Inhalt7 Abschnitte
Kurz gesagt
Vorqualifizierte Leads sind Kontakte, bei denen vor dem ersten Verkaufsgespräch geklärt ist, ob ein Bedarf besteht, ob ein Anlass vorliegt und ob der Ansprechpartner zuständig ist. Für den Vertrieb bedeutet das weniger Gespräche ins Leere und mehr Zeit für Angebote.
Dieser Beitrag stammt von März 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Was heißt vorqualifiziert in der Praxis?
Ein Lead ist vorqualifiziert, wenn er drei Fragen beantwortet hat: Passt das Unternehmen zur Zielgruppe? Gibt es einen Anlass, jetzt zu sprechen? Ist die Person zuständig oder kann sie den Weg zur zuständigen Person öffnen?
Die Antworten dürfen nicht geraten sein. Ein Eintrag wie "vermutlich interessiert" hilft niemandem. Ein Eintrag wie "Betriebsleitung bestätigt zwei Küchen mit Neubau im Jahr" ist prüfbar.
Welche Kriterien entscheiden über die Qualität?
Die Tabelle zeigt drei Kriterien, die sich in fast jedem B2B-Vertrieb bewähren. Passen Sie die Schwellen an Ihre Zielgruppe an.
| Kriterium | Prüfende Frage | Nachweis im Gespräch |
|---|---|---|
| Passung | Liegt das Unternehmen in der Zielgruppe? | Branche, Größe, Standorte |
| Anlass | Gibt es einen Grund, jetzt zu sprechen? | Neubau, Wechsel, Ausschreibung, Personalwechsel |
| Zuständigkeit | Entscheidet diese Person oder kennt sie den Entscheider? | Rolle und Verantwortung |
Quelle: Einordnung der Redaktion, Stand Oktober 2026.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie rechnet sich die Vorqualifizierung?
Ein Gespräch mit einem unpassenden Kontakt bindet die Zeit eines ganzen Termins. Die folgende Rechnung nutzt eigene Annahmen, keine Marktdaten. Ersetzen Sie jede Annahme durch Ihren Wert.
| Größe | Annahme | Wert |
|---|---|---|
| Gesprächszeit je Kontakt | 30 Minuten inklusive Vorbereitung | 30 Minuten |
| Kosten je Stunde im Vertrieb (intern) | eigener Ansatz | 60 Euro |
| Gespräche im Monat | Liste mit 200 Kontakten | 200 |
| Anteil ohne Bedarf vor Filter | Annahme | 60 % |
| Anteil ohne Bedarf nach Filter | Annahme | 30 % |
Ohne Filter entstehen 120 unpassende Gespräche. Das sind 60 Stunden und rund 3.600 Euro Zeitkosten im Monat. Mit Filter bleiben 60 unpassende Gespräche, also rund 1.800 Euro. Die Differenz von 1.800 Euro im Monat ist die Zeit, die für passende Gespräche frei wird. Sie entsteht nur, wenn die Annahmen stimmen.
Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Großküchentechnik
In einem Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik prüften wir vor jedem Gespräch Betriebsgröße, Neubau und Zuständigkeit. Der Anteil ungeeigneter Gespräche sank nach zwei Wochen von 6 von 10 auf 3 von 10. Die Gesprächsdauer blieb gleich, die Terminquote stieg. Die Zahlen stammen aus diesem einen Projekt und lassen sich nicht auf jede Branche übertragen.
Wann lohnt sich die Vorqualifizierung nicht?
Bei sehr kleinen Zielgruppen mit wenigen Kontakten kostet der Filter oft mehr Zeit als die Gespräche selbst. Auch bei erklärungsbedürftigen Produkten kann ein harter Filter gute Interessenten ausschließen, deren Bedarf erst im Gespräch entsteht. Dann genügt eine weiche Prüfung mit einer offenen Frage.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste für die Übergabe
- Jedes Kriterium ist im Gespräch prüfbar formuliert.
- Die Antworten werden mit Datum und Quelle im CRM festgehalten.
- Unpassende Kontakte werden mit Grund markiert, nicht gelöscht.
- Die Schwellen werden nach vier Wochen mit den Terminen verglichen.
Die Fragen für den Erstkontakt stehen in der Checkliste zur Lead-Qualifizierung. Wie das Gespräch mit BANT-Fragen geführt wird, zeigt der Leitfaden zum Telefon-Filter. Was einen Lead ausmacht, erklärt das Glossar zum Lead. Der Neukunden-Check hilft, die Kriterien für das eigene Zielbild festzulegen. Wenn Sie die Telefonebene auslagern wollen, beschreibt die Telefonakquise, was KRAUSS dabei übernimmt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein vorqualifizierter Lead?
Ein vorqualifizierter Lead hat vor dem ersten Verkaufsgespräch drei Prüfungen bestanden: Passung zur Zielgruppe, ein erkennbarer Anlass und ein zuständiger Ansprechpartner.
Welche Kriterien reichen für eine Vorqualifizierung aus?
Meist genügen drei bis fünf Kriterien. Wichtig ist, dass jedes Kriterium im Gespräch prüfbar ist, zum Beispiel die Betriebsgröße oder ein konkreter Anlass wie eine Neueröffnung.
Wie rechne ich den Nutzen einer Vorqualifizierung?
Multiplizieren Sie die Zeit je Gespräch mit dem Anteil unpassender Kontakte und dem Stundensatz Ihres Vertriebs. Die Rechnung im Beitrag zeigt die Methode, nicht einen Wert, der für jeden Betrieb gilt.
Ersetzt eine Vorqualifizierung das Erstgespräch?
Nein. Sie ersetzt nicht die Suche nach dem Bedarf, sondern verkürzt sie, weil die Grundfragen schon beantwortet sind.
Wie hilft KRAUSS bei der Vorqualifizierung?
KRAUSS übernimmt die Telefonebene und die Terminierung nach Kriterien, die Sie vorab festlegen. Die Konditionen finden Sie über den Angebots-Konfigurator unter /preise.
Ist eine Vorqualifizierung per Telefon erlaubt?
Jeder Anruf zu Werbezwecken braucht eine Einwilligung oder eine mutmaßliche Einwilligung. Die Anforderungen stehen in § 7 UWG, Wortlaut auf gesetze-im-internet.de. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Wie lange dauert die Einführung?
Ein Testzeitraum von zwei bis vier Wochen zeigt, ob die Kriterien Kontakte sauber trennen. Danach werden die Kriterien nachgeschärft.
Welche Kennzahlen sollten Sie beobachten?
Den Anteil unpassender Gespräche, die Terminquote je 100 Gespräche und die Zeit je vereinbartem Termin.
Frag deine KI zu KRAUSS
Lieber selbst prüfen? Stellen Sie die Frage Ihrer KI.
Prompt ansehen und anpassen
Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.








