Inhalt8 Abschnitte
- 01Was misst der Customer Lifetime Value im B2B?
- 02Wie berechnen Sie den CLV mit einer einfachen Formel?
- 03Was ist ein Kunde im B2B wert? Ein Rechenbeispiel
- 04Wie setzen Sie den CLV als Budgetgrenze ein?
- 05Wann rechnet sich der CLV nicht?
- 06Welche Daten brauchen Sie für den CLV?
- 07Wie hilft die Telefonebene, den CLV zu steigern?
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Der Customer Lifetime Value (CLV) zeigt, welchen Deckungsbeitrag ein Kunde über die gesamte Zusammenarbeit bringt. Im B2B nutzen Sie ihn als Obergrenze: Mehr dürfen Sie für die Gewinnung eines Neukunden nicht ausgeben, wenn sich das Geschäft rechnen soll.
Dieser Beitrag stammt von April 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026. Die Zahlen im Rechenbeispiel sind Annahmen, keine Richtwerte.
Was misst der Customer Lifetime Value im B2B?
Der CLV misst den Wert eines Kunden nach Abzug der Kosten, die er verursacht. Er ist keine Umsatzzahl. Ein Großkunde mit hohem Jahresumsatz kann weniger wert sein als ein mittlerer Kunde mit 40.000 Euro, wenn der kleinere Kunde mehr Marge trägt und weniger Betreuung braucht. Für Vertrieb und Marketing ist der CLV damit eine Grenze für Ausgaben, keine Prognose über den Umsatz.
Wie berechnen Sie den CLV mit einer einfachen Formel?
Die Formel lautet: CLV = (Jahresdeckungsbeitrag abzüglich jährlicher Betreuungskosten) × Kundendauer in Jahren. Sie ist bewusst einfach gehalten, damit Sie sie mit Zahlen aus Buchhaltung und Kostenrechnung füllen können.
| Baustein | Was Sie eintragen | Woher die Zahl kommt |
|---|---|---|
| Umsatz je Kunde und Jahr | Rechnungen der letzten 12 Monate, gemittelt je Kundengruppe | Buchhaltung, CRM |
| Deckungsbeitrag | Umsatz abzüglich Material, Einkauf und Versand | Kostenrechnung |
| Betreuungskosten | Anteil Innendienst, Außendienst und Service je Kunde | Personalkosten geteilt durch Kundenzahl |
| Kundendauer | Mittlere Dauer der Zusammenarbeit in Jahren | Kundenstammdaten mit Abwanderungsdatum |
Quelle: Ihre eigenen Zahlen. Die Formel ist ein Standardweg des Controllings, keine Studie.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was ist ein Kunde im B2B wert? Ein Rechenbeispiel
In einem Projekt für einen Hersteller von Verpackungsmaschinen lag der Umsatz je Bestandskunde bei rund 48.000 Euro im Jahr, der Deckungsbeitrag bei 35 Prozent. Die Betreuung kostete je Kunde 4.000 Euro im Jahr, die Kunden blieben im Schnitt vier Jahre. Für einen Neukunden brauchte das Team 8 Verkaufstermine, je Termin lag der Aufwand bei 180 Euro.
Die Rechnung mit diesen Annahmen zeigt die Tabelle. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein, bevor Sie daraus Entscheidungen ableiten.
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Deckungsbeitrag je Jahr | 48.000 Euro × 35 % | 16.800 Euro |
| Ertrag nach Betreuung | 16.800 Euro abzüglich 4.000 Euro | 12.800 Euro |
| CLV bei vier Jahren | 12.800 Euro × 4 | 51.200 Euro |
| Akquisekosten je Neukunde | 8 Termine × 180 Euro | 1.440 Euro |
| Anteil der Akquise am CLV | 1.440 Euro von 51.200 Euro | 2,8 % |
Quelle: Praxisbeispiel mit Annahmen, Zahlen gerundet. Die Werte gelten für dieses Projekt, nicht für Ihren Markt.
Wie setzen Sie den CLV als Budgetgrenze ein?
Eine verbreitete Faustregel setzt die Akquisekosten je Neukunde auf höchstens ein Drittel des CLV. Die Regel ist eine Konvention der Praxis und keine Studie. Bei einem CLV von 51.200 Euro läge die Grenze bei rund 17.000 Euro je Neukunde. Das Praxisbeispiel liegt mit 1.440 Euro weit darunter, deshalb trägt die Akquise dort.
Rechnen Sie den CLV je Kundengruppe, nicht für alle Kunden zusammen. Ein Maschinenbauer mit langer Laufzeit hat einen anderen Wert als ein Händler mit Einmalbestellungen. Den Wirtschaftlichkeits-Rechner finden Sie bei den Werkzeugen von KRAUSS.
Wann rechnet sich der CLV nicht?
