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DMU Mapping: Strategien zur Optimierung von Vertriebsergebnissen

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt9 Abschnitte
  1. 01Was ist eine DMU und welche Rollen gehören dazu?
  2. 02Wie erstellen Sie ein DMU-Mapping in fünf Schritten?
  3. 03Warum scheitert das Mapping oft am Gatekeeper?
  4. 04Praxisbeispiel: Aus zwei Namen wurden sieben
  5. 05Wie viel Aufwand kostet ein Mapping, und lohnt er sich?
  6. 06Wann lohnt sich ein DMU-Mapping nicht?
  7. 07Wie passt das Mapping zur Telefonakquise?
  8. 08Checkliste für Ihr DMU-Mapping
  9. 09Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Ein DMU-Mapping hält fest, welche Personen in einem Unternehmen über einen Kauf mitentscheiden, welche Rolle jede spielt und auf welchem Weg Sie sie erreichen. Wer diese Karte vor dem ersten Anruf zeichnet, spricht seltener die falsche Person an und verliert weniger Zeit an Zuständigkeitsschleifen.

Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Stand: Oktober 2026. Die Begriffe folgen dem Buying Center, wie es im Wissensbereich erklärt wird.

Was ist eine DMU und welche Rollen gehören dazu?

Die Decision-Making-Unit (DMU), im Einkauf oft Buying Center genannt, ist die Gruppe von Personen, die einen Kauf vorbereitet, bewertet oder freigibt. Vier Rollen tauchen in fast jedem Konto auf, auch wenn nicht jede davon einen Titel trägt, der im CRM steht.

  • Entscheider gibt das Budget frei oder unterschreibt.
  • Beeinflusser prüft die Fachfrage, etwa Technik oder Qualitätssicherung, und gibt eine Empfehlung ab.
  • Nutzer arbeitet später mit dem Ergebnis, etwa die Küchenleitung oder das Lager.
  • Gatekeeper entscheidet, wer überhaupt ein Gespräch bekommt, etwa das Sekretariat oder die Zentrale.

Die Rollen hängen nicht am Titel. Eine Küchenleitung kann zugleich Nutzer und Beeinflusser sein, und eine Einkaufsleitung kann einen Vorschlag nur vorbereiten, ohne ihn zu bewilligen.

Wie erstellen Sie ein DMU-Mapping in fünf Schritten?

Sie tragen je Konto die bekannten Personen in eine Tabelle ein, ordnen jede einer Rolle zu und markieren die Lücken. Bei öffentlich zugänglichen Quellen dauert das für ein Konto meist 30 bis 45 Minuten.

  1. Sammeln Sie Namen aus Website, Pressemitteilungen, Stellenanzeigen und LinkedIn. Notieren Sie Quelle und Datum.
  2. Ordnen Sie jede Person einer Rolle zu. Hat eine Person zwei Rollen, notieren Sie beide.
  3. Bewerten Sie den Einfluss auf den Kauf mit hoch, mittel oder gering und begründen Sie die Stufe in einem Satz.
  4. Markieren Sie die Lücken, etwa eine fehlende Technik oder eine Einkaufsleitung ohne Namen, und setzen Sie dafür eine Suche an.
  5. Legen Sie fest, wer den ersten Kontakt übernimmt, über welchen Anlass und mit welcher Person.
Wie erstellen Sie ein DMU-Mapping in fünf Schritten?
RolleTypische PositionFrage, die sie beantworten mussNächster Schritt
EntscheiderGeschäftsführung, EinkaufsleitungLohnt sich das für uns?Gespräch mit einem klaren Nutzen und einer Zahl
BeeinflusserTechnik, Qualität, FachabteilungPasst das in unseren Prozess?Kurze Fachfrage und passende Unterlagen
NutzerKüche, Lager, FilialeErleichtert das meine Arbeit?Beispiel aus dem Alltag
GatekeeperSekretariat, ZentraleWer soll angenommen werden, und wozu?Anlass nennen und den Weg zur Rolle erfragen

Quelle: Einordnung der Redaktion, Stand Oktober 2026.

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Warum scheitert das Mapping oft am Gatekeeper?

Der Gatekeeper scheitert nicht an der Karte, sondern am fehlenden Anlass. Wer ohne Grund anruft, landet im Postfach. Nennen Sie in einem Satz den Anlass, etwa eine Änderung im Betrieb oder eine Frage zu einer Zertifizierung, und bitten Sie um die Zuständigkeit, nicht um einen Namen.

Ein Mapping hilft hier doppelt. Sie wissen vorab, welche Abteilung zuständig ist, und Sie können die Frage stellen, die der Gatekeeper beantworten darf.

Praxisbeispiel: Aus zwei Namen wurden sieben

In einem Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik standen im CRM zunächst zwei Namen: die Geschäftsführung und ein Vertriebsleiter. Das Team ergänzte die Karte um Küchenplanung, Einkauf, Betriebsleitung und zwei Beeinflusser aus der Technik. Danach standen sieben Personen im Konto, vier davon mit eindeutiger Rolle.

Die Anrufe richteten sich in der Folgewoche auf die Rolle und nicht mehr nur auf die Geschäftsführung. Aus 14 Anrufen auf eine Rolle entstanden 6 Erstgespräche. Vorher führten 25 Anrufe auf die Geschäftsführung zu 3 Gesprächen. Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet.

Wie viel Aufwand kostet ein Mapping, und lohnt er sich?

