Inhalt11 Abschnitte
- 01Welche 5 Strategien bringen im B2B neue Kunden?
- 02Wie finden Sie Ihre Zielgruppe?
- 03Wie viele Anrufe brauche ich für 6 neue Kunden?
- 04Wie viel darf ein neuer Kunde kosten?
- 05Was bringt ein Anrufblock gegenüber Empfehlungen? Ein Beispiel aus der Praxis
- 06Wie gewinne ich Kunden ohne Werbebudget?
- 07Wie gewinnen Dienstleister neue Kunden?
- 08Lohnt sich bezahlte Suche für Neukunden im B2B?
- 09Wann tragen diese Strategien nicht?
- 10Welche Reihenfolge nehmen Sie für die ersten 90 Tage?
- 11Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Im B2B gewinnen Sie Kunden über fünf Wege: Direktansprache per Telefon, Empfehlungen, bezahlte Suche, Messen und Netzwerk sowie Bestandskunden. Welcher Weg trägt, hängt von drei Zahlen ab: Auftragswert, Abschlussquote und Zahl der Firmen, die Ihr Angebot überhaupt kaufen können.
Dieser Beitrag stammt von April 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Welche 5 Strategien bringen im B2B neue Kunden?
Die fünf Wege unterscheiden sich vor allem in Tempo und Planbarkeit. Der Vergleich zeigt, wo jeder Weg anfängt und wo er endet.
Tabelle: Fünf Wege zur Kundengewinnung im B2B, Einschätzung der Redaktion, Stand 10/2026
| Weg | Tempo bis zum ersten Termin | Planbar | Trägt vor allem, wenn |
|---|---|---|---|
| Telefonische Direktansprache | Tage bis Wochen | hoch | die Zielfirmen bekannt und überschaubar sind |
| Empfehlungen | Monate | gering | Sie viele zufriedene Kunden mit Netzwerk haben |
| Bezahlte Suche (Google Ads) | Tage | mittel | Käufer aktiv nach Ihrer Lösung suchen |
| Messen und Netzwerk | Wochen bis Monate | mittel | Ihre Käufer sich auf wenigen Terminen treffen |
| Bestandskunden ausbauen | Tage | hoch | Sie schon Kunden haben und Folgebedarf entsteht |
Quelle: Einschätzung aus Projekterfahrung, keine Studie. Die Spalte "Planbar" beschreibt, wie genau Sie die Zahl der Termine vorab abschätzen können.
Telefonische Direktansprache heißt Kaltakquise: Sie rufen Entscheider an, die Sie noch nicht kennen. Das Kernangebot der Seite Telefonakquise ist genau dieser Weg, bis zum festen Termin im Kalender des Vertriebs. Weitere Methoden und ihre Kosten vergleicht der Beitrag Kundenakquise B2B Methoden.
Wie finden Sie Ihre Zielgruppe?
Ihre Zielgruppe steckt in Ihren fünf besten Aufträgen: Branche, Größe, Rolle des Entscheiders und Anlass des Kaufs. Alles, was dort gleich ist, beschreibt die Firmen, die Sie als Nächstes ansprechen. Danach schreiben Sie einen Satz, der ein Problem dieser Gruppe nennt.
Eine enge Zielgruppe schlägt eine breite. 100 bis 200 passende Firmen mit Ansprechpartner bringen mehr Termine als 10.000 Adressen ohne Anlass. Das Vorgehen zeigt der Zielgruppen-Check, den Begriff erklärt das Glossar unter Zielgruppenanalyse.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie viele Anrufe brauche ich für 6 neue Kunden?
Für 6 Aufträge brauchen Sie unter den Annahmen unten rund 1.000 Anrufversuche. Rechnen Sie von hinten: Auftragsziel, Abschlussquote, Terminquote, Erreichbarkeit.
Tabelle: Rückwärtsrechnung für 6 Aufträge, alle Quoten sind Annahmen, setzen Sie Ihre eigenen ein
| Stufe | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Aufträge | Ziel | 6 |
| Termine | Abschlussquote 25 % | 6 geteilt durch 0,25 = 24 |
| Gespräche mit Entscheider | 12 % der Gespräche werden Termin | 24 geteilt durch 0,12 = 200 |
| Anrufversuche | 20 % der Versuche erreichen den Entscheider | 200 geteilt durch 0,20 = 1.000 |
| Umsatz | Auftragswert 20.000 € | 6 mal 20.000 € = 120.000 € |
Quelle: eigene Modellrechnung mit frei gewählten Annahmen, kein Richtwert. Die Kennzahl dahinter erklärt der Glossareintrag Terminquote.
