Inhalt9 Abschnitte
- 01Was gehört in die Checkliste für den Kundenbesuch?
- 02Wie legen Sie Ziel und Agenda eines Kundenbesuchs fest?
- 03Wie führen Sie das Gespräch beim Kunden?
- 04Wie schließen Sie den Besuch ab und bereiten ihn nach?
- 05Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
- 06Was kostet ein Besuch ohne Vorbereitung? Eine Rechnung
- 07Wann trägt die Vorbereitung nicht?
- 08Wie messen Sie, ob Ihre Besuche besser werden?
- 09Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Einen Kundenbesuch bereiten Sie vor, indem Sie vorher ein Ergebnis festlegen, den Entscheider klären, eine Agenda mit drei Punkten senden und die Nachbereitung für denselben Tag einplanen. Das kostet 30 bis 45 Minuten und entscheidet, ob der Besuch einen nächsten Schritt bringt.
Dieser Beitrag stammt von März 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Was gehört in die Checkliste für den Kundenbesuch?
Zehn Punkte genügen. Zwei davon entscheiden den Besuch: das Ergebnis, das nach dem Termin feststehen soll, und die Frage, ob der Entscheider dabei ist. Die Punkte verteilen sich auf den Vortag, den Morgen und den Weg zum Termin.
Checkliste: Kundenbesuch in 10 Punkten, Richtwerte der Redaktion
- Ergebnis in einem Satz formuliert ("Am Ende steht ein Angebotstermin mit der Geschäftsführung")
- Entscheider und weitere Teilnehmer beim Kunden geklärt, am besten telefonisch vorab
- Agenda mit drei Punkten und Dauer an den Kunden gesendet
- Firma geprüft: Website, Pressemeldungen, offene Stellen, Größe und Standorte
- Fünf Fragen zur heutigen Lösung, zum Problem und zur Frist vorbereitet
- Eine Referenz aus der Branche des Kunden bereitgelegt
- Unterlagen auf einen Satz Handout und ein Muster begrenzt
- Anfahrt mit 30 Minuten Puffer geplant, Ansprechpartner und Mobilnummer notiert
- Gesprächsnotiz-Vorlage bereit, zum Beispiel die Gesprächsnotiz für den Kundenbesuch
- Zeitfenster für die Nachbereitung am selben Tag im Kalender blockiert
Die ausführliche Fassung mit Gegenpunkten steht in der Checkliste zur Besuchsvorbereitung.
Wie legen Sie Ziel und Agenda eines Kundenbesuchs fest?
Legen Sie als Ziel ein Ergebnis fest, das Sie überprüfen können: ein Angebotstermin, ein Folgetermin mit dem Entscheider oder eine Entscheidung zu einem Test. "Kennenlernen" ist kein Ziel. Die Agenda hat drei Punkte: Situation des Kunden, Lösungsansatz, nächster Schritt.
Rechnen Sie die Zeit rückwärts. Bei 60 Minuten bleiben 25 für die Fragen an den Kunden, 15 für Ihren Ansatz und 10 für den nächsten Schritt. Die restlichen 10 Minuten fangen Verspätung und Einwände ab. Wer die Hälfte der Zeit selbst spricht, hat vom Kunden zu wenig erfahren.
Zur Vorbereitung gehört die Prüfung des Ansprechpartners. Ist der Entscheider nicht bekannt, klären Sie ihn vor dem Besuch am Telefon. Ein Anruf von fünf Minuten spart einen Besuch ohne Ergebnis. Das ist die Aufgabe der Telefonakquise und Terminvereinbarung: Sie liefert Termine, bei denen Anlass und Entscheider feststehen. Die Grundlagen beschreibt die Seite Kaltakquise.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie führen Sie das Gespräch beim Kunden?
Beginnen Sie mit der Agenda und fragen Sie, ob der Kunde etwas ergänzen möchte. Stellen Sie dann Fragen zur heutigen Lösung, bevor Sie etwas vorstellen. Zeigen Sie nur, was zu einer genannten Schwierigkeit passt.
