Inhalt8 Abschnitte
- 01Welche Aufgaben hat der Vertriebsinnendienst?
- 02Wie viel Zeit gewinnt der Außendienst durch einen Innendienst?
- 03Was zeigt ein typischer Fall aus der Praxis?
- 04Wo ist die Grenze zwischen Innendienst und Telefonakquise?
- 05Wann lohnt sich ein eigener Vertriebsinnendienst nicht?
- 06Welche Fähigkeiten braucht der Innendienst?
- 07Checkliste: Innendienst auslasten
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Der Vertriebsinnendienst erstellt Angebote, wickelt Aufträge ab, pflegt Kundendaten und hält Kontakt zu Kunden, damit der Außendienst Zeit für Besuche hat. Seine wichtigste Kennzahl ist die Zeit, die der Außendienst beim Kunden verbringt, nicht die Zahl der bearbeiteten Vorgänge.
Dieser Beitrag stammt von Juli 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Welche Aufgaben hat der Vertriebsinnendienst?
Fünf Aufgaben tragen den Alltag: Angebote schreiben, Aufträge abwickeln, Kundendaten pflegen, Kunden telefonisch betreuen und den Außendienst vorbereiten. Das Stellenprofil dazu steht unter Vertriebsinnendienst, eine zweite Sicht auf die Rolle bietet der Beitrag Vertriebsinnendienst: Definition und Aufgaben.
| Aufgabe | Beispiel | Wer profitiert |
|---|---|---|
| Angebote erstellen | Preis aus Kalkulation, Angebot in 24 Stunden | Kunde, Außendienst |
| Aufträge abwickeln | Bestätigung, Lieferplanung, Rechnung | Kunde, Logistik |
| Kundendaten pflegen | Ansprechpartner, Kaufhistorie im CRM | Gesamter Vertrieb |
| Kunden betreuen | Rückfragen, Reklamationen, Nachfassen | Kunde |
| Außendienst vorbereiten | Besuchsplan, Gesprächsnotizen, Termine | Außendienst |
Tabelle: Aufgaben des Vertriebsinnendiensts, Stand 10/2026
Die Datenpflege klingt nach Verwaltung und entscheidet doch über die Qualität jedes Besuchs: Ein Außendienstler ohne aktuelle Ansprechpartner telefoniert vor Ort noch einmal die Zentrale an. Was ein CRM leistet, erklärt Was ist ein CRM-System, die Grundbegriffe stehen bei Wikipedia zum Customer-Relationship-Management.
Wie viel Zeit gewinnt der Außendienst durch einen Innendienst?
Etwa einen Tag je Woche, wenn der Innendienst Angebote, Auftragsbestätigungen und Datenpflege übernimmt. Beispielrechnung mit Annahmen:
| Posten | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Verwaltungszeit je Außendienstler | 6 Std. je Woche | |
| Arbeitswochen im Jahr | 46 | 276 Std. |
| Zeit je Kundenbesuch inklusive Anfahrt | 2,5 Std. | |
| Zusätzliche Besuche je Außendienstler | 276 : 2,5 | 110 Besuche |
| Team mit 5 Außendienstlern | 5 x 110 | 550 Besuche |
Tabelle: Beispielrechnung Entlastung des Außendienstes, alle Werte sind Annahmen, Stand 10/2026
Der Gewinn tritt nur ein, wenn der Außendienst die freie Zeit mit Besuchen füllt. Fehlen Termine, bleibt die Zeit ungenutzt. Dann ist nicht der Innendienst der Engpass, sondern die Terminlage. Wie sich Außendienst und Innendienst abstimmen, beschreibt der Leitfaden zur Entlastung des Außendienstes.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was zeigt ein typischer Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Hersteller von Industriedichtungen pflegten 4 Außendienstler ihre Angebote selbst und kamen im Schnitt auf 9 Kundenbesuche je Woche. Das Unternehmen stellte eine Innendienstkraft ein, die Angebote vorbereitete und Termine bestätigte. Nach zwei Monaten lag der Wert bei 12 Besuchen je Woche und Person. Die Angebotsdauer sank von 5 auf 2 Werktage. Die Zahl der Neukundentermine stieg nicht, weil der Außendienst weiter nur bekannte Kunden besuchte. Erst die telefonische Terminierung für neue Kontakte änderte das.
Wo ist die Grenze zwischen Innendienst und Telefonakquise?
Der Innendienst betreut Kunden, die schon da sind. Die Telefonakquise gewinnt Kunden, die es noch nicht sind. Wer beides einer Person gibt, bekommt meist die Betreuung gut und die Akquise nebenbei. Rufen Sie neue Kontakte an, braucht das feste Blöcke ohne Unterbrechung. Das Glossar erklärt die Terminvereinbarung, die Geldseite beschreibt die Telefonakquise von KRAUSS, und der Beitrag Vertrieb ohne Außendienst zeigt den Innendienstverkauf als eigenes Modell.
Wann lohnt sich ein eigener Vertriebsinnendienst nicht?
Nicht bei weniger als 3 Außendienstlern: Die Stelle wäre nicht ausgelastet, und ein Dienstleister oder eine Teilzeitkraft rechnet sich besser. Nicht bei Produkten ohne Angebotsphase, etwa bei Katalogware mit Bestellung im Webshop. Und nicht, solange die Terminlage zu dünn ist, denn dann entlastet der Innendienst nur Kapazität, die keiner nutzt. Die Grenzen der Methode: Ein Innendienst ersetzt keine Neukundenakquise und kein Vertriebsmanagement.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Fähigkeiten braucht der Innendienst?
Kaufmännisches Verständnis, Sorgfalt bei Zahlen und Gesprächsführung am Telefon. Quereinsteiger kommen aus Einkauf, Logistik oder Kundenservice und lernen Produkt und CRM in wenigen Wochen. Entscheidend ist die Verlässlichkeit: Ein Angebot, das am versprochenen Tag nicht kommt, kostet mehr Vertrauen als ein langsames Angebot.
Checkliste: Innendienst auslasten
- Angebotsvorlagen je Produktgruppe hinterlegt
- Zusagefrist für Angebote festgelegt (zum Beispiel 24 Stunden)
- Pflichtfelder im CRM definiert (Ansprechpartner, Rolle, Kaufhistorie)
- Wiedervorlage nach jedem Angebot gesetzt, siehe Wiedervorlage
- Wochenübergabe an den Außendienst terminiert
- Anteil der Außendienstzeit beim Kunden monatlich gemessen
Die Kennzahlen dazu erklärt der Leitfaden zu Akquise-Kennzahlen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Aufgaben umfasst der Vertriebsinnendienst typischerweise?
Angebote, Auftragsabwicklung, Kundendatenpflege, telefonische Betreuung und Reklamationen. Dazu kommt die Vorbereitung der Besuche für den Außendienst.
Wie unterscheiden sich Innendienst und Außendienst?
Der Innendienst arbeitet vom Büro aus mit Telefon, Mail und CRM. Der Außendienst besucht Kunden vor Ort. Beide teilen sich die Kundenhistorie.
Was kann der Innendienst nicht leisten?
Neukundengewinnung in größerem Umfang. Dafür braucht es feste Anrufblöcke und eine Zielgruppenliste, siehe Telefonakquise.
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