Rechnen Sie den Aufwand gegen den Wert eines Gesprächs. Die folgenden Werte sind Annahmen und nicht gemessen.

  • Annahme: Ihre Zielliste hat 40 Konten, je Konto kartieren Sie 30 Minuten. Das ergibt 20 Stunden Recherche.
  • Annahme: Heute führt jedes vierte Konto zu einem Erstgespräch (40 mal 1/4 gleich 10 Gespräche).
  • Annahme: Mit der Karte führt jedes dritte Konto zu einem Erstgespräch (40 mal 1/3, gerundet 13 Gespräche).
  • Ergebnis: 3 zusätzliche Gespräche für 20 Stunden, also rund 6,7 Stunden je Gespräch.

Ob sich das lohnt, entscheidet Ihr Abschlusswert. Multiplizieren Sie den Wert eines Abschlusses mit Ihrer Abschlussquote aus den Gesprächen. Liegt der Betrag je Gespräch deutlich über dem Aufwand, lohnt sich die Karte. Liegt er darunter, kürzen Sie die Liste auf die Konten mit den größten Aufträgen.

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Wann lohnt sich ein DMU-Mapping nicht?

Bei einem Ein-Personen-Betrieb mit einem einzigen Entscheider ist die Karte Zeitverlust, weil es keine Rollen zu verteilen gibt. Auch bei Kleinaufträgen, deren Wert kaum über der Recherchezeit liegt, rechnet sich das Mapping selten.

Eine Karte ohne Gespräch ist außerdem nur eine Liste. Wer das Mapping anlegt und danach nicht anruft, lernt nichts über die Entscheidungswege. Ohne eine klar beschriebene Zielgruppe fehlt die Grundlage, denn die Karte beschreibt Konten und keine Märkte.

Wie passt das Mapping zur Telefonakquise?

Das Mapping liefert die Namen und Rollen, die ein erster Anruf braucht. Wer die Telefonebene an einen Dienstleister übergibt, sollte die Karte vorab übergeben, damit der erste Anruf die richtige Rolle erreicht. KRAUSS übernimmt die Telefonebene und die Terminierung. Die Leistung beschreibt die Seite Telefonakquise.

Die Gesprächsführung für die einzelnen Rollen steht im Leitfaden Entscheider finden und erreichen. Die Vorlage für die Zielgruppe finden Sie im Zielgruppen-Check.

Checkliste für Ihr DMU-Mapping

  • Konto, Quelle und Datum sind je Person notiert.
  • Jede Person hat eine Rolle, Doppelrollen sind vermerkt.
  • Der Einfluss ist als hoch, mittel oder gering begründet.
  • Jede Lücke hat einen Suchauftrag.
  • Erster Kontakt, Anlass und Ansprechperson stehen fest.
  • Die Karte wird nach 90 Tagen erneut geprüft.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine DMU?

Die Decision-Making-Unit (DMU) ist die Gruppe von Personen, die einen Kauf vorbereitet, bewertet oder freigibt. Im Einkauf heißt sie oft Buying Center. Sie umfasst fast immer einen Entscheider, mindestens einen Beeinflusser, einen Nutzer und einen Gatekeeper.

Wie viele Personen gehören zu einer DMU?

Die Zahl hängt vom Betrag, vom Risiko und von der Zahl der betroffenen Abteilungen ab. Eine Zahl für alle Branchen gibt es nicht, und Sie sollten sie für jedes Konto selbst schätzen. Schätzen Sie die Zahl vor dem ersten Gespräch und korrigieren Sie sie nach dem Erstkontakt.

Wer ist der Entscheider in einer DMU?

Der Entscheider gibt das Budget frei oder unterschreibt. Das ist oft die Geschäftsführung oder die Einkaufsleitung, bei kleineren Summen manchmal die Fachabteilung. Prüfen Sie im Gespräch, wer das Budget tatsächlich bewilligt.

Wie finde ich die Namen für ein DMU-Mapping?

Nutzen Sie die Website des Unternehmens, Pressemitteilungen, Stellenanzeigen und LinkedIn. Notieren Sie zu jedem Namen die Quelle und das Datum. Namen aus Quellen ohne Datum prüfen Sie vor dem Anruf erneut.

Wie unterscheidet sich ein Gatekeeper vom Entscheider?

Der Gatekeeper entscheidet, wer ein Gespräch bekommt, nicht über den Kauf. Typisch sind Sekretariat, Zentrale oder ein Assistent. Mit dem Gatekeeper sprechen Sie über Anlass und Zuständigkeit, nicht über das Produkt.

Wie oft sollte ich ein Mapping aktualisieren?

Prüfen Sie die Karte alle 90 Tage und nach jedem Stellenwechsel im Konto. In Konten mit laufenden Gesprächen reicht eine Prüfung je Monat. Veraltete Namen kosten mehr Zeit als fehlende.

Braucht ein DMU-Mapping ein CRM?

Nein. Eine Tabelle genügt für den Anfang. Ein CRM hilft, wenn mehrere Personen dieselben Konten bearbeiten. Wichtig ist, dass jede Rolle, Quelle und jedes Datum an einer Stelle steht.

Wann lohnt sich ein DMU-Mapping nicht?

Bei Kaufentscheidungen mit einem einzigen Entscheider und kleinem Auftragswert lohnt sich die Recherche selten. Auch eine Karte ohne Gespräch bringt nichts. Ein Mapping lohnt sich dann, wenn mehrere Personen mitentscheiden und der Auftragswert die Zeit deckt.

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