- Einstieg (5 Minuten): Dank, Agenda, Dauer. Eine Frage zum Kunden, die Ihre Recherche belegt.
- Bedarf (25 Minuten): Wie läuft es heute, was kostet es, wer entscheidet, bis wann? Notieren Sie Zahlen wörtlich. Die Technik beschreibt der Leitfaden Bedarfsanalyse im Erstgespräch.
- Ansatz (15 Minuten): Ein Muster oder eine Referenz zu dem Problem, das der Kunde genannt hat. Nichts anderes.
- Einwände: Fragen Sie nach, bevor Sie antworten ("Woran machen Sie das fest?"). Hinter dem Preiseinwand steckt oft ein unklarer Nutzen.
- Abschluss (10 Minuten): Fassen Sie zusammen und vereinbaren Sie den nächsten Schritt mit Datum.
Wie schließen Sie den Besuch ab und bereiten ihn nach?
Beenden Sie den Termin mit einem Datum, nicht mit "Ich melde mich". Senden Sie am selben Tag eine Mail mit drei Zeilen: was besprochen wurde, was Sie zusagen, wann der nächste Termin stattfindet. Halten Sie den Besuch im Besuchsbericht fest.
Tabelle: Aufgaben nach dem Besuch und Frist, Richtwerte der Redaktion
| Aufgabe | Frist | Ergebnis |
|---|---|---|
| Zusammenfassung an den Kunden | 24 Stunden | Gesprächsstand schriftlich bestätigt |
| Besuchsbericht im CRM | 24 Stunden | Entscheider, Frist und Einwände erfasst |
| Zugesagte Unterlagen senden | 48 Stunden | Zusage eingehalten |
| Nachfassen per Telefon | 3 bis 5 Werktage | Rückmeldung zum Angebot oder Termin |
Quelle: Redaktion, Praxiserfahrung aus Vertriebsprojekten, Stand 10/2026.
Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Anbieter von Verpackungsmaschinen führte der Außendienst im Quartal 24 Erstbesuche. Bei 7 davon stand am Ende ein Angebotstermin oder ein Folgetermin mit dem Entscheider. Bei 9 Besuchen fehlte der Entscheider, bei vielen anderen blieb das Gespräch ohne Ziel.
Das Team führte drei Änderungen ein: Der Entscheider wurde vor dem Besuch telefonisch geklärt, jeder Termin bekam eine Agenda mit drei Punkten, und der Außendienst schrieb am selben Tag die Zusammenfassung. Im folgenden Quartal gab es wieder 24 Erstbesuche. Bei 13 stand am Ende ein Folgetermin, bei 3 fehlte der Entscheider.
Tabelle: Erstbesuche vor und nach der Vorbereitung, Beispielfall
| Kennzahl | Vorher | Nachher |
|---|---|---|
| Erstbesuche im Quartal | 24 | 24 |
| Besuche mit Entscheider | 15 | 21 |
| Besuche mit Folgetermin | 7 | 13 |
Die Zahl der Besuche blieb gleich, die Zahl der Folgetermine stieg. Der Hebel lag in den 45 Minuten vor dem Besuch, nicht im Gespräch selbst.
Termine mit Kaufinteresse
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- Beim Kunden bestätigt[2]
Was kostet ein Besuch ohne Vorbereitung? Eine Rechnung
Ein Besuch kostet ohne Vorbereitung je Folgetermin 800 Euro, mit 30 Minuten Vorbereitung 700 Euro. Die Rechnung folgt den Annahmen unten. Die Zahlen sind Annahmen, setzen Sie die eigenen ein.
