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BlogVertriebsprozess

Softwarevertrieb: Ideen, die Termine mit Entscheidern bringen

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt9 Abschnitte
  1. 01Welche Ideen bringen im Softwarevertrieb neue Gespräche?
  2. 02Wer ist der richtige Ansprechpartner: IT-Leitung oder Fachbereich?
  3. 03Wie strukturiert man die Ansprache in drei Schritten?
  4. 04Praxisbeispiel: Dokumentensoftware für Maschinenbauer
  5. 05Eine Rechnung mit offenen Annahmen
  6. 06Wann die Terminierung im Softwarevertrieb nicht trägt
  7. 07Welche Checkliste hilft vor dem ersten Anruf?
  8. 08Wie passt das zu Lead-Management und CRM?
  9. 09Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Im Softwarevertrieb gewinnen die Anbieter die meisten Gespräche, die früh mit dem richtigen Ansprechpartner beginnen: der Fachbereich mit dem Problem und die IT mit den Anforderungen.

Dieser Beitrag stammt von Februar 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Drei Ideen tragen dafür im B2B: ein eng umrissener Zielkreis, ein kurzes Erstgespräch mit einer Frage zum Problem und ein Termin, der beide Seiten an einen Tisch bringt. Stand: Oktober 2026.

Welche Ideen bringen im Softwarevertrieb neue Gespräche?

Drei Ideen bringen Gespräche, weil sie beim Kunden ansetzen und nicht bei den Funktionen Ihrer Software. Die erste ist ein Zielkreis, der nach Branche, Größe und Problem beschrieben ist, etwa Maschinenbauer mit 50 bis 250 Beschäftigten und einer Dokumentation auf Papier. Die zweite ist eine Frage zum Problem statt einer Produktpräsentation im ersten Satz. Die dritte ist ein Termin mit einem klaren Ziel: 30 Minuten, eine Frage, ein Ergebnis.

Ein Vertrieb ohne diesen Rahmen verliert im Erstgespräch zu viel Zeit. Der Interessent hört Funktionen, die er nicht braucht, und sagt "Schicken Sie mir Unterlagen". Dann beginnt das Nachfassen, das selten zu einem Termin führt.

Wer ist der richtige Ansprechpartner: IT-Leitung oder Fachbereich?

Im Mittelstand entscheidet oft der Fachbereich über den Bedarf, die IT über Sicherheit, Schnittstellen und Betrieb. Wer nur die IT anspricht, bekommt eine Prüfung ohne Auftrag. Wer nur den Fachbereich anspricht, stößt spät auf ein Veto der IT. Die Ansprache sollte deshalb den Fachbereich zuerst erreichen und die IT im zweiten Termin einbinden. Für die IT-Seite gibt es eine eigene Ansprache, die die Schnittstellen und den Datenschutz benennt, siehe Termine mit IT-Leitern.

Die Frage nach dem Ansprechpartner klärt sich am Telefon, nicht in der Datenbank. Eine Rolle in einem Verzeichnis sagt wenig über die Entscheidung. Fragen Sie, wer das Problem im Alltag spürt und wer das Budget freigibt.

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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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Wie strukturiert man die Ansprache in drei Schritten?

  1. Problem benennen. Nennen Sie ein konkretes Problem der Branche, zum Beispiel lange Freigabeschleifen bei Angeboten, und fragen Sie, wie der Interessent es heute löst.
  2. Relevanz prüfen. Stellen Sie zwei Fragen zur Menge und zum Ablauf. Erst wenn das Problem spürbar ist, nennen Sie die Lösung in einem Satz.
  3. Termin festlegen. Schlagen Sie einen Termin mit dem Fachbereich und, falls nötig, der IT vor. Nennen Sie Dauer, Thema und den Nutzen für den Gesprächspartner.

Die Leitfragen für das Erstgespräch finden Sie im Leitfaden zur Lead-Qualifizierung am Telefon, eine Checkliste zur Vorbereitung steht unter Zielgruppen-Check bereit.

Praxisbeispiel: Dokumentensoftware für Maschinenbauer

In einem Projekt für einen Anbieter von Dokumentensoftware für Maschinenbauer standen zu Beginn 240 Firmen auf der Liste, die alle eine Ansprache in der Fertigung oder im technischen Vertrieb hatten. Das Team rief in der ersten Welle 240 Firmen an und erreichte 61 Ansprechpartner. Aus den Gesprächen entstanden 31 Gesprächsnotizen mit echtem Problem, und 9 Termine fanden statt. Der Anbieter ließ die ersten Termine mit dem Fachbereich laufen und lud die IT erst zum zweiten Termin ein. Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet.

Der Unterschied lag nicht in der Liste, sondern in der Reihenfolge: zuerst das Problem, dann die Lösung, dann der Termin mit der IT. Vor dieser Änderung hatte der Anbieter Produktpräsentationen am Telefon gehalten und daraus kaum Termine bekommen.

Eine Rechnung mit offenen Annahmen

Die folgende Rechnung zeigt, wie sich Terminzahlen aus Kontakten ergeben. Die Quoten sind Annahmen, keine Messung. Ersetzen Sie sie durch Ihre eigenen Werte aus dem ersten Pilot.

