Inhalt13 Abschnitte
- 01Was ist Telefonakquise im B2B und woran messen Sie sie?
- 02Wie viele Anrufe brauchen Sie für einen Termin?
- 03Schritt 1: Wie bauen Sie eine Zielliste mit Entscheidern?
- 04Schritt 2: Welches Gesprächsziel setzen Sie vor dem ersten Wählen?
- 05Schritt 3: Wie gelingt der Einstieg in den ersten 20 Sekunden?
- 06Schritt 4: Wie gehen Sie mit Einwänden um?
- 07Schritt 5: Was dokumentieren Sie nach jedem Anruf?
- 08Schritt 6: Wie planen Sie das Nachfassen?
- 09Praxisbeispiel: Was ein Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik zeigt
- 10Wann lohnt sich Telefonakquise nicht?
- 11Checkliste: Vor dem ersten Anruf
- 12Nächster Schritt
- 13Häufig gestellte Fragen
Dieser Beitrag stammt von Januar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Telefonakquise im B2B bringt Termine, wenn Sie vor dem Anruf wissen, wer entscheidet, was Sie anbieten und welcher nächste Schritt das Ziel ist. Die sechs Schritte unten setzen diese Vorarbeit um. Sie gelten für Teams, die selbst anrufen, und für Dienstleister, die Termine für andere Unternehmen vereinbaren.
Was ist Telefonakquise im B2B und woran messen Sie sie?
Telefonakquise ist das gezielte Anrufen von Unternehmen, die zu Ihrem Angebot passen, mit dem Ziel eines Gesprächstermins. Gemessen wird an Terminen, die stattfinden, nicht an Gesprächsminuten oder Anrufzahlen. Ein Anruf ohne nächsten Schritt zählt als Kontakt, nicht als Fortschritt.
Wie viele Anrufe brauchen Sie für einen Termin?
Die Rechnung zeigt, wo Sie ansetzen können. Die Werte unten sind Annahmen, keine Messwerte. Ersetzen Sie sie nach zwei Wochen durch Ihre eigenen Zahlen.
| Stufe | Annahme | Ergebnis bei 200 Anrufen |
|---|---|---|
| Entscheider erreicht | 20 % | 40 Gespräche |
| Gesprächsziel Termin erreicht | 25 % | 10 Termine vereinbart |
| Termin findet statt | 80 % | 8 Termine gehalten |
Quelle: Annahmen des Autors, Stand Oktober 2026. Jede Stufe, die Sie verbessern, wirkt auf alle folgenden.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Schritt 1: Wie bauen Sie eine Zielliste mit Entscheidern?
Eine gute Liste enthält Unternehmen aus einem klar beschriebenen Segment und je Unternehmen eine Zielrolle. Tragen Sie in jede Zeile Branche, Größe, Region, den Namen der Zielrolle und den Grund, warum dieses Unternehmen jetzt passt. Ohne den letzten Punkt wird jeder Anruf zur Zufallsübung.
Schritt 2: Welches Gesprächsziel setzen Sie vor dem ersten Wählen?
Das Gesprächsziel ist ein Termin mit einer Person, die Entscheidungen vorbereitet oder trifft. Formulieren Sie es als Frage, zum Beispiel: "Passt ein Termin am Donnerstag für zwanzig Minuten?" Wer das Angebot erklärt, statt den Termin anzufragen, verliert den Anrufer in der ersten Minute.
Schritt 3: Wie gelingt der Einstieg in den ersten 20 Sekunden?
Nennen Sie Ihren Namen, das Unternehmen, einen Grund aus der Liste und die Terminfrage. Ein Satz zu einem konkreten Anlass wirkt besser als jede Floskel. Beispiel: "Sie betreiben mehrere Standorte mit Gemeinschaftsverpflegung. Wir sprechen mit Einkaufsleitungen über Ihre Angebotsanfragen. Passt Dienstag oder Mittwoch für zehn Minuten?"
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Schritt 4: Wie gehen Sie mit Einwänden um?
Einwände sind Fragen, die noch keine Antwort haben. Stellen Sie eine Rückfrage, bevor Sie argumentieren: "Was müsste passieren, damit ein Gespräch im Quartal sinnvoll wäre?" Kurze Antworten auf typische Einwände finden Sie im Einwand-Spickzettel und im Leitfaden Einwandbehandlung am Telefon.
Schritt 5: Was dokumentieren Sie nach jedem Anruf?
Jeder Anruf braucht drei Einträge: Ergebnis, nächster Schritt mit Datum und ein Satz zum Gesprächsstand. Ohne diese Einträge schreiben Teams dieselben Unternehmen wochenlang neu an. Eine Übergabe an den Vertrieb gelingt mit der Checkliste zur Termin-Übergabe.
Schritt 6: Wie planen Sie das Nachfassen?
Planen Sie vier bis sechs Kontaktversuche über drei bis vier Wochen. Wechseln Sie den Kanal, etwa Anruf, E-Mail und eine kurze Nachricht auf LinkedIn. Eine Vorlage für Nachfassen per Mail finden Sie in der Checkliste zum Angebot-Nachfassen.
