Inhalt8 Abschnitte
- 01Welche Funktionen hat ein CRM-System?
- 02Welche Arten von CRM gibt es?
- 03Was bringt ein CRM im Vertrieb? Eine Rechnung
- 04Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
- 05Wann reicht eine Tabelle statt eines CRM?
- 06Wie wählen Sie ein CRM aus, und wie führen Sie es ein?
- 07Welche Trends zeigen sich bei KI im CRM?
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Ein CRM-System (Customer Relationship Management) ist eine Software, die alle Kontakte, Gespräche, Angebote und Wiedervorlagen zu Kunden und Interessenten an einer Stelle speichert. Im Vertrieb beantwortet es drei Fragen: Wer ist der Ansprechpartner, was wurde zuletzt besprochen, und was ist der nächste Schritt mit Datum?
Dieser Beitrag stammt von April 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Wer diese Fragen heute nur im Kopf oder in Mails beantwortet, verliert Chancen. Stand: Oktober 2026.
Welche Funktionen hat ein CRM-System?
Fünf Grundfunktionen reichen im Mittelstand für den Start:
| Funktion | Was sie leistet | Beispiel aus dem Vertrieb |
|---|---|---|
| Kontaktverwaltung | Firmen, Ansprechpartner, Rollen | Einkaufsleiter mit Durchwahl und Entscheiderrolle |
| Aktivitäten | Anrufe, Mails, Termine, Notizen | Gesprächsnotiz mit Bedarf und Zeitrahmen |
| Pipeline | Chancen nach Stufen mit Wert | Angebot 18.000 €, nächster Schritt Donnerstag |
| Wiedervorlage | Aufgaben mit Datum | "Am 14.11. nachfassen" |
| Auswertung | Kennzahlen je Stufe | Terminquote, Abschlussquote, Dauer je Stufe |
Tabelle: Grundfunktionen eines CRM im B2B-Vertrieb, Stand 10/2026
Die Pipeline ist die Brücke zum Sales Cycle und zum Vertriebsprozess: Ohne CRM messen Sie die Stufen nicht. Die Übergabe von Terminen an den Vertrieb regelt die Checkliste Termin-Übergabe an Vertrieb und CRM.
Welche Arten von CRM gibt es?
Drei, die sich im Zweck unterscheiden:
- Operatives CRM: unterstützt den Tagesablauf in Vertrieb, Marketing und Service (Kontakte, Aufgaben, Angebote). Für die meisten Mittelständler das richtige.
- Analytisches CRM: wertet Daten aus, etwa Kundensegmente und Prognosen. Sinnvoll ab einigen hundert Kunden und sauberer Datenpflege.
- Kollaboratives CRM: teilt Kundeninformationen mit Partnern, Händlern oder Abteilungen, wenn mehrere Parteien denselben Kunden betreuen.
Dazu kommt die Wahl zwischen Cloud und eigenem Server. Cloud-Dienste sind schneller eingerichtet und überall erreichbar, ein eigener Server gibt Ihnen mehr Kontrolle über den Standort der Daten. Schnittstellen zum ERP-System sind wichtig, wenn Aufträge und Rechnungen im CRM sichtbar sein sollen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was bringt ein CRM im Vertrieb? Eine Rechnung
Annahmen der Redaktion, keine Marktwerte: 8 Nutzer, Lizenz 35 € pro Nutzer und Monat, Einrichtung 12 Stunden zu 75 € (einmalig), Pflege 2 Stunden im Monat zu 75 €, 40 Angebote im Monat, 5 davon ohne Nachfassen, Abschlussquote nachgefasster Angebote 25 %, Auftragswert 18.000 €.
| Posten | Wert |
|---|---|
| Lizenzen im Monat: 8 × 35 € | 280 € |
| Pflege im Monat: 2 h × 75 € | 150 € |
| Einrichtung einmalig: 12 h × 75 € | 900 € |
| Kosten im ersten Jahr | 6.060 € |
| Entgangener Umsatz ohne Nachfassen: 5 × 25 % × 18.000 € | 22.500 € im Monat |
Rechnung: Kosten eines CRM gegen entgangene Aufträge ohne Wiedervorlage, alle Werte sind Annahmen, Stand 10/2026
Das CRM trägt sich, wenn es einen einzigen Auftrag im Jahr rettet. Die Rechnung zeigt auch die Grenze: Sie gilt nur, wenn die Wiedervorlagen wirklich genutzt werden. Ein CRM, das nur der Vertriebsleiter füllt, kostet Lizenzgebühren und liefert nichts.
Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Anbieter von Lagersoftware führte der Vertrieb seine Chancen in Excel und in Postfächern. In 30 Angeboten der letzten Quartale fanden wir bei 9 keinen Eintrag zum nächsten Schritt. Nach der Einführung eines CRM mit drei Pflichtfeldern (Ansprechpartner, nächster Schritt, Datum) stieg der Anteil der Angebote mit Datum im nächsten Quartal auf 28 von 31. Die Abschlussquote lag ein Quartal später bei 27 statt 21 Prozent. Die Pflichtfelder wirkten, nicht die Menge der Funktionen.
Wann reicht eine Tabelle statt eines CRM?
Bis etwa 50 aktive Kontakte und einen Nutzer genügt eine Tabelle mit Spalten für Ansprechpartner, letzten Kontakt und nächsten Schritt. Auch wenn niemand im Team bereit ist, Daten zu pflegen, hilft kein System. Und wenn Ihre Prozesse unklar sind, bildet das CRM nur das Durcheinander ab: Klären Sie zuerst die Stufen. Grenzen bestehen auch beim Datenschutz: Kundendaten gehören nur in Dienste, mit denen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO geschlossen haben (Verordnung (EU) 2016/679 auf EUR-Lex, Abruf Oktober 2026, keine Rechtsberatung). Hinweise für die Telefonakquise gibt die Seite Auftragsverarbeitung in der Telefonakquise.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie wählen Sie ein CRM aus, und wie führen Sie es ein?
- Drei Anforderungen aufschreiben, die das System sicher können muss (zum Beispiel Wiedervorlage, Pipeline, Import aus Excel)
- Mit zwei bis drei Anbietern je zwei Wochen testen, mit echten Kontakten
- Pflichtfelder auf drei begrenzen: Ansprechpartner, nächster Schritt, Datum
- Altdaten bereinigen, bevor Sie importieren (Adressliste bereinigen)
- Ein Verantwortlicher für Datenqualität
- Schulung von einer Stunde, danach wöchentlich ein Blick auf die Zahlen
- Vertrag zur Auftragsverarbeitung abgeschlossen
Mit einem CRM planen Sie auch die Qualifizierung von Kontakten (Leadqualifizierung) und die Reaktivierung inaktiver Kunden (Kundenreaktivierung per Telefon).
Welche Trends zeigen sich bei KI im CRM?
KI-Funktionen fassen Gespräche zusammen, schlagen nächste Schritte vor und bewerten Leads. Sie helfen bei Routine, ersetzen aber nicht die Pflege der Basisdaten: Eine Prognose über falsche Daten bleibt falsch. Prüfen Sie, wo die Daten verarbeitet werden, bevor Sie solche Funktionen einschalten.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die grundlegenden Funktionen eines CRM-Systems?
Kontakte verwalten, Aktivitäten festhalten, Chancen in einer Pipeline führen, Wiedervorlagen setzen und Kennzahlen auswerten.
Welche Vorteile bringt ein CRM im Vertrieb?
Weniger verlorene Nachfassaktionen, klare Übergaben zwischen Terminierung und Vertrieb und Zahlen je Stufe. Der Vorteil entsteht aus der Pflege, nicht aus der Software.
Wie wählen Sie das passende CRM aus?
Nach drei Pflichtanforderungen, einem Test mit echten Daten und der Frage, wer das System pflegt. Funktionsvergleiche bringen weniger als ein Praxistest.
Wie unterstützt ein CRM den Vertriebsprozess?
Es zeigt, welche Chancen auf welcher Stufe liegen, und erinnert an Wiedervorlagen. Die Prozessschritte legen Sie selbst fest.
Wie verbessert ein CRM Kundenbeziehungen?
Indem jeder Mitarbeiter den Stand des Kontakts kennt und Kunden nicht dieselben Fragen zweimal beantworten müssen.
Worin unterscheiden sich CRM-Systeme?
In Funktionsumfang, Branchenpassung, Preis je Nutzer, Schnittstellen und Standort der Daten.
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