Inhalt8 Abschnitte
- 01Was ist B2B-Telesales, und worin unterscheidet es sich von der Terminvereinbarung?
- 02Wie läuft eine B2B-Telesales-Kampagne ab?
- 03Welche Kennzahlen zeigen, ob Telesales funktioniert?
- 04Was bringt eine Telesales-Kampagne? Eine Rechnung
- 05Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
- 06Wie schreiben Sie ein Telesales-Skript, das Gespräche trägt?
- 07Wann trägt B2B-Telesales nicht?
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
B2B-Telesales verkauft am Telefon: Der Anruf schließt den Auftrag ab oder bereitet ihn so vor, dass kein Außendienst nötig ist. Es funktioniert bei Produkten mit klarem Nutzen, kurzem Entscheidungsweg und niedrigem Erklärungsbedarf.
Dieser Beitrag stammt von März 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Bei komplexen Lösungen ist der bessere Anruf einer, der einen Termin für den Vertrieb vereinbart. Stand: Oktober 2026.
Was ist B2B-Telesales, und worin unterscheidet es sich von der Terminvereinbarung?
Telesales ist der Verkauf am Telefon, die Terminvereinbarung bereitet ein Gespräch für später vor. Beide rufen Geschäftskunden an, aber sie haben ein anderes Ziel und brauchen andere Gespräche.
Tabelle: Telesales und Terminvereinbarung im Vergleich, Einordnung der Redaktion
| Merkmal | Telesales | Terminvereinbarung |
|---|---|---|
| Ziel des Anrufs | Auftrag oder Bestellung | Termin mit dem Vertrieb |
| Passende Produkte | Standardprodukte, Wiederkauf, Zusatzverkauf | Erklärungsbedürftige Lösungen, Projekte |
| Gesprächsdauer | 8 bis 15 Minuten | 2 bis 4 Minuten |
| Entscheider | Oft Fachabteilung oder Einkauf | Fast immer Entscheider mit Budget |
| Kennzahl | Abschlussquote je Gespräch | Termine je Entscheider erreicht |
Quelle: eigene Einordnung, Stand 10/2026.
Die Definition steht im Glossar unter Telesales. Wie die Terminvariante abläuft, zeigt der Ratgeber Terminvereinbarung im B2B. Die Leistung von KRAUSS in diesem Bereich beschreibt die Seite Telefonakquise.
Wie läuft eine B2B-Telesales-Kampagne ab?
Eine Kampagne läuft in fünf Schritten: Zielgruppe festlegen, Adressen prüfen, Gesprächsleitfaden schreiben, Anrufblock fahren, wöchentlich auswerten. Jeder Schritt hat eine Prüffrage.
- Zielgruppe festlegen. Branche, Größe, Rolle des Ansprechpartners und ein Anlass, zum Beispiel eine Ausschreibung oder ein Umzug. Prüffrage: Können Sie die Zielgruppe in einem Satz beschreiben?
- Adressen prüfen. Ansprechpartner, Durchwahl, Dubletten. Prüffrage: Wie viele von 100 Nummern führen zu einer Person?
- Leitfaden schreiben. Einstieg, Frage zur Situation, Nutzen, Einwand, Abschluss. Hinweise liefert der Gesprächsleitfaden für das Telefon.
- Anrufblock fahren. Feste Zeitfenster, drei Versuche je Kontakt, Notiz nach jedem Gespräch.
- Wöchentlich auswerten. Erreichte, Gespräche, Abschlüsse, häufigste Einwände.
Die Einwände klären Sie nicht im Gespräch, sondern vorher. Die Antworten stehen im Leitfaden Einwandbehandlung am Telefon.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Kennzahlen zeigen, ob Telesales funktioniert?
Vier Zahlen genügen: Erreichquote, Gesprächsquote, Abschlussquote und Wert je Abschluss. Zählen Sie Anrufe nur als Rahmen, nicht als Erfolg.
Tabelle: Kennzahlen im Telesales, Rechenweg und Beispielwert (Annahmen)
| Kennzahl | Rechenweg | Beispielwert |
|---|---|---|
| Erreichquote | Erreichte Ansprechpartner / gewählte Nummern | 35 % |
| Gesprächsquote | Gespräche über 3 Minuten / Erreichte | 60 % |
| Abschlussquote | Abschlüsse / Gespräche | 12 % |
| Wert je Abschluss | Umsatz / Abschlüsse | 1.800 Euro |
Quelle: Beispielwerte als Annahme, Stand 10/2026. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein.
Was bringt eine Telesales-Kampagne? Eine Rechnung
Mit den Annahmen aus der Tabelle bringen 1.000 gewählte Nummern rund 25 Abschlüsse und rund 45.000 Euro Umsatz bei rund 61 Telefonstunden. Ob das reicht, entscheiden Ihre Kosten für Telefonzeit und Adressen. Alle Werte sind Annahmen.
