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Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Inaktive Kunden reaktivieren Sie im B2B mit einem Anruf, der einen konkreten Anlass nennt. Zuerst finden Sie die Kunden, die seit längerer Zeit nichts gekauft haben. Dann prüfen Sie den Grund und rechnen, ob sich der Aufwand lohnt. Der Ablauf unten zeigt die Reihenfolge.
Stand: Oktober 2026. Die Zahlen im Rechenbeispiel sind Annahmen.
Wie finde ich inaktive Kunden?
Eine Auswertung der letzten Bestellung je Kunde zeigt die Gruppe. Bei Projektgeschäften setzen Sie die Grenze höher, bei Verbrauchsgütern niedriger. Wichtig ist, dass die Liste nicht alle Kunden mischt. Ein Kunde, der nach sechs Monaten einen Projektabschluss hatte, ist anders zu behandeln als einer, der seit drei Jahren nichts gekauft hat.
Rechenbeispiel (Annahmen): Ein Anbieter hat 250 Bestandskunden ohne Auftrag seit zwölf Monaten. Er erreicht 20 Prozent der Entscheider, also 50 Gespräche. Davon führen 15 Prozent zu einem Termin, also rund 7 bis 8. Bei einem Abschluss von jedem vierten Termin entstehen 2 Aufträge zu je 8.000 Euro Umsatz. Ob das lohnt, zeigt der Vergleich mit den Kosten der Anrufe.
Welche Schritte gehören zur Reaktivierung?
- Gruppe bilden. Inaktive Kunden nach letztem Auftrag und Grund sortieren.
- Anlass wählen. Eine konkrete Neuigkeit, eine Frage zum letzten Projekt oder eine Änderung in der Branche.
- Anrufen und zuhören. Erst fragen, warum der Kunde nicht mehr bestellt, dann anbieten.
- Grund notieren. Feste Kategorien wie Bedarf entfällt, Preis, Ansprechpartner oder Qualität.
- Nächsten Schritt festlegen. Termin, Angebot oder Wiedervorlage in festem Abstand.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann trägt die Methode nicht?
- Wenn der Kunde ausdrücklich keinen Kontakt wünscht, ist jeder weitere Anruf ein Fehler.
- Bei Konflikten aus der letzten Zusammenarbeit hilft ein Anruf nur nach einer Klärung.
- Wenn der Bedarf entfallen ist, bringt auch ein guter Anruf keinen Auftrag.
Ein Gegenargument: Viele Teams versuchen, alle inaktiven Kunden zurückzuholen. Das kostet Zeit und verschleißt Kontakte. Besser ist eine kleine Gruppe mit echtem Anlass.
Praxisbeispiel: Die Gruppe mit neuem Anlass
In einem Projekt für einen Hersteller von Lebensmittelverpackungen waren 60 Kunden seit über einem Jahr inaktiv. Das Team nannte in jedem Anruf eine neue Folie mit geändertem Material, die zum Vorjahr passte. Von 60 Kunden erreichte es 17, es ergaben sich 4 Termine und ein Auftrag im Folgequartal.
Das Beispiel ist anonym und mit realistisch gewählten Zahlen beschrieben. Es zeigt den Anlass als Hebel, nicht einen sicheren Erfolg.
Wie rechne ich die Rückgewinnung?
Drei Zahlen genügen:
- Kosten je Anruf oder je Stunde Gesprächszeit, mit Ihren Werten.
- Termine je 100 erreichte Kunden.
- Deckungsbeitrag der zurückgewonnenen Aufträge im ersten Jahr.
Der Leitfaden zur Reaktivierung per Telefon zeigt Gesprächsbausteine und Einwandantworten. Die Seite zur Kundenreaktivierung per Telefon beschreibt den Ablauf eines Projekts. Nach dem Termin hilft die Checkliste zum Nachfassen.
Wenn Sie die Reaktivierung extern durchführen lassen, beschreibt die Seite Telefonakquise, welche Schritte übernommen werden. Preise zeigen wir nicht öffentlich. Ihre Rechnung mit eigenen Zahlen machen Sie im Konfigurator.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Häufige Fehler
- Anrufe ohne Anlass, nur weil der Kunde lange nicht bestellt hat.
- Keine Notiz zum Grund des Abbruchs.
- Ein Verkaufsgespräch, wo der Kunde erst etwas hören wollte.
- Keine Rechnung, ob die Aktion Geld bringt.
Häufig gestellte Fragen
Wie finde ich inaktive Kunden?
Mit einer Auswertung der letzten Bestellung je Kunde. Wer seit zwölf Monaten nichts gekauft hat, gilt im Regelfall als inaktiv. Die Grenze legen Sie je Branche fest, bei Projektgeschäften kann sie länger sein.
Welcher Anlass rechtfertigt einen Anruf an einen inaktiven Kunden?
Ein konkreter Grund: eine neue Leistung, eine Änderung in der Branche, eine Frage zum letzten Projekt. Ein Anruf ohne Anlass wirkt wie Verkauf um des Verkaufs willen und endet meist nach einem Satz.
Wie oft darf ich einen inaktiven Kunden anrufen?
So oft, wie es der Anlass rechtfertigt, und höchstens so oft, wie es der Kunde ohne Ärger hinnimmt. Dokumentieren Sie jeden Versuch. Bei einem klaren Nein fragen Sie nicht erneut nach, sondern vermerken den Wunsch.
Was sagt der Kunde, wenn er nicht mehr kauft?
Häufig: Bedarf entfällt, zu teuer, Ansprechpartner gewechselt, Qualität nicht mehr passend. Notieren Sie den Grund in festen Kategorien. Daraus folgt, ob sich eine Reaktivierung lohnt.
Brauche ich für die Reaktivierung E-Mail-Werbung?
Eine E-Mail kann nach einem Gespräch sinnvoll sein. Als erster Kontakt wirkt sie oft beliebig. Für Werbung per E-Mail gelten zudem die Einwilligungsregeln des UWG, § 7, die Sie vor dem Versand prüfen müssen.
Wie messe ich den Erfolg einer Reaktivierung?
Reaktivierte Kunden je Quartal, Termine daraus und Aufträge. Vergleichen Sie die Kosten der Anrufe mit dem Deckungsbeitrag der zurückgewonnenen Aufträge. Ohne diese Rechnung wissen Sie nicht, ob der Aufwand trägt.
Wann lohnt sich Reaktivierung nicht?
Wenn der Kunde ein Projekt abgeschlossen hat, das nicht wiederkehrt, oder wenn er ausdrücklich keinen Kontakt wünscht. Auch bei schwerwiegenden Konflikten ist ein Anruf der falsche Weg.
Wie verbinde ich Reaktivierung und Neukundengewinnung?
Die Erfahrungen aus Gesprächen mit inaktiven Kunden zeigen, welche Anlässe funktionieren. Nutzen Sie sie für die Ansprache neuer Kontakte mit ähnlichem Profil.
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