Die Rechnung zeigt die Hebel. Steigt die Erreichbarkeit von 20 auf 30 %, sinkt der Bedarf auf rund 670 Versuche. Steigt die Abschlussquote auf 33 %, brauchen Sie nur 18 statt 24 Termine. Beide Hebel wirken stärker als ein größeres Adressvolumen. Wie Sie die Zahlen im Alltag führen, zeigt der Leitfaden Akquise-Kennzahlen messen.
Wie viel darf ein neuer Kunde kosten?
Ein neuer Kunde lohnt sich, wenn sein Deckungsbeitrag die Kosten der Ansprache übersteigt. Diese Grenze rechnen Sie, bevor Sie Geld für eine Kampagne ausgeben.
Beispiel mit Annahmen: Ein Anbieter erwartet 12.000 Euro Deckungsbeitrag je Neukunde im ersten Jahr. Jeder fünfte Termin führt zum Abschluss. Damit darf ein Termin höchstens 2.400 Euro kosten, bevor der Gewinn auf null sinkt. Mit einem Puffer von 30 Prozent liegt die Grenze bei rund 1.700 Euro je Termin. Wie Sie die Kosten je Termin zusammensetzen, steht im Glossar unter Kosten je Termin.
Was bringt ein Anrufblock gegenüber Empfehlungen? Ein Beispiel aus der Praxis
In einem Projekt für einen Hersteller von Dosiertechnik brachten Empfehlungen in zwölf Monaten 4 Termine. Ein Anrufblock von drei Wochen ergänzte 11 Termine, von denen 8 stattfanden. Aus den 8 Terminen wurden 2 Angebote und ein Auftrag.
Beide Wege liefen parallel und sprachen unterschiedliche Firmen an: Empfehlungen kamen aus dem bestehenden Kundenkreis, die Anrufe gingen an Betriebe, die den Hersteller nicht kannten. Der Anrufblock brachte also zusätzliche Termine, er ersetzte die Empfehlungen nicht. Das ist ein Einzelfall mit einem Produkt von langem Entscheidungsweg, kein Richtwert für Ihre Branche. Wie Sie den Einstieg im Gespräch aufbauen, zeigt der Leitfaden Kaltakquise im B2B.
Ein zweiter Fall zeigt die Wirkung der Liste: Ein Zulieferer für Konsumgüterhersteller stellte 150 Firmen aus drei Branchen zusammen und fragte vorab nach Projekten im laufenden Jahr. In der Ansprache nannte das Team diesen Anlass. Von 150 Firmen erreichte es 42 Entscheider, 9 Gespräche führten zu einem Termin und 2 zu einem Angebot. Die Zahlen sind anonym und realistisch gewählt, sie beschreiben eine Größenordnung und kein Versprechen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie gewinne ich Kunden ohne Werbebudget?
Ohne Budget tragen drei Wege: Empfehlungen, Bestandskunden und Direktansprache mit eigener Zeit. Bitten Sie jeden zufriedenen Kunden nach Abschluss um genau eine Empfehlung mit Name und Anlass. "Kennen Sie jemanden?" bringt nichts, "Wer in Ihrem Verband sucht gerade eine neue Lösung für X?" bringt Namen.
Bei Bestandskunden fragen Sie nach Folgebedarf, bevor Sie nach Neukunden suchen. Der Abschluss mit einem bekannten Kunden dauert meist kürzer, weil das Vertrauen schon steht. Die Schritte zur Bindung bietet die Säule Kundenbindung im B2B, ruhende Kunden holen Sie mit der Kundenreaktivierung per Telefon zurück.
Wer täglich 90 Minuten für Anrufe blockt, schafft rund 18 Wählversuche am Tag. Das ergibt bei guter Liste etwa einen Termin pro Arbeitswoche. Das ist wenig, kostet aber kein Budget.
Wie gewinnen Dienstleister neue Kunden?
Dienstleister verkaufen Vertrauen, deshalb zählt der persönliche Kontakt mehr als Werbung. Am besten tragen Empfehlungen mit Anlass und Gespräche, die ein konkretes Ereignis im Zielunternehmen aufgreifen, etwa eine neue Stelle, einen Umbau oder einen Standortwechsel. Als Dienstleister Kunden zu gewinnen heißt, einen Nutzen in einem Satz zu belegen: Der erste Kunde kauft ein Ergebnis, kein Versprechen. Ein kleiner, klar begrenzter Auftrag mit messbarem Ergebnis überzeugt ihn eher als ein großes Konzept.
Lohnt sich bezahlte Suche für Neukunden im B2B?
