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Telesales im B2B: Unterschied zu Telemarketing und Wirkung auf den Vertrieb

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
3 Min. Lesezeit
Inhalt7 Abschnitte
  1. 01Was unterscheidet Telesales von Telemarketing?
  2. 02Wie wirkt Telesales auf den Vertrieb?
  3. 03Welche Fähigkeiten braucht ein Telesales-Mitarbeiter?
  4. 04Praxisbeispiel: Telesales für einen Anbieter von Lagerlogistik
  5. 05Wann ist Telesales keine gute Wahl?
  6. 06Wie sieht eine gute Zusammenarbeit mit Telemarketing aus?
  7. 07Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Telesales verkauft am Telefon bis zum Abschluss, Telemarketing bereitet das Gespräch vor und bucht Termine. Im B2B wirken beide nur zusammen, wenn die Übergabe klar geregelt ist und jede Stufe messbar bleibt.

Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Stand: Oktober 2026.

Was unterscheidet Telesales von Telemarketing?

Telemarketing ist die Telefonansprache als Methode, und sie umfasst Qualifizierung, Informationen und Terminierung. Telesales beschreibt den Verkauf am Telefon, der bis zum Abschluss führt. Die Grenze ist im B2B fließend, weil viele Verkäufer beide Aufgaben übernehmen.

Was unterscheidet Telesales von Telemarketing?
MerkmalTelemarketingTelesales
Ziel am TelefonQualifizierung und TerminAbschluss oder Angebotszusage
Typischer GesprächspartnerZuständiger Entscheider oder VorzimmerEntscheider mit Bedarf
Typische DauerKurz, oft unter drei MinutenLänger, mit Angebot und Einwänden
MessgrößeTermine je AnrufAbschlüsse und Umsatz je Gespräch

Wie wirkt Telesales auf den Vertrieb?

Telesales verändert die Pipeline. Wenn Telefonverkäufer Gespräche führen, die der Außendienst nicht führen kann, füllen sich die Stufen früher. Der Vertrieb verbringt seine Zeit dann mit Gesprächen, die einen Bedarf haben.

Die folgende Rechnung zeigt die Wirkung auf den Umsatz. Alle Zahlen sind Annahmen, die Sie mit Ihren Werten ersetzen sollten.

Wie wirkt Telesales auf den Vertrieb?
StufeAnnahmeErgebnis je Monat
Termine aus TelesalesAnnahme40
Angebote aus den Terminen30 Prozent12
Abschlüsse aus den Angeboten25 Prozent3
Auftragswert je AbschlussAnnahme18.000 Euro
Umsatz je Monat3 mal 18.000 Euro54.000 Euro

Der Umsatz hängt stark an der Abschlussquote und dem Auftragswert. Verbessern Sie zuerst die Stufe mit dem größten Verlust, meist den Übergang vom Termin zum Angebot.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

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Welche Fähigkeiten braucht ein Telesales-Mitarbeiter?

Im B2B reichen Sprachgefühl und Ausdauer nicht aus. Ein guter Telesales-Mitarbeiter kennt die Branche, den Entscheidungsweg und das eigene Angebot. Er hört zu, stellt offene Fragen und erkennt, wann ein Gespräch zu einem Angebot führen kann.

Wer mit Ablehnung umgeht, bleibt länger im Gespräch. Üben Sie den Umgang mit Einwänden in kurzen Rollenspielen, und werten Sie jedes Gespräch mit einem Satz aus: Was hat funktioniert, was nicht.

Praxisbeispiel: Telesales für einen Anbieter von Lagerlogistik

In einem Projekt für einen Anbieter von Dienstleistungen für Lagerlogistik führte ein Telesales-Team 210 Anrufe in einem Monat. 58 Gespräche erreichten einen Entscheider, 17 hatten Bedarf. Daraus entstanden 9 Termine und 6 Angebote.

Die Übergabe an den Außendienst klappte erst, als das Team jeden Termin mit Anlass, Lagerfläche und Ansprechpartner übergab. Vorher gingen Termine verloren, weil die Angaben fehlten.

Das Beispiel ist anonymisiert. Es zeigt eine Größenordnung, kein garantiertes Ergebnis.

