Inhalt8 Abschnitte
- 01Welche Wege bringen Kunden ohne Ansprache?
- 02Wie viel Umsatz bringen Empfehlungen?
- 03Praxisbeispiel: Bestandskunden bei einem Lagertechnik-Hersteller
- 04Wann reicht Vertrieb ohne Akquise nicht aus?
- 05Wie planen Sie Bestand und Anfragen?
- 06Checkliste für den Mix aus Bestand und Ansprache
- 07Nächster Schritt
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Vertrieb ohne aktive Akquise funktioniert nur in dem Umfang, in dem Empfehlungen, Bestandskunden und Anfragen Umsatz bringen. Diese Wege sind wertvoll, aber schwer planbar.
Dieser Beitrag stammt von Mai 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Wer Wachstum plant, rechnet sie als Basis und ergänzt sie um eine Ansprache, die er steuern kann.
Stand: Oktober 2026. Die Zahlen sind Rechenbeispiele mit offenen Annahmen.
Welche Wege bringen Kunden ohne Ansprache?
Drei Wege tragen die meisten Anfragen, die ohne aktive Ansprache entstehen. Empfehlungen kommen von Kunden, Partnern und Lieferanten, die Sie kennen. Bestandskunden fragen nach Erweiterungen oder kaufen Folgeaufträge. Anfragen entstehen durch Fachbeiträge, Veranstaltungen und Mundpropaganda.
Diese Wege haben eine gemeinsame Schwäche: Sie reagieren auf Nachfrage, die schon da ist. Ein Markt, in dem niemand Ihr Angebot kennt, liefert kaum Anfragen.
Wie viel Umsatz bringen Empfehlungen?
Eine einfache Rechnung zeigt den Beitrag. Nehmen Sie an, Sie haben 30 Bestandskunden. 10 Prozent davon empfehlen Sie einem neuen Kontakt im Jahr. Jede Empfehlung führt in 25 Prozent der Fälle zu einem Abschluss. Das ergibt 0,75 Abschlüsse im Jahr. Mit einem Auftragswert von 15.000 Euro sind das rund 11.000 Euro Umsatz.
Die Zahl ist klein, sie zeigt aber den Hebel. Verdoppeln Sie die Empfehlungsquote auf 20 Prozent, verdoppelt sich der Beitrag. Mehr Bestandskunden erhöhen den Beitrag spürbar.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: Bestandskunden bei einem Lagertechnik-Hersteller
In einem Projekt für einen Hersteller von Lagertechnik stammten 38 Prozent der Aufträge aus Bestandskunden und Empfehlungen. Das Team hatte dafür kein System. Nach der Einführung einer Wiedervorlage je Kunde nach jedem Auftrag stieg die Zahl der Empfehlungen in einem halben Jahr von 4 auf 11.
Die Zahlen sind Projektwerte mit offenen Annahmen über Kundenbasis und Angebot. Sie zeigen, dass Pflege wirkt, nicht dass jedes Unternehmen dieselben Werte erreicht.
Wann reicht Vertrieb ohne Akquise nicht aus?
Die Grenze liegt dort, wo die Pipeline von Zufällen abhängt. Ein neues Angebot hat wenig Bestandskunden und kaum Empfehlungen. Ein kleiner Markt liefert nur begrenzte Anfragen. Wer nach zwei Jahren immer noch auf Empfehlungen wartet, hat keine Planbarkeit.
Gegenargument: Viele Unternehmen sagen, Akquise wirke aufdringlich. Eine sachliche Ansprache mit einem Anlass wirkt aber anders als ein Verkaufsanruf ohne Grund. Die Ansprache verlangt Respekt und eine klare Einwilligung, wo sie rechtlich nötig ist.
Wie planen Sie Bestand und Anfragen?
Planen Sie drei Kennzahlen: Anfragen je Monat nach Herkunft, Empfehlungen je Quartal und Folgeaufträge je Jahr. Ein Ziel je Kennzahl macht den Beitrag sichtbar. Ohne Ziel bleibt der Weg eine Hoffnung.
Die Frage nach Herkunft beantwortet ein CRM, das jeden Kontakt mit Quelle speichert. Die Grundlagen zur Kundenbindung finden Sie im Wissensbeitrag zur Kundenbindung im B2B.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste für den Mix aus Bestand und Ansprache
- Jede Anfrage hat im CRM eine Herkunft.
- Jeder Bestandskunde bekommt nach dem Auftrag eine Wiedervorlage.
- Sie fragen aktiv nach Empfehlungen, sobald ein Projekt gelungen ist.
- Sie kennen den Anteil der Aufträge aus Bestand und Anfragen.
- Sie haben ein Ziel für Ansprachen, auch wenn Bestand gut läuft.
Nächster Schritt
Wer Bestand und neue Kontakte verbinden will, findet im Leitfaden zum Empfehlungsmarketing im B2B einen Ablauf. Für neue Unternehmen, die noch nicht kennen, was Sie anbieten, übernimmt die Telefonakquise von KRAUSS das erste Gespräch.
Häufig gestellte Fragen
Kann ein Unternehmen ohne Akquise neue Kunden gewinnen?
Ja, aber nur in dem Umfang, in dem Menschen von selbst auf Sie zukommen oder empfehlen. Empfehlungen und Bestandskunden tragen oft einen Teil des Umsatzes. Wer mehr Wachstum will, braucht eine aktive Ansprache.
Welche Wege gelten als Akquise ohne Kaltansprache?
Dazu zählen Empfehlungen, Bestandskunden, Anfragen aus Veranstaltungen und Fachbeiträge, die Menschen zu Ihnen führen. Diese Wege brauchen Pflege und liefern erst nach Monaten verlässliche Zahlen.
Wie viele Kunden kommen über Empfehlungen?
Das hängt von Zufriedenheit, Netzwerk und Anlass ab. Rechnen Sie mit einer Annahme und prüfen Sie sie nach einem Quartal anhand der Anfragen mit Herkunft im CRM.
Sind Bestandskunden eine gute Quelle für Vertrieb?
Ja, wenn sie zufrieden sind und ein Folgeangebot bekommen. Bestandskunden kaufen meist schneller, weil das Vertrauen schon da ist. Der Aufwand liegt in der Pflege, nicht im Erstkontakt.
Wann reicht Vertrieb ohne Akquise nicht aus?
Wenn der Markt klein ist, das Angebot neu oder die Zahl der Bestandskunden gering. Dann bleibt die Pipeline von Zufällen abhängig und wächst nicht planbar.
Wie messe ich den Erfolg dieser Wege?
Erfassen Sie für jede Anfrage die Herkunft. Zählen Sie Anfragen, Gespräche und Abschlüsse je Quelle. So sehen Sie, welcher Weg Umsatz bringt und welcher nur Aufmerksamkeit.
Passt eine Empfehlungsprämie zum B2B?
Eine Prämie kann passen, sie muss aber transparent sein und rechtlich geprüft werden. Viele Unternehmen setzen eher auf persönlichen Dank oder einen Gegenwert, der zum Angebot passt.
Kann Telefonakquise Vertrieb ohne Akquise ersetzen?
Nein. Telefonakquise ergänzt die Wege ohne Ansprache. Sie erreicht Unternehmen, die nicht von selbst auf Sie zukommen, und schafft Gespräche, wo Empfehlungen fehlen.
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