Zum Inhalt springen

BlogKaltakquise

Kaltakquise LinkedIn: Strategien für den Erstkontakt im B2B

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt8 Abschnitte
  1. 01Wie funktioniert Kaltakquise auf LinkedIn?
  2. 02Welche Schritte gehören zu einer LinkedIn-Kampagne?
  3. 03Wie sieht eine gute Erstnachricht aus?
  4. 04Praxisbeispiel: Weniger Anfragen, mehr Antworten
  5. 05Rechnung: Wie viele Anfragen brauchen Sie?
  6. 06Wann passt LinkedIn nicht?
  7. 07Checkliste für die LinkedIn-Kaltakquise
  8. 08Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Kaltakquise auf LinkedIn gelingt, wenn Sie wenige, gut recherchierte Entscheider anschreiben, mit einer kurzen Nachricht einen konkreten Anlass nennen und nach einer Woche nachfassen. Massenanfragen mit Standardtext bringen auf LinkedIn wenig und schaden dem Profil.

Dieser Beitrag stammt von März 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Stand: Oktober 2026.

Wie funktioniert Kaltakquise auf LinkedIn?

Auf LinkedIn sehen Sie Berufsrolle, Unternehmen und oft aktuelle Beiträge eines Entscheiders. Das macht die Ansprache relevanter als eine kalte Mail ohne Kontext. Gleichzeitig sind Aufmerksamkeit und Nachrichtenfenster begrenzt: Wer zu viele Anfragen verschickt, wird ignoriert oder gemeldet.

Der Kanal eignet sich besonders für Entscheider, die auf LinkedIn aktiv sind, und für Angebote, die einen Gesprächseinstieg über Fachthemen brauchen. Für schnelle Terminvereinbarungen ist das Telefon meist effizienter. Beide Kanäle ergänzen sich.

Welche Schritte gehören zu einer LinkedIn-Kampagne?

  1. Zielliste bauen. Wählen Sie Rollen und Unternehmen nach Ihrer Zielgruppenbeschreibung aus. Der Sales Navigator hilft bei der Filterung, eine kostenlose Suche reicht für kleine Listen.
  2. Profil prüfen. Ihr Profil muss in fünf Sekunden zeigen, wem Sie helfen und womit. Eine klare Überschrift schlägt ein Logo ohne Aussage.
  3. Anlass recherchieren. Ein Beitrag, eine Stellenanzeige oder eine Neuigkeit des Unternehmens liefert den Grund für die Nachricht.
  4. Erstnachricht senden. Zwei bis drei Sätze, ein Anlass, ein Nutzen, eine Frage.
  5. Nachfassen. Nach einer Woche ohne Antwort eine zweite kurze Nachricht mit einem neuen Aspekt, nicht die gleiche Bitte.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
Testprojekt konfigurieren

Wie sieht eine gute Erstnachricht aus?

Eine gute Erstnachricht nennt den Anlass in der ersten Zeile, benennt einen Nutzen mit einer Zahl oder einem Beispiel und endet mit einer Frage, die sich mit Ja oder einem Terminvorschlag beantworten lässt. Verzichten Sie auf Floskeln wie "ich würde mich freuen". Die Nachricht sollte unter 60 Wörtern bleiben.

Praxisbeispiel: Weniger Anfragen, mehr Antworten

In einem Projekt für einen Dienstleister der Gebäudereinigung in Industriebetrieben schrieb ein Vertriebsmitarbeiter 90 Einkaufsleiter auf LinkedIn an. Die erste Serie war ein allgemeiner Text ohne Anlass: 4 Antworten, keine Termine. In der zweiten Serie stand ein Anlass im ersten Satz, etwa eine Erweiterung der Produktion in der Region, und die Nachricht blieb unter 60 Wörtern: 13 Antworten, 5 davon führten zu einem Gespräch, 3 zu einem Termin.

Die Zahlen sind anonymisiert und zeigen den Effekt des Anlasses, nicht einen Durchschnitt auf LinkedIn.

Rechnung: Wie viele Anfragen brauchen Sie?

Die Rechnung hilft bei der Planung. Die Werte sind Annahmen:

  • 50 Anfragen pro Woche (Annahme)
  • 20 Prozent Annahmequote (Annahme), 10 Annahmen
  • 25 Prozent Antwortquote auf die Erstnachricht (Annahme), rund 2 Antworten
  • 1 Termin aus 2 Antworten (Annahme)

Mit diesen Werten entstehen pro Woche etwa 1 bis 2 Termine. Steigt die Annahmequote, steigt auch die Zahl der Antworten. Die Antwortquote hängt meist am Anlass und nicht an der Länge der Nachricht.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
Testprojekt konfigurieren

Wann passt LinkedIn nicht?

  • Wenn Ihre Zielgruppe auf LinkedIn kaum aktiv ist. Prüfen Sie das an fünf bis zehn Profilen, bevor Sie eine Kampagne planen.
  • Wenn Sie keine Zeit für individuelle Nachrichten haben. Massenhafte Standardnachrichten führen zu Meldungen und zu einem schlechten Ruf.
  • Wenn Sie Kontakte über Kanäle ansprechen wollen, für die Sie keine Grundlage haben. Die rechtlichen Grenzen für Werbung gegenüber Unternehmen regelt § 7 UWG (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026, keine Rechtsberatung). Prüfen Sie außerdem die Nutzungsbedingungen der Plattform.

Checkliste für die LinkedIn-Kaltakquise

  • Zielliste mit Rollen, Unternehmen und Anlass erstellt
  • Profil mit klarer Überschrift und Angebot aktualisiert
  • Erstnachricht unter 60 Wörtern, mit Anlass und Frage
  • Nachfassen nach einer Woche eingeplant
  • Antworten, Gespräche und Termine je Serie gezählt

Den Gesamtablauf über mehrere Kanäle zeigt der Leitfaden zur Multikanal-Kaltakquise. Für die Mail-Variante gibt es eine Checkliste zur Kaltakquise-Mail.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Anfragen pro Tag sind auf LinkedIn sinnvoll?

Halten Sie das Volumen klein und individuell. Zehn gut vorbereitete Anfragen am Tag sind meist wirksamer als fünfzig Standardtexte.

Lohnt sich der LinkedIn Sales Navigator?

Er lohnt sich, wenn Sie regelmäßig Listen nach Rolle, Unternehmensgröße und Region filtern. Für wenige Kontakte im Monat genügt die kostenlose Suche.

Wie lange soll ich auf eine Antwort warten?

Eine Woche bis zum Nachfassen ist üblich. Nach einer zweiten Nachricht ohne Antwort pausieren Sie die Kontaktaufnahme für mindestens einige Wochen.

Sind Videonachrichten wirksamer?

Nicht automatisch. Eine kurze Textnachricht mit konkretem Anlass ist die Standardform. Testen Sie Videos nur, wenn Sie die Antwortquote vergleichen können.

Was schreibe ich bei der Nachfassnachricht?

Einen neuen Aspekt, etwa eine Referenz aus der Branche, und eine einfache Frage. Die Bitte um Zeit sollte sich von der ersten Nachricht unterscheiden.

Kann ich LinkedIn und Telefon kombinieren?

Ja. Eine Erstnachricht auf LinkedIn kann den Anruf vorbereiten. Nennen Sie im Gespräch den Bezug, damit der Gesprächspartner die Verbindung erkennt.

Woran erkenne ich, dass die Kampagne wirkt?

An der Kette Anfragen, Annahmen, Antworten, Gespräche und Termine. Prüfen Sie diese Zahlen wöchentlich und ändern Sie pro Woche einen Punkt.

Wann sollte ich die Kaltakquise auslagern?

Wenn die Zielgruppe klar ist, die Nachrichten standardisiert werden können und Ihr Team die Zeit nicht aufbringt. Der Beitrag zu Vertrieb auslagern zeigt die Abwägung.

Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügenSehen Sie KRAUSS-Artikel häufiger in Google Top Stories und KI-Antworten (öffnet Google in neuem Fenster)

Weiterlesen

Alle Artikel im Blog

Das Wissen haben Sie. Die Termine vereinbaren wir.

Kein Verkaufsgespräch. In 15 Minuten klären wir, ob Ihre Zielgruppe telefonisch erreichbar ist und wie ein Testprojekt aussieht.

Ihr nächster Schritt

Startklar
  1. 01Testprojekt konfigurieren60 Sekunden
  2. 02Gespräch mit Jesse Klotz15 Minuten
  3. 03Zielgruppe und Leitfadengemeinsam
  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
Lieber anrufen?+49 8191 93759-00