Inhalt7 Abschnitte
- 01Was gehört in ein Grundlagentraining für Vertrieb und Verkauf?
- 02Wie sieht ein Lehrplan für die ersten vier Wochen aus?
- 03Was kostet ein Grundlagentraining in Arbeitszeit? Eine Rechnung
- 04Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
- 05Wann bringt ein Grundlagentraining nichts?
- 06Wie bereiten Sie das Training vor?
- 07Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Ein Grundlagentraining für Vertrieb und Verkauf vermittelt in vier Bausteinen, was Einsteiger vom ersten Kundengespräch an brauchen: Gesprächsablauf, Fragen, Einwände und Selbstorganisation. Es wirkt, wenn jedem Baustein eine Übung und eine Zahl zugeordnet sind.
Dieser Beitrag stammt von März 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Was gehört in ein Grundlagentraining für Vertrieb und Verkauf?
Vier Bausteine reichen für den Start. Alles Weitere, etwa Verhandlung oder Key-Account-Arbeit, folgt später.
Tabelle: Bausteine eines Grundlagentrainings mit Übung und Messgröße
| Baustein | Inhalt | Übung | Messgröße |
|---|---|---|---|
| 1. Gesprächsablauf | Einstieg, Bedarf, Nutzen, Abschluss | Rollenspiel mit festem Ablauf | Termine je 100 erreichte Entscheider |
| 2. Fragen | Bedarf klären statt Produkt erklären | zehn Fragen zum eigenen Kunden schreiben | Redeanteil des Kunden im Mitschnitt |
| 3. Einwände | drei häufigste Einwände beantworten | Rollenspiel mit Szenarienkarten | Gespräche, die nach dem Einwand weiterlaufen |
| 4. Selbstorganisation | Zielliste, Wiedervorlage, Zeitblöcke | Wochenplan schreiben | verkaufsaktive Stunden pro Woche |
Quelle: Praxiserfahrung der Redaktion, Stand 10/2026. Die Messgrößen sind Vorschläge, wählen Sie nur eine je Baustein.
Das Glossar erklärt den Gesprächsleitfaden und die Einwandbehandlung, die Bausteine 1 und 3 tragen. Für Baustein 3 liefern die Szenarienkarten für Rollenspiele fertige Übungen.
Wie sieht ein Lehrplan für die ersten vier Wochen aus?
Verteilen Sie das Training auf vier Wochen mit je zwei Lerneinheiten und viel Praxis. Eine Woche entspricht einem Baustein.
- Woche 1, Gesprächsablauf: Zwei Stunden Ablauf besprechen, dann Rollenspiele. Jeder spricht den Einstieg dreimal, bis er ohne Zettel klingt.
- Woche 2, Fragen: Jeder schreibt zehn Fragen zu einem echten Kunden. Danach hören Sie gemeinsam zwei Gesprächsmitschnitte und zählen, wer mehr redet.
- Woche 3, Einwände: Die drei häufigsten Einwände Ihres Marktes werden geübt, jeweils mit einer Antwort und einer Rückfrage.
- Woche 4, Selbstorganisation: Jeder baut seinen Wochenplan mit Zeitblöcken und Wiedervorlagen. Der Trainer prüft ihn nach einer Woche gegen die Wirklichkeit.
Jede Woche endet mit zwei echten Gesprächen, die der Vertriebsleiter mithört. Die Vorlage für das Feedback finden Sie im Call-Feedback-Bogen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was kostet ein Grundlagentraining in Arbeitszeit? Eine Rechnung
Rechnen Sie zuerst die eigene Arbeitszeit. Das Beispiel nimmt vier Einsteiger an, vier Wochen und sechs Stunden Training pro Woche.
Tabelle: Modellrechnung für vier Einsteiger, Annahmen ausgewiesen
| Größe | Wert |
|---|---|
| Annahme Teilnehmer | 4 |
| Annahme Trainingszeit je Teilnehmer und Woche | 6 Std. |
| Dauer | 4 Wochen |
| Trainingszeit gesamt | 96 Std. |
| Annahme Vollkosten je Stunde | 45 Euro |
| Kosten Arbeitszeit der Teilnehmer | 4.320 Euro |
| Annahme Aufwand Vertriebsleiter (2 Std. pro Woche, 80 Euro je Stunde) | 640 Euro |
| Summe ohne externen Trainer | 4.960 Euro |
| Annahme Deckungsbeitrag je gewonnenem Auftrag | 2.500 Euro |
| Aufträge bis zum Ausgleich | rund 2 |
Quelle: Modellrechnung der Redaktion, Stand 10/2026. Alle Werte sind Annahmen, setzen Sie Ihre eigenen ein. Kosten für einen externen Trainer kommen hinzu.
