie ist das nicht.
Was ist Social Selling?
Social Selling ist der Verkauf über soziale Netzwerke. Ein Verkäufer baut mit Beiträgen, Kommentaren und Nachrichten ein Netzwerk auf und ist dadurch bekannt, bevor er anfragt. Das Ziel ist ein Gespräch, in dem der Kunde den Verkäufer bereits kennt. Es ersetzt keine Ansprache, es bereitet sie vor.
Wie funktioniert Social Selling im B2B?
Entscheider prüfen Anbieter heute oft online, bevor sie antworten. Ein Profil mit klarer Position, sichtbare Fachbeiträge und gemeinsame Kontakte erhöhen die Chance, dass eine Nachricht gelesen wird. Der Ablauf hat drei Schritte: Profil schärfen, Kontakte gezielt aufbauen, dann Gespräche anbieten, wenn ein Anlass besteht.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Vorteile bringt Social Selling?
Der Vorteil liegt vor allem in der Glaubwürdigkeit. Eine Anfrage nach einem Kommentar zu einem Branchenthema wirkt weniger wie Werbung. Außerdem zeigt die Aktivität, welche Themen Ihre Zielgruppe beschäftigen, und das hilft der Gesprächsvorbereitung.
Praxisbeispiel: Ein Vertriebsleiter mit 3 Beiträgen im Monat
In einem Projekt für einen Hersteller von Lebensmittelverpackungen schrieb der Vertriebsleiter drei Fachbeiträge im Monat und kommentierte täglich 10 Beiträge von Einkäufern. Nach einem Quartal nahmen 41 von 120 angefragten Kontakten die Verbindung an. Die Telefonansprache danach führte zu 11 Gesprächen, daraus entstanden 4 Termine. Die Zahlen sind gerundet und anonymisiert.
Rechnung: Was kostet ein Termin aus Social Selling?
Die Zeit ist der wesentliche Kostenfaktor. Die Rechnung zeigt ein Beispiel mit Annahmen.
| Schritt | Wert | Annahme |
|---|---|---|
| Zeit für Social Selling im Monat | 20 Stunden | 1 Stunde am Tag, Annahme |
| Interner Stundensatz | 70 € | Annahme |
| Kosten im Monat | 1.400 € | 20 mal 70 € |
| Angefragte Kontakte im Monat | 60 | Annahme |
| Angenommene Verbindungen | 20 | rund ein Drittel, Annahme |
| Termine aus den Verbindungen | 2 | Annahme, nach Telefonansprache |
| Kosten je Termin | 700 € | 1.400 € geteilt durch 2 |
Mit diesen Annahmen ist der Termin teuer, weil die Zahl der Termine gering bleibt. Social Selling lohnt sich eher, wenn es Telefonansprache und Anfragen gezielt unterstützt.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann Social Selling nicht reicht
Social Selling reicht nicht, wenn die Entscheider nicht in Netzwerken aktiv sind. Auch ein Verkäufer mit wenig Zeit schreibt keine glaubwürdigen Beiträge. Außerdem ist die Wirkung langsam: Wer in zwei Monaten Termine erwartet, wird enttäuscht. Halbherzige Profile schaden eher, als sie nützen.
Checkliste: Ist Ihr Profil bereit für Social Selling?
- Nennt Ihr Profil Ihre Rolle und Ihren Kundennutzen in einem Satz?
- Haben Sie in den letzten 30 Tagen einen Fachbeitrag veröffentlicht?
- Kennen Sie die Entscheider in Ihren Zielkonten namentlich?
- Ist klar, wer nach einer Antwort anruft und wann?
- Protokollieren Sie Kontakte und Termine im CRM?
Der nächste Schritt
Social Selling und Telefonakquise greifen gut ineinander. Die Telefonebene und die Terminierung übernimmt KRAUSS unter /solutions/telefonakquise. Wie Sie Zielkonten für Ihre Ansprache auswählen, zeigt der Leitfaden /leitfaden/account-based-selling. Den Begriff und das Netzwerk-Wissen vertieft der Eintrag /wissen/social-selling.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Häufig gestellte Fragen
Was ist Social Selling?
Social Selling heißt, über soziale Netzwerke wie LinkedIn Kontakte aufzubauen und Vertrauen zu schaffen, bevor ein Verkaufsgespräch beginnt. Der Verkäufer teilt Fachwissen, kommentiert Beiträge und pflegt Beziehungen. Ein Angebot steht dabei nicht im Vordergrund.
Funktioniert Social Selling im B2B?
Ja, vor allem bei erklärungsbedürftigen Angeboten mit mehreren Entscheidern. Entscheider prüfen Anbieter oft online, bevor sie antworten. Ein gepflegtes Profil und sichtbare Fachbeiträge erhöhen die Antwortquote.
Wie viel Zeit kostet Social Selling?
Rechnen Sie mit etwa 30 bis 60 Minuten pro Tag für Kontakte, Kommentare und Nachrichten. Die Zeit steigt, wenn Inhalte selbst erstellt werden. Planen Sie den Aufwand fest ein, sonst bleibt das Thema liegen.
Welche Kennzahlen zeigen den Erfolg?
Zählen Sie Kontaktanfragen, die Annahmequote, Gespräche und daraus entstehende Termine. Die Reichweite eines Beitrags sagt wenig über den Umsatz. Der Termin ist die Zahl, die zählt.
Welche Datenschutzregeln gelten beim Social Selling?
Das hängt vom Umgang mit Daten ab. Kontakte aus Netzwerken dürfen Sie nicht ungeprüft in Datenbanken übernehmen. Für Werbung per Mail oder Anruf gelten zusätzlich die Regeln des UWG, § 7. Eine Rechtsberatung klärt den Einzelfall.
Kann ich Social Selling an eine Agentur abgeben?
Teilweise. Die Ansprache per Telefon und die Terminierung lassen sich auslagern. Die Pflege Ihres eigenen Profils und die Gespräche danach sollten Sie selbst führen, weil Vertrauen an Personen hängt.
Was ist der Unterschied zu Kaltakquise?
Kaltakquise beginnt mit einem ungefragten Anruf oder einer Mail. Social Selling baut zuerst einen Kontakt über Inhalte und Netzwerke auf. Beide Wege schließen sich nicht aus und ergänzen sich oft.
Für wen lohnt Social Selling nicht?
Es lohnt sich schlecht, wenn Ihre Entscheider nicht aktiv in Netzwerken sind oder wenn niemand im Team regelmäßig schreibt. Halbherzige Profile wirken sogar nachteilig. Prüfen Sie zuerst, wo Ihre Zielgruppe tatsächlich unterwegs ist.
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