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Telefonische Terminvereinbarung: Effiziente Methoden für Ihren Kundenservice

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt8 Abschnitte
  1. 01Wie läuft eine telefonische Terminvereinbarung ab?
  2. 02Wann rufen Sie am besten an?
  3. 03Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
  4. 04Was bringt der Anruf am Vortag? Eine Rechnung
  5. 05Wann trägt die telefonische Terminvereinbarung nicht?
  6. 06Gilt das auch für Termine im Kundenservice?
  7. 07Wie prüfen Sie vor dem Auflegen, ob der Termin trägt?
  8. 08Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Eine telefonische Terminvereinbarung im B2B gelingt in fünf Schritten: Anlass nennen, Erlaubnis holen, eine Frage zur Lage stellen, zwei Zeiten anbieten und den Termin schriftlich bestätigen. Als Termin zählt er erst, wenn der Entscheider Datum und Uhrzeit zugesagt hat und die Bestätigung bei ihm liegt.

Dieser Beitrag stammt von März 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Stand: Oktober 2026.

Wie läuft eine telefonische Terminvereinbarung ab?

Jeder Schritt hat ein Ziel, und ein Satz zeigt, ob Sie es erreicht haben. Fehlt ein Schritt, zeigt sich das später als Absage oder als Termin ohne Thema.

Tabelle: Fünf Schritte der telefonischen Terminvereinbarung mit Ziel und Beispielsatz im B2B

Wie läuft eine telefonische Terminvereinbarung ab?
SchrittZielBeispielsatz
1. AnlassInteresse in zwei Sätzen wecken"Guten Tag Herr Beispiel, ich rufe wegen Ihrer zweiten Produktionslinie an."
2. ErlaubnisGesprächszeit sichern"Haben Sie zwei Minuten?"
3. LagefrageBedarf prüfen"Wie planen Sie die Wartung der Anlage heute?"
4. Zwei ZeitenWahl statt offene Frage"Passt Dienstag um 10 Uhr oder Donnerstag um 14 Uhr?"
5. BestätigungTermin absichern"Ich schicke Ihnen die Einladung jetzt. Sie bekommen sie in der nächsten Minute."

Quelle: Praxiserfahrung der Redaktion, Stand 10/2026. Die Beispielsätze sind erfunden und dienen nur der Form.

Das Glossar erklärt die Begriffe Terminvereinbarung und Terminvorschlag. Den Rahmen für den ganzen Prozess beschreibt der Wissensbeitrag Terminvereinbarung im B2B.

Wann rufen Sie am besten an?

Rufen Sie in dem Zeitfenster an, in dem Ihre Zielgruppe am Platz sitzt, und messen Sie nach zwei Wochen nach. Eine feste Uhrzeit für alle Branchen gibt es nicht. Ein Hersteller sitzt anders am Platz als ein Handwerksbetrieb.

Notieren Sie bei jedem Versuch Uhrzeit und Ergebnis. Nach 100 Versuchen sehen Sie, in welchen Stunden Sie am häufigsten durchkommen. Die Leitfäden zu Anrufzeiten im B2B und zum Verkaufstermin zeigen, wie Sie das auswerten.

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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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Was zeigte ein Fall aus der Praxis?

In einem Projekt für einen Hersteller von Verpackungsmaschinen vereinbarte ein Mitarbeiter in einem Monat 14 Termine, 8 fanden statt. Der Mitarbeiter bestätigte jeden Termin am nächsten Tag per Mail, mehr geschah nicht.

Von den 6 ausgefallenen Terminen sagten 4 ohne Ersatz ab, 2 verschob der Kunde und setzte sie nie neu. Das Team änderte zwei Dinge: Die Einladung ging noch während des Gesprächs raus, und am Vortag rief der Mitarbeiter 5 Minuten lang an, um Zeit und Thema zu bestätigen. Im Folgemonat standen 15 Termine im Kalender, 12 fanden statt.

Offen blieb, ob der Vortagsanruf oder die sofortige Einladung mehr bewirkte. Das Team hat beides zusammen eingeführt und nicht einzeln getestet.

Was bringt der Anruf am Vortag? Eine Rechnung

Der Anruf am Vortag lohnt sich, wenn er mehr Termine rettet, als er Zeit kostet. Die Modellrechnung zeigt, wie viel Anrufzeit je stattfindendem Termin nötig ist.

Tabelle: Modellrechnung zum Anruf am Vortag, alle Werte außer dem Rechenweg sind Annahmen

Was bringt der Anruf am Vortag? Eine Rechnung
GrößeOhne VortagsanrufMit Vortagsanruf
Annahme Anrufzeit im Monat (20 Tage x 3 Std.)60 Std.60 Std.
Annahme Wählversuche je Stunde1212
Wählversuche im Monat720720
Annahme Entscheider erreicht (25 %)180180
Annahme Terminzusage (10 % der Erreichten)1818
Annahme Termine, die stattfinden70 % = 12,685 % = 15,3
Zusatzzeit Vortagsanruf (18 x 5 Min.)01,5 Std.
Anrufstunden je stattfindendem Termin4,84,0

Quelle: Modellrechnung der Redaktion, Stand 10/2026. Die Quoten sind gewählt, setzen Sie Ihre eigenen Werte ein. Rechenweg: 60 geteilt durch 12,6 ergibt 4,8, und 61,5 geteilt durch 15,3 ergibt 4,0.

