Inhalt10 Abschnitte
- 01Was unterscheidet aktive von passiver Kundenakquise?
- 02Welche Kanäle gehören in die aktive Akquise?
- 03Wie läuft aktive Akquise in vier Stufen?
- 04Was zeigt ein Praxisbeispiel?
- 05Welche Messgrößen zeigen, ob die Akquise läuft?
- 06Ist aktive Kundenakquise rechtlich erlaubt?
- 07Wann lohnt sich aktive Akquise nicht?
- 08Checkliste für den Start der aktiven Akquise
- 09Wie geht es nach dem Start weiter?
- 10Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Aktive Kundenakquise heißt, Unternehmen anzusprechen, die noch nicht bei Ihnen gekauft haben, statt auf Anfragen zu warten. Im B2B bringt sie Termine, wenn Telefon, Mail und Nachfassen aufeinander abgestimmt sind.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Was unterscheidet aktive von passiver Kundenakquise?
Passive Akquise wartet auf Anfragen über Website, Empfehlungen und Messen. Aktive Akquise sucht den Kontakt zu Unternehmen, die noch nicht wissen, dass sie ein Problem haben, das Sie lösen. Beide Wege laufen nebeneinander, aber nur die aktive Akquise kann die Zahl der Termine planen.
Der Unterschied zeigt sich in der Planung. Passive Akquise wächst, wenn die Website gefunden wird. Aktive Akquise wächst, wenn die Zahl der Kontakte je Woche steigt. Sie können sie also steuern.
Welche Kanäle gehören in die aktive Akquise?
Kein Kanal trägt die Akquise allein. Die Tabelle zeigt, was jeder Kanal leistet und wo seine Grenze liegt.
| Kanal | Stärke | Grenze |
|---|---|---|
| Telefon | Führt direkt zu einem Gespräch und Termin | Erreichbarkeit der Entscheider schwankt |
| Gibt dem Empfänger Zeit, den Anlass zu prüfen | Viele Mails bleiben ungelesen | |
| Zeigt den Absender und seine Rolle | Antworten sind selten ohne vorherigen Kontakt | |
| Nachfassen | Holt Kontakte zurück, die beim ersten Mal nicht passten | Ohne neuen Anlass wirkt es lästig |
Tabelle: Kanäle der aktiven Kundenakquise. Beschreibung der Redaktion, Stand Oktober 2026.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie läuft aktive Akquise in vier Stufen?
Erstens bestimmen Sie die Zielliste nach Branche, Größe und Region. Zweitens formulieren Sie den Anlass, der in einem Satz zeigt, warum dieser Betrieb jetzt relevant ist. Drittens wählen Sie den Kanal und den Zeitpunkt, bei dem der Entscheider am ehesten erreichbar ist. Viertens messen Sie jede Woche Kontakte, Gespräche und Termine und passen die Liste an.
Wer die vier Stufen als Kreislauf sieht, merkt früh, wo der Ablauf hängt. Oft liegt es am Anlass, nicht an der Liste.
Was zeigt ein Praxisbeispiel?
Ein Anbieter von Industriereinigung startete mit 300 Adressen aus einer eigenen Liste. Sechs Wochen lang kombinierte das Team Telefon, eine Mail mit Fachhinweis und ein Nachfassen nach zwei Wochen. Am Ende standen 9 Termine im Kalender.
Rechnung: 9 Termine aus 300 Adressen ergeben eine Termin-Quote von 3 Prozent. Der Großteil der Termine kam aus dem Nachfassen, nicht aus dem ersten Anruf. Die Telefonierer hatten die Mail vorab verschickt und konnten daher mit dem Fachhinweis einsteigen. Die Quote einer anderen Liste kann deutlich davon abweichen.
Welche Messgrößen zeigen, ob die Akquise läuft?
Messen Sie vier Größen je Woche: Kontakte, Gespräche mit dem Zuständigen, vereinbarte Termine und stattgefundene Termine. Die Abschlussquote kommt erst danach, weil der Abschluss lange Zeit braucht.
Eine Woche mit vielen Kontakten und wenigen Gesprächen zeigt ein Problem beim Anlass oder bei der Zielgruppe. Viele Gespräche ohne Termine zeigen ein Problem im Angebot oder im Einstieg. Die Kennzahlen trennen beide Fälle.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Ist aktive Kundenakquise rechtlich erlaubt?
