Inhalt8 Abschnitte
- 01Wie setzt sich der Umsatz im Vertrieb zusammen?
- 02Welcher Hebel bringt zuerst Umsatz?
- 03Praxisbeispiel: Terminquote statt mehr Kontakte bei einem Hersteller von Großküchentechnik
- 04Wann lohnt sich mehr Akquise nicht?
- 05Wie wählen Sie den ersten Hebel?
- 06Checkliste für die Umsatzrechnung
- 07Wie messen Sie die Wirkung?
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Umsatz im Vertrieb ergibt sich aus vier Zahlen: Kontakte, Terminquote, Abschlussquote und Auftragswert. Wer eine Zahl um einen Prozentpunkt verbessert, sieht den Effekt sofort in der Rechnung.
Dieser Beitrag stammt von Mai 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Die Methode ist einfach, die Umsetzung entscheidet. Beginnen Sie mit dem Hebel, der mit dem geringsten Aufwand den größten Umsatz bewegt.
Stand: Oktober 2026.
Wie setzt sich der Umsatz im Vertrieb zusammen?
Die Grundformel lautet: Kontakte mal Terminquote mal Abschlussquote mal Auftragswert. Jede Zahl ist eine Stelle, an der Sie ansetzen können. Die Kontakte sind das Volumen, die Terminquote zeigt, wie viele davon ein Gespräch werden. Die Abschlussquote zeigt, wie viele Gespräche einen Auftrag bringen, und der Auftragswert zeigt, was ein Auftrag einbringt.
Die Formel hilft vor allem bei Entscheidungen. Eine Maßnahme, die nur eine Zahl bewegt, muss daran gemessen werden, wie viel sie in der Kette bewegt.
Welcher Hebel bringt zuerst Umsatz?
Die Tabelle zeigt eine Rechnung mit Annahmen. Die Zahlen sind Beispielwerte, die Sie durch Ihre eigenen ersetzen.
| Hebel | Ausgangswert | Verbesserung | Umsatz je Quartal |
|---|---|---|---|
| Kontakte | 1.200 | plus 10 % (1.320) | plus 7.200 Euro |
| Terminquote | 4 % | plus 1 Prozentpunkt (5 %) | plus 18.000 Euro |
| Abschlussquote | 25 % | plus 5 Prozentpunkte (30 %) | plus 14.400 Euro |
| Auftragswert | 6.000 Euro | plus 500 Euro (6.500) | plus 6.000 Euro |
Ausgangsumsatz: 1.200 mal 4 % gleich 48 Termine, davon 25 % gleich 12 Abschlüsse, je 6.000 Euro gleich 72.000 Euro je Quartal. Die Rechnung für die Terminquote: 1.200 mal 5 % gleich 60 Termine, 25 % gleich 15 Abschlüsse, 15 mal 6.000 Euro gleich 90.000 Euro. Der Unterschied beträgt 18.000 Euro. Ob der Hebel trägt, zeigt Ihr Aufwand, nicht die Rechnung allein.
Die Annahmen stehen in jeder Zeile. Ändern Sie eine, ändert sich das Ergebnis.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: Terminquote statt mehr Kontakte bei einem Hersteller von Großküchentechnik
In einem Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik wollte die Geschäftsführung mehr Kontakte. Das Team sah aber, dass von 1.200 Kontakten nur 4 Prozent einen Termin ergaben. Das Team änderte die Gesprächsvorbereitung: Jeder Kontakt bekam vorab eine Notiz zum Anlass, und der Einstiegssatz nannte einen konkreten Grund.
| Größe | Wert | Rechenweg |
|---|---|---|
| Kontakte je Quartal, vorher | 1.200 | Annahme aus dem Projekt |
| Terminquote, vorher | 4 % | 48 Termine |
| Terminquote, nachher | 5 % | 60 Termine |
| Abschlüsse aus den 12 Terminen mehr | 3 | 60 minus 48 gleich 12 Termine, davon 25 % |
| Zusätzlicher Umsatz im Quartal | 18.000 Euro | 3 mal 6.000 Euro |
Der Aufwand lag bei einer Stunde Vorbereitung je Tag. Die Quote stieg in den ersten sechs Wochen nicht sofort, sondern erst nach dem zweiten Monat. Die Zahlen sind ein anonymisiertes Praxisbeispiel für den Rechenweg. Sie zeigen nicht, was in Ihrem Markt zu erwarten ist.
Wann lohnt sich mehr Akquise nicht?
Mehr Kontakte sind nicht immer der bessere Weg. Die Methode hat klare Grenzen:
- Das Team kann die Gespräche nicht führen. Zusätzliche Kontakte landen dann in einer Warteschlange.
- Die Zielgruppe ist zu eng. Mehr Kontakte mit dem gleichen Profil bringen dieselben Antworten.
