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BlogVerkaufsgespräch

Kundengespräch gestalten: sechs Schritte, die Interesse wecken

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
5 Min. Lesezeit
Inhalt7 Abschnitte
  1. 01Warum scheitern die meisten Verkaufsgespräche am Einstieg?
  2. 02Die sechs Schritte im Gespräch
  3. 03Praxisbeispiel: Frage statt Firmenvorstellung
  4. 04Wann ein Gesprächsaufbau nicht passt
  5. 05Checkliste für das nächste Gespräch
  6. 06Wie hilft KRAUSS beim Gespräch?
  7. 07Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Ein Kundengespräch wird interessant, wenn der Gesprächspartner in den ersten zwei Minuten selbst über sein Problem spricht. Dafür brauchen Sie sechs Schritte: Einstieg, Bedarf, Nutzen, Einwand, Termin und Nachfassen.

Dieser Beitrag stammt von Januar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Jeder Schritt hat eine Frage, die Sie vorab festlegen. Stand: Oktober 2026.

Warum scheitern die meisten Verkaufsgespräche am Einstieg?

Die meisten Gespräche enden nicht im Einwand, sondern in den ersten 30 Sekunden. Der Anrufer stellt sich vor, nennt die Firma und beschreibt das Angebot, bevor der andere weiß, warum er zuhören soll. Der Gesprächspartner schaltet ab, weil er nichts gehört hat, das ihn betrifft.

Ein Einstieg mit einem Anlass hilft. Der Anlass ist eine Beobachtung, eine Veränderung im Markt oder ein Hinweis aus einem Signal. Das Glossar Signalbasierte Ansprache erklärt, woher solche Anlässe kommen.

Die sechs Schritte im Gespräch

Wie gelingt der Einstieg in den ersten 20 Sekunden?

Nennen Sie Ihren Namen, den Grund des Anrufs und eine Frage zur Lage des Gesprächspartners. Beispiel: „Ich rufe an, weil wir in Ihrer Branche oft Ausfälle in der Küche sehen. Wie läuft es bei Ihnen gerade?“ Die Frage holt den Kunden ins Gespräch.

Wie finden Sie den Bedarf heraus?

Stellen Sie drei offene Fragen zur Ursache, zur Folge und zum Zeitpunkt. Notieren Sie die Antworten wörtlich. Der Leitfaden Bedarfsanalyse im Erstgespräch zeigt die Fragen im Detail.

Wie stellen Sie den Nutzen dar?

Nennen Sie nur den Nutzen, den der Kunde in seinen eigenen Worten bestätigt hat. Ein Satz genügt: „Sie sagten, Ausfälle kosten Sie zwei Tage im Monat. Genau dort setzen wir an.“ Lange Produktbeschreibungen wirken wie Werbung und lenken vom Problem ab.

Wie gehen Sie mit dem Einwand um?

Behandeln Sie jeden Einwand als Hinweis auf einen Punkt, den Sie noch nicht verstanden haben. Die Methoden stehen im Beitrag Kundeneinwände behandeln. Der Leitfaden Einwandbehandlung am Telefon enthält die Antworten für die häufigsten Fälle.

Wie vereinbaren Sie den Termin?

Schlagen Sie einen konkreten Termin mit Datum, Uhrzeit und Dauer vor. Fragen Sie nach der Person, die am Termin teilnimmt. Ein offener Vorschlag wie „Wann passt es Ihnen?“ führt seltener zum Ziel als zwei feste Optionen.

Wie fassen Sie nach?

Schicken Sie innerhalb eines Werktags eine kurze Zusammenfassung mit den genannten Punkten und dem Termin. Halten Sie in Ihrem CRM fest, was der Kunde gesagt hat. Beim nächsten Kontakt beginnen Sie dort, wo das letzte Gespräch aufgehört hat.

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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
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Praxisbeispiel: Frage statt Firmenvorstellung

In einem Projekt für einen Anbieter von Gebäudereinigung begann das Team jedes Gespräch mit der Firmengeschichte. Von 100 angerufenen Betrieben hörten 38 bis zum Nutzen zu. Nach dem Umbau begann das Team mit der Frage, wie der Betrieb die Reinigung der Sanitärbereiche im Moment organisiert. Von 100 angerufenen Betrieben hörten danach 61 bis zum Nutzen zu.

Die Zahlen sind anonym und realistisch gerundet. Die Annahme: gleiche Zielliste, gleiche Tageszeit, gleiche Zahl der Anrufer. Die Rechnung:

Praxisbeispiel: Frage statt Firmenvorstellung
EinstiegAngerufeneBis zum NutzenQuote
Firmenvorstellung1003838 %
Frage zur Lage1006161 %

Der Unterschied liegt im ersten Satz, nicht im Angebot. Die Frage gibt dem Gesprächspartner die Rolle des Experten, die Firmenvorstellung nimmt sie ihm.