Das Training rechnet sich nach dieser Annahme, sobald das Team in den Monaten danach zwei zusätzliche Aufträge gewinnt. Das ist keine Prognose, sondern die Schwelle, die Sie prüfen.
Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Anbieter von Brandschutztechnik begannen drei Quereinsteiger im Innendienst nach zwei Tagen Produktschulung direkt mit den Anrufen. Sie führten in den ersten sechs Wochen 210 Gespräche mit Entscheidern und vereinbarten 8 Termine, das sind 3,8 Prozent.
Der Vertriebsleiter stellte auf vier Wochen Grundlagentraining um, mit wöchentlich drei Stunden Rollenspiel und zwei mitgehörten Gesprächen je Person. In den folgenden sechs Wochen führte das Team 190 Gespräche und erreichte 16 Termine, das sind 8,4 Prozent.
Die Zahl verteilte sich ungleich. Einer der drei blieb unter 4 Prozent, er hatte zwei der vier Mithörtermine ausfallen lassen. Der Vertriebsleiter holte sie in der Woche danach nach.
Wann bringt ein Grundlagentraining nichts?
Ein Grundlagentraining wirkt nicht, wenn die Ursache für schwache Ergebnisse woanders liegt oder die Praxis fehlt.
- Falsche Zielliste: Wenn Ihr Team die falschen Firmen oder Rollen anruft, verbessert kein Gesprächstraining die Quote.
- Kein Coaching danach: Ohne Wiederholung und Mithören verfällt der Effekt oft nach einigen Wochen. Der Beitrag Sales Trainings zeigt dazu einen Fall.
- Erfahrene Verkäufer: Wer seit Jahren verkauft, braucht eher ein Training zu einem einzelnen Thema als die Grundlagen.
- Unklare Messung: Ohne Zahl vorher gibt es nach dem Training nichts zu vergleichen.
Einen Überblick über Trainingsarten bietet der Beitrag Vertriebstraining, das Wissen zum Aufbau der Teamarbeit steht unter Sales Enablement.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie bereiten Sie das Training vor?
Klären Sie vor dem ersten Termin Ziel, Zahl und Zeit. Die Checkliste fasst den Start zusammen.
- Eine Zahl für Vorher und Nachher festgelegt, zum Beispiel Termine je 100 erreichte Entscheider
- Messung der letzten vier Wochen vor dem Start gesichert
- Vier Termine pro Woche im Kalender aller Teilnehmer geblockt
- Szenarienkarten für Einwände aus echten Gesprächen vorbereitet
- Vertriebsleiter für zwei Mithörtermine pro Woche eingeplant
- Termin für die Messung nach sechs Wochen gesetzt
KRAUSS Training bietet Grundlagentrainings für Vertriebsteams an, die Inhalte und Formate stehen unter Training. Wenn Ihr Team die Termine nicht selbst telefonieren soll, übernimmt KRAUSS die Telefonebene, siehe Telefonakquise.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Vertrieb und Verkauf?
Der Vertrieb umfasst den ganzen Weg zum Kunden, von der Zielgruppe über die Kontaktaufnahme bis zur Nachbetreuung. Der Verkauf ist der Teil, in dem Sie mit dem Kunden sprechen und den Abschluss herbeiführen. Ein Grundlagentraining deckt beides ab, gewichtet aber das Gespräch.
Wie lange sollte ein Grundlagentraining dauern?
Rechnen Sie mit vier Wochen, in denen Sie Training und Praxis abwechseln. Ein einzelner Seminartag vermittelt Wissen, aber ohne Wiederholung bleibt davon wenig im Gespräch hängen.
Online oder in Präsenz?
Für Wissen und Übungen am Telefon genügt ein Online-Format, für Rollenspiele mit Körpersprache und Verhandlung ist Präsenz besser. Viele Teams kombinieren beides: Grundlagen online, Rollenspiele vor Ort.
Brauchen Quereinsteiger ein anderes Training?
Sie brauchen mehr Zeit für Produkt und Markt, aber dieselben Gesprächsgrundlagen. Planen Sie bei Quereinsteigern eine zusätzliche Woche Produktwissen vor dem ersten Kundenkontakt ein.
Woran erkennen Sie einen guten Trainer?
Er lässt Teilnehmer echte Gespräche üben, arbeitet mit Mitschnitten und nennt vorab, welche Zahl sich verbessern soll. Ein Trainer, der nur Folien zeigt, liefert Wissen ohne Wirkung.
Wie finde ich heraus, was ein Training bei uns bringt?
Messen Sie vorher und nachher dieselbe Zahl, zum Beispiel Termine je 100 erreichte Entscheider. Ohne diesen Vergleich bleibt die Wirkung eine Vermutung, mit ihm sehen Sie nach sechs Wochen, ob sich das Training lohnte.
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