Inhalt11 Abschnitte
- 01Ab wann gilt ein Kunde als inaktiv?
- 02Wie segmentieren Sie die Liste?
- 03Wie gehen Sie am Telefon vor?
- 04Welche Anreize wirken?
- 05Wie messen Sie den Erfolg?
- 06Was gilt rechtlich?
- 07Wann lohnt sich die Reaktivierung nicht?
- 08Checkliste für die erste Runde
- 09Was bringt eine Runde von 200 Anrufen?
- 10Welche Seiten vertiefen das Thema?
- 11Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Inaktive Kunden kennen Ihr Angebot schon. Der Weg zurück ist deshalb kürzer als der Weg zu einem Neukunden, wenn Sie den Grund der Pause kennen.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Vier Schritte helfen dabei: die Liste segmentieren, den Grund am Telefon klären, ein Angebot oder ein Gespräch vorschlagen und das Ergebnis messen. Der Grund entscheidet über den Anreiz, nicht umgekehrt.
Stand: Oktober 2026
Ab wann gilt ein Kunde als inaktiv?
Ein Kunde gilt als inaktiv, wenn er innerhalb eines festgelegten Zeitraums nicht bestellt hat. Eine übliche Schwelle liegt bei einem bis drei Jahren ohne Kauf. Der Zeitraum hängt davon ab, wie oft Ihre Kunden normalerweise bestellen. Ein Maschinenbauer mit Ersatzteilen rechnet anders als ein Caterer mit wöchentlicher Ware.
| Stufe | Kriterium | Vorgehen |
|---|---|---|
| Kürzlich inaktiv | Letzter Kauf vor sechs bis zwölf Monaten | Rückruf mit Anlass |
| Länger inaktiv | Letzter Kauf vor einem bis drei Jahren | Gespräch zum Grund |
| Verloren | Kein Bedarf oder Firma nicht mehr aktiv | Aus der Liste streichen |
Quelle: Einteilung der Redaktion, Stand 10/2026.
Wie segmentieren Sie die Liste?
Teilen Sie die Liste nach Umsatz und Zeit ohne Kauf. Kunden mit hohem früherem Umsatz kommen zuerst, weil sich der Aufwand dort am ehesten lohnt. Ein einfaches Raster aus zwei Achsen reicht für den Start. Mehr Gruppen braucht Ihr Team erst, wenn die ersten Ergebnisse vorliegen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie gehen Sie am Telefon vor?
Rufen Sie mit einem Anlass an, etwa einer neuen Produktlinie oder einer Änderung im Liefergebiet. Fragen Sie danach, warum nicht mehr bestellt wurde. Der Grund ist die wichtigste Information des Anrufs, denn er zeigt, ob ein Angebot, ein Gespräch oder nichts hilft. In einem Projekt für einen Anbieter von Gewerbewäsche riefen die Anrufer 40 Betriebe an, die seit zwei Jahren nicht bestellt hatten. 9 nannten einen Grund, 4 vereinbarten ein Gespräch. Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet.
Welche Anreize wirken?
Ein Rabatt senkt die Marge, bevor der Grund geklärt ist. Wirksamer sind Leistungen, die den genannten Grund beheben: eine kürzere Lieferzeit, ein Ansprechpartner im Innendienst oder eine Probelieferung. Bieten Sie den Anreiz erst an, wenn der Kunde den Grund genannt hat.
Wie messen Sie den Erfolg?
Zählen Sie erreichte Ansprechpartner, genannte Gründe, vereinbarte Gespräche und neue Bestellungen. Die Quote aus Gesprächen zu Bestellungen zeigt, ob die Ansprache trägt. Vergleichen Sie die Werte mit dem Vorquartal, bevor Sie das Vorgehen ändern.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was gilt rechtlich?
Für Telefonwerbung im B2B gilt nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG zumindest eine mutmaßliche Einwilligung. Für E-Mails braucht es nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG die vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten. Keine Rechtsberatung: Der Einzelfall gehört in die Prüfung durch Ihre Rechtsabteilung oder einen Anwalt.
Quelle: UWG, gesetze-im-internet.de, Fassung Stand 10/2026.
Wann lohnt sich die Reaktivierung nicht?
Wenn der Kunde den Vertrag aus gutem Grund beendet hat, wenn Sie das Angebot nicht mehr liefern können oder wenn die Firma nicht mehr existiert, verschwenden Sie Zeit. Streichen Sie solche Kontakte, damit das Team sich auf Gespräche mit Aussicht konzentriert.
