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BlogVerkaufsgespräch

Preisgespräch führen: Den Problemwert vor den Preis stellen

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
2 Min. Lesezeit
Inhalt9 Abschnitte
  1. 01Was ist der Problemwert?
  2. 02Wann nennen Sie den Preis?
  3. 03Welche Fragen klären den Problemwert?
  4. 04Praxisbeispiel: Die Zahl des Kunden trägt das Gespräch
  5. 05Reicht der Problemwert allein?
  6. 06Wann ist der Problemwert nicht das richtige Argument?
  7. 07Wie bereiten Sie das Gespräch vor?
  8. 08Nächster Schritt
  9. 09Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Ein Preisgespräch gelingt, wenn Sie den Problemwert vor den Preis stellen. Der Problemwert ist der Betrag, den ein ungelöstes Problem den Kunden kostet.

Dieser Beitrag stammt von Januar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Wer ihn gemeinsam mit dem Kunden ermittelt, verhandelt über den Nutzen und nicht über die Zahl auf dem Angebot.

Stand: Oktober 2026.

Was ist der Problemwert?

Der Problemwert umfasst die Kosten, die ein Problem verursacht, wenn es bleibt. Dazu gehören Ausfallzeit, Nacharbeit, entgangener Umsatz oder gebundene Mitarbeiter. Er ist eine Schätzung mit Annahmen, keine exakte Größe. Gerade deshalb überzeugt er, wenn der Kunde die Annahmen selbst liefert.

Wann nennen Sie den Preis?

Nennen Sie den Preis erst, nachdem der Kunde das Problem und den Problemwert bestätigt hat. Ein früher Preis lenkt das Gespräch auf die Kosten statt auf den Nutzen. Fragt der Kunde vorher nach dem Preis, nennen Sie eine Spanne und stellen Sie eine Gegenfrage: Welche Lösung erwarten Sie für dieses Problem?

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Welche Fragen klären den Problemwert?

Diese Fragen liefern die Zahlen für die Rechnung:

  1. Was kostet das Problem heute in Stunden, Ausfall oder Nacharbeit?
  2. Wie oft tritt es im Monat auf und wer ist betroffen?
  3. Was passiert, wenn es ein Jahr unverändert bleibt?
  4. Welche Zahl würden Sie selbst als Obergrenze nennen?

Die letzte Frage ist die wichtigste. Eine Zahl des Kunden überzeugt mehr als Ihre eigene, weil er sie verteidigen muss. Den Aufbau eines Erstgesprächs zeigt der Leitfaden zur Bedarfsanalyse.

Welche Fragen klären den Problemwert?
SchrittZielErgebnis
Problem bestätigenEinigkeit über die Ursacheja oder nein
Problemwert schätzenZahl des KundenEuro je Monat
Preis nennenAbstand zum Problemwert zeigenAngebot mit Nutzen

Quelle: Ablauf der Redaktion, keine Erhebung.

Praxisbeispiel: Die Zahl des Kunden trägt das Gespräch

In einem Projekt für einen Hersteller von Dichtungssystemen schätzte der Einkauf den Problemwert eines fehlerhaften Lieferprozesses auf 6.000 Euro im Monat. Das Team rechnete diese Zahl mit dem Kunden durch und kam auf eine Lösung, deren Preis rund ein Drittel davon betrug. Das Gespräch dauerte 14 Minuten, und die Entscheidung fiel beim nächsten Termin. Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet.

Reicht der Problemwert allein?

Nein. Der Problemwert zeigt die Obergrenze des Nutzens. Der Preis muss darunter liegen und zum Umfang der Lösung passen. Erklären Sie beide Zahlen gemeinsam, damit der Kunde den Abstand selbst sieht. Ein Preis ohne Abstand bleibt ein Kostenargument.

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Wann ist der Problemwert nicht das richtige Argument?

Bei Einkäufen, die nach festen Vorgaben laufen, zählt oft nur der Preis je Einheit. Auch wenn der Kunde das Problem nicht als solches sieht, hilft die Rechnung wenig. Dann klären Sie zuerst den Bedarf, bevor Sie über Zahlen reden.

Wie bereiten Sie das Gespräch vor?

Notieren Sie je Kunde das Problem, eine Schätzung des Problemwerts mit Annahmen und zwei Fragen, die die Schätzung prüfen. Die Vorbereitung dauert etwa zwanzig Minuten je Konto. Die Einwandkarte im Leitfaden zur Einwandbehandlung am Telefon ergänzt die Gesprächsvorbereitung.

Nächster Schritt

Wenn Ihr Team Preisgespräche im Erstkontakt führen muss, lohnt sich ein gemeinsamer Ablauf. Die Seite Vertriebsunterstützung zeigt, wie Gesprächsabläufe für Teams aussehen können.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Problemwert?

Der Problemwert ist der Betrag, den ein Problem den Kunden kostet, wenn es ungelöst bleibt. Er umfasst Ausfallzeit, Nacharbeit, Umsatz oder gebundene Mitarbeiter. Wer ihn benennt, zeigt, warum sich eine Lösung rechnet, bevor der Preis fällt.

Wann sollte ich den Preis im Gespräch nennen?

Nennen Sie den Preis erst, nachdem der Kunde das Problem und den Problemwert bestätigt hat. Ein früher Preis lenkt das Gespräch auf Kosten statt auf Nutzen. Wenn der Kunde vorher nach dem Preis fragt, geben Sie eine Spanne und fragen zurück.

Welche Fragen klären den Problemwert?

Fragen Sie, was das Problem heute kostet, wie oft es auftritt und wer davon betroffen ist. Fragen Sie außerdem, was passiert, wenn es ein Jahr bleibt. Die Antworten liefern die Zahlen für die Rechnung.

Wie gehe ich mit einem Kunden um, der den Problemwert bestreitet?

Bitten Sie den Kunden, seine eigene Schätzung zu nennen, und rechnen Sie mit dieser Zahl weiter. Eine eigene Zahl überzeugt mehr als Ihre. Wenn der Wert niedrig ist, lohnt die Lösung oft trotzdem nicht, und das ist ein ehrlicher Befund.

Reicht der Problemwert allein, um den Preis zu rechtfertigen?

Nein. Der Problemwert zeigt die Obergrenze des Nutzens. Der Preis muss darunter liegen und zum Umfang der Lösung passen. Erklären Sie beide Zahlen gemeinsam, damit der Kunde den Abstand selbst sieht.

Wie lange sollte das Preisgespräch dauern?

Ein Preisgespräch braucht meist zehn bis fünfzehn Minuten, wenn der Problemwert vorab geklärt ist. Ohne Vorarbeit dauert es länger, weil die Fragen fehlen. Planen Sie Zeit für die Rechnung ein.

Wann ist der Problemwert nicht das richtige Argument?

Bei Einkäufen, die nach festen Vorgaben laufen, zählt oft nur der Preis je Einheit. Auch bei Kunden, die ein Problem nicht als solches sehen, hilft die Rechnung wenig. Dann klären Sie zuerst den Bedarf.

Wie bereite ich das Gespräch vor?

Notieren Sie je Kunde das Problem, eine Schätzung des Problemwerts mit Annahmen und zwei Fragen, die die Schätzung prüfen. Diese Vorbereitung dauert etwa zwanzig Minuten pro Konto.

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