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Kurz gesagt
Telefonmarketing im B2B läuft ausgehend oder eingehend. Outbound heißt, Ihr Team ruft Unternehmen an, die noch nicht gefragt haben.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Inbound heißt, Interessenten rufen an, etwa nach einer Anzeige oder einem Download. Welcher Weg passt, entscheiden Zielgruppe, Anlass und die Kosten je Termin.
Stand: Oktober 2026. Die Rechenbeispiele verwenden Annahmen, keine Marktdaten. Die Rechtslage zu Telefonwerbung regelt § 7 UWG, Wortlaut auf gesetze-im-internet.de.
Was unterscheidet Outbound und Inbound?
Outbound braucht eine Liste, einen Anlass und eine Ansprache, die der Gesprächspartner nicht erwartet. Inbound braucht einen Auslöser, etwa eine Anzeige oder einen Download, und ein Team, das schnell zurückruft. Outbound ist aktiv, Inbound reaktiv. Beide enden in einem Termin, aber sie brauchen unterschiedliche Abläufe und Messwerte.
| Merkmal | Outbound | Inbound |
|---|---|---|
| Auslöser | Ihr Team wählt die Nummer | Interessent meldet sich |
| Einwilligung | vorher nötig (§ 7 UWG) | entsteht durch den Anruf |
| Typische Kennzahl | Termine je 100 Anrufe | Rückrufzeit und Termin je Anfrage |
| Passend für | klar definierte Zielgruppe | Nachfrage aus Anzeigen |
Quelle: Einordnung der Redaktion, keine Erhebung.
Wie wählen Sie den Weg?
Stellen Sie drei Fragen: Kennt die Zielgruppe Ihr Angebot schon? Gibt es einen Auslöser, der Anfragen erzeugt? Lässt sich die Zielgruppe mit einer Liste erreichen? Wenn die Zielgruppe Ihr Angebot kennt und sucht, passt Inbound. Wenn sie es nicht kennt, aber klar abgrenzbar ist, passt Outbound.
Oft funktioniert eine Kombination: Anzeigen oder Inhalte erzeugen Anfragen, und Outbound erreicht die Unternehmen, die nicht suchen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: Outbound mit Anlass, Inbound mit Rückruf
In einem Projekt für einen Hersteller von Hygienetechnik für Krankenhäuser lief Outbound zu 140 Kliniken. Von 140 Anrufen führten 17 zu einem Termin. Parallel gingen Anfragen aus einer Anzeige ein, die das Team innerhalb eines Werktags zurückrief. Von 22 Anfragen führten 12 zu einem Termin.
Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet. Der Vergleich zeigt zwei Wege in einem Projekt, nicht einen allgemeinen Wert.
Eine Rechnung: Kosten je Termin in beiden Wegen
Angenommen, eine Stunde Telefonarbeit kostet 60 Euro (Annahme). Outbound schafft 20 Anrufe je Stunde, also 3 Euro je Anruf. Bei 17 Terminen aus 140 Anrufen kostet ein Termin rund 25 Euro Telefonzeit (140 mal 3 Euro, geteilt durch 17). Inbound braucht für 22 Anfragen 4 Stunden Rückruf und Vorbereitung, also 240 Euro, und ergibt 12 Termine. Das sind 20 Euro je Termin. Die Anzeige selbst ist darin nicht enthalten. Setzen Sie Ihre Werte ein, bevor Sie entscheiden.
Wann Telefonmarketing nicht passt
Bei erklärungsbedürftigen Produkten mit langer Entscheidung hilft der erste Anruf nur, wenn er einen klaren Anlass hat. Wer nur Produkte vorstellt, verliert den Entscheider. Auch Zielgruppen, die Anrufe grundsätzlich ablehnen, erreichen Sie besser schriftlich oder über Empfehlungen. Ein Werbeanruf ohne vorherige Einwilligung verstößt in der Regel gegen § 7 UWG, auch wenn das Angebot gut passt.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste vor dem Start
- Der Weg ist nach Zielgruppe und Auslöser gewählt.
- Die Einwilligung für Outbound ist vor dem ersten Anruf dokumentiert.
- Anfragen aus Inbound werden innerhalb eines Werktags beantwortet.
- Termine je 100 Anrufe und Kosten je Termin sind getrennt gemessen.
- Bei einer Auslagerung liegen Vertrag und Datenschutzregeln vor.
Mehr dazu im Leitfaden zur Kaltakquise mit mehreren Kanälen und im Leitfaden zum Ablauf der Kaltakquise. Die Rechtsgrundlage erklärt das Glossar zur Telefonwerbung. Die Leistung im Überblick beschreibt die Seite Telefonakquise.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Telefonmarketing im B2B?
Telefonmarketing ist der gezielte Einsatz des Telefons für Vertrieb, Terminvereinbarung oder Kundenpflege. Im B2B meist als Outbound, also Anrufe bei Unternehmen, oder als Inbound, also Anrufe von Interessenten.
Was ist der Unterschied zwischen Outbound und Inbound?
Outbound heißt, Ihr Team ruft Unternehmen an, die noch nicht gefragt haben. Inbound heißt, Interessenten rufen an, etwa nach einer Anzeige oder einem Download. Beide brauchen unterschiedliche Abläufe.
Welcher Weg ist günstiger?
Das hängt vom Aufwand je Termin ab. Inbound-Anrufe kosten oft weniger Vorarbeit, aber bringen selten große Zielkunden. Rechnen Sie beide Wege mit Ihren Werten durch.
Welche Rolle spielt die Einwilligung?
Bei Anrufen zu Werbezwecken gegenüber Unternehmen ist nach § 7 UWG in der Regel eine vorherige ausdrückliche Einwilligung nötig. Beim Inbound entsteht sie durch den Anruf des Interessenten. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Welche Zielgruppe passt zu Outbound?
Unternehmen mit klarem Entscheider, überschaubarer Zahl und einem Anlass, der sich belegen lässt. Bei Massenmärkten mit vielen kleinen Kunden lohnt Outbound meist nicht.
Wie viele Mitarbeitende braucht Telefonmarketing?
Das hängt von Anrufen je Stunde, Gesprächsquote und Nachbereitung ab. Rechnen Sie mit Stunden je Termin, nicht mit Köpfen.
Kann ich Telefonmarketing auslagern?
Ja, mit klaren Vorgaben zu Zielgruppe, Anlass, Dokumentation und Übergabe. Prüfen Sie Vertrag, Datenschutz und Einwilligungsnachweise, bevor Sie beginnen.
Wann passt Telefonmarketing nicht?
Bei erklärungsbedürftigen Produkten mit langer Entscheidung, wenn der Kunde nur schriftlich entscheidet, oder bei Zielgruppen, die Anrufe grundsätzlich ablehnen.
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