Inhalt7 Abschnitte
- 01Was unterscheidet Telesales von Telemarketing und Terminvereinbarung?
- 02Wie viele Anrufe braucht ein Termin? Ein Beispiel aus der Praxis
- 03Welche Schritte bauen eine Outbound-Kampagne auf?
- 04Was kostet ein Termin im Telesales intern?
- 05Wann passt Telesales Outbound nicht? Grenzen der Methode
- 06Welche Kennzahlen zeigen, ob Telesales trägt?
- 07Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Telesales Outbound im B2B heißt: Ihr Team ruft Unternehmen an, die Sie noch nicht kennen, und verkauft am Telefon oder vereinbart einen Verkaufstermin. Bei erklärungsbedürftigen Produkten ist der Termin das bessere Ziel, weil der Abschluss selten im ersten Gespräch fällt.
Dieser Beitrag stammt von Dezember 2023. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Als Faustwert rechnen Sie mit rund 75 Wählversuchen je stattfindendem Termin, das zeigt die Rechnung unten. Stand: Oktober 2026.
Was unterscheidet Telesales von Telemarketing und Terminvereinbarung?
Telesales verkauft am Telefon, Telemarketing ist der Oberbegriff für alle Telefonaktionen, Terminvereinbarung liefert nur den Gesprächstermin für Ihren Vertrieb. Welche Variante passt, entscheidet der Auftragswert und die Erklärungstiefe Ihres Angebots.
Tabelle: Drei Telefonmodelle im B2B, Stand 10/2026
| Modell | Ziel des Anrufs | Passt bei |
|---|---|---|
| Telesales | Abschluss am Telefon | Einfache Produkte, Nachbestellungen, kleine Auftragswerte |
| Telemarketing | Information, Befragung, Interesse wecken | Bekanntheit, Kundenpflege, Datenpflege |
| Terminvereinbarung | Termin mit Entscheider | Erklärungsbedürftige Lösungen, vierstellige und höhere Auftragswerte |
Quelle: Begriffsbestimmung der Redaktion, vgl. Telemarketing, abgerufen am 06.10.2026.
Den Weg von der Liste zum Termin beschreibt die Seite Telefonakquise, die Grundlagen stehen im Glossar unter Telefonakquise und Terminvereinbarung.
Wie viele Anrufe braucht ein Termin? Ein Beispiel aus der Praxis
In einem Projekt für einen Anbieter von Betriebssoftware für Speditionen brauchten wir 600 Wählversuche für 8 stattfindende Termine, das sind 75 Wählversuche je Termin. 150 Wählversuche führten zu einem Gespräch (25 %), in 60 Gesprächen saß der Entscheider am Apparat (40 %), 9 Termine wurden vereinbart (15 % der Entscheider-Gespräche), 8 fanden statt.
Tabelle: Trichter des Beispielprojekts, Werte aus dem Projekt, keine Marktzahlen
| Stufe | Menge | Quote zur Vorstufe |
|---|---|---|
| Wählversuche | 600 | |
| Gespräche | 150 | 25 % |
| Gespräche mit Entscheider | 60 | 40 % |
| Vereinbarte Termine | 9 | 15 % |
| Stattgefundene Termine | 8 | 89 % |
Schwach war in diesem Projekt die Entscheiderquote. Die Liste enthielt zu viele Disponenten. Nach der Bereinigung stieg sie in den Folgewochen. Das ist ein Einzelfall, kein Richtwert für Ihre Branche. Kennzahlen und ihre Definition erklärt das Glossar unter Terminquote.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Schritte bauen eine Outbound-Kampagne auf?
Eine Kampagne steht in sechs Schritten, und die Reihenfolge entscheidet: Erst Liste und Angebot, dann Leitfaden, dann Anrufe.
- Zielgruppe festlegen: Branche, Größe, Rolle des Entscheiders. Die Vorlage Zielgruppen-Check führt durch die Kriterien.
- Liste aufbauen: Ansprechpartner mit Funktion, nicht nur die Zentrale.
- Gesprächsleitfaden schreiben: Einstieg in 20 Sekunden, zwei Qualifizierungsfragen, ein Terminvorschlag. Eine Anleitung bietet der Gesprächsleitfaden-Leitfaden.