Termine mit Kaufinteresse
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Praxisbeispiel: Was ein Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik zeigt
In einem Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik standen nach drei Anrufblöcken à zwei Stunden 11 Termine im Kalender, 8 fanden statt. Die Liste umfasste 240 Unternehmen aus Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Die größte Verbesserung kam aus der Zielrolle: Nach dem Wechsel von der Geschäftsführung auf die Küchenleitung stieg die Zahl der erreichten Entscheider deutlich. Das Team hatte vorher jede Woche neu gelistet, danach führte es die Liste nur noch nach Wiedervorlage.
Wann lohnt sich Telefonakquise nicht?
Telefonakquise trägt nicht, wenn Ihr Angebot ohne Vorgespräch nicht verstanden wird, wenn Ihre Kunden nur über Empfehlungen kaufen oder wenn Ihr Angebot kaum Nutzen für den Anrufer hat. Dann investieren Sie besser in Empfehlungen, Inhalte oder gezielte Anzeigen. Auch gegen KRAUSS gilt das: Ohne passendes Angebot bringt auch der beste Anruf keinen Termin.
Die rechtlichen Grenzen für Kaltanrufe bei Unternehmen ergeben sich aus § 7 UWG. Die Einordnung für Ihren Fall steht im Beitrag Kaltakquise und Recht. Das ist keine Rechtsberatung.
Checkliste: Vor dem ersten Anruf
- Zielrolle und Segment sind in der Liste eingetragen
- Der Grund, warum dieses Unternehmen jetzt passt, steht in der Zeile
- Das Gesprächsziel ist ein Termin, als Frage formuliert
- Der Einstieg in 20 Sekunden ist geübt
- Die Einwand-Rückfragen liegen griffbereit
- Die Wiedervorlage ist für jeden Kontakt gesetzt
Die vollständige Vorbereitung finden Sie in der Checkliste zur Telefonakquise. Wer die Telefonakquise auslagern will, findet den Ablauf auf Telefonakquise als Dienstleistung und die Antworten zu Kosten und Ablauf auf Telefonakquise-Agentur.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
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- Beim Kunden bestätigt[2]
Nächster Schritt
Bevor Sie Ihre Liste neu bauen, prüfen Sie Ihre Akquise mit dem Neukunden-Check. Er zeigt in sechs Fragen, wo die größten Lücken liegen. Den Preis für ein Telefonakquise-Angebot ermitteln Sie im Angebots-Konfigurator. Die Antwort auf "Was kostet das?" lautet: Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit der Entscheider und gewünschter Terminmenge.
Stand: Oktober 2026
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Anrufe braucht es für einen Termin in der Telefonakquise?
Das hängt von Liste, Entscheiderquote und Angebot ab. Mit einer sauber gepflegten Liste rechnen viele Teams mit rund 20 bis 30 Anrufen je gehaltenem Gespräch mit dem Entscheider. Ihre eigene Quote messen Sie in den ersten zwei Wochen.
Wer soll bei Telefonakquise im B2B angerufen werden?
Angerufen wird die Person mit Budget- oder Entscheidungsverantwortung für das Thema, das Ihr Angebot löst. Bei Mittelstand und Konzernen ist das oft nicht die Geschäftsführung, sondern eine Fachleitung. Die Zielrolle legen Sie vor der Liste fest.
Wie lang darf ein Telefonakquise-Gespräch sein?
Der erste Anruf dient einem Termin und dauert meist unter drei Minuten. Wer den Nutzen in zwei Sätzen nennen kann und eine konkrete Terminfrage stellt, hält das Gespräch kurz. Längere Gespräche folgen im Termin.
Was sagt man am Telefon, wenn der Entscheider nicht da ist?
Fragen Sie nach dem besten Zeitpunkt für einen Rückruf und nach dem Namen der zuständigen Person für das Thema. Notieren Sie beides sofort in der Liste, damit der nächste Versuch gezielt erfolgt.
Ist Telefonakquise im B2B erlaubt?
Kaltanrufe bei Unternehmen unterliegen den Grenzen des § 7 UWG. Ob ein konkreter Anruf zulässig ist, hängt vom Einzelfall ab. Die Grundlagen stehen im Gesetz, eine Rechtsberatung ersetzt das nicht.
Wie oft soll man einen Interessenten nachfassen?
Planen Sie vier bis sechs Kontaktversuche über drei bis vier Wochen und wechseln Sie dabei den Kanal, etwa Telefon, E-Mail und Nachricht auf LinkedIn. Danach pausieren Sie den Kontakt und prüfen den Eintrag neu.
Welche Kennzahlen zeigen, ob die Telefonakquise funktioniert?
Erreichte Entscheider, Gesprächsziele erreicht, Termine vereinbart und Termine, die stattfinden. Die Terminquote allein sagt wenig, wenn die Termine nicht zum Angebot passen.
Wann lohnt sich Telefonakquise nicht?
Wenn Ihr Angebot ohne persönlichen Kontakt verstanden wird oder wenn Ihre Kunden nur über Empfehlungen kaufen. Dann sind Empfehlungsmarketing oder Inhalte der bessere Start.
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