Inhalt7 Abschnitte
- 01Welche Preismodelle gibt es bei Kaltakquise-Agenturen?
- 02So rechnen Sie Angebote auf Kosten je Termin um
- 03Praxisbeispiel: Ein Angebot mit niedrigem Preis und hohen Kosten je Termin
- 04Welche Faktoren treiben den Preis?
- 05Wann lohnt sich eine Agentur nicht?
- 06Checkliste für den Angebotsvergleich
- 07Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Kaltakquise-Agenturen rechnen meist nach einem von vier Modellen ab: Stundensatz, Monatsbudget, Erfolgsprämie oder Festpreis je Termin. Der Preis allein sagt wenig.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Vergleichbar wird ein Angebot erst, wenn Sie die Kosten je vereinbartem Termin ausrechnen. Stand: Oktober 2026, keine Preisangabe eines bestimmten Anbieters.
Welche Preismodelle gibt es bei Kaltakquise-Agenturen?
Die vier Modelle unterscheiden sich darin, wer das Risiko trägt:
| Modell | Was Sie zahlen | Wer trägt das Risiko |
|---|---|---|
| Stundensatz | Jede Arbeitsstunde für Recherche und Anrufe | Sie, unabhängig vom Ergebnis |
| Monatsbudget | Fester Betrag je Monat, oft mit Mindestlaufzeit | Gemeinsam, Ergebnis schwankt |
| Erfolgsprämie | Betrag je Termin oder Abschluss | Die Agentur, meist mit Basishonorar |
| Setup | Einmalige Kosten für Skript, Liste und Einrichtung | Sie, vorab |
Tabelle: Preismodelle für Kaltakquise im Vergleich, Stand 10/2026
Wer ein Angebot nur nach dem Monatspreis beurteilt, übersieht oft das Setup oder die Mindestlaufzeit. Lesen Sie den Vertrag auf Kündigungsfristen und darauf, wem die Adressliste gehört. Die Checkliste für den Vertrag einer Terminierungsagentur hilft dabei.
So rechnen Sie Angebote auf Kosten je Termin um
Der Kostenvergleich läuft über eine einfache Formel: Gesamtkosten im Monat geteilt durch vereinbarte, stattgefundene Termine. Die Rechnung unten nutzt Annahmen, die Sie durch Ihre Werte ersetzen.
Tabelle: Beispielrechnung mit offenen Annahmen, nicht das Angebot eines Anbieters
| Posten | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Monatskosten der Agentur | 4.000 Euro | 4.000 Euro |
| Vereinbarte Termine im Monat | 20 Termine | 20 Termine |
| Termine, die stattfinden | 80 % | 16 Termine |
| Kosten je stattfindendem Termin | 4.000 Euro durch 16 | 250 Euro |
Der Termin, der stattfindet, zählt mehr als der vereinbarte. Vergleichen Sie zwei Angebote daher immer über den stattfindenden Termin. Die Quote von Termin zu Abschluss bestimmt dann, was ein Termin Ihnen wert sein muss. Die Methode ist im Glossar bei Kosten je Termin erklärt, Hintergründe zur Preislogik finden Sie unter Kaltakquise Kosten.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: Ein Angebot mit niedrigem Preis und hohen Kosten je Termin
In einem Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik hatte ein Einkaufsteam zwei Angebote vor sich. Das Angebot mit dem niedrigeren Monatspreis enthielt keine Terminzusage, sondern eine Zahl von Anrufen. Nach drei Monaten standen 7 Termine im Kalender, 4 fanden statt. Das Angebot mit dem höheren Monatspreis sah 15 Termine im Monat mit Ausfallregel vor, 12 davon fanden statt. Erst die Rechnung je stattfindendem Termin zeigte, welches Angebot günstiger war.
Die Zahlen stammen aus einem anonymisierten Beispiel. Sie zeigen die Rechnung, nicht einen Marktdurchschnitt.
Welche Faktoren treiben den Preis?
- Umfang der Leistung: Recherche, Anrufe, Terminbestätigung und Reporting kosten jeweils Zeit.