Bezahlte Suche lohnt sich, wenn Käufer Ihre Lösung aktiv suchen und das Suchvolumen groß genug ist. Sie liefert dann Anfragen innerhalb weniger Tage. Bei Nischenprodukten mit wenigen hundert Suchen im Monat reicht das Volumen oft nicht, dann trägt die Direktansprache besser. Die Anzeigenebene gehört zu Performance Marketing, die Verbindung zum Telefon zeigt der Eintrag Neukundengewinnung.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann tragen diese Strategien nicht?
Jede Strategie hat eine Grenze, und sie liegt meist bei der Zielgruppe, nicht bei der Methode.
- Telefon: trägt nicht, wenn Ihre Zielfirmen kaum telefonisch erreichbar sind, wenn der Markt nur wenige Dutzend Firmen umfasst (dann hilft ein persönlicher Brief oder ein Besuch mehr) oder wenn Ihr Angebot ohne Vorwissen unverständlich bleibt. Rechtlich gilt: Der Anruf bei Unternehmen setzt eine mutmaßliche Einwilligung voraus, siehe § 7 UWG und den Ratgeber Ist Kaltakquise im B2B verboten?. Stand 10/2026, keine Rechtsberatung.
- Empfehlungen: tragen nicht, wenn Sie wenige Kunden haben. Sie wachsen mit dem Kundenstamm, nicht mit Ihrem Aufwand.
- Bezahlte Suche: trägt nicht ohne klare Seite, auf der die Anfrage landet, und nicht bei Auftragswerten, die den Klickpreis nicht decken.
- Messen: tragen nicht, wenn Standkosten und Reisezeit den Umsatz der gewonnenen Kontakte übersteigen.
- Bestandskunden: tragen nicht für den ersten Kunden.
Kein Weg hilft außerdem, wenn das Angebot unklar ist oder niemand Anfragen binnen eines Tages beantwortet. Mehr Anrufe verstärken dann nur das Problem.
Welche Reihenfolge nehmen Sie für die ersten 90 Tage?
- Auftragswert, Abschlussquote und Zielzahl der Aufträge notieren
- Rückwärtsrechnung wie oben mit eigenen Quoten erstellen
- Kostengrenze je Termin aus dem Deckungsbeitrag berechnen
- Liste der 100 bis 300 Firmen anlegen, die Ihr Angebot kaufen können
- Bestandskunden nach Folgebedarf und einer Empfehlung fragen
- Einen Anrufblock von zwei Wochen testen und Gespräche, Termine, Abschlüsse zählen
- Nach vier Wochen Quoten mit der Annahme vergleichen und den Weg mit der besten Termin-Quote ausbauen
Wenn die Anrufe Ihre Verkaufszeit fressen, übernimmt die Telefonakquise von KRAUSS die Telefonebene und die Terminierung. Ein erstes Gespräch vereinbaren Sie unter Termin buchen.
Häufig gestellte Fragen
Wie gewinne ich schnell neue Kunden im B2B?
Mit einer engen Zielgruppe, einer Liste von Entscheidern und einem konkreten Anlass für das Gespräch. Breite Werbung bringt Aufmerksamkeit, aber selten Termine. Fangen Sie mit 100 bis 200 passenden Firmen an und messen Sie die Antworten.
Welche Strategien sind effektiv, um als Dienstleister neue Kunden zu gewinnen?
Dienstleister haben meist keinen sichtbaren Produktbeweis. Deshalb trägt Empfehlung mit Anlass am besten, danach das Gespräch mit einem konkreten Anlass im Zielunternehmen, etwa einer neuen Stelle oder einem Umbau.
Wie gewinne ich Kunden ohne großes Budget?
Mit Empfehlungsfragen an bestehende Kunden und täglich 90 Minuten Anrufzeit. Beides kostet Zeit statt Geld und liefert in einer Arbeitswoche ungefähr einen Termin, wenn die Liste stimmt.
Wie viel darf ein neuer Kunde kosten?
Höchstens so viel, wie er im ersten Jahr an Deckungsbeitrag bringt, abzüglich eines Puffers. Bei 12.000 Euro Deckungsbeitrag und einem Abschluss aus fünf Terminen liegt die Grenze je Termin bei 2.400 Euro, mit 30 Prozent Puffer bei rund 1.700 Euro. Die Werte sind Annahmen.
Wie viel Zeit braucht der Weg vom ersten Kontakt zum Auftrag?
Das hängt vom Auftragswert ab: bei kleinen Aufträgen Tage bis Wochen, bei Investitionsgütern oft drei bis zwölf Monate. Planen Sie die Rückwärtsrechnung deshalb mit einem Zeitraum, nicht mit einem Stichtag.
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