Inhalt9 Abschnitte
- 01Wie fragen Sie einen Kundenbesuch an? Aufbau und Beispiele
- 02Wie sieht eine Besuchsanfrage am Telefon und per E-Mail aus?
- 03Was kostet ein ausgefallener Besuch? Eine Beispielrechnung
- 04Praxisbeispiel: Agenda in der Bestätigung
- 05Wann sollten Sie keinen Besuch anfragen?
- 06Rechtlicher Hinweis zu Angeboten
- 07Kundenbesuch anfragen: Checkliste
- 08Wer vereinbart Ihre Kundenbesuche?
- 09Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Einen Kundenbesuch fragen Sie an mit vier Angaben: Anlass, Nutzen für den Kunden, Dauer und zwei Terminvorschläge. Am Telefon gelingt die Anfrage häufiger als per E-Mail, die Bestätigung schicken Sie schriftlich.
Dieser Beitrag stammt von März 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Ein Besuch bindet keine Seite, ein später folgendes Angebot bindet den Anbieter nach § 145 BGB.
Wie fragen Sie einen Kundenbesuch an? Aufbau und Beispiele
Eine Besuchsanfrage hat vier Bausteine. Fehlt einer, sinkt die Zusage, weil der Kunde nachfragen muss.
| Baustein | Aufgabe | Beispiel |
|---|---|---|
| Anlass | Warum jetzt, warum dieser Kunde | "Sie haben im Frühjahr eine zweite Linie eröffnet." |
| Nutzen | Was der Kunde im Gespräch erfährt | "Ich zeige Ihnen, wie Betriebe ähnlicher Größe die Umrüstzeit von 45 auf 15 Minuten senken." |
| Dauer | Zeitrahmen, damit der Kunde planen kann | "Rund 30 Minuten." |
| Termin | Zwei konkrete Vorschläge | "Dienstag um 10 Uhr oder Mittwoch um 14 Uhr?" |
Tabelle: Bausteine einer Besuchsanfrage, Redaktion aus Projekterfahrung, Stand 10/2026
Eine Anfrage ohne Dauer und ohne Terminvorschlag erzeugt Rückfragen. Wie das Gespräch bis zum Termin geführt wird, steht im Leitfaden Verkaufstermin vereinbaren, der Begriff im Glossar unter Terminvorschlag.
Wie sieht eine Besuchsanfrage am Telefon und per E-Mail aus?
Am Telefon fragen Sie nach dem Besuch im letzten Drittel des Gesprächs, nach Bedarf und Entscheider. Per E-Mail schicken Sie die Anfrage nach einem Gespräch oder an einen bekannten Kontakt.
Am Telefon: "Ich schlage vor, dass ich Ihnen die Zahlen bei einem Besuch zeige. Das dauert 30 Minuten. Passt Ihnen Dienstag um 10 Uhr oder Mittwoch um 14 Uhr?"
Per E-Mail: Betreff: Besuch am Dienstag, Ihre Umrüstzeiten
Guten Tag Herr [Name], wie besprochen: Ich komme am Dienstag um 10 Uhr für 30 Minuten zu Ihnen und zeige die Zahlen zur Umrüstzeit. Wer aus Ihrem Haus sollte dabei sein? Falls der Termin nicht passt, nennen Sie mir bitte zwei Alternativen.
Der Besuch beginnt mit einer Agenda, die Sie vorab mitschicken. Kalte E-Mails ohne vorherige Einwilligung sind im B2B nicht erlaubt, siehe Ratgeber Kaltakquise im B2B, Stand 10/2026. Keine Rechtsberatung.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was kostet ein ausgefallener Besuch? Eine Beispielrechnung
Ein Ausfall kostet im Beispiel rund 316 Euro, bei 100 Besuchen im Quartal und 20 Prozent Ausfall sind das 6.320 Euro. Alle Werte sind Annahmen, setzen Sie Ihre eigenen ein.
| Posten | Ohne Bestätigungsroutine | Mit doppelter Bestätigung |
|---|---|---|
| Besuche im Quartal | 100 | 100 |
| Ausfallquote | 20 Prozent | 8 Prozent |
| Ausgefallene Besuche | 20 | 8 |
| Kosten je Besuch (Fahrzeit 2 Stunden, Gespräch 1,5 Stunden, 80 Euro je Stunde, 120 km zu 0,30 Euro) | 316 Euro | 316 Euro |
| Verlust durch Ausfälle | 6.320 Euro | 2.528 Euro |
| Unterschied | 3.792 Euro im Quartal |
Rechnung: Kosten ausgefallener Besuche, alle Werte als Annahme, Stand 10/2026
Eine zweite Bestätigung am Vortag kostet Minuten, ein Ausfall mehrere Stunden. Das Glossar erklärt die doppelte Terminbestätigung und den No-Show.
