Zum Inhalt springen

BlogVertriebsführung

Sales Forecasting: Umsatzprognose aus der Pipeline rechnen

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
3 Min. Lesezeit
Inhalt8 Abschnitte
  1. 01Was leistet eine Umsatzprognose?
  2. 02Wie rechnen Sie eine gewichtete Pipeline?
  3. 03Praxisbeispiel: Prognose mit Terminzufluss
  4. 04Rechnung: Wie die Abweichung zustande kommt
  5. 05Wann eine Prognose nicht trägt
  6. 06Checkliste für die Prognose
  7. 07Wie passt das zur Terminakquise?
  8. 08Häufige Fragen zum Sales Forecasting

Kurz gesagt

Sales Forecasting schätzt den Umsatz eines Zeitraums aus der offenen Pipeline, der Abschlusswahrscheinlichkeit je Stufe und dem Zeitpunkt der Abschlüsse. Eine Prognose ist nur so gut wie die Pflege der Pipeline.

Dieser Beitrag stammt von Juli 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Wer sie monatlich mit der tatsächlichen Entwicklung vergleicht, verbessert sie mit jedem Zyklus.

Stand: Oktober 2026

Was leistet eine Umsatzprognose?

Eine Umsatzprognose gibt an, welcher Umsatz in einem Zeitraum wahrscheinlich entsteht. Sie hilft bei der Planung von Personal, Budget und Lager. Im Vertrieb zeigt sie außerdem, ob die Pipeline reicht, um das Ziel zu erreichen.

Drei Methoden sind gebräuchlich: die gewichtete Pipeline, die Vorjahresentwicklung und die Einschätzung durch Vertriebsleitung oder Team. Keine Methode allein ist verlässlich. Rechnen Sie zwei und vergleichen Sie die Ergebnisse.

Wie rechnen Sie eine gewichtete Pipeline?

Teilen Sie die offene Pipeline in Stufen, etwa Erstgespräch, Bedarf bestätigt, Angebot und Verhandlung. Jede Stufe erhält eine Abschlusswahrscheinlichkeit, die Sie aus den Abschlüssen der letzten vier Quartale ableiten.

Die Prognose ist die Summe aus Chancenwert mal Wahrscheinlichkeit je Stufe. Beispiel mit Annahmen: Ein Angebot über 60.000 Euro mit 40 Prozent Wahrscheinlichkeit ergibt 24.000 Euro. Fünf solcher Angebote bringen 120.000 Euro erwarteten Umsatz.

Die Wahrscheinlichkeiten sind der schwächste Punkt. Prüfen Sie sie jedes Quartal gegen die tatsächlichen Abschlüsse.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
Testprojekt konfigurieren

Praxisbeispiel: Prognose mit Terminzufluss

In einem Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik lag die Prognose im Vorquartal bei 480.000 Euro, der Umsatz betrug 355.000 Euro. Die Abweichung kam aus der Pipeline: Viele Angebote standen im Stadium Bedarf bestätigt, obwohl kein Budget benannt war.

Nach der Umstellung auf eine Budgetfrage vor dem Angebot sank die Prognose auf 390.000 Euro. Der tatsächliche Umsatz lag bei 372.000 Euro, die Abweichung betrug damit rund 5 Prozent.

Die Zahlen sind ein anonymisiertes Praxisbeispiel mit realistisch gewählten Werten. Sie sind keine Garantie und keine Studie.

Rechnung: Wie die Abweichung zustande kommt

Die Rechnung zeigt, wie sich die Prognose aus Stufen zusammensetzt. Alle Wahrscheinlichkeiten sind Annahmen.

Rechnung: Wie die Abweichung zustande kommt
StufeChancenwertWahrscheinlichkeit (Annahme)Gewichtet
Bedarf bestätigt400.000 Euro15 Prozent60.000 Euro
Angebot300.000 Euro35 Prozent105.000 Euro
Verhandlung200.000 Euro60 Prozent120.000 Euro
Summe900.000 Euro285.000 Euro

Die Summe von 285.000 Euro ist die Prognose für den Abschluss in diesem Quartal. Ein Teil der Chancen fällt ins nächste Quartal. Die Prognose gilt nur für den Zeitraum, in dem der Abschluss laut Pipeline erwartet wird.

Wann eine Prognose nicht trägt

  • Bei kurzen Zeiträumen mit wenigen Abschlüssen. Drei Abschlüsse je Quartal machen jede Prozentangabe unscharf.
  • Wenn die Pipeline nicht gepflegt wird. Veraltete Chancen blähen die Prognose auf.
  • Bei Projektgeschäft mit langen Zyklen. Dort verschieben sich Entscheidungen oft um Quartale.
  • Als Ersatz für Steuerung. Eine Prognose zeigt die Lage, sie ändert sie nicht.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
Testprojekt konfigurieren

Checkliste für die Prognose

  • Pipeline in feste Stufen mit klaren Kriterien gegliedert
  • Wahrscheinlichkeiten aus den letzten vier Quartalen abgeleitet
  • Jede Chance mit Abschlussdatum und Budgetstatus versehen
  • Prognose und Ist-Umsatz monatlich verglichen
  • Abweichungen mit Grund dokumentiert
  • Wahrscheinlichkeiten einmal im Quartal angepasst

Wie passt das zur Terminakquise?

Termine sind der Zufluss in die Pipeline. Wer weiß, wie viele Erstgespräche je Woche stattfinden und welcher Anteil zu Angeboten führt, kann den Zufluss in die Prognose einrechnen. Die Kennzahl Terminquote erklärt das Glossar. Den Zusammenhang von Pipeline und Terminen beschreibt das Glossar zur Pipeline.

Für das laufende Controlling eignet sich der Beitrag Vertriebscontrolling. Die Leistung zur Terminierung zeigt die Seite Telefonakquise.

Häufige Fragen zum Sales Forecasting

Die Antworten oben beschreiben die gewichtete Pipeline, die Messung der Abweichung und die Grenzen der Methode. Die Zahlen in den Rechnungen sind Annahmen, die Sie mit Ihren Werten ersetzen sollten.

Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügenSehen Sie KRAUSS-Artikel häufiger in Google Top Stories und KI-Antworten (öffnet Google in neuem Fenster)

Weiterlesen

Alle Artikel im Blog

Das Wissen haben Sie. Die Termine vereinbaren wir.

Kein Verkaufsgespräch. In 15 Minuten klären wir, ob Ihre Zielgruppe telefonisch erreichbar ist und wie ein Testprojekt aussieht.

Ihr nächster Schritt

Startklar
  1. 01Testprojekt konfigurieren60 Sekunden
  2. 02Gespräch mit Jesse Klotz15 Minuten
  3. 03Zielgruppe und Leitfadengemeinsam
  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
Lieber anrufen?+49 8191 93759-00