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Go-to-Market-Strategie: Fünf Entscheidungen für den B2B-Vertrieb

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt9 Abschnitte
  1. 01Was ist eine Go-to-Market-Strategie?
  2. 02Warum scheitern Markteinführungen im B2B oft am Gespräch?
  3. 03Welche fünf Entscheidungen gehören in die Strategie?
  4. 04Praxisbeispiel: Ein Angebot, drei Segmente, ein Test
  5. 05Rechnung: Welches Segment zuerst?
  6. 06Wann ist eine Go-to-Market-Strategie überflüssig?
  7. 07Welche Punkte prüfen Sie vor dem Start?
  8. 08Wie setzt KRAUSS die Strategie um?
  9. 09Häufig gestellte Fragen

Dieser Beitrag stammt von August 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Eine Go-to-Market-Strategie legt fest, welche Firmen Sie ansprechen, mit welchem Anlass, über welche Kanäle und wer das Gespräch führt. Im B2B scheitert eine Markteinführung selten am Produkt. Sie scheitert, weil niemand weiß, wen er anrufen soll, und weil der erste Satz am Telefon keinen Grund nennt.

Stand: Oktober 2026. Das Praxisbeispiel ist anonymisiert, die Zahlen sind gerundet.

Was ist eine Go-to-Market-Strategie?

Die Go-to-Market-Strategie, kurz GTM-Strategie, ist der Plan, der ein Angebot vom fertigen Produkt zum ersten Kundengespräch bringt. Sie beantwortet fünf Fragen: Für wen ist das Angebot, welcher Anlass bringt die Firma in Bewegung, welcher Kanal erreicht sie, wer führt das Gespräch und woran messen Sie den Erfolg.

Die Strategie ist kein Dokument für die Schublade. Sie ist die Liste, nach der das Team jeden Morgen arbeitet.

Warum scheitern Markteinführungen im B2B oft am Gespräch?

Weil das Gespräch der Ort ist, an dem Zielgruppe, Anlass und Angebot zusammenkommen. Fehlt eine dieser drei Größen, klingt der Anruf allgemein, und der Entscheider hört nicht zu. Dann wirkt das Angebot wie jedes andere.

Der zweite Grund liegt in der Reihenfolge. Viele Teams beginnen mit Anzeigen oder Listen, bevor sie wissen, welcher Anlass den Kauf auslöst. Die Strategie klärt diese Reihenfolge, bevor Geld fließt.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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Welche fünf Entscheidungen gehören in die Strategie?

Diese fünf Entscheidungen müssen vor dem ersten Anruf getroffen sein.

Tabelle: Welche fünf Entscheidungen gehören in die Strategie, Stand 10/2026

Welche fünf Entscheidungen gehören in die Strategie?
EntscheidungFrageBeispiel
ZielsegmentWelche Firmen kaufen zuerst?Hotels mit eigener Gastronomie
AnlassWas verändert sich dort gerade?Neue Küche, neuer Betreiber
AngebotWelches Ergebnis bekommt der Kunde?Ein Test ohne Umstellung
KanalWie erreichen Sie den Entscheider?Telefon mit Durchwahl
MessungWoran erkennen Sie Erfolg?Termine je Segment

Quelle: Einordnung der Redaktion.

Praxisbeispiel: Ein Angebot, drei Segmente, ein Test

In einem Projekt für einen Anbieter von Kaffeemaschinen für Großbetriebe stand die Frage, welches Segment zuerst angesprochen werden soll. Das Team wählte drei Segmente mit je 40 Firmen: Hotels mit eigener Gastronomie, Kantinen von Industriebetrieben und Caterer. Drei Wochen lang rief es alle drei Segmente an, mit demselben Anlass und demselben Angebot.

Bei den Hotels führten 11 Anrufe zu einem Gespräch, 3 davon zu einem Termin. Bei den Kantinen waren es 6 Gespräche und 1 Termin. Die Caterer brachten 14 Gespräche und 6 Termine. Die Strategie setzte danach das Segment der Caterer an die erste Stelle.

Rechnung: Welches Segment zuerst?

Die Rechnung nutzt die Zahlen aus dem Praxisbeispiel. Jedes Segment hatte 40 Anrufe.

Tabelle: Rechnung: Welches Segment zuerst, Stand 10/2026

Rechnung: Welches Segment zuerst?
SegmentGesprächeTermineTermine je 100 Anrufe
Hotels1137,5
Kantinen612,5
Caterer14615

Quelle: Einordnung der Redaktion.

Der Vergleich zeigt die Reihenfolge, nicht die absolute Wirkung. Rechnen Sie den Gewinn je Termin mit Ihrem Angebot durch, bevor Sie ein Segment ausbauen. Den Wert eines Termins rechnen Sie im Wirtschaftlichkeits-Rechner aus.

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Wann ist eine Go-to-Market-Strategie überflüssig?