Die Methode trägt nur, wenn die Zahlen stimmen. Sie trägt nicht in diesen Fällen:
- Bei Einmalaufträgen ohne Folgegeschäft. Dann ist der Auftragswert die bessere Grundlage.
- Wenn die Kundendauer nur geschätzt ist. Eine angenommene Dauer von fünf Jahren ohne Daten macht jeden CLV beliebig.
- Bei wenigen Kunden je Gruppe. Ein einzelner Großkunde verschiebt den Durchschnitt stark.
- Wenn Sie den CLV Dritten als Versprechen zeigen. Er bleibt eine interne Planungszahl.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Daten brauchen Sie für den CLV?
Fünf Zahlen reichen für die erste Rechnung. Prüfen Sie jede Zahl gegen eine Quelle, bevor Sie sie in die Formel setzen:
- Umsatz je Kunde der letzten 12 Monate aus der Buchhaltung
- Deckungsbeitrag je Produktgruppe aus der Kostenrechnung
- Betreuungskosten je Kunde: Innendienst, Außendienst, Service
- Mittlere Kundendauer aus den Stammdaten
- Akquisekosten je Neukunde: Termine, Aufwand je Termin, Abschlussquote
Wie Sie diese Kennzahlen laufend messen, zeigt der Leitfaden zu Akquise-Kennzahlen.
Wie hilft die Telefonebene, den CLV zu steigern?
Der CLV steigt auf zwei Wegen: Kunden bleiben länger, und neue Kunden passen von Anfang an zum Zielmarkt. KRAUSS liefert die Telefonebene dafür: Terminierung bei Entscheidern, Qualifizierung der Gespräche und Reaktivierung von Bestandskunden, die lange nicht bestellt haben. Die Rechnung hinter dem CLV, die Preisgestaltung und die Kundenbindung bleiben bei Ihnen und Ihrem Controlling. Für die Reaktivierung passt die Kundenreaktivierung per Telefon, für den Neukundenteil die Neukundengewinnung im B2B.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Customer Lifetime Value im B2B?
Der Customer Lifetime Value (CLV) ist der Deckungsbeitrag, den ein Kunde über die gesamte Zusammenarbeit bringt, abzüglich der Kosten, die er verursacht. Im B2B nutzen Sie ihn als Obergrenze für Ihre Akquisekosten je Neukunde.
Ist der CLV dasselbe wie der Umsatz je Kunde?
Nein. Der Umsatz zeigt nur die Einnahmen. Der CLV zieht Einkaufskosten, Betreuung und die Dauer der Beziehung ab. Deshalb kann ein kleinerer Kunde mit mehr Marge den höheren Wert haben.
Welche Formel nutzen Sie für den Customer Lifetime Value?
Eine einfache Form lautet: Jahresdeckungsbeitrag abzüglich jährlicher Betreuungskosten, mal Kundendauer in Jahren. Die Zahlen stammen aus Buchhaltung, Kostenrechnung und Kundenstammdaten, nicht aus Schätzungen.
Wie hoch dürfen die Akquisekosten je Neukunde sein?
Eine verbreitete Faustregel setzt sie auf höchstens ein Drittel des CLV. Die Regel ist eine Konvention der Praxis und keine Studie. Rechnen Sie zuerst mit Ihren eigenen Zahlen, bevor Sie sie anwenden.
Wie lange bleibt ein B2B-Kunde im Schnitt?
Das hängt von Branche und Vertragsform ab. Ermitteln Sie die Dauer aus Ihren Stammdaten, vom Erstauftrag bis zum letzten Auftrag oder zur Abwanderung. Ohne diese Daten bleibt jede Zahl eine Annahme.
Lohnt sich Akquise auch bei kleinen Aufträgen?
Ja, wenn der CLV der Kundengruppe die Akquisekosten deutlich übersteigt. Bei Einmalaufträgen mit geringer Marge rechnet sich Telefonakquise meist nicht. Prüfen Sie den Deckungsbeitrag je Auftrag, bevor Sie Termine kaufen.
Wie setze ich den CLV als Budgetgrenze ein?
Der CLV ist die Obergrenze für die Kosten, die Sie für einen Neukunden ausgeben sollten. Ziehen Sie vom CLV die Kosten für Betreuung und die Marge ab und setzen Sie einen Sicherheitsabstand. Die Rechnung steht und fällt mit der Annahme über die Kundendauer. Notieren Sie diese Annahme offen und prüfen Sie sie jedes Quartal.
Welche Daten brauche ich zuerst?
Vier Zahlen genügen für den Einstieg: Umsatz je Kunde, Deckungsbeitrag, Betreuungskosten und Kundendauer. Rechnen Sie den CLV je Kundengruppe, bevor Sie ein Akquisebudget festlegen.
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