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BlogVertriebsführung

Besuchsbericht schreiben: Aufbau, Beispiel und Zeitaufwand

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt7 Abschnitte
  1. 01Was ist ein Besuchsbericht und wozu dient er?
  2. 02Was gehört in den Bericht?
  3. 03Praxisbeispiel: Außendienst mit 14 Personen
  4. 04Rechnung: Was kostet ein Besuchsbericht?
  5. 05Wann der Besuchsbericht nichts bringt
  6. 06Checkliste für jeden Bericht
  7. 07Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Ein Besuchsbericht hält fest, was im Gespräch geklärt wurde, welcher Bedarf erkennbar ist und welcher nächste Schritt mit Datum vereinbart wurde. Er ist nur dann nützlich, wenn er innerhalb eines Werktags entsteht und eine Wiedervorlage auslöst.

Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Stand: Oktober 2026.

Was ist ein Besuchsbericht und wozu dient er?

Ein Besuchsbericht ist die schriftliche Zusammenfassung eines Kundenbesuchs oder eines Gesprächs. Er hat zwei Zwecke: Er sichert das Ergebnis für das Team, und er bestimmt den nächsten Schritt. Der zweite Zweck ist der wichtigere. Ein Bericht, der nur erzählt, was war, hilft beim nächsten Gespräch wenig.

Der Bericht ersetzt kein Protokoll und keine Akte. Er ist kurz, klar und auf den Kunden bezogen. Wer ihn liest, soll in zwei Minuten wissen, wo der Kunde steht.

Was gehört in den Bericht?

Sechs Felder reichen für fast jeden Besuch:

  • Datum, Ort und Teilnehmer auf beiden Seiten, mit Funktion.
  • Anlass und Thema, in einem Satz.
  • Erkannter Bedarf, mit Zahl oder Menge, wenn der Kunde sie genannt hat.
  • Einwände und Bedenken, wörtlich, wenn möglich.
  • Nächster Schritt mit Datum und verantwortlichem Namen.
  • Ergebnis-Einschätzung, etwa warm, offen oder kein Bedarf.

Trennen Sie im Text Fakten von Einschätzungen. "Der Einkauf nannte 40 Einheiten im Quartal" ist ein Fakt. "Der Kunde wirkt interessiert" ist eine Einschätzung.

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Praxisbeispiel: Außendienst mit 14 Personen

In einem Projekt für einen Maschinenbauer arbeiteten 14 Außendienstmitarbeiter mit Berichten, die im Schnitt 45 Minuten Zeit kosteten. Die Berichte waren frei formuliert, und in der Hälfte fehlte der nächste Schritt mit Datum.

Nach der Umstellung auf sechs feste Felder und eine Wiedervorlage im CRM sank der Zeitaufwand auf 12 Minuten je Bericht. Von zehn Besuchen mit Bedarf führten 3 zu einer Nachfassung, nach der Umstellung waren es 7 von 10.

Der Unterschied lag im Feld für den nächsten Schritt: Ohne Datum fiel die Nachfassung weg, mit Datum blieb sie im Kalender.

Rechnung: Was kostet ein Besuchsbericht?

Die Rechnung hat drei Annahmen, die Sie mit Ihren Werten ersetzen:

Rechnung: Was kostet ein Besuchsbericht?
PositionAnnahmeErgebnis
Besuche je Woche und Person88 Berichte
Zeit je Bericht vorher45 Minuten6 Stunden je Woche
Zeit je Bericht nachher12 Minuten1,6 Stunden je Woche
Ersparnis je Person und Jahr46 Wochenrund 200 Stunden

Die Ersparnis ist die Zeit, die der Außendienst für Kunden verwenden kann. Rechnen Sie sie mit Ihrem internen Stundensatz, dann kennen Sie den Wert. Der Begriff Kosten je Termin hilft, die Zeit einem Ergebnis zuzuordnen.

Wann der Besuchsbericht nichts bringt

  • Niemand liest die Berichte. Dann ist die Dokumentation Pflicht ohne Nutzen. Klären Sie zuerst, wer die Berichte nutzt.
  • Das CRM hat keine Wiedervorlage. Der nächste Schritt geht ohne Erinnerung verloren.
  • Der Bericht wird nach einer Woche geschrieben. Dann sind Details falsch oder fehlen.
  • Der Besuch hatte kein Ziel. Ohne Thema lässt sich kein sinnvoller Bericht schreiben.

Wenn Ihr Außendienst Termine nicht selbst ausmachen kann, bietet KRAUSS die Telefonebene und die Terminierung an. Die Berichte bleiben Ihre Aufgabe. Die Einordnung steht auf der Geldseite zur Telefonakquise.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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Checkliste für jeden Bericht

  • Datum, Ort und Teilnehmer mit Funktion stehen im Bericht.
  • Der Anlass ist in einem Satz genannt.
  • Der erkannte Bedarf steht mit Zahl, wenn der Kunde sie nannte.
  • Einwände sind wörtlich festgehalten.
  • Der nächste Schritt hat ein Datum und einen Namen.
  • Die Wiedervorlage ist im CRM gesetzt.

Wie Sie das Gespräch selbst vorbereiten, zeigt die Checkliste zur Telefonakquise. Den Übergang vom Gespräch in die Vertriebsübergabe beschreibt die Checkliste zur Übergabe ins CRM.

Häufig gestellte Fragen

Was gehört in einen Besuchsbericht?

Datum, Teilnehmer, besprochene Themen, der erkannte Bedarf, der nächste Schritt mit Datum und der verantwortliche Name. Ohne nächsten Schritt mit Datum ist der Bericht nur ein Protokoll.

Wie lang sollte ein Besuchsbericht sein?

Ein Bericht, den Ihr Team in fünf bis zehn Minuten schreibt, wird gelesen. Mehr als eine Seite verlangt meist niemand. Trennen Sie Fakten von Einschätzungen.

Wann schreibe ich den Besuchsbericht?

Am Tag des Gesprächs oder spätestens am nächsten Werktag. Nach einer Woche fehlen Details, und Zusagen des Kunden verblassen.

Brauche ich eine Vorlage für den Besuchsbericht?

Eine feste Vorlage sorgt dafür, dass alle Berichte dieselben Felder haben. Wichtiger als das Werkzeug ist, dass die Felder ausgefüllt werden.

Wer liest den Besuchsbericht?

Vorgesetzte, das Team für die Übergabe und bei größeren Konten die Kolleginnen und Kollegen, die den Kunden später betreuen. Schreiben Sie so, dass jemand ohne Vorwissen den nächsten Schritt versteht.

Wie verbindet man den Besuchsbericht mit dem CRM?

Speichern Sie den Bericht am Kundendatensatz, setzen Sie die Wiedervorlage im selben Schritt und verknüpfen Sie den Termin. Ein Bericht ohne Wiedervorlage geht sonst verloren.

Was tun, wenn der Kunde keine Zusage macht?

Dokumentieren Sie das ohne Wertung: kein Bedarf genannt, Entscheider nicht erreicht, Rückfrage offen. Eine klare Absage ist ebenfalls ein Ergebnis.

Wann bringt der Besuchsbericht nichts?

Wenn niemand die Berichte liest oder darauf reagiert. Dann klären Sie den Prozess mit Vorgesetzten, bevor Sie weiter schreiben.

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