- Der Auftragswert steigt nur durch Rabatt. Dann sinkt der Gewinn, auch wenn der Umsatz steigt.
- Der Verkaufszyklus ist lang. Dann zeigt die Rechnung erst nach Monaten einen Effekt, und Sie brauchen eine Zwischenkennzahl.
Die Rechnung ersetzt keine Qualifizierung. Wer zusätzliche Kontakte ohne Prüfung anspricht, verbessert die Quote nicht, sondern verlängert nur die Liste.
Wie wählen Sie den ersten Hebel?
- Ausgangswerte festhalten. Notieren Sie für die letzten drei Monate Kontakte, Termine, Abschlüsse und Auftragswert.
- Die Kette rechnen. Setzen Sie die Werte in die Formel ein und prüfen Sie, welche Zahl am schwächsten ist.
- Einen Hebel wählen. Der schwächste Wert ist nicht immer der beste Hebel. Wählen Sie den, der mit dem geringsten Aufwand den größten Umsatz bewegt.
- Eine Änderung je Quartal. Ändern Sie nur einen Hebel, damit Sie den Effekt zuordnen können.
- Gegen die Rechnung prüfen. Vergleichen Sie nach dem Quartal die Ist-Werte mit der Annahme.
Der Leitfaden zur Abschlussquote zeigt Ursachen und Gegenmaßnahmen. Der Leitfaden zum Verkaufszyklus hilft, wenn die Zeit das Problem ist.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste für die Umsatzrechnung
- Kontakte, Termine, Abschlüsse und Auftragswert der letzten drei Monate erfasst
- Die Kette mit diesen Werten gerechnet
- Den schwächsten Wert identifiziert und den Hebel mit dem größten Effekt gewählt
- Nur einen Hebel für das Quartal festgelegt
- Annahmen mit Datum festgehalten, damit sie nachprüfbar bleiben
Wie messen Sie die Wirkung?
Die Terminquote und die Kennzahlen im Vertrieb geben Ihnen die Werte, die die Rechnung braucht. Das Glossar zum Vertriebscontrolling beschreibt, wie sich diese Kennzahlen im Monatsbericht zeigen.
Wenn die Terminquote Ihr Engpass ist, übernehmen wir die Terminierung am Telefon. Den Ablauf beschreibt die Leistungsseite zur Telefonakquise.
Häufig gestellte Fragen
Welche Hebel steigern den Umsatz im Vertrieb am stärksten?
Das hängt von Ihren Zahlen ab. Rechnen Sie jeden Hebel mit dem gleichen Aufwand durch: mehr Kontakte, höhere Terminquote, höhere Abschlussquote, größerer Auftragswert. Der Hebel mit dem größten Effekt je Einheit Aufwand gewinnt.
Wie berechne ich den Umsatz aus der Pipeline?
Multiplizieren Sie Kontakte mit Terminquote, Abschlussquote und Auftragswert. Beispiel: 1.200 Kontakte, 4 % Terminquote, 25 % Abschlussquote und 6.000 Euro Auftragswert ergeben 72.000 Euro. Jede Zahl in der Kette ist eine Annahme, die Sie prüfen.
Ist mehr Akquise immer der bessere Weg?
Nein. Mehr Kontakte helfen nur, wenn das Team die Gespräche führen kann. Ohne Qualifizierung füllen zusätzliche Kontakte die Pipeline mit Gesprächen, die nie einen Abschluss bringen.
Wie erhöhe ich die Abschlussquote?
Prüfen Sie zuerst, an welcher Stelle Gespräche versanden. Oft fehlt ein klarer nächster Schritt oder ein Entscheider im Gespräch. Der Leitfaden zur Abschlussquote zeigt die häufigsten Ursachen.
Welche Kennzahlen brauche ich, um den Umsatz zu steuern?
Mindestens vier: Kontakte je Woche, Terminquote, Abschlussquote und durchschnittlicher Auftragswert. Ergänzen Sie den Verkaufszyklus, damit Sie sehen, wie schnell Umsatz entsteht.
Wann lohnt sich ein größerer Auftragswert mehr als mehr Abschlüsse?
Wenn der Kunde ein Paket mit klarem Nutzen annimmt und die Kosten je Abschluss nicht steigen. Ein höherer Preis ohne Gegenleistung senkt oft die Abschlussquote so stark, dass der Gewinn sinkt.
Wie oft sollte ich die Rechnung prüfen?
Monatlich für die Quoten, quartalsweise für den Umsatz. Ändern Sie nur einen Hebel je Quartal, sonst wissen Sie nicht, welcher gewirkt hat.
Hilft ein Vertriebsplan bei der Umsatzsteigerung?
Ja, wenn er die Rechnung enthält. Ein Plan ohne Kontakte, Quoten und Auftragswert ist nur ein Wunsch. Die Vorlage für den Vertriebsplan zeigt die Felder, die Sie brauchen.
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