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Bestandskundenpflege: Maßnahmen, die Kunden halten

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt7 Abschnitte
  1. 01Was gehört zur Bestandskundenpflege?
  2. 02Welche Maßnahmen wirken?
  3. 03Praxisbeispiel: Lüftungstechnik für Bäckereien
  4. 04Rechnung: Was bringt ein Prozent weniger Abwanderung?
  5. 05Wann Bestandskundenpflege nichts bringt
  6. 06Checkliste für den Start
  7. 07Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Bestandskundenpflege hält Kunden, wenn es feste Kontaktpunkte, einen bekannten Ansprechpartner und Anlässe aus der Kaufhistorie gibt. Ein Plan mit diesen drei Teilen wirkt besser als jede einzelne Aktion wie ein Rabatt oder ein Newsletter.

Dieser Beitrag stammt von Juli 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Stand: Oktober 2026. Die Zahlen im Praxisbeispiel und in der Rechnung sind Annahmen.

Was gehört zur Bestandskundenpflege?

Bestandskundenpflege umfasst alle Kontakte, die einen bestehenden Kunden zwischen zwei Käufen betreuen. Das reicht vom Quartalsgespräch bis zur Antwort auf eine Reklamation. Entscheidend ist, dass der Kontakt geplant ist und nicht erst entsteht, wenn der Kunde sich meldet.

Der Unterschied zur Neukundenakquise liegt im Ausgangspunkt. Der Bestandskunde kennt Sie, hat Erfahrungen mit Ihrem Angebot und hat eine Erwartung an die Antwortzeit. Diese Erwartung ist der häufigste Grund für Abwanderung: Anfragen bleiben liegen, und der Kunde sucht sich einen anderen Anbieter.

Welche Maßnahmen wirken?

Vier Maßnahmen lassen sich mit wenig Aufwand einführen und messen:

  • Fester Ansprechpartner. Jeder Kunde hat eine Person, die er namentlich kennt.
  • Antwortzeit als Zusage. Eine Rückmeldung innerhalb von einem Werktag, auch wenn die Antwort noch fehlt.
  • Quartalsgespräch mit Kunden mit hohem Umsatz. Ein Termin mit Blick auf Bedarf und Erfahrungen.
  • Ein Satz Feedback nach jedem Auftrag. Die Antwort wird im CRM gespeichert und einmal pro Woche ausgewertet.

Rabatte wirken kurzfristig und binden wenig. Kunden kaufen den Preis, nicht die Beziehung. Setzen Sie Rabatte nur gezielt ein, wenn ein Kunde nachweislich abwandert.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
Testprojekt konfigurieren

Praxisbeispiel: Lüftungstechnik für Bäckereien

In einem Projekt für einen Hersteller von Lüftungsanlagen für Bäckereien betreute das Vertriebsteam 230 Bestandskunden ohne festen Plan. Anfragen wurden im Schnitt nach vier Werktagen beantwortet, und 11 Prozent der Kunden wechselten innerhalb eines Jahres zu einem anderen Anbieter.

Im nächsten Jahr erhielt jeder Kunde einen festen Ansprechpartner und eine Antwortzusage von einem Werktag. Die 40 größten Kunden bekamen ein Quartalsgespräch. Die Abwanderung sank auf 6 Prozent.

Rechnung: Was bringt ein Prozent weniger Abwanderung?

Die Rechnung nutzt Annahmen, die Sie mit Ihren Zahlen ersetzen:

Rechnung: Was bringt ein Prozent weniger Abwanderung?
PositionAnnahmeErgebnis
Bestandskunden230230
Jahresumsatz je Kunde9.000 Euro2.070.000 Euro
Abwanderung vorher11 Prozent25 Kunden, 225.000 Euro
Abwanderung nachher6 Prozent14 Kunden, 126.000 Euro
Gehaltene Umsätze je JahrIhr Ergebnis99.000 Euro

Stellen Sie dem Ergebnis die Stunden gegenüber, die der Plan kostet. Eine Stunde pro Kunde und Quartal ergibt bei 230 Kunden 230 Stunden, also rund anderthalb Monate Vollzeit bei 160 Stunden im Monat. Rechnen Sie das mit Ihrem Stundensatz durch, bevor Sie den Plan ausrollen.

