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Kurz gesagt
Einstufiger Vertrieb bedeutet, dass der Hersteller selbst an den Kunden verkauft, ohne Händler oder Großhändler dazwischen. Der Vorteil liegt in Marge und Kontrolle, der Nachteil in den Vertriebskosten, die Sie allein tragen.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Ob der Weg trägt, zeigt eine Rechnung mit den eigenen Zahlen, nicht ein Vergleich mit anderen Anbietern.
Was heißt einstufig im Alltag?
Der Begriff beschreibt den Weg der Ware oder Leistung: Der Hersteller spricht direkt mit dem Kunden, verhandelt, liefert und betreut. Es gibt keinen Vermittler, der einen Teil der Marge nimmt. Dafür übernehmen Sie alles, was ein Händler sonst erledigt.
Im B2B ist der einstufige Vertrieb häufig: Ein Maschinenbauer verkauft direkt an Industriebetriebe, ein Softwareanbieter direkt an Unternehmen. Die Gespräche führt das eigene Team, und die Verträge schließt der Hersteller ab.
Wie rechnen Sie den Direktvertrieb gegen den Händler?
Die Rechnung nutzt dieselbe Leistung und vergleicht zwei Wege. Die Händlermarge und die Vertriebskosten sind Annahmen, die Sie mit Ihren Zahlen ersetzen sollten.
| Zeile | Direkt | Über Händler |
|---|---|---|
| Verkaufspreis an den Kunden | 10.000 € | 10.000 € |
| Händlermarge (Annahme) | 0 € | 2.500 € |
| Vertriebskosten je Abschluss (Annahme) | 1.800 € | 300 € |
| Hersteller-Erlös vor Produktionskosten | 10.000 € | 7.500 € |
| Ergebnis nach Vertriebskosten | 8.200 € | 7.200 € |
Quelle der Tabelle: Eigene Rechnung mit Annahmen. Die Zahlen zeigen, dass der Direktweg bei diesem Beispiel vorn liegt. Ändert sich die Zahl der Abschlüsse oder die Höhe der Vertriebskosten, kann das Ergebnis kippen.
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- Beim Kunden bestätigt[2]
Was zeigt ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Hersteller von Spezialschmierstoffen für die Metallverarbeitung verkaufte das Unternehmen bisher über drei Händler. Die Händler vertrieben die Produkte an kleine Werkstätten, die Großkunden blieben beim Hersteller. Nach einer Rechnung stellte das Team fest, dass der Händlerweg im Jahr rund 40 Prozent der Marge band.
Das Team startete einen Direktvertrieb für Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitenden. In sechs Monaten entstanden 22 neue Kunden, der Vertriebsaufwand stieg um zwei Vollzeitstellen. Die Marge je Kunde blieb höher, aber die Anlaufzeit war lang. Die Zahlen stammen aus einem Praxisbeispiel, nicht aus einer Erhebung.
Wann ist der einstufige Weg die falsche Wahl?
Er ist falsch, wenn der Markt aus sehr vielen kleinen Käufern besteht und die Lieferkette ein Händlernetz braucht. Die Vertriebskosten je Kunde wären dann höher als die Marge. Dann lohnt sich ein Händler, auch wenn die Marge kleiner ist.
Er ist auch falsch, wenn das Team nicht ausreicht, den Kundenservice zu leisten. Ein Direktvertrieb ohne Service schadet dem Ruf stärker als ein Händler mit Lücken.
Den Begriff Direktvertrieb erklärt das Glossar für die Vertriebsform mit Vermittlern. Wie Akquise im eigenen Team organisiert wird, zeigt die Checkliste zur Telefonakquise. Die Entscheidung zwischen Eigenvertrieb und Partner beschreibt die Checkliste zur Auswahl einer Vertriebsagentur. Wie externe Telefonakquise den eigenen Direktvertrieb ergänzt, zeigt die Seite zur Telefonakquise.
Stand: Oktober 2026.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet einstufiger Vertrieb?
Der Hersteller verkauft direkt an den Endkunden oder Geschäftskunden, ohne Händler oder Großhändler dazwischen. Das nennt man auch Direktvertrieb. Der Kontakt liegt vollständig beim eigenen Team.
Wann lohnt sich einstufiger Vertrieb?
Wenn das Produkt erklärungsbedürftig ist, die Kundenzahl überschaubar bleibt und die Marge die eigenen Vertriebskosten trägt. Bei sehr breiten Märkten mit vielen kleinen Käufern ist ein Händlernetz oft wirtschaftlicher.
Was kostet der Direktvertrieb im Vergleich zu Händlern?
Sie tragen die Vertriebskosten selbst, zum Beispiel Personal, Telefon und Reisen. Ein Händler behält eine Marge, die Sie sonst behalten würden. Rechnen Sie beide Wege mit denselben Zahlen, bevor Sie entscheiden.
Welche Nachteile hat der einstufige Vertrieb?
Hoher Aufwand für Akquise, Verantwortung für Kundenservice und Lieferung und lange Anlaufzeiten. Kleine Unternehmen spüren diesen Aufwand besonders, weil ein Vertriebsausfall direkt ins Geschäft durchschlägt.
Wie unterscheidet sich einstufig von mehrstufig?
Mehrstufig heißt: zwischen Hersteller und Kunde stehen ein oder mehrere Mittler, etwa Händler, Großhändler oder Vertreter. Einstufig heißt: der Hersteller ist der einzige Verkäufer. Der Unterschied liegt in Marge, Kontrolle und Reichweite.
Kann ich einstufig und mehrstufig kombinieren?
Ja, viele Anbieter verkaufen Großkunden direkt und kleinere Kunden über Händler. Legen Sie fest, welche Kundengruppe welchen Weg nutzt, damit sich Preise und Kontakte nicht widersprechen.
Wie halte ich den Preis im Direktvertrieb stabil?
Mit einer klaren Preisstruktur, einer festen Laufzeit und einem Angebot, das den Umfang nennt. Nachlässe nur gegen Gegenleistung. Ein Preis ohne Umfang wird im Direktvertrieb schnell zum Vergleichsobjekt.
Woran erkenne ich, dass der Direktvertrieb trägt?
Die Kosten je Abschluss liegen unter dem Deckungsbeitrag, und die Gespräche führen zu Aufträgen, die sich wiederholen. Prüfen Sie beides quartalsweise, nicht nur den Umsatz.
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