Wann ist Telesales keine gute Wahl?

Telesales wirkt nicht bei jedem Angebot. Verzichten Sie darauf oder kombinieren Sie es mit einem anderen Kanal, wenn:

  • der Kauf eine Vorführung, eine technische Prüfung oder einen Ortstermin verlangt,
  • das Angebot noch nicht erprobt ist und Sie die Einwände nicht kennen,
  • Ihr Vertrieb keine Kapazität hat, Angebote zeitnah zu schreiben,
  • der Entscheidungsweg über eine Ausschreibung läuft, die am Telefon nicht beeinflussbar ist.

Ein Gegenargument: Telesales kann den Eindruck eines Massenanrufs erzeugen. Halten Sie jede Ansprache auf einen konkreten Anlass und eine konkrete Zielgruppe begrenzt, dann wirkt sie persönlich.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
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Wie sieht eine gute Zusammenarbeit mit Telemarketing aus?

Die Aufgaben gehören klar getrennt. Die Telemarketing-Stufe qualifiziert und bucht Termine, der Vertrieb verkauft. Legen Sie fest, wie viele Tage ein Termin bis zur Übergabe braucht und welche Daten er enthalten muss. Die Checkliste für die Übergabe steht unter Termin-Übergabe an Vertrieb und CRM.

Weiterführend: Telemarketing Definition und Arten, Inside Sales, Vertriebsunterstützung und die Telefonebene von KRAUSS unter /solutions/telefonakquise. Den Rechtsrahmen zur Telefonwerbung prüft die Checkliste Kaltakquise-Recht im B2B.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Telemarketing und Telesales?

Telemarketing beschreibt die Telefonansprache als Methode, etwa zur Qualifizierung und Terminierung. Telesales meint den Verkauf am Telefon bis zum Abschluss. Im B2B trennen viele Unternehmen beides, weil Abschlüsse meist ein persönliches Gespräch mit dem Vertrieb brauchen.

Kann Telesales im B2B ohne Außendienst auskommen?

Ja, bei einfachen Produkten mit klarem Preis und kurzem Entscheidungsweg. Bei erklärungsbedürftigen Produkten übernimmt Telesales meist den Einstieg und der Außendienst oder der Fachvertrieb den Abschluss.

Wie wirkt Telesales auf die Pipeline?

Telesales füllt die Pipeline mit Gesprächen und Terminen. Wichtig ist, dass jede Stufe messbar ist: Kontakte, Gespräche mit Bedarf, Angebote und Abschlüsse. Ohne diese Stufen sehen Sie nicht, wo Umsatz verloren geht.

Welche Fähigkeiten braucht ein Telesales-Mitarbeiter?

Er braucht Gesprächsführung, Zuhören, Produktwissen und die Fähigkeit, mit Ablehnung umzugehen. Im B2B kommt die Kenntnis von Branche und Entscheidungswegen hinzu.

Wie gehe ich mit Einwänden am Telefon um?

Hören Sie den Einwand vollständig, fragen Sie nach dem Hintergrund und antworten Sie mit einem konkreten Anlass oder einer Zahl. Dokumentieren Sie den Einwand, damit das Team daraus lernt. Der Leitfaden zur Einwandbehandlung zeigt die Schritte.

Welche rechtlichen Regeln gelten für Telesales?

Für Telefonwerbung gilt § 7 UWG. Ob eine Einwilligung nötig ist, hängt vom Einzelfall ab. Eine Rechtsberatung ersetzt dieser Beitrag nicht, die Primärquelle ist der Gesetzestext unter gesetze-im-internet.de.

Lohnt sich Telesales für kleine Unternehmen?

Ja, wenn der Vertrieb wenig Zeit für Telefonate hat und die Zielgruppe überschaubar ist. Achten Sie darauf, dass jemand die Gespräche auswertet, sonst bleiben die Lerneffekte aus.

Wann ist Telesales die falsche Wahl?

Wenn der Kauf eine Vorführung oder eine technische Prüfung vor Ort verlangt, oder wenn das Angebot noch nicht erprobt ist. Dann fehlen die Argumente, die am Telefon überzeugen.

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