- Einwände vorbereiten: je Einwand eine Rückfrage, nicht ein Argument. Die Einwandkarte hilft beim Üben.
- Anrufblöcke planen: feste Zeitfenster, in denen nichts anderes passiert.
- Auswerten: Jede Woche Erreichquote, Entscheiderquote, Terminquote und Show-Rate vergleichen und je Woche nur einen Punkt ändern.
Was kostet ein Termin im Telesales intern?
Ein Termin kostet intern den Lohn der Anrufstunden, die er braucht. Mit den Annahmen unten sind das rund 340 Euro je stattfindendem Termin, ohne Führung, Software und Leerlauf.
Tabelle: Rechnung, Kosten je Termin intern, alle Werte Annahmen
| Posten | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Wählversuche je Anrufstunde | Annahme | 12 |
| Anrufstunden je Termin | 75 ÷ 12 | rund 6,3 |
| Vollkosten je Anrufstunde | Annahme | 55 € |
| Interne Kosten je Termin | 6,3 × 55 € | rund 345 € |
Quelle: Annahmen der Redaktion, kein Marktwert. Setzen Sie Ihre eigenen Werte ein. Was ein Termin bei einem Dienstleister kostet, steht in dessen Angebot, bei KRAUSS im Angebotskonfigurator. Den Vergleich von eigenem Team und Dienstleister zeigt die Seite Akquise intern oder extern.
Wann passt Telesales Outbound nicht? Grenzen der Methode
Telesales passt nicht, wenn Ihr Angebot in zehn Minuten am Telefon nicht verständlich wird, wenn Sie pro Jahr nur wenige Termine brauchen oder wenn Ihre Zielgruppe nur schwer telefonisch erreichbar ist. Dann kostet die Lernkurve mehr, als die Termine bringen. Auch ein Vertrieb, der Termine nicht in Aufträge verwandelt, hat zuerst ein anderes Problem, das mehr Anrufe nicht lösen.
Eine Grenze setzt auch das Recht: Ein Werbeanruf im B2B braucht mindestens die mutmaßliche Einwilligung des Angerufenen, so regelt es § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG. Stand: 06.10.2026, keine Rechtsberatung. Was das praktisch heißt, erklärt der Ratgeber Ist Kaltakquise im B2B verboten?.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Kennzahlen zeigen, ob Telesales trägt?
Fünf Zahlen reichen: Erreichquote, Entscheiderquote, Terminquote, Show-Rate und Kosten je Termin. Die Zahl der Anrufe allein sagt nichts über Qualität, sie zeigt nur Fleiß. Wie Sie die Zahlen im Alltag führen, steht im Leitfaden Akquise-Kennzahlen messen. Die Auslagerung beschreibt die Seite Vertrieb auslagern.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Telesales im B2B wirksam?
Wirksam wird es mit einer sauberen Liste, einem kurzen Leitfaden und festen Anrufblöcken. Prüfen Sie jede Woche die Entscheiderquote: Stimmt sie nicht, hilft kein besseres Skript.
Welche Herausforderungen hat Outbound-Telesales im B2B?
Entscheider sind schwer zu erreichen, Vorzimmer filtern, und die Einwilligungsfrage braucht eine klare Regel im Team. Der Glossareintrag Gatekeeper zeigt, wie Sie das Vorzimmer überwinden.
Worin unterscheidet sich B2B-Telesales von B2C?
Im B2B entscheidet meist ein Gremium, der Verkaufszyklus ist länger, und es braucht mehrere Kontakte. Deshalb ist der Termin das übliche Ziel, nicht der Abschluss im ersten Anruf.
Wie messen Sie den Erfolg von Outbound-Telesales?
Mit der Kette vom Wählversuch zum stattgefundenen Termin und den Kosten je Termin. Nur Anrufzahlen oder Gesprächsdauer zu zählen, belohnt Aktivität statt Ergebnis.
Welche Schulung brauchen Telesales-Mitarbeiter?
Gesprächseinstieg, Bedarfsfragen, Einwandbehandlung und Terminvorschlag, geübt an echten Anrufen. Das Vertriebstraining der Schwesterfirma deckt das ab.
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