Inhalt11 Abschnitte
- 01Wie stark wirkt ein Preisnachlass auf den Gewinn?
- 02Wie viel Mehrumsatz braucht ein Nachlass?
- 03Welche Rabattformen gibt es im B2B?
- 04Wie gestalten Sie eine Rabattregel?
- 05Praxisbeispiel: Eine Staffel ersetzt freie Nachlässe
- 06Soll ich Skonto oder einen Festrabatt geben?
- 07Wann lohnt sich ein Nachlass?
- 08Wie verhindern Sie, dass Nachlässe zur Regel werden?
- 09Wann ist ein Nachlass nicht der richtige Hebel?
- 10Nächster Schritt
- 11Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Ein Preisnachlass senkt den Gewinn stärker, als die Prozentzahl vermuten lässt. Bei einer Gewinnspanne von 30 Prozent frisst ein Nachlass von 10 Prozent ein Drittel des Gewinns je Stück.
Dieser Beitrag stammt von Januar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Wer Rabatte gewähren will, sollte vorher rechnen und eine feste Regel haben.
Stand: Oktober 2026. Alle Zahlen im Rechenweg sind Annahmen zur Erklärung.
Wie stark wirkt ein Preisnachlass auf den Gewinn?
Rechnen Sie mit einem Beispiel: Ein Stück kostet 100 Euro, die Stückkosten liegen bei 70 Euro, die Gewinnspanne bei 30 Euro. Ein Nachlass von 10 Prozent senkt den Preis auf 90 Euro, die Spanne bleibt bei 20 Euro. Der Gewinn je Stück sinkt damit um ein Drittel, obwohl der Nachlass nur 10 Prozent beträgt.
| Größe | Ohne Nachlass | Mit 10 Prozent Nachlass |
|---|---|---|
| Verkaufspreis | 100 Euro | 90 Euro |
| Stückkosten | 70 Euro | 70 Euro |
| Gewinn je Stück | 30 Euro | 20 Euro |
| Gewinn je Stück in Prozent des Preises | 30 Prozent | rund 22 Prozent |
Quelle: Beispielrechnung mit Annahmen, die Sie mit Ihren Stückkosten ersetzen sollten.
Wie viel Mehrumsatz braucht ein Nachlass?
Um den Gewinn insgesamt zu halten, muss die Menge stärker steigen als der Nachlass. Im Beispiel braucht es 30 geteilt durch 20, also 1,5 Mal so viele Stück, damit der Gesamtgewinn gleich bleibt. Ein Nachlass von 10 Prozent verlangt also eine Steigerung um die Hälfte. Diese Rechnung zeigt schnell, ob der Nachlass realistisch ist.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Rabattformen gibt es im B2B?
Üblich sind Mengenrabatte, Staffelpreise, Skonto bei schneller Zahlung und Laufzeitrabatte. Jede Form braucht eine klare Bedingung. Ein Rabatt ohne Bedingung wird beim nächsten Angebot als Standard erwartet. Eine Staffel mit festen Schwellen wirkt fairer als ein freies Verhandeln.
Wie gestalten Sie eine Rabattregel?
Legen Sie fest, welche Rabatte es gibt, welche Gegenleistung dafür gilt und wer sie freigibt. Dokumentieren Sie jede Ausnahme mit Datum und Grund. Die Regel sollte so kurz sein, dass das Team sie ohne Nachschlagen anwendet.
Praxisbeispiel: Eine Staffel ersetzt freie Nachlässe
In einem Projekt für einen Anbieter von Reinigungsmaschinen für die Industrie gewährte das Vertriebsteam bisher frei Nachlässe zwischen 5 und 15 Prozent. Die Gewinnspanne sank im Jahr auf unter 20 Prozent. Nach der Einführung einer Staffel mit festen Stufen an Menge und Laufzeit lag der durchschnittliche Nachlass bei 6 Prozent. Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet.
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Soll ich Skonto oder einen Festrabatt geben?
Skonto belohnt schnelle Zahlung und bindet den Kunden nicht an ein festes Volumen. Ein Festrabatt wirkt sicherer, senkt aber den Preis dauerhaft. Wählen Sie nach Ihrem Liquiditätsbedarf und nicht nach dem Gefühl im Gespräch. Die Frage, ob Skonto im Einzelfall zulässig ist, klärt Ihre Buchhaltung oder eine Beratung.
