Inhalt7 Abschnitte
- 01Was ist der Unterschied zwischen Umsatzziel und Aktivitätsziel?
- 02Wie rechnen Sie vom Umsatz zur Wochenaktivität?
- 03Praxisbeispiel: Ein Teamziel aus einer Quote
- 04Wann sind Vertriebsziele zu hoch oder zu niedrig?
- 05Wie verbinden Sie Ziele mit der Pipeline?
- 06Checkliste: Vertriebsziele setzen
- 07Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Vertriebsziele setzen Sie am besten vom Ergebnis rückwärts: Jahresumsatz, Abschlussquote, Angebotsquote, Entscheidertermine je Woche. Erst die Wochenaktivität zeigt dem Verkäufer am Montag, was er tun muss.
Dieser Beitrag stammt von August 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Ein Umsatzziel allein erklärt keinen Montag. Stand: Oktober 2026.
Was ist der Unterschied zwischen Umsatzziel und Aktivitätsziel?
Ein Umsatzziel beschreibt, was am Jahresende stehen soll. Ein Aktivitätsziel beschreibt, was in dieser Woche passieren muss, damit das Umsatzziel möglich bleibt. Beide brauchen einander. Ohne Umsatzziel fehlt die Richtung, ohne Aktivitätsziel bleibt das Umsatzziel eine Hoffnung.
Wie rechnen Sie vom Umsatz zur Wochenaktivität?
Der Weg hat fünf Schritte. Jeder Schritt nutzt eine Quote, die Sie aus den eigenen Zahlen ableiten.
| Schritt | Beispielwert | Quelle der Zahl |
|---|---|---|
| 1. Jahresumsatz | 1.200.000 € Neukundenumsatz | Vertriebsplanung |
| 2. Aufträge je Jahr | 40 Aufträge à 30.000 € | Umsatz geteilt durch Auftragswert |
| 3. Angebote je Jahr | 160 Angebote bei 25 Prozent Abschlussquote | Aufträge geteilt durch Quote |
| 4. Entscheidertermine je Jahr | 222 Termine bei 72 Prozent Angebotsquote | Angebote geteilt durch Quote |
| 5. Termine je Woche | 4,3 je Gesamtteam, rund 0,7 je Person bei sechs Personen | Termine geteilt durch Wochen und Team |
Die Quoten sind Annahmen. Notieren Sie sie und prüfen Sie sie nach einem Quartal gegen die tatsächlichen Zahlen.
Rechnung mit offenen Annahmen: Wenn Ihr Team in den letzten zwölf Monaten nur 18 Prozent Abschlussquote erreicht hat, braucht dieselbe Auftragszahl rund 222 Angebote statt 160. Dann steigt die Wochenzahl der Termine um rund 40 Prozent. Die Methode zeigt Ihnen, welche Annahme das Ziel kippt.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: Ein Teamziel aus einer Quote
In einem Projekt für einen Hersteller von Gebäudetechnik lag das Jahresziel bei 40 Aufträgen. Die Teamleitung hatte nur das Ziel und eine Quote von 25 Prozent. Die echte Quote lag bei 18 Prozent. Nach der Anpassung der Quote und der Wochenziele auf Termine sah jeder Verkäufer, wie viele Termine ihm fehlten. Im folgenden Quartal lag die Zahl der Termine je Woche im Team von rund 9 auf 13, bei gleicher Mannschaft. Die Zahlen sind gerundet und stammen aus dem Projekt.
Wann sind Vertriebsziele zu hoch oder zu niedrig?
Ein Ziel ist zu hoch, wenn nach vier Wochen niemand die Wochenzahl erreicht und das Team den Plan nicht mehr liest. Dann prüfen Sie zuerst die Quote, nicht den Druck. Ein Ziel ist zu niedrig, wenn das Team es in der ersten Woche erreicht und danach nichts mehr passiert. Dann erhöhen Sie die Ergebnisgröße oder fügen eine Qualitätsgröße hinzu, etwa den Anteil der Termine mit Entscheider.