- Zielgruppe: Schwer erreichbare Entscheider und erklärungsbedürftige Produkte brauchen mehr Gesprächsvorbereitung.
- Laufzeit: Mindestlaufzeiten senken oft den Monatspreis und binden Sie länger.
- Qualität der Termine: Eine Terminzusage mit klarer Qualifizierung kostet mehr als eine reine Anrufliste.
Wann lohnt sich eine Agentur nicht?
Eine Kaltakquise-Agentur trägt nicht überall. Sie passt weniger, wenn:
- Ihr Angebot nur nach langer Beziehungsarbeit gekauft wird und die Entscheider über persönliche Netzwerke gewonnen werden.
- Ihr Angebot noch nicht erprobt ist. Ohne Gesprächsleitfaden und Einwandkarte kann auch eine gute Agentur wenig erreichen.
- Sie keine Zeit haben, Termine zu bearbeiten. Ein Termin, der nicht nachbereitet wird, bringt keinen Umsatz.
- Rechtliche Fragen offen sind. Ob Anrufe oder Mails bei Ihrer Zielgruppe erlaubt sind, regelt § 7 UWG (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026, keine Rechtsberatung). Der Beitrag zum Kaltakquise-Recht erklärt die Grundlagen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste für den Angebotsvergleich
- Preismodell und Mindestlaufzeit notiert
- Kosten je stattfindendem Termin berechnet, mit eigenen Annahmen
- Setup-Kosten und Kündigungsfristen geprüft
- Gesprächsleitfaden und Einwandbehandlung vorab gezeigt
- Zugriff auf Terminliste und Datenschutz im Vertrag geregelt
- Referenzen mit Zahlen angefragt, nicht nur Logos
Die Checkliste zur Auswahl einer Vertriebsagentur führt durch die Kriterien. Einen direkten Vergleich zweier Modelle bietet die Seite Kaltakquise-Agentur auswählen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Kaltakquise-Agentur im Monat?
Das hängt vom Modell, von der Zielgruppe und vom Umfang ab. Einen verlässlichen Vergleich erhalten Sie nur über die Kosten je stattfindendem Termin, nicht über den Monatspreis allein.
Ist ein Stundensatz oder ein Monatsbudget günstiger?
Weder noch allein. Ein Stundensatz zahlt auch Leerlauf, ein Monatsbudget zahlt auch schwache Monate. Rechnen Sie beide Modelle mit Ihrer erwarteten Terminzahl durch.
Was bedeutet eine Erfolgsprämie in der Praxis?
Sie zahlen einen Betrag je vereinbartem oder stattgefundenem Termin. Klären Sie, was als Termin zählt, wer Ausfälle trägt und ob ein Basishonorar anfällt. Die Definition im Glossar bei Erfolgsprämie hilft.
Wie lange sollte die Vertragslaufzeit sein?
Eine kurze Testphase mit klaren Kennzahlen zeigt, ob der Ansatz trägt. Lange Mindestlaufzeiten lohnen sich erst, wenn Termine und Qualität belegt sind.
Welche Kennzahlen soll ich im Angebot verlangen?
Verlangen Sie Anrufe, Gespräche, vereinbarte und stattgefundene Termine sowie die Quote von Termin zu Abschluss. Ohne diese Zahlen bleibt jede Preisaussage unbelegt.
Gibt es einen rechtlichen Mindeststandard?
Ja, vor allem durch das UWG und die DSGVO. Die Agentur muss die Ansprache rechtlich belegen können. Lassen Sie sich das im Vertrag zusichern und prüfen Sie es bei Bedarf fachlich.
Wie finde ich die passende Agentur?
Starten Sie mit der eigenen Zielgruppe und einem erprobten Gesprächsleitfaden. Fragen Sie dann Agenturen nach Referenzen aus Ihrer Branche und nach einem Probe-Anruf auf Ihrer Liste.
Kann ich den Preis direkt ermitteln?
Für eine konkrete Schätzung nutzen Sie den Angebots-Konfigurator auf der Preisseite. Er rechnet mit Ihren Zahlen zu Zielmarkt und Terminmenge.
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