Wann lohnt sich ein Nachlass?
Ein Nachlass lohnt sich, wenn er eine Referenz sichert, eine lange Laufzeit bringt oder neue Mengen erschließt. Rechnen Sie den Effekt über die gesamte Laufzeit nach. Ein Nachlass für einen einmaligen Auftrag lohnt selten, weil er keine Wiederholung schafft.
Wie verhindern Sie, dass Nachlässe zur Regel werden?
Geben Sie Nachlässe nur gegen eine schriftliche Gegenleistung und mit einem Enddatum. Prüfen Sie jeden Nachlass im Quartal gegen die Ergebnisse. Ein Nachlass ohne Enddatum bleibt meist länger als geplant und wird dann zum Standardpreis. Der Umgang mit Preisforderungen im Gespräch steht im Leitfaden zum Einwand zu teuer.
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Wann ist ein Nachlass nicht der richtige Hebel?
Wenn der Kunde nicht wegen des Preises zögert, bringt ein Nachlass wenig. Dann liegt das Problem im Nutzen oder im Entscheidungsweg. Klären Sie zuerst, was den Kunden zurückhält, bevor Sie den Preis anfassen.
Nächster Schritt
Wenn Sie Ihre Rabatte neu ordnen wollen, starten Sie mit der Rechnung für Ihre drei größten Konditionen. Die Seite Vertriebsberatung zeigt, wie sich solche Entscheidungen im Vertrieb verankern lassen.
Häufig gestellte Fragen
Wie stark wirkt ein Preisnachlass auf den Gewinn?
Ein Nachlass wirkt auf den Gewinn stärker als auf den Umsatz. Bei einer Gewinnspanne von 30 Prozent kostet ein Nachlass von 10 Prozent rund ein Drittel des Gewinns je Stück. Rechnen Sie den Effekt mit Ihren eigenen Stückkosten nach.
Wie viel Mehrumsatz braucht ein Nachlass?
Um den Gewinn zu halten, muss das Volumen stärker steigen als der Nachlass. Bei einer Spanne von 30 Prozent und einem Nachlass von 10 Prozent braucht es rund die Hälfte mehr Stück. Diese Rechnung zeigt schnell, ob ein Nachlass realistisch ist.
Welche Rabattformen gibt es im B2B?
Üblich sind Mengenrabatte, Staffelpreise, Skonto bei schneller Zahlung und Laufzeitrabatte. Jede Form braucht eine klare Bedingung. Ein Rabatt ohne Bedingung wird als Standard erwartet.
Wie gestalte ich eine Rabattregel?
Legen Sie fest, welche Rabatte es gibt, welche Gegenleistung dafür gilt und wer sie freigibt. Dokumentieren Sie jede Ausnahme mit Datum und Grund. Die Regel sollte so kurz sein, dass das Team sie auswendig kennt.
Soll ich Skonto oder einen Festrabatt geben?
Skonto belohnt schnelle Zahlung und bindet den Kunden nicht an ein festes Volumen. Ein Festrabatt wirkt sicherer, senkt aber den Preis dauerhaft. Wählen Sie nach Ihrem Liquiditätsbedarf und nicht nach dem Gefühl im Gespräch.
Wann lohnt sich ein Nachlass trotzdem?
Ein Nachlass lohnt sich, wenn er eine Referenz sichert, eine lange Laufzeit bringt oder neue Mengen erschließt. Rechnen Sie den Effekt über die gesamte Laufzeit nach. Ein Nachlass für einen einmaligen Auftrag lohnt selten.
Wie verhindere ich, dass Nachlässe zur Regel werden?
Geben Sie Nachlässe nur gegen eine schriftliche Gegenleistung und mit einem Enddatum. Prüfen Sie jeden Nachlass im Quartal gegen die Ergebnisse. Ein Nachlass ohne Enddatum bleibt meist länger als geplant.
Wann ist ein Nachlass nicht der richtige Hebel?
Wenn der Kunde nicht wegen des Preises zögert, bringt ein Nachlass wenig. Dann liegt das Problem im Nutzen oder im Entscheidungsweg. Klären Sie zuerst, was den Kunden zurückhält.
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