Wann dieser Weg nicht trägt: Wenn die Zielgruppe zu klein ist oder die Leads fehlen, rechnet die Methode mit Kontakten, die es nicht gibt. Dann lohnt zuerst die Frage nach Zielgruppe und Ansprache, siehe Zielgruppe definieren im B2B.
Wie verbinden Sie Ziele mit der Pipeline?
Die Termine kommen aus Leads, und Leads kommen aus Marketing, Empfehlung oder Telefonakquise. Ein Aktivitätsziel braucht deshalb eine Lead-Menge, die vor dem Montag bereitsteht. Der Beitrag Pipeline-Management zeigt, wie Sie die Kontakte vor dem Verkäufer sortieren.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste: Vertriebsziele setzen
- Jahresumsatz, Auftragswert und Abschlussquote sind festgelegt und notiert.
- Die Angebotsquote stammt aus den letzten zwölf Monaten, nicht aus dem Wunsch.
- Jeder Verkäufer hat drei Aktivitätsziele und ein Ergebnisziel.
- Die Wochenzahl steht auf einer Seite, die das Team sieht.
- Nach einem Quartal werden die Quoten gegen die Ist-Zahlen geprüft.
- Neue Mitarbeiter haben eine kleinere Zielmenge und eine Begleitung.
Eine vollständige Vorlage zur Planung finden Sie im Leitfaden Vertriebsziele setzen. Wenn Ihr Team die Termine nicht allein schafft, zeigt die Seite Telefonakquise, wie Terminierung als Ergänzung wirkt.
Häufig gestellte Fragen
Wie setze ich Vertriebsziele, die ein Team wirklich nutzt?
Rechnen Sie vom Jahresumsatz über Abschlussquoten und Angebotsquoten bis zur Zahl der Entscheidertermine je Woche herunter. Jeder Verkäufer sieht dann, welche Aktivität in dieser Woche sein Ziel trägt.
Wie viele Ziele braucht ein Vertriebler?
Drei Aktivitätsziele und ein Ergebnisziel reichen. Mehr Ziele verwässern den Fokus, weil am Ende der Woche niemand mehr weiß, welches zählt.
Sollten Ziele für jeden Mitarbeiter gleich sein?
Nein. Ein neuer Mitarbeiter braucht eine kleinere Zielmenge und mehr Begleitung. Ein erfahrener Verkäufer mit Bestandskunden trägt einen größeren Umsatzanteil. Gleich bleiben sollte die Methode.
Wie oft prüfe ich die Ziele?
Die Aktivitätsziele wöchentlich, die Ergebnisziele monatlich. Die Quoten dahinter prüfen Sie quartalsweise, weil sie sich langsamer verändern.
Was tue ich, wenn ein Ziel nicht erreichbar ist?
Prüfen Sie zuerst die Annahme. Liegt die Abschlussquote bei 10 Prozent statt der geplanten 25 Prozent, ist das Ziel nicht das Problem, sondern die Annahme dahinter. Passen Sie die Quote an, nicht nur die Zielmenge.
Wie hängen Vertriebsziele und Marketing zusammen?
Die Zahl der Termine hängt an den Leads, die Marketing oder Telefonakquise liefern. Ohne genug qualifizierte Kontakte bleibt das Aktivitätsziel unerreichbar, egal wie motiviert das Team ist.
Wann sind Ziele zu hoch?
Wenn nach vier Wochen keiner das Wochenziel erreicht und das Team den Plan nicht mehr liest, ist es zu hoch oder die Annahmen sind falsch. Prüfen Sie beides, bevor Sie Druck erhöhen.
Hilft Gamification bei Vertriebszielen?
Kurzfristig bei reinen Aktivitäten wie Anrufen. Bei Abschlüssen führt sie leicht zu Druck und Umgehung von Regeln. Setzen Sie sie gezielt und zeitlich begrenzt ein.
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