Der Vortagsanruf spart in diesem Beispiel rund 0,8 Anrufstunden je stattfindendem Termin. Er lohnt sich in dieser Rechnung ab einer Quote von rund 72 %, also ab etwa 1,5 Prozentpunkten Gewinn. Hebt er die Quote weniger, kostet er mehr Zeit, als er bringt.

Wann trägt die telefonische Terminvereinbarung nicht?

Das Telefon führt zu Terminen, wenn der Entscheider erreichbar ist und die Antwort mehr braucht als ein Klick. In diesen Fällen trägt es nicht:

  • Ihre Zielgruppe erreichen Sie am Telefon nicht. Wer über Mail oder LinkedIn antwortet, verliert am Telefon Wählversuche. Prüfen Sie nach 100 Versuchen, ob die Erreichquote unter 10 % liegt, und wechseln Sie den Kanal.
  • Der Anlass fehlt. Ohne Grund für den Anruf hören Entscheider "kein Bedarf". Dann hilft eine bessere Liste, nicht ein besserer Satz.
  • Es gibt zu wenige Anrufe. Unter 50 Versuchen im Monat sagt keine Quote etwas aus.
  • Anrufzeit fehlt im Vertrieb. Verkäufer, die Kunden betreuen, telefonieren selten drei Stunden am Stück. Hier hilft ein fester Anrufblock oder eine Terminierung durch Dritte.
  • Rechtsfragen sind offen. Für Kaltanrufe gelten eigene Regeln, siehe Kaltakquise Recht.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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Gilt das auch für Termine im Kundenservice?

Ja für den Ablauf, nein für den Einstieg. Bei eingehenden Anrufen kennen Sie den Anlass schon. Sie überspringen Schritt 1 und 2, klären das Anliegen und bieten gleich zwei Zeiten an. Bestätigung und Erinnerung bleiben gleich.

Wie prüfen Sie vor dem Auflegen, ob der Termin trägt?

Gehen Sie diese Liste im Gespräch durch. Fehlt ein Punkt, ergänzen Sie ihn, bevor Sie auflegen.

  • Thema des Termins in einem Satz genannt
  • Entscheider selbst zugesagt, nicht nur das Sekretariat
  • Wochentag, Datum, Uhrzeit, Dauer und Kanal wiederholt
  • Teilnehmer auf beiden Seiten geklärt
  • Einladung noch im Gespräch versendet
  • Anruf oder Mail für den Vortag im Kalender
  • Ersatzzeit für den Fall einer Absage vereinbart

Eine ausführliche Fassung für den Anruf am Vortag steht im Leitfaden Terminbestätigung per Anruf. Wenn Ihr Vertrieb keine Zeit für die Anrufe hat, übernimmt KRAUSS die Telefonebene und die Terminierung, siehe Telefonakquise.

Häufig gestellte Fragen

Was antworte ich, wenn der Entscheider sagt: Schicken Sie mir erst eine Mail?

Sagen Sie zu und binden Sie die Mail an einen Termin: "Gern. Damit sie passt, brauche ich eine Antwort: Wer entscheidet bei Ihnen über das Thema?" Danach bieten Sie zwei Zeiten für ein kurzes Gespräch nach dem Versand an. Eine Mail ohne Folgetermin verläuft meist im Postfach.

Wie lang darf das Gespräch dauern, in dem ich den Termin vereinbare?

Planen Sie zwei bis drei Minuten (Praxisregel der Redaktion, keine Marktzahl). Länger wird aus der Terminvereinbarung ein Verkaufsgespräch, und das gehört in den Termin. Merkt der Entscheider im Anruf, dass er alles Wichtige schon gehört hat, sagt er den Termin eher ab.

Reicht eine Kalendereinladung als Bestätigung?

Sie reicht, wenn der Empfänger Einladungen annimmt. Viele Entscheider übersehen sie, weil sie nur im Kalender stehen. Senden Sie deshalb zusätzlich eine kurze Mail mit Datum, Uhrzeit, Dauer, Kanal und Ihrer Durchwahl und rufen Sie am Vortag an.

Was tue ich, wenn ein Termin abgesagt wird?

Bieten Sie im selben Gespräch zwei neue Zeiten an und tragen Sie die erste sofort ein. Fragen Sie nach dem Grund. Wer wiederholt absagt, sieht oft kein Thema. Dann fragen Sie offen, ob der Termin noch Sinn ergibt.

Soll mein Vertrieb die Termine selbst vereinbaren oder ein Dienstleister?

Das hängt an der Anrufzeit. Haben Ihre Verkäufer weniger als zwei freie Stunden je Tag am Telefon (Praxisregel der Redaktion), bleiben Anrufe liegen. Dann kann eine Terminierung durch Dritte sinnvoll sein. Wie das bei KRAUSS abläuft, steht auf der Seite zur Telefonakquise.

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