Checkliste für die erste Runde
- Liste nach letztem Kauf und früherem Umsatz segmentieren
- Anlass für den Anruf festlegen
- Grund der Pause in jedem Gespräch notieren
- Anreiz erst nach dem genannten Grund anbieten
- Ergebnis nach zwei bis vier Wochen auswerten
Das Angebot für Rückgewinnung am Telefon beschreibt die Seite zur Kundenreaktivierung per Telefon. Den Ablauf zeigt der Leitfaden zu Bestandskunden reaktivieren. Die Zielgruppe prüfen Sie mit dem Zielgruppen-Check. Den Begriff Kundenbindung erklärt das Wissen zur Kundenbindung im B2B.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was bringt eine Runde von 200 Anrufen?
Die Rechnung zeigt, wie viele Gespräche aus einer Runde entstehen. Alle Werte sind Annahmen.
| Position | Wert | Annahme |
|---|---|---|
| Angerufene Betriebe | 200 | Liste der Bestandskunden |
| Erreichte Ansprechpartner | 50 | Ein Viertel, Annahme |
| Genannter Grund | 18 | Ein Drittel der Erreichten, Annahme |
| Gespräche mit Angebot | 6 | Ein Drittel der Gründe, Annahme |
Welche Seiten vertiefen das Thema?
Die Seite zur Kundenakquise zeigt die Ansprache neuer und alter Kunden im Zusammenhang. Die Telefonakquise beschreibt den Ablauf eines Anrufteams. Die Checkliste zu Recht und Kaltakquise prüft die Anrufe vor dem Start.
Häufig gestellte Fragen
Ab wann gilt ein Kunde als inaktiv?
Eine übliche Schwelle ist ein Zeitraum von einem bis drei Jahren ohne Kauf. Legen Sie den Zeitraum für Ihr Geschäft fest, je nachdem, wie oft Ihre Kunden normalerweise bestellen. Wichtig ist, dass alle Teammitglieder dieselbe Schwelle nutzen.
Wie reaktiviere ich einen inaktiven Kunden am Telefon?
Rufen Sie mit einem Anlass an, zum Beispiel einer neuen Produktlinie oder einer Änderung im Liefergebiet. Fragen Sie nach dem Grund, warum nicht mehr bestellt wurde. Der Grund entscheidet, ob ein Angebot, ein Gespräch oder nichts hilft.
Reichen Rabatte, um Kunden zurückzuholen?
Ein Rabatt ist ein Anreiz, aber kein Ersatz für die Klärung des Grunds. Wenn der Kunde wegen Qualität oder Lieferzeit gegangen ist, senkt der Preisnachlass nur die Marge. Klären Sie den Grund zuerst, dann entscheiden Sie über den Anreiz.
Wie viele inaktive Kunden lohnt es sich anzurufen?
Beginnen Sie mit den Kunden, die früher regelmäßig bestellt haben. Die Liste sollte so groß sein, dass das Team sie in zwei bis vier Wochen bearbeiten kann. Notieren Sie für jeden Anruf das Ergebnis, damit die nächste Runde auf den Erkenntnissen aufbaut.
Welche Daten brauche ich für die Segmentierung?
Sie brauchen das Datum der letzten Bestellung, den Umsatz der letzten Jahre und die Ansprechpartner. Mit diesen drei Angaben teilen Sie die Liste in Gruppen, etwa nach Umsatzhöhe und Zeit ohne Kauf.
Gibt es rechtliche Grenzen bei der Telefonansprache?
Im B2B gilt für Telefonwerbung nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG zumindest eine mutmaßliche Einwilligung. Eine Mail braucht nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG die ausdrückliche Einwilligung. Keine Rechtsberatung: Prüfen Sie den Einzelfall mit Ihrer Rechtsabteilung.
Woran erkenne ich, dass die Reaktivierung wirkt?
Messen Sie erreichte Ansprechpartner, genannte Gründe, vereinbarte Gespräche und neue Bestellungen. Die Quote aus Gesprächen zu Bestellungen zeigt, ob die Ansprache trägt. Vergleichen Sie die Quoten mit dem Vorquartal.
Wann lohnt sich eine Reaktivierung nicht?
Wenn der Kunde den Vertrag aus gutem Grund beendet hat, wenn Sie das Angebot nicht mehr liefern können oder wenn der Kunde nicht mehr existiert, verschwenden Sie Zeit. Streichen Sie solche Kontakte aus der Liste, damit das Team sich auf die Gespräche konzentriert, die Aussicht haben.
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