Sie ist überflüssig, wenn Sie nur Bestandskunden betreuen und kein neues Segment erschließen. Auch ein Einzelkunde mit festem Auftrag braucht keine Strategie, sondern einen Vertrag.

Sie hilft nicht, wenn Sie das Angebot noch nicht in einem Satz erklären können. Dann liegt der Engpass vor der Strategie, bei der Frage, was Sie eigentlich verkaufen.

Welche Punkte prüfen Sie vor dem Start?

Der Start hält, wenn jede der fünf Entscheidungen beantwortet ist. Die folgenden Punkte prüfen genau das, bevor der erste Anruf erfolgt.

  • Das Zielsegment ist mit Firmenzahl und Rolle beschrieben.
  • Der Anlass steht als erster Satz im Gesprächsleitfaden.
  • Das Angebot nennt das Ergebnis für den Kunden, nicht die Leistung.
  • Der Kanal ist festgelegt, mit Durchwahl oder Ansprechpartner.
  • Gespräche und Termine werden je Segment getrennt gezählt.
  • Ein Test hat ein festes Ende, zum Beispiel nach drei Wochen.

Ein Leitfaden für die Zielgruppe steht im Leitfaden zur Zielgruppe im B2B. Die Grundbegriffe des Vertriebs erklärt das Glossar zur Neukundengewinnung.

Wie setzt KRAUSS die Strategie um?

KRAUSS entwickelt keine Go-to-Market-Strategie für Ihr Unternehmen. Wir setzen die Ansprache um, sobald die Entscheidungen stehen: Wir rufen die Entscheider des Segments an, führen das Gespräch auf Grundlage Ihres Anlasses und vereinbaren die Termine. Die Strategie bleibt bei Ihnen, weil nur Sie Ihr Angebot kennen.

Der Leitfaden zur Neukunden-Strategie zeigt, wie Sie daraus eine planbare Pipeline machen.

Den Ablauf der Neukundengewinnung zeigt die Seite zur Neukundengewinnung im B2B. Die Seite zum B2B-Vertrieb beschreibt die Zusammenarbeit, und die Checkliste zur Vertriebsagentur hilft bei der Auswahl eines Partners. Die Methode erklärt unsere Arbeitsweise.

Die Geldseite für die Telefonebene ist die Telefonakquise.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Go-to-Market-Strategie?

Eine Go-to-Market-Strategie ist der Plan, der ein Angebot vom fertigen Produkt zum ersten Kundengespräch bringt. Sie legt Zielsegment, Anlass, Angebot, Kanal und Messung fest. Im B2B ist sie die Grundlage für jeden Anruf.

Woraus besteht eine Go-to-Market-Strategie im B2B?

Aus fünf Entscheidungen: dem Zielsegment, dem Anlass, dem Angebot mit seinem Ergebnis, dem Kanal zum Entscheider und der Messung je Segment. Jede Entscheidung braucht eine Antwort, bevor der erste Anruf erfolgt.

Wie wähle ich das erste Segment aus?

Testen Sie drei Segmente mit je rund 40 Firmen über drei Wochen, mit demselben Anlass und Angebot. Vergleichen Sie Gespräche und Termine je Segment. Das Segment mit den meisten Terminen je 100 Anrufen zuerst.

Wie lange dauert es, eine Go-to-Market-Strategie zu entwickeln?

Die Entscheidungen lassen sich in wenigen Wochen treffen, wenn das Angebot klar ist. Der Test eines Segments braucht danach etwa drei Wochen. Planen Sie die Strategie als laufende Aufgabe und prüfen Sie sie quartalsweise.

Was kostet es, die Strategie telefonisch umzusetzen?

Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit der Entscheider und gewünschter Terminmenge. Die Konfiguration dauert 2 Minuten, danach erstellen wir Ihr Angebot. Den Konfigurator finden Sie auf /preise#konfigurator.

Entwickelt KRAUSS die Go-to-Market-Strategie für mein Unternehmen?

Nein. KRAUSS setzt die Ansprache um, sobald Zielsegment, Anlass und Angebot feststehen. Wir rufen die Entscheider an, führen das Gespräch und vereinbaren die Termine. Die Strategie bleibt bei Ihnen.

Wann braucht ein Unternehmen keine Go-to-Market-Strategie?

Wenn es nur Bestandskunden betreut und kein neues Segment erschließen will. Auch ein Angebot, das sich nicht in einem Satz erklären lässt, braucht zuerst Klärung, bevor eine Strategie hilft.

Woran messe ich, ob die Strategie funktioniert?

Messen Sie Gespräche und Termine je Segment getrennt, nicht als Summe. Ein Segment mit vielen Gesprächen und wenigen Terminen zeigt ein Problem im Anlass oder im Angebot. Vergleichen Sie die Werte über mindestens drei Monate.

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