Wann ein Gesprächsaufbau nicht passt

  • Bei bestehenden Kunden mit einem Serviceanliegen ist ein Verkaufsgespräch fehl am Platz. Klären Sie zuerst das Anliegen.
  • Bei Entscheidern mit sehr wenig Zeit wirkt ein langer Einstieg wie Verzögerung. Kommen Sie dann direkt auf den Termin.
  • Wenn der Gesprächspartner keinen Bedarf hat, hilft kein Aufbau. Beenden Sie das Gespräch freundlich und notieren Sie den Grund.
  • Ein Leitfaden, der wörtlich abgelesen wird, klingt künstlich. Üben Sie die Fragen, bis Sie sie in eigenen Worten stellen.

Checkliste für das nächste Gespräch

  • Anlass und Frage zur Lage für den Einstieg festlegen
  • Drei offene Fragen zu Ursache, Folge und Zeitpunkt vorbereiten
  • Den Nutzen in einem Satz formulieren, den der Kunde bestätigen kann
  • Zwei feste Terminvorschläge bereithalten
  • Die Zusammenfassung noch am selben Werktag verschicken

Die Vorlage für Gesprächsnotizen finden Sie in der Checkliste Gesprächsleitfaden Telefon. Mehr zum Begriff im Glossar.

Termine mit Kaufinteresse

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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
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Wie hilft KRAUSS beim Gespräch?

KRAUSS führt Gespräche mit Entscheidern für die Terminierung und folgt dabei einem Gesprächsleitfaden, der je Branche angepasst wird. Die Ergebnisse, also Gespräche, Nutzen und Termine, werden getrennt erfasst. Mehr dazu auf der Seite Telefonakquise.

Häufig gestellte Fragen

Wie fange ich ein Kundengespräch interessant an?

Nennen Sie in den ersten 20 Sekunden einen Anlass, der zum Gesprächspartner passt, und stellen Sie eine Frage zu seiner Lage. Eine Firmenvorstellung weckt selten Interesse. Eine Frage nach einem konkreten Problem schon.

Wie lange sollte ein Verkaufsgespräch am Telefon dauern?

Für einen Termin reichen oft 5 bis 8 Minuten, wenn der Bedarf klar ist. Wichtiger als die Dauer ist, dass der Gesprächspartner in den ersten zwei Minuten selbst spricht. Planen Sie die Dauer nach Zweck: Termin, Qualifizierung oder Angebot.

Welche Fragen wecken Interesse im Verkaufsgespräch?

Offene Fragen nach Ursache und Wirkung, etwa: Was passiert, wenn der Ausfall drei Tage dauert? Sie zeigen, dass Sie den Betrieb verstehen. Geschlossene Fragen eignen sich nur zur Bestätigung von Fakten.

Was tun, wenn der Kunde nur kurz Zeit hat?

Nennen Sie den Grund in einem Satz und bieten Sie einen konkreten Termin mit Dauer an. Ein Gespräch, das nach zwei Minuten endet, ist besser als eines, das abgebrochen wird. Notieren Sie den Wunschtermin.

Wie wichtig ist die Nachbereitung eines Gesprächs?

Sehr wichtig. Halten Sie innerhalb eines Werktags fest, was der Kunde gesagt hat, und schicken Sie eine kurze Zusammenfassung. Wer nicht nachfasst, verliert das Interesse, bevor das nächste Gespräch stattfindet.

Hilft ein Gesprächsleitfaden oder wirkt er starr?

Ein Leitfaden mit Fragen und Nutzen hilft, wenn er als Gerüst dient und nicht als Skript. Gute Leitfäden enthalten Alternativen für jeden Schritt. Testen Sie ihn in Rollenspielen, bevor er im Telefon eingesetzt wird.

Wann wirkt ein interessantes Gespräch nicht?

Wenn der Kunde kein Problem hat, das Ihr Angebot löst, bleibt jedes Gespräch ohne Termin. Auch bei einem Kunden im Service, der eine Störung melden will, ist ein Verkaufsgespräch fehl am Platz.

Wie messe ich, ob das Gespräch besser geworden ist?

Zählen Sie die Gespräche, die bis zum Nutzen führen, und die Termine daraus. Vergleichen Sie die Quote vor und nach jeder Änderung. Eine Änderung je Monat macht den Effekt sichtbar.

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