Tabelle: Rechnung zur Kampagne, Annahmen, Rechenweg in Klammern
| Größe | Wert |
|---|---|
| Gewählte Nummern (Annahme) | 1.000 |
| Erreichte Ansprechpartner (1.000 x 0,35) | 350 |
| Gespräche über 3 Minuten (350 x 0,60) | 210 |
| Abschlüsse (210 x 0,12) | rund 25 |
| Umsatz bei 1.800 Euro je Abschluss (25 x 1.800) | rund 45.000 Euro |
| Telefonzeit (1.000 Wahlversuche x 2 min + 210 Gespräche x 8 min, Annahmen) | rund 61 Stunden |
| Umsatz je Telefonstunde (45.000 / 61) | rund 740 Euro |
Quelle: eigene Rechnung mit Annahmen, Stand 10/2026.
Vergleichen Sie den Deckungsbeitrag je Telefonstunde (Umsatz minus Warenkosten) mit den Vollkosten einer Telefonstunde. Liegt er darunter, lohnt die Kampagne nicht.
Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Großhändler von Laborbedarf riefen zwei Mitarbeiter Bestandskunden und Neukunden mit einer Standardliste an. Bei 120 Anrufen kamen 9 Gespräche zustande, 2 endeten mit einer Bestellung.
Das Team stellte vor jedem Anruf einen Anlass bereit: eine neue Laborleitung, eine Erweiterung oder eine Normänderung. Bei den nächsten 120 Anrufen kamen 19 Gespräche zustande, 6 endeten mit einer Bestellung. Das ist ein Einzelfall mit kleiner Stichprobe und kein Richtwert. Die Wirkung hängt von Zielgruppe und Produkt ab.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie schreiben Sie ein Telesales-Skript, das Gespräche trägt?
Ein Skript hat vier Teile, Einstieg, Frage, Nutzen und Abschluss, und lässt Raum für die Antwort des Kunden. Schreiben Sie Stichworte, keinen Fließtext.
- Einstieg: Name, Firma, Anlass in einem Satz
- Erlaubnisfrage: "Passt es kurz?"
- Zwei offene Fragen zur Situation des Kunden
- Ein Nutzen, passend zur Antwort
- Zwei Einwände mit Rückfrage vorbereitet
- Abschlussfrage mit Datum: Bestellung, Muster oder Rückruf
- Notiz nach dem Gespräch in einem Satz im CRM
Wann trägt B2B-Telesales nicht?
Es trägt nicht, wenn die Entscheidung mehrere Personen betrifft oder ein Budget freigegeben werden muss. In diesen Fällen verkauft der Anruf nichts, er öffnet bestenfalls eine Tür. Dann ist die Terminvereinbarung mit einem Vertriebsmitarbeiter der bessere Weg.
Gegen Telesales spricht auch ein Produkt, das der Kunde sehen oder testen muss. Ebenso gegen Zielgruppen, die telefonisch kaum erreichbar sind, etwa Geschäftsführer großer Konzerne. Die Rechnung kippt, wenn die Erreichquote stark fällt: Bei 15 statt 35 Prozent halbiert sich in der Beispielrechnung der Umsatz je Telefonstunde ungefähr. Das gilt auch für den Einsatz von KRAUSS: Wo ein Auftrag nicht am Telefon fällt, vereinbaren wir Termine, wir verkaufen nicht.
Häufig gestellte Fragen
Welche Fähigkeiten brauchen Telesales-Mitarbeiter im B2B?
Sie brauchen Zuhören, Produktwissen und die Fähigkeit, Einwände mit einer Rückfrage zu beantworten. Übung im Rollenspiel schlägt Theorie.
Wie viele Anrufe braucht ein Abschluss?
Das hängt von Ihren Quoten ab. In der Beispielrechnung oben sind es rund 40 gewählte Nummern je Abschluss. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Quoten nach.
Passt Telesales zu langen B2B-Verkaufszyklen?
Nur zum ersten Schritt. Bei langen Zyklen bereitet der Anruf den Termin vor, der Abschluss fällt später im persönlichen Gespräch.
Wann ist der beste Zeitpunkt für Anrufe im B2B?
Es gibt keine allgemeingültige Uhrzeit. Testen Sie zwei Zeitfenster eine Woche lang und vergleichen Sie die Erreichquote.
Ersetzt Social Selling den Anruf?
Es ergänzt ihn. Ein Kontakt in sozialen Netzwerken erleichtert den Einstieg, ersetzt aber nicht die Frage nach dem Auftrag. Mehr dazu im Ratgeber Social Selling.
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