Eine Rechnung mit offenen Annahmen
SchrittWertQuelle
Kontakte in der Liste300Annahme
Erreichte Ansprechpartner (25 %)75Annahme
Gespräche mit echtem Problem (40 % der Erreichten)30Annahme
Termine (ein Drittel der Gespräche)10Annahme

Die Kosten je Termin hängen von Ihrem Modell ab. Ein Angebot erstellen wir nach Zielmarkt, Erreichbarkeit der Entscheider und gewünschter Terminmenge. Die Konfiguration dauert 2 Minuten, danach erstellen wir Ihr Angebot unter /preise#konfigurator.

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Wann die Terminierung im Softwarevertrieb nicht trägt

Ein Telefonansatz trägt nicht, wenn das Produkt noch kein klares Problem löst. Wer heute nicht sagen kann, für welche Firma und welches Problem die Software gebaut ist, verbrennt Kontakte. Ein Pilot mit Kunden zuerst ist dann der bessere Weg.

Auch bei Enterprise-Käufen mit mehrstufigem Einkauf, Sicherheitsprüfung und Verträgen über mehrere Jahre bringt ein Erstgespräch am Telefon meist nur den ersten Kontakt. Der Termin ist dann ein Schritt, kein Abschluss. Für langfristige Verträge mit Fachbereich und IT lohnt sich ein Ablauf mit Account-Plan statt einer kurzen Terminliste.

Ein Gegenargument bleibt bestehen: Ohne Ansprechpartner im Fachbereich ist jede Liste wertlos. Prüfen Sie vorher, ob Ihre Zielgruppe überhaupt erreichbar ist.

Welche Checkliste hilft vor dem ersten Anruf?

  • Zielkreis mit Branche, Größe und Problem beschrieben
  • Problem in einem Satz formuliert, ohne Produktnamen
  • Zwei Fragen zu Menge und Ablauf vorbereitet
  • Ansprechpartner im Fachbereich und in der IT benannt
  • Ziel des Termins mit Dauer und Thema festgelegt
  • Einwilligung oder Rechtsgrundlage für den Anruf geprüft

Die Rechtsgrundlage für den Anruf bei Unternehmen regelt § 7 UWG. Den Wortlaut finden Sie auf gesetze-im-internet.de. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie passt das zu Lead-Management und CRM?

Termine müssen im CRM landen, mit Gesprächsnotiz und nächstem Schritt. Sonst geht das Wissen aus dem Erstgespräch verloren. Das Thema behandelt das Lead-Management im Vertrieb ausführlich. Wer die Ansprache auslagern möchte, findet das Angebot auf B2B-Leadgenerierung.

Ein Hinweis für die Praxis: Eine Liste, die nur aus Firmennamen besteht, reicht nicht. Der Neukunden-Check hilft, die Ansprache vor dem Start zu prüfen. Alle Werkzeuge finden Sie unter Werkzeuge.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist die wirksamste Idee im Softwarevertrieb?

Die wirksamste Idee ist eine Ansprache, die mit einem konkreten Problem der Zielbranche beginnt und nicht mit einer Produktbeschreibung. Der Interessent merkt schnell, ob der Anrufer seine Lage kennt. Erst danach lohnt sich der Termin.

Wer ist im Softwarevertrieb der richtige Ansprechpartner?

Im Mittelstand ist der Fachbereich meist der Auslöser, die IT entscheidet über Sicherheit und Schnittstellen. Starten Sie mit dem Fachbereich und binden Sie die IT im zweiten Termin ein. Ein Verzeichnis allein zeigt die Rolle, aber nicht die Entscheidung.

Wie viele Termine bringt eine Liste von 300 Kontakten?

Mit den Annahmen aus dem Rechenbeispiel ergeben sich etwa 10 Termine. Das Ergebnis hängt von Erreichbarkeit, Gesprächsquote und Zielgruppe ab. Messen Sie die Quoten im ersten Pilot und rechnen Sie dann neu.

Wann passt Terminierung für Softwareanbieter nicht?

Sie passt nicht, wenn das Produkt noch kein klares Problem löst oder der Einkauf über Monate mit Sicherheitsprüfung läuft. Dann bringt ein Erstgespräch nur den ersten Kontakt. Ein Pilot mit Kunden kommt zuerst.

Darf ich Unternehmen am Telefon anrufen?

Anrufe bei Unternehmen unterliegen den Regeln des § 7 UWG. Die Anforderungen richten sich nach Art des Anrufs und Empfänger. Prüfen Sie den Einzelfall mit einer Rechtsberatung, dieser Beitrag ersetzt sie nicht.

Wie viel Zeit vergeht bis zu den ersten Terminen?

KRAUSS rechnet in der Projekterfahrung mit rund 14 Tagen bis zu den ersten Terminen. Das Briefing dauert einen Workshop, danach folgt die Pilotansprache. Die Dauer hängt von Zielgruppe und Freigaben ab.

Wie halte ich Termine aus dem Telefonat im CRM fest?

Legen Sie zu jedem Termin eine Gesprächsnotiz mit Problem, Ansprechpartner und nächstem Schritt an. Ohne diese Notiz geht das Wissen aus dem Erstgespräch verloren. Das CRM sollte die Notiz am Kontakt speichern.

Welche Checkliste hilft vor dem ersten Anruf?

Die Checkliste im Beitrag fragt nach Zielkreis, Problem, Ansprechpartnern, Terminziel und Rechtsgrundlage. Wer diese sechs Punkte klärt, startet mit einer klaren Liste. Die Vorlage hilft auch bei der Auswahl einer Agentur.

Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

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