Tabelle: Kosten je Folgetermin bei 20 Besuchen im Monat, Annahmen ausgewiesen
| Position | Ohne Vorbereitung | Mit Vorbereitung |
|---|---|---|
| Annahme: Vollkosten Außendienst je Stunde | 80 Euro | 80 Euro |
| Annahme: Zeit je Besuch inklusive Anfahrt | 3 Stunden | 3,5 Stunden |
| Annahme: Besuche mit Folgetermin | 30 Prozent | 40 Prozent |
| Kosten je Besuch | 240 Euro | 280 Euro |
| Kosten 20 Besuche | 4.800 Euro | 5.600 Euro |
| Folgetermine | 6 | 8 |
| Kosten je Folgetermin | 800 Euro | 700 Euro |
Die Quote von 30 auf 40 Prozent ist eine Annahme. Liegt sie in Ihrem Vertrieb bei 33 Prozent, kostet der Folgetermin mit Vorbereitung 848 Euro und die Vorbereitung lohnt sich nicht. Messen Sie die Quote zuerst über ein Quartal.
Wann trägt die Vorbereitung nicht?
Bei Bestandskunden mit festem Rhythmus lohnen 45 Minuten Vorbereitung selten, 15 Minuten genügen. Auch bei Besuchen, die der Kunde ohnehin als Routine ansieht, etwa die jährliche Preisrunde, bringt eine Agenda wenig.
Die Vorbereitung gleicht ein falsches Ziel nicht aus. Sitzt beim Kunden kein Entscheider und kennt ihn der Ansprechpartner nicht, hilft kein Handout. Dann sparen Sie den Besuch und klären erst am Telefon, wer entscheidet. Auch bei sehr kleinen Zielgruppen mit wenigen Besuchen im Jahr lohnt es sich nicht, eine Vorlage zu pflegen. Hier reicht eine Seite Notizen je Kunde.
Wie messen Sie, ob Ihre Besuche besser werden?
Messen Sie drei Werte je Quartal: Anteil der Besuche mit Entscheider, Anteil der Besuche mit Folgetermin und Tage vom Besuch bis zur Zusammenfassung. Wenn der erste Wert steigt und der zweite nicht, liegt das Problem im Gespräch. Steigt keiner, liegt es in der Terminierung.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
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- Beim Kunden bestätigt[2]
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Zeit sollte die Vorbereitung eines Kundenbesuchs kosten?
Planen Sie 30 bis 45 Minuten für einen Erstbesuch ein, bei einem Bestandskunden genügen 15 Minuten. Der größte Teil entfällt auf die Frage, was nach dem Termin entschieden sein soll, nicht auf Recherche.
Soll ich dem Kunden vorab eine Agenda schicken?
Ja, mit drei Punkten und einer Zeitangabe, am besten mit der Terminbestätigung. Die Agenda zeigt dem Kunden, wen er einladen sollte, und gibt Ihnen einen Grund, nach dem Entscheider zu fragen.
Soll ich zum Erstbesuch einen Kollegen mitbringen?
Nur, wenn der Kunde mit mehreren Personen antritt oder ein Fachthema ansteht, das Sie allein nicht beantworten. Sonst wirkt ein Zweiter auf den Kunden wie Druck. Legen Sie vorab fest, wer führt und wer protokolliert.
Was tun, wenn der Entscheider kurzfristig absagt?
Führen Sie den Termin nur durch, wenn der Ansprechpartner den Entscheider kennt und einen Folgetermin mit ihm zusagt. Sonst verschieben Sie, mit zwei Terminvorschlägen in der Absage.
Wie lange darf ein Erstbesuch dauern?
Rechnen Sie mit 45 bis 60 Minuten. Länger lohnt sich nur, wenn der Kunde einen Rundgang oder eine Vorführung wünscht. Nennen Sie die Dauer in der Einladung und halten Sie sie ein.
Wie nutze ich die Checkliste für Videotermine?
Dieselben Punkte gelten, ergänzt um Technikprobe am Vortag, geteilten Bildschirm und eine Notiz mit der Agenda im Blick. Die Nachbereitung binnen 24 Stunden bleibt unverändert.
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