Ansprache im B2B ist nicht automatisch unzulässig. Telefonwerbung gegenüber einem sonstigen Marktteilnehmer braucht nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG mindestens eine zumindest mutmaßliche Einwilligung. Die Prüfung je Kanal und Kontakt gehört vor jede Liste. Stand Oktober 2026, keine Rechtsberatung. Die Übersicht steht unter Kaltakquise und Recht und in der Checkliste zur Kaltakquise und zum Recht.
Wann lohnt sich aktive Akquise nicht?
Wenn Ihr Angebot noch unklar ist, verbrennen Sie die Liste. Der Gesprächspartner merkt, dass der Anrufer den Nutzen nicht benennen kann, und der Kontakt ist verloren. Klären Sie zuerst, wen Sie ansprechen und welchen Nutzen Sie bieten.
Bei Unternehmen mit festen Ausschreibungen zählt der Einkauf mehr als der Anrufer. Dort sind passive Wege wie Messen und Empfehlungen oft wirksamer. Aktive Akquise ergänzt sie, ersetzt sie dort nicht.
Checkliste für den Start der aktiven Akquise
- Zielliste mit Branche, Größe und Region erstellt
- Anlass in einem Satz je Zielgruppe formuliert
- Rechtsgrundlage je Kanal und Kontakt geprüft
- Wochenkennzahlen für Kontakte, Gespräche, Termine und stattgefundene Termine festgelegt
- Nachfass-Termin nach zwei Wochen für jeden Kontakt ohne Antwort eingetragen
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie geht es nach dem Start weiter?
Wer die Akquise nicht selbst führt, findet auf der Seite Kundenakquise den Ablauf mit Telefonagentur und Terminübergabe. Der Leitfaden zum Aufbau einer Neukunden-Pipeline zeigt, wie die Kennzahlen zusammenhängen, und die Zielgruppe definieren gibt den Startpunkt vor.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet aktive Kundenakquise?
Aktive Kundenakquise heißt, Unternehmen anzusprechen, die noch nicht bei Ihnen gekauft haben. Sie suchen den Kontakt, statt auf Anfragen zu warten. Das Gegenstück ist die passive Akquise über Website und Empfehlungen.
Welcher Kanal eignet sich am besten für die Kundenakquise?
Im B2B führt meist das Telefon zum Termin, weil es den Gesprächspartner direkt erreicht. Mail und LinkedIn bereiten den Anruf vor oder folgen ihm. Allein trägt kein Kanal die gesamte Akquise.
Wie viele Kontakte braucht man für einen Neukunden?
Das hängt von Zielgruppe und Angebot ab. Das Praxisbeispiel dieses Beitrags nennt 300 Adressen für 9 Termine. Berechnen Sie Ihre Zahl aus Ihrer eigenen Quote, bevor Sie ein Ziel setzen.
Wie lange dauert es, bis aktive Akquise Wirkung zeigt?
Erste Termine kommen oft in den ersten zwei bis drei Wochen. Verlässliche Zahlen entstehen nach etwa sechs Wochen mit gleichbleibender Ansprache. Vorher sind die Zahlen zu klein für einen Schluss.
Welche Kennzahlen zählen bei der Kundenakquise?
Kontakte je Woche, Gespräche mit dem Zuständigen, Termine und stattgefundene Termine. Die Abschlussquote kommt danach. Wer nur Abschlüsse zählt, erkennt zu spät, wo die Akquise hängt.
Ist aktive Kundenakquise rechtlich erlaubt?
Im B2B ist Ansprache nicht automatisch unzulässig, sie braucht aber eine Grundlage nach § 7 UWG. Stand Oktober 2026, keine Rechtsberatung. Prüfen Sie die Rechtslage je Kanal, bevor Sie die Liste nutzen.
Wann lohnt sich aktive Akquise nicht?
Wenn Angebot, Nutzen und Zielgruppe noch nicht klar sind, verbrennen Sie Kontakte. Klären Sie zuerst, wen Sie ansprechen und warum, dann beginnen Sie die Akquise.
Kann man die Kundenakquise auslagern?
Ja, Telefonagenturen übernehmen das Anrufen und die Terminvereinbarung. Der Vertrieb bleibt für das Gespräch zum Angebot zuständig. Vereinbaren Sie vorher, welche Daten die Agentur sieht und wie sie berichtet.
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