Wann Bestandskundenpflege nichts bringt

  • Das Produkt verliert Kunden. Ein Quartalsgespräch überdeckt keine schlechte Lieferung.
  • Die Antwortzeit ist nicht einzuhalten. Eine Zusage, die Sie nicht halten, schadet mehr als keine Zusage.
  • Der Bestand ist ohne Umsatz. Dann liegt der Hebel in der Preisstruktur oder im Sortiment.
  • Es gibt keinen Anlass. Ohne Anlass wirkt jeder Kontakt wie Werbung.

Wenn Ihr Team die Telefonpflege nicht leisten kann, übernimmt KRAUSS auf Wunsch die Telefonebene und die Terminierung. Die Auswahl der Kunden, der Anlass und die Zusagen bleiben bei Ihnen. Mehr dazu auf der Geldseite zur Telefonakquise.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
Testprojekt konfigurieren

Checkliste für den Start

  • Jeder Kunde hat einen namentlich bekannten Ansprechpartner.
  • Die Antwortzeit ist festgelegt und wird gemessen.
  • Die fünf größten Kunden haben einen Termin im nächsten Quartal.
  • Ein Feedbacksatz nach jedem Auftrag ist eingerichtet.
  • Die Abwanderung ist mit Ausgangswert erfasst.
  • Ein Verantwortlicher prüft die Auswertung jede Woche.

Wie Sie Bestandskunden telefonisch reaktivieren, beschreibt der Leitfaden zur Reaktivierung. Die Vorbereitung für einen Anruf steht in der Checkliste zur Telefonakquise.

Häufig gestellte Fragen

Was gehört zur Bestandskundenpflege?

Feste Kontaktpunkte wie ein Quartalsgespräch, Anlässe aus der Kaufhistorie, eine Antwort auf jede Rückfrage innerhalb eines festen Zeitraums und die Auswertung von Feedback.

Welche Maßnahme bindet Bestandskunden am stärksten?

Es gibt keine universelle Antwort. Die meisten Kunden bleiben, wenn der Ansprechpartner bekannt ist, Anfragen schnell beantwortet werden und der Anlass passt. Messen Sie die Abwanderung je Maßnahme.

Wie oft sollte ich Bestandskunden kontaktieren?

Richten Sie den Takt am Anlass aus. Ein Quartalsgespräch mit umsatzstarken Kunden und eine jährliche Information für alle anderen ist ein gängiger Rahmen.

Ist Bestandskundenpflege günstiger als Neukundengewinnung?

Meist ja, weil der Kontakt besteht. Ob es sich rechnet, zeigt Ihre Rechnung mit eigenen Stunden und Kundenwerten.

Welche Rolle spielt Feedback bei der Pflege?

Feedback zeigt, wo Kunden abwandern. Fragen Sie nach jedem Auftrag einen Satz zur Zufriedenheit und werten Sie die Antworten wöchentlich aus.

Brauche ich dafür ein CRM?

Ab einigen Dutzend Kunden empfiehlt sich ein CRM, weil Kontaktpunkte und Wiedervorlagen sonst verloren gehen. Die Strategie bleibt Ihre Aufgabe.

Wann bringt Bestandskundenpflege nichts?

Wenn das Produkt Kunden verliert, wenn Lieferung oder Qualität nicht stimmen oder wenn der Bestand keinen Umsatz bringt. Dann verbessern Sie zuerst das Angebot.

Wie beginne ich mit der Bestandskundenpflege?

Mit einer Liste der fünf größten Kunden, einem festen Ansprechpartner je Kunde und einem Termin im Kalender für das nächste Quartal.

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Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

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