Praxisbeispiel: Agenda in der Bestätigung
In einem Projekt für einen Hersteller von Kältetechnik schickten wir für 50 Termine eine Standardbestätigung ("Termin am Dienstag um 10 Uhr"). 38 Termine fanden statt (76 Prozent). Für weitere 50 Termine bestand die Bestätigung aus drei Zeilen Agenda, der Angabe, wer teilnehmen sollte, und einer Erinnerung am Vortag. 46 Termine fanden statt (92 Prozent).
Die Agenda gab dem Kunden einen Grund, den Termin zu halten, und zeigte, dass der Besuch vorbereitet war. Die Zahlen zeigen die Richtung, prüfen Sie Ihre Werte über 30 Termine.
Wann sollten Sie keinen Besuch anfragen?
Ein Besuch ist nicht immer der richtige Schritt. Die Grenzen:
- Kleiner Auftragswert: Bei einem Auftragswert unter 1.000 Euro trägt ein Besuch mit 316 Euro Kosten nicht. Ein Videotermin genügt.
- Kein Bedarf geklärt: Ohne Anlass und Nutzen wirkt die Anfrage wie ein Vertreterbesuch.
- Zu weit entfernt: Bei 300 km Anfahrt rechnet sich der Besuch erst im zweiten Termin. Das Erstgespräch läuft besser per Video.
- Entscheider fehlt: Wer ohne den Entscheider fährt, fährt zweimal.
- Kunde wünscht keinen Besuch: Nach einem klaren Nein folgt eine Wiedervorlage, keine zweite Anfrage.
Wann Video den Besuch ersetzt, zeigt der Beitrag Inside Sales.
Termine mit Kaufinteresse
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- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Rechtlicher Hinweis zu Angeboten
Ein Besuch oder eine Anfrage bindet keinen Beteiligten. Ein Angebot bindet den Anbieter, es sei denn, er hat die Bindung ausgeschlossen: Wer einem anderen den Vertragsschluss anträgt, ist an den Antrag gebunden (§ 145 BGB, Abruf am 06.10.2026). Formulieren Sie Angebote nach der Besuchsanfrage deshalb mit Frist und Hinweis zur Bindung. Keine Rechtsberatung, im Zweifel fragen Sie Ihre Rechtsberatung.
Kundenbesuch anfragen: Checkliste
- Anlass, Nutzen und Dauer in je einem Satz formuliert.
- Zwei Terminvorschläge im Kalender geprüft, mit Fahrzeit.
- Teilnehmer beim Kunden abgefragt (Entscheider dabei?).
- Bestätigung mit Agenda und Teilnehmern am selben Tag geschickt.
- Zweite Bestätigung am Vortag (kurz, per E-Mail oder Anruf).
- Vorbereitung nach dem Briefing, siehe Checkliste Briefing Terminierung.
- Nach dem Besuch Ergebnis und nächsten Schritt im CRM.
Wie Sie am Telefon an den Entscheider kommen, beschreibt der Leitfaden Vorzimmer überwinden. Einwände auf einer Seite: Einwand-Spickzettel.
Wer vereinbart Ihre Kundenbesuche?
Ein externes Team übernimmt die Anfrage am Telefon, die Bestätigung und die zweite Bestätigung am Vortag. Sie bekommen Termine mit Agenda im Kalender Ihres Außendienstes. Mehr unter Telefonakquise und im Überblick B2B-Terminvereinbarung. Preise stehen unter Preise.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
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- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Häufig gestellte Fragen
Welchen Nutzen nennt man in einer Besuchsanfrage zuerst?
In einer Besuchsanfrage steht der Nutzen für den Kunden vor dem Anlass des Besuchs. Ein Satz mit einem konkreten Ergebnis, das der Kunde gewinnt, reicht als Einstieg. Danach nennen Sie Dauer und Teilnehmer, damit der Kunde den Aufwand einschätzen kann.
Wie vermeidet man, dass ein vereinbarter Besuch ausfällt?
Eine Bestätigung kurz vor dem Termin mit Agenda und Ansprechpartner senkt das Risiko eines Ausfalls. Wer den Termin bestätigt, zeigt Verbindlichkeit und gibt dem Kunden Zeit zur Vorbereitung. Eine zweite kurze Erinnerung am Vortag ist ein sinnvoller Zusatz und kostet nur einen Moment.
Was sollte in der Agenda eines Kundenbesuchs stehen?
Die Agenda nennt Ziel, Dauer und Teilnehmer, damit der Kunde sich vorbereiten kann. Drei bis fünf Punkte halten die Besprechung im Rahmen. Ein Hinweis auf offene Fragen des Kunden zeigt, dass Sie seine Themen ernst nehmen und macht das Gespräch konkreter.
Wann genügt ein Telefonat statt eines Kundenbesuchs?
Ein Telefonat genügt, wenn das Thema klar ist und keine Vorführung oder Prüfung vor Ort nötig ist. Ein Besuch lohnt sich, sobald Entscheider persönlich gebraucht werden. Im Zweifel fragen Sie den Kunden direkt, welche Form ihm lieber ist